aufpassen

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Aufpassen, aufmerksam sein, vorsichtig, überlegt, etwas beachten.

Oft kommt man sich vor, als müsste man sich durch mentale Untiefen  vortasten.

Zig Dinge kann man nicht einfach nur oberflächlich ansehen und einfach nur registrieren.

Man klickt im Internet  die falsche Seite an,

gibt seine Daten preis,

überliest in Verträgen das fast versteckte Kleingedruckte,

kauft Früchte ein, und stellt zu Hause fest, dass diese ungenießbar sind,

bestellt online Artikel, und die kommen nicht,

liest etwas, stellt fest es war ein Fake,

an der Kasse  im Supermarkt tippt die Verkäuferin einen falschen Wert ein,

man geht Einkaufen und stellt danach fest, wieviel Überflüssiges man gekauft hatte,

man beginnt eine Wanderung, und dann kommt ein Gewitter,

verlässt sich auf jemanden und ist dann verlassen.

Die Liste ist lang und wird immer länger.

Verhindern kann man es nicht, nur aufpassen.

Vieles ist neu, neue Apps, die einem niemand erklärt,

andere Verfahren.

Da sich dauernd vieles ändert, muss man sich auf alles immer wieder neu einstellen, um nicht zu einem digitalen Analphabeten zu werden,

und,

man muss aufpassen, dass das sich Vortasten nicht in digitalen Sümpfen und Strudeln endet.

Es gibt viele Redewendungen, wie

” Aufpassen wie ein Luchs”

“Aufpassen, wie ein Heftlemacher”

Aufpassen in den Beziehungsgeflechten, denn Intrigen lauern immer und überall.

Das Wort hat aber noch eine andere Bedeutung, nämlich Sorge um jemand haben,

schauen, dass nichts passiert, so wie auf die Kinder aufpassen,

aber auch bewachen.

Die Bedeutungsvariation des “aufpassen” im Sinne von aufmerksam verfolgen ist die am weitreichendste, denn sie erlaubt aus Handeln zu lernen.

 

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Die drei Gesichter

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In Japan  sagt man, der Mensch habe drei Gesichter:

Das erste, das man der Welt zeigt.

Das zweite, das man der Familie und den engsten Freunden zeigt.

Das dritte zeige man niemandem, es ist das individuelle Geheimnis.

Der Schein des Seins kann oft trügerisch sein.

Was treibt Menschen an etwas zu tun oder nicht?

Motivation, Neugier, Anreize, Macht, Geld, Ansehen, Rache, Trauer,  das schlechte Gewissen  oder auf der anderen Seite Vorsicht, schlechte Erfahrung, der 6.Sinn.

Jedes Tun hat Folgen, und für diese muss man einstehen.

Wie können Menschen manchmal mit den Folgen ihres Handelns leben.

Wie kann jemand , wie in einer Fleischfabrik, jeden Tag zig Tiere vom Leben in den Tod befördern. Würde er sich vorstellen, dass am Ende seines Lebens alle Tiere vor ihm stehen und ihn anklagen würden, könnte er dies wahrscheinlich nicht.

Aber er ist das Bild des ehrenwerten Geschäftsmannes, der in einem renommierten Fußballverein zum Präsidenten gewählt wird, auf Bildern ein guter Familienvater abgibt, der Reporter schildert ihn als ehrenwerter Mann.

Der erfolgreiche Politiker, ausgezeichnet, aber skrupellos, machtbesessen, auf dem Plakat seiner Partei der fürsorgliche Familienvater, aber die Menschen und Tiere sind ihm völlig egal.

Der Terrorist, aus wohlbehütetem Elternhaus, liebevoll zu seinen Geschwistern, Freunden und dann tötet er skrupellos, eine Idee ist ihm wichtiger als alles andere.

Jeder von Ihnen hat verschiedene Gesichter.

Alle kann man belügen und betrügen, nur nicht sich selbst.

Ein Blick in den Spiegel würde die eigene Wahrheit ans Licht bringen und mancher könnte sich nicht in die eigenen Augen sehen.

Vor der Wahrheit kann irgendwann niemand fliehen, auch wenn  gerade diese Menschen sich ihre eigenen Wahrheiten schaffen, die sie dann auch noch glauben.

Aber der technologische Fortschritt des digitalen Zeitalters  ermöglicht uns noch ein 4.Gesicht, das biometrische, auf dem jede Regung, Neigung, Gefühl zu erkennen ist, die total erfasste Mimik und Gestik.

Eine Interpretation des eigenen “Ichs”, der man nicht ausweichen kann, die aber leicht missbraucht werden kann.

Nur, ob man damit die Menschen ändern kann, ist fraglich.

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Aura

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Aus dem Griechischen, die Göttin der Morgenbrise.

Der Lufthauch, der Dunst, der Lichtglanz.

Die Atmosphäre, das Darumherum, das Flair der Umgebung.

Wie eine Hülle den Menschen umgebend.

Von der Aura eines Geheimnisses umhüllt.

Bei manchen Menschen, die einem begegnen fröstelt es einem. Ist es das schlechte Karma ?

Jedenfalls muss es eine Ausstrahlung sein, die man registriert.

Bei anderen fühlt man das Gegenteil.

Die Lebenskraft, die man spüren kann.

Man spricht von der Aura der Macht,

von der Aura, die einen Ort umgibt.

Wir vergessen oft, dass wir auch Schatten und Schattenseiten haben.

Nicht nur Glanz und Gloria, das Strahlen, Ausstrahlen, sondern auch die Spuren und dunklen Seiten.

Schatten sind nicht farbig, die Aura nicht immer goldfarben.

Wir müssen mit beidem leben.

Das schöne an der Aura ist, dass sie mit ihrem Glanz den Schatten vertreiben kann.

Wenn wir erkennen, dass ein Glanz nicht ewig andauernd ist, sondern dass wir etwas dafür tun müssen, und,

dass Schatten nur nicht sind, wenn wir direkt unter der Sonne stehen,

Schatten nicht nur Negatives haben, sondern beruhigend sein können, in der Hitze kühlen,

und das physisch, wie mental,

auch dass beides im Gleichgewicht sein sollte,

dann liegen wir richtig.

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Das Kraut des ewigen Lebens

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Jiaogulan,

wer träumt nicht vom ewigen Leben.

Schon immer spielten Pflanzen, Tinkturen, Jungbrunnen eine wichtige Rolle im Ausleben entsprechender Phantasien und Wunschvorstellungen.

Die Vorstellung eines zeitlich physisch unbegrenzten Lebens könnte einem nervös machen.

Die einen träumen davon, für die anderen wäre es ein Albtraum, aus dem man nicht entfliehen kann.

Abgesehen davon , dass die Erde recht schnell eine Überbevölkerung ertragen müsste, mit ökonomisch und ökologisch katastrophalen Folgen.

Ein langes und ewiges Leben kann es aber nicht alleine sein.

Vielleicht liegt das Geheimnis des Lebens nicht in der zeitlichen Begrenztheit, sondern darin, wie man diese Zeit ausnützt.

In fast allen Religionen ist die Unsterblichkeit den Göttern vorbehalten.

Aber der griechische Zeus,  der römische Jupiter oder der nordische Thor  leben nur in Erzählungen.

Das Leben kommt einem manchmal vor, wie ein auf die Lebenszeit begrenztes Spiel.

Jede Aktion  die man macht wird gepunktet; am Ende steht ein Rating.

Manchmal wird ein Spieler herausgenommen, findet ein jähes oder jedenfalls ein unerwartetes Ende. Eine Gleichung mit vielen Unbekannten.

Alle haben Funktionen,  ihr Tun Auswirkungen, deren Sinn oft viel später oder am Ende eines Lebens erkannt wird. Jeder hat sein Paket, seinen spirituellen Rucksack  zu tragen.

Die Frage stellt sich, wie in dem Film mit M.J.Fox ” Zurück in die Zukunft”, was wäre, wenn man nicht gewesen wäre.

Ein Verlängern des Lebens wäre für manchen sehr schön, aber Träume sind oft Schäume. Ein Leben rüstig und fit,  oder in Gebrechen, auf Pflege und Apparaturen angewiesen?

Der Mensch ist unablässig in der Suche nach Alternativen.

So auch im in der Natur nach Lösungen zu suchen, wer denn dort und warum länger als normal leben kann.

Jiaogulan stammt  aus der südchinesischen Provinz Guizhou, wo man  im Jahr 1400 im Rahmen einer Volkszählung  feststellte, dass in dieser Provinz der Anteil der über hundertjährigen Menschen deutlich über dem landesweiten Durchschnitt lag, so auch  in den beiden Provinzen Shiquan und Gunagxi.  Der schwedische Botaniker Carl Peter  Thunberg bracht die Pflanze im 18.Jahrhundert  nach Europa, hielt sie aber für eine Rebenart.

Die andere Seite des langen Lebens ist die , wie erfüllt ein Leben war, und mit was?

Auch ein kurzes Leben kann erfüllt sein.

Vielleicht fragt man sich am Ende selbst ob man alles richtig gemacht hat, was würde man so nicht machen.

Nur das nützt nichts, es ist Geschichte.

Die Gerontologie setzt sich mit dem Altern auseinander.

Da bestehen zwischen numerischem Alter, biologischem und mentalem teils große Unterschiede. Ein junger Mensch kann mental sehr alt sein und ein numerisch älterer mensch mental sehr jung, auch biologisch viel jünger als numerisch.

Das Altern ist eine der Naturgewalten, die wir nicht beherrschen können.

Aber jeder Versuch ist eben das, was dieser beschreibt.

Die biblische Geschichte von Methusalem.

Im masoretischen Text, als auch die griechische Septuaginta beschreibt man sein Alter auf  969 Jahre, nach der Schrift Samaritanus in der Tora auf 720 Jahre.

Aber dies ist eine wohl nur zu Papier gebrachte Geschichte einer Wunschvorstellung.

Uns bleibt es ” unsere” Zeit zu nutzen, so dass unsere Phase von vernünftigem Handeln, gesunder Ernährung und weisen Entscheidungen geprägt ist, und die innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit das biologische Altern zu strecken verhilft.

Bleibt zu hoffen, dass man  am physischen Wendepunkt zu einem anderen Sein,

man nichts bereut, zu allem , was man tat, stehen kann, allen Vergeben kann, die einem Böses taten, genügend hat, um sich darüber zu freuen, und mit einem Lächeln die Dimension wechseln kann.

 

 

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Raum

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Irgendwo, heißt irgendwo in einem Raum. Eine Drehung gegen den Raum ruft Zentrifugalkräfte hervor.

Warum wissen wir, dass ein Raum ein Raum ist. Muss er geometrisch sein, oder einfach nur etwas mehrdimensionales, vielleicht nur eine Spalte, eine nicht ausgefüllte Fuge. Raum , eine von verschiedenen Geometrien.

Raum benötigen wir, Raum zum Atmen, zum Leben.

Werden wir eingeengt belastet uns dies in irgendeiner Weise.

Wir beschweren uns, wenn wir keinen Raum haben, Platz, wenn der Nachbar zu dicht an einen herankommt.

Nach Kant ist ein Raum eine subjektive Bedingung aller sinnlichen Erkenntnis, eine Form unserer Anschauung.
Ein Raum ist kein Körper, es sei jemand wäre darin eingeschlosssen und der Raum begrenzt.

Zeit ist das den Raum beeinflussende, nämlich die gemessene  Bewegung eines Gegenstands innerhalb des Raumes .

Ein Raum entsteht vermutlich wenn sich ein Gegenstand ausdehnt.

Jeder Körper hat  hat eine Grösse, Gestalt und Form, eine bestimmte Distanz zu anderen Körpern.

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OMG

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Wie oft denkt man OMG,

die Gedanken kreisen, man schläft, träumt, dann dies und das.

Fragmente, Impulse, Sequenzen, Pop Ups, Flashs.

Scheinbar nicht zusammen passen,

ein Puzzle aus Vergangenheit und Zukunft, vielleicht auch mehrere Puzzles.

Verschiedene Töne, Lieder, alles ein bisschen durcheinander,

man wacht auf, denkt OMG, was hab ich da geträumt,

lauter Fetzen von Eindrücken.

Vielleicht könnte man  jedem Eindruck eine zeitliche Assoziation zuordnen,

alles in eine Bezug setzen,

um ein Rätsel des Lebens zu lösen,

das vielleicht gar keines ist,

sondern nur das zufällige Mitnehmen von Eindrücken der mentalen nächtlichen Tour

durch das  Unterbewusstsein und die Archive des eigenen Lebens.

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Hubschrauber

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Helikopter, vom altgriechischen “helix”, Schraube, Winde, kommend.

Mit seinen Rotoren schraubt er sich in die Luft.

An was denkt man , wenn man das Geräusch eines Hubschraubers hört?

Nicht unbedingt an einen Kampfhubschrauber, denn den hätte man ja erleben müssen um sich zu erinnern, und,

die Eindrücke aus Action Filmen sind nicht so nachhaltig.

Ist man selbst längere Strecken mit einem mit geflogen, kommt der Lärm, die Vorsicht beim Ein-und Aussteigen , das wacklige Gefühl in den Beinen nach einem Flug ins Gedächtnis.

Rundflug, das wäre eine andere Assoziation.

Eher denkt man, nämlich dann, wenn das Geräusch der Rotoren entfernt klingt, an einen Menschen, der gerade  in ein Krankenhaus geflogen wird.

SOS Notrettung, Notfallnummern, Notarzt, Bergrettung, Seenotrettung.

Man denkt an Piloten, die unheimlich gut sein müssen, ein derartiges Fluggerät so genau punktuell und präzise zu steuern.

Leben können davon abhängen.

Dann hört man auf einmal nachts die Geräusche eines Helikopters in unmittelbarer Nähe, schaut aus seinem Fenster , sieht den Notarzt herauskommen, ein  Wiederbelebungsgerät tragend,

Wen hat es getroffen, was ist passiert, ein Schlaganfall, Herzinfarkt.

Plötzlich wird einem seine eigene Endlichkeit nahe gebracht,

und es wird einem klar, wie wichtig es ist, dass im Fall der Fälle eine Rettung und somit Chance möglich sein kann.

In unserer Vorsorge und Wohlstandsgesellschaft sind wir nie wirklich alleine, es sei denn wir wollen dies.

Andere Menschen  in anderen Teilen dieser Welt haben allein schon ökonomisch nicht diese Option.

So sind wir einfach zufrieden, planen vorsorglich alles für den Fall, daß es einem unverhofft trifft, man selbst nicht mehr handeln kann,

versuchen so zu leben, dass  dann nicht vieles Unerledigtes übrig bleibt.

“Carpe diem”

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Lebensräume

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Die Temperaturen steigen und auf einmal kreucht und fleucht alles.

Spinnen erleben ihre Hochzeit, selten gibt es so viel zu jagen.

Die ersten Früchte locken nicht nur den Menschen zum ernten an,

es gibt viele , die von der Tafel der Natur etwas abhaben wollen.

Heerscharen von Ameisen versuchen ihr Territorium zu behaupten und ihre blattlausigen Milchkühe auf allem, was sich ereignet zu positionieren.

Auf einmal sind sie da, die Fruchtfliegen, die Mücken, Kakerlaken,

und wir Menschen merken, dass andere Lebewesen auch ihre Lebensräume haben.

Wir nehmen nur einen Bruchteil wahr.

Alles was in nur mikroskopisch  erkennbarer Größe ist, gar nicht,

was so klein, unter der Größe eines Chihuahua ist, nur, wenn es uns ” bedroht”.

Manche kreischen ja beim Anblick einer Maus oder Ratte.

Gegenüber Schlangen haben wir Vorurteile, und realisieren nicht, dass diese in der Entwicklungsgeschichte einfach keine Beine entwickelt haben .

Zig Lebensräume, zig Möglichkeiten ein ” Leben” zu gestalten.

Von der Eintagsfliege mit maximal 24 Stunden über den  Grönlandwales mit mehr als 200 Jahre bis zum  Anoxycalyx Joubini, der über 10 000 Jahre als Riesenschwamm leben kann.

Der älteste dokumentierte Mensch, Jeanne Calment, wurde mehr als 122 Jahre alt.

Alle füllen den Lebensraum Erde unter, auf und über der Erde, im Wasser oder der Luft aus.

Doch nur wenige Lebewesen haben die Fähigkeit die Lebenswelten aller anderen zu zerstören, so , wie wir Menschen.

Heuschrecken können alles abfressen, Kulturen zerstören, aber immer nur punktuell, und so verhält sich das mit vielen Tierarten.

Zumeist nennt man ein unkoordiniertes punktuelles Ausbreiten des Lebensraumes dann eine Plage.

Tiere agieren nicht global. Es gibt sie da und dort, ihre Kommunikation ist nicht erdumfassend.

Als Lebewesen mit Wertvorstellungen sollten wir unserer Verantwortung auch für die anderen Lebewesen bewusst werden, und auch so leben.

Unser Lebensraum ist nicht der eines Raubtieres auf 2 Beinen, obwohl wir uns genau so verhalten.

Wir haben genügend Lebensraum und das Wissen diesen verantwortungsvoll auszufüllen. So lassen wir doch anderen Lebewesen auch den ihrigen.

 

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Mitschwimmen

Ebbe und Flut, immer im Wandel der Gezeiten. Einmal hin, einmal her.

Milliarden Sandkörner werden hin und her bewegt, getrieben, gerieben.

Irgendwann wird einmal feiner Sand aus ihnen.

Über den Sand laufen hinterlässt Spuren ; laufen viele, sind es die Spuren der Mitläufer.

das mit anderen zusammen  etwas tun , was gerade ” in” ist, in Mode, trendy.

Das Bad in der Menge?

Wie heisst es: “Wir wollen nicht mehr mit schwimmen,

auch nicht gegen den Strom, nein, wir wollen  in einen anderen Fluss”

Zu schnell ist man von der Meinung anderer mitgerissen, schwimmt im Strom der Meinungen.

Und manchmal ist einem das Wasser zu kalt, zu warm, reißend oder zu träge, und,

man hält es nicht mehr aus.

Spätestens da vielleicht nur aus dem  Wasser klettern, eine Pause machen.

Das Wasser , das, was dann kommt,  ist jedenfalls nicht mehr das Gleiche. Das alte fliesst, neues Wasser kommt.

Nur die Fische haben die totale Freiheit dahin zu schwimmen wo sie wollen, egal ob tief, weit, mit oder ohne Strömung. Lachse und Aale schwimmen um zu laichen gegen den Strom.

Manche leben nach dem Motto  ” Mitschwimmen oder unter gehen”, was keine Alternative ist,

denn wer schwimmen kann, geht auch nicht ohne Grund unter.

Ein Problem unserer Gesellschaft ist, sich nur auf den Moment und nicht die Zukunft zu besinnen.

Viele schwimmen, wie ein Fisch, der die Orientierung verloren hat, der dahin schwimmt, wo die anderen hinschwimmen.

Ist alles Geschehen kommt die Frage: ” wie konnte man all das mitmachen, zusehen, ohne etwas zu tun”

Jede Generation stellt sich solche Fragen.

Wie konnte man im 1. Weltkrieg mit Freude und Fahnen in einen Krieg ziehen, der unbeschreiblich grausam und unsinnig war?

Wie konnten Menschen im Dritten Reich die menschenverachtenden Massnahmen  eines Regimes mitmachen, einen Krieg mittragen?

Wie konnten Menschen einen Stalin ertragen, ein Regime mit einer Stasi, Kriege anzetteln.

Die Liste ist leider groß, die Akteure international.

Das Traurige ist nur, dass die Menschen nicht aus der Geschichte lernen und schon wieder beginnt scheinbare Toleranz in intoleranter Manier sich hoch zu stilisieren und den, der nicht dieser Meinung ist, zu denunzieren, etikettieren, isolieren.

So, wie im Dritten Reich Bücher verbannt und verbrannt wurden, werden Bücher der Geschichte wieder verbrannt, Monumente vom Sockel gestürzt, das Nicht Normale zum Normalen stilisiert, statt einfach zu konstatieren, dass es im Leben eben viele Facetten gibt.

So bleibt einem nur intolerant gegenüber Intoleranz zu sein und wie in der alten chinesischen Kampftaktik einen Schritt zurück zu machen , und den Strom weiter vorbei fließen zu  lassen, bis er versiegt.

Vielleicht werden die Menschen eines Tages schlauer und lernen, dass in dieser Welt die verschiedensten Meinungen ihren Platz haben, und wie die Fische im Wasser , man in jede Richtung schwimmen kann, nicht nur im Strom.

 

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der Traum von Avalon

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Am Abend am Wasser.

entspannt,

die Luft ist kalt und warm zugleich,

eine frische Brise, kein Wind

Segelboote in der Dämmerung,

die Gedanken des Tages ziehen vorbei,

man spricht, tauscht sich aus,

findet die Ruhe, die man nur im Urlaub, in den Ferien hat,

am Meer,

gedanklich mit den Wellen mitschwebend,

die Weite des Horizonts genießend.

Dann aufziehende Wolken, die Luft spiegelt sich im Wasser,

die Konturen zwischen Himmel, Erde und Wasser verschmelzen,

Figuren aus Wolken und optischer Täuschung lassen jeden darin das finden , nach dem er sucht, was er sich wünscht.

Vielleicht ein Kreuzfahrtschiff, eine  Gestalt, ein Drachen oder einfach nur etwas, was ein paar Sekunden später wieder weg ist.

Sehnsucht nach einem Wunschbild oder Ort.

Die Fee Morgana bewohnt in der Artus Sage die für sterbliche unerreichbare mystische Insel Avalon.

Vielleicht ist es von Zeit zu Zeit nicht schlecht seine Gedanken nach Avalon schweifen zu lassen,

um später einfach wieder in der täglichen Realität wieder auf zu tauchen, und,

seine Wunschträume ausgelebt zu haben.

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