Ausschnitt

Wir nehmen immer nur einen Ausschnitt war,

wir können ja nicht alles auf einmal sehen.

Höchstens, wie ein Astronaut, der weit genug von der Erde weg sein, und diese als ganzes sehen kann.

Aber auch er sieht nur die eine Seite, wir haben keinen Rundumblick und hinter-etwas-Schaublick.

Wir wissen nicht, was sich neben dem schönen Hotel in einem Werbeprospekt verbirgt, vielleicht nicht der schöne Strand, die beeindruckende Schönheit der Berge, sondern eine Baustelle, eine Müllhalde, ein Kraftwerk, eine viel befahrene Strasse und nicht die vorgetäuschte Idylle.

Werbung arbeitetnur mit Ausschnitten des Schönen, mit dem Negativen kann man niemanden anlocken.

“Aus” und “Schnitt”, beides sind nur etwas heraus Genommes.

Aus einer Zeitung, einem Bild.

Erinnerungen, etwas, was einem wichtig erschien, das man weg legt, um es irgendwann wieder zu haben, ohne das Ganze sammeln und aufheben zu müssen.

Ausschnitt, auch das Decolleté, eben nur ein Teil.

Ein Bruchstück der Geschichte, eine Teilwahrheit.

Manchmal ein Abschnitt des Lebens, eine Phase, die man durchlaufen hat, die zwar wichtig sein kann, aber höchstens eine Ära kennzeichnet.

Es fällt uns schwer oft das Gesamte zu sehen, denn um dies tun zu können, wäre eine Voraussetzung dies überhaupt zu können.

Aussparungen, Einschnitte, Fragmente, Einkerbungen kennzeichnen das große Puzzle des Lebens.

Ausgeschnitten, rausgeschnitten, so einfach ist dieses nicht weg, was man vielleicht nicht sehen oder wissen, an was man auch nicht erinnert werden möchte.

Fotografen nennen es Retusche, was herauskommt kann ein Fake sein.

Einfach weiseln, schwärzen, um etwas zu verdrängen funktioniert nicht.

Irgendwann kommt jeder Ausschnitt zum Schein, durch ein Duplikat der Zeitung, des Bildes, des Videos,

und wenn es durch den Archäologen oder Forscher der Zukunft ist, der sich gerade dieses als Forschungsobjekt ausgesucht hat.

Uns geht es mit der Geschichte so, mit allen Geschichten, die jede für sich nur eine Sicht darstellt, nicht immer die sachlich objektive, neutrale Sicht, das pure Faktum.

In der Folge wäre es angebracht sich dessen bewusst zu sein, und beim Urteilen immer zu versuchen das Gesamte im Blick zu haben, zumindest sich darum zu bemühen.

Ausschnitt

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Konversation

Besprechung, Treffen, Diskussionen, Beratung.

Weiblich, aber keiner weiss warum.

Im Wort steckt auch ” conserver”, bewahren, und darin “server”, nicht nur das Computerprogramm, der Dienst oder Gerät,

sondern der “Server”, auch das “Dienen” oder der “Diener”

Konservation ist Teil einer Kultur

Unverbindliches Gespräch, dass der Unterhaltung, dem Gedankenaustausch dient, zwanglos ist, manchmal geistreich, aber auch nicht.

Face to Face, man sieht sich, wenn man spricht.

Plauderei, Gerede, Gequatsche, Klatsch, Schnack, Schwatz oder Small talk.

Viele Bezeichnungen für im Prinzip das Gleiche.

Konversation hat einen förmlicheren Charakter.

Lateinisch klingt es anspruchsvoller: Colloquium

Obwohl conversation ja zuerst einmal bedeutet Umgang und verkehr mit jemanden zu haben.

“Con” mit, und versare “drehen”

Englisch, französisch und spanisch ähnlich.

Wörtlich betrachtet ist Konversation etwas, bei dem man die Worte hin und her dreht.

Mancher kann es, andere nicht, aber man kann es erlernen.

Chatten, zig Möglichkeiten seine Gedanken auszutauschen.

Einfach nur reden.

Verbal, nonverbal.

So nebenbei und unverbindlich oder mit ernsthaftem Hintergrund.

Aber unabdingbar, wichtig.

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Konversation

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schief liegen

Wie heisst das:

” Wer ständig auf seiner eigenen Brieftasche sitzt, quält seinen Ischiasnerv”

Oft steckt man sein Mobiltelefon oder das Portemonnaie in die Gesäßtasche seiner Jeans und wundert sich, wenn diese Gegenstände auf einmal weg sind, weil sie auf Diebe einladend wirken.

Man hat den Druckschmerz auf den Piriformis Muskel und dann noch den Verlust und gerät in eine Schieflage.

In die können aber auch Banken kommen, wenn man sich verkalkuliert hat, oder plötzliche Ereignisse die Finanzsituation durcheinander bringen. Wer falsch investiert stellt fest, dass es auf einmal bergab geht.

So, dass auf einmal die Erdanziehungskraft einem hinunter zieht.

Wenn man sein Auto an einem Berghang parkt, darf man nicht die Handbremse und andere Sicherheitsmaßnahmen vergessen, sonst kann der Wagen wegrollen und ein Disaster kann seinen Lauf nehmen.

Schieflagen sind aber auch Haltungsfehler, physisch, psychisch und mental.

Einfach, wenn man disponiert ist, das eigene Gedankengefüge nicht im Lot ist.

Schief liegen bedeutet aber auch, dass man daneben liegen kann, feststellt, dass man sich geirrt hat, man auf einem Holzweg war, einem, der im Kreis herum führt oder in ein Nirgendwo.

Eine Schieflage kann aber auch etwas Positives sein.

Plötzlich kommt man in eine andere Lage, es geht bergauf, nicht nur bergab, jedenfalls nicht gerade in der Ebene.

Irgendwann hat man den Tiefpunkt erreicht und es kann nur bergauf gehen, die Talsohle hat nichts Tieferes unter sich.

Auf einem Boot bedeutet die Schieflage die Gefahr zu kentern. Man muss die Ladungen, genau so, wie in einem Flugzeug, richtig verteilen um nicht die Schieflage zu riskieren.

Im täglichen Leben ist deswegen das Bewusstsein wichtig, sich nicht in einen Sumpf, ein Moor, Schlick oder unsicheren Boden zu bewegen, sondern immer festen Boden unter sich zu haben, und wenn es die Schiffsplanken sind.

Auf einer schiefen Lage kann man sich auch hinsetzen,

entspannen, an etwas Schönes denken,

seine Gitarre nehmen, ein Lied singen, oder eines hören, jedenfalls relaxen, sich in sein Lot bringen ,

um danach seinen Weg fortzusetzen.

Das ” Schiefe” ist dann nur eine sportliche Herausforderung.

Man weiß ja, dass alles Schiefe nicht nur nach unten,

sondern auch nach oben führt,

und wie auf der Erde, kann man im dreidimensionalen Kreis, auf der Kugel, entlanglaufen und froh sein, dass die Erde keine Scheibe ist.

Schieflage

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Einstellung

Einstellung, Attitüde oder Habitus.

Mehrere Worte und Bedeutungen in einem.

Ein und Stellung.

Ein, das Gegenteil von ” aus”, das “on” statt “off”, oder manchmal ein standby.

Stellung ist eine Position, eine Funktion, die man inne hat.

Eine Einstellung ist in der Folge, wenn jemand einen Job bekommt, eingestellt wird, einen Arbeitsvertrag bekommt.

Einstellung ist aber auch der Ausdruck einer Haltung. Wie steht man zu etwas, welche Meinung hat man.

Ist es eine kritische Distanz oder Befangenheit oder wechselt man die Meinung wie das Fähnchen im Wind?

In einer freiheitlichen Demokratie ist es normal, dass man seine Meinungen austauschen kann, ohne dafür etikettiert zu werden, oder gar Hass zu spüren.

Zeichen einer krankenden Demokratie ist es, wenn die Menschen immer empfindlicher reagieren und Meinungen immer weniger toleriert werden.

Wobei es vieles gibt, was nicht tolerierbar ist, und dazu gehört alles Kriminelle, Verbrechen, und Diffamierungen, aber auch die Intoleranz gegenüber anderen Menschen, die vielleicht etwas anders aussehen , als man selbst, eine andere Farbe haben oder behindert sind.

Zumeist beruhen Empfindlichkeiten in Ängsten, nämlich Macht und Einfluss zu verlieren.

Bei Behinderungen auch Berührungsängste, die verdrängt werden, unterbewusst realisiert man , dass dieses jeden Menschen treffen kann.

Nur das Schicksal weiß, wie lange man selbstständig denken und handeln können wird.

Seit es Menschen gibt, werden wahrscheinlich Intrigen und Diffamierungen dazu eingesetzt.

Einstellung, schwedisch ” attityd”, türkisch “tavir”, lateinisch “habitus”.

Wie steht man zu etwas?

Manche Menschen denken:” Wenn Du nicht für mich bist, dann bist Du gegen mich”.

Aber genau dies ist fatal.

Wenn man Angst hat, seine Meinung und Einstellung auszusprechen,

schweigt man, wehrt sich argumentativ , riskiert Diffamierungen und Konsequenzen oder ” denkt so, und handelt sooo”, wird folglich unehrlich.

Kritisch betrachtet ein moralischer Zerfall.

Es gibt Menschen, die keine Kritik vertragen, die meinen “ihre” Meinung, Einstellung, Religion, Ideologie ist das allein gültige, und somit können sie für sich das Recht ableiten, alles andere abzustrafen.

Leider beeinflussen solche Menschen manchmal die Politik, und die Einstellung wird zu einer farblich dem Chamäleon ähnlichen.

Es ist nicht immer leicht im Dickicht des täglichen Seins ein oben und unten, ein seitwärts für sich zu definieren.

Wir vergessen, wo wir Grenzen benötigen, und wo wir keine brauchen.

Da hilft nur der innere Kompass seiner Erfahrung und Sozialisation.

Attitüde

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Acker

Ein Wandelwort.

Abgeleitet aus dem Griechischen “agros” , Feld.

Französisch ” des Champs”, Felder.

Englisch ” fields”, die Felder, schwedisch ” fält”

Eine Fläche, ein Mass, das Feld das man bepflanzen und kultivieren kann.

In der menschlichen Kultur ein Kennzeichen für den Beginn des sesshaft Werdens.

Für die Bauern die Basis zu ihrem Lebensunterhalt, etwas anpflanzen zu können.

Als Wort leicht modifizierbar.

Addiert man davor ein “cr” hat man eine kleine Köstlichkeit, den cracker.

stellt man ein ” tr” davor, hat man den Tracker, der einem im Internet, im Web verfolgt, um einem zu schaden, oder Werbung zu senden.

Der Trucker fährt ein schweres Gefährt.

Ein ” w” , als wacker, kennzeichnet einen mutigen Menschen,

Stellt man ein “M” davor , hat man den Macker, den Lebensgefährt, Lover , Macho oder wie auch immer.

ein ” k” soll nur erwähnt werden.

Mit einem “T” davor kann man etwas anheften.

Hängt man Wörter an, kommen die verschiedensten Bedeutungen heraus.

Ackerboden, Ackerland, Ackerkrume , Ackerscholle für die zu bepflanzende Erde.

Verbal ein Wort für hartes bearbeiten, ackern.

Der Acker ist mehr als eine Landschaftsformkategorie. Er steht für einen Lebensraum, für unsere Ernährung,

aber nicht nur im ursprünglichen Sinn.

Wir haben noch vieles, was wir nicht wissen, erforschen wollen, zu beackern.

Manche Menschen machen sich vom Acker, weil sie etwas nicht wollen, faul sind oder abhauen.

Viele Felder des Wissens sind nicht gepflügt.

Wir haben täglich unser eigenes Arbeitsfeld zu beackern.

Wenn wir es nicht tun, verwildert alles, auch die Psyche, das Verhalten, das Miteinander.

In Krisengebieten sieht man, was passiert, wenn die Seele verwildert.

Um eine friedliche Welt zu schaffen müssen wir wieder beginnen uns besser zu kultivieren und aus den Feldern des Seins einen für alle schönen Lebensraum zu gestalten.

Perplex

Ackern

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Zirbeln

Die Zirbel ist ja eine Kieferart, die in den Karpaten oder am Alpenrand wächst.

Zirbeln ist drehen, wie in der Schmiedekunst. Um die eigene Achse, nicht nur einmal, mehrfach.

Es ist nicht wie ein Drehen um die eigene Achse oder wie beim Break Dance.

Die Basis bleibt stehen, und alles darüber dreht sich.

Eigentlich die Situation, in der wir uns heute oft befinden,

Wir stehen physisch auf dem Boden dieser Welt, auf dem, was sich bisher ereignet hat, uns beeinflusste und wie wir handelten.

Erstaunlicherweise gibt es Menschen, die können sich mental mehrfach um ihre eigene Achse, bei konstanter Basis, also die Füße fest auf dem Boden stehend, winden.

Man könnte dies als mentale Akrobatik bezeichnen.

Aber was machen manche nicht für Geld, Einfluss, Macht und Reichtum, zur Sicherung ihrer Pfründe.

Andere beißen sich in einer Ideologie fest, in einer kognitiven Welt, die zur Wahrheit, zur Realität wird, aber die nur die Ihrige ist.

Und weil das so ist, werden die Reaktionen immer intoleranter, es zählt nur noch eine Meinung.

Argumentiert man sachlich, und bleibt auch so, dann wird sich gezirbelt und gezwiebelt.

Gezwiebelt, weil man sich offensichtlich mehrere Schalen zulegt. Die nette freundliche, die muffige, alle Variationsformen.

Alles nach dem Motto:” gerade wie mans braucht”.

Menschen haben ja auch eine Zirbeldrüse, die Epiphysis cerebri, die aber so benannt ist, weil sie eine Tirbelzapfenform hat.

In der Zirbeldrüse wird Melatonin produiert, das für unseren Schlaf-Wach Rhytmus zuständig ist.

Es gab einmal eine Zigarettenwerbung der Marke HB ” Greife lieber zu HB, dann geht alles wie von selbst, frohen Herzens genießen .

Wenn es ohne Zigaretten nur so wäre.

Statt dessen wird, gerade in der Politik, ein sich drehen, wenden, zum Symbol.

Vielleicht sollte man den Zirbelzapfen als Auszeichnung für besonders gutes Zirbeln nehmen.

Um sich zu schützen und nicht in einen Zirbelstrudel gezogen zu werden, sollte man ab und zu versuchen sein Gleichgewicht zu finden, seine Statik,

versuchen, dass man mental auch in die körperliche Hülle passt, die einem die Natur gegeben hat.

Vielleicht einfach nur etwas Meditieren.

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spezial

Freude , Ausgelassenheit

Spezial, nicht speziell, vielleicht Assoziationen mit Spezi oder Spezie.

Ein Bestimmungswort. Determinativkomposita

Kroatisch ” posebna”, spanisch ” especial”, somalisch “gaar ah”.

In mittelalterlicher Sprache entlehnt, eigentümlich, speziell.

Etwas Besonderes, Eigentümliches.

Bei einer Fernsehsendung bedeutet dies eine Sondersendung, themenbezogen, aus aktuellem Anlass heraus.

So ab und zu wünscht man sich, sich von allem, was einem belastet, frei zu sein, unbekümmert, nicht hemmungslos, aber losgelöst von allem, was einem herunter ziehen kann.

Eine Stimmungslage, in der man die sprichwörtlichen Bäume ausreissen,

oder einfach nur träumen kann.

Wie heißt es in dem Liedtext von Peter Schilling ” Major Tom”:

” Völlig losgelöst von der Erde schwebt das Raumschiff…..”

Doch im Song nimmt es ein anderes Ende:

“Mich führt hier ein Licht durch das All
Das kennt ihr noch nicht, ich komme bald
Mir wird kalt”.

Wir wissen nicht, wo unser Raumschiff “Erde” hinfliegt, wie sein wirklicher Zustand ist.

Was macht die Natur, der Hass unter den den Menschen, das sich selbst immer Probleme machen und besonders den anderen.

Es gibt zu spezial viele Wortbildungen:

Spezialausbildung, Spezialkräfte, Spezialanfertigung, Spezialausführung, Spezialgebiet, Spezialtruppe, Spezialgeschäft, Spezialliteratur, Spezialklinik, Spezialtherapie, Spezialtruppe, Spezialangebot.

Allen gemeinsam: das Besondere, Einmalige.

Ist es nicht das, was man sich manchmal wünscht.

Den mentalen Ausnahmezustand, in dem Glück, Unbefangenheit, Freude , eine friedliche Atmosphäre dominant sind, schaffen.

Offensichtlich scheint dies auf unserer Erde schwierig zu sein, und wenn nur in sehr wenigen speziellen Momenten, in denen eines Hauchs von Glückseligkeit.

Immer verbunden mit der Angst gleich wieder aus dem schönen Traum des Friedens, der Sorglosigkeit aufwachen zu müssen, weil es irgendwo und irgendwie mental, physisch, psychisch oder real brennt.

Vielleicht einfach die trüben Gedanken aus seiner Sicht entfernen, wegwischen, wie ein Scheibenwischer die Tropfen an einer Scheibe entfernt.

Das geht leider nur immer in einem Moment, bei Regen sind die Tropfen gleich wieder da,

und,

uns fehlt oft der Schirm, unter dem wir im mentalen trockenen Schutz stehen können.

So bleibt uns nur die mentale Spezialkleidung, die gegen jedwedes Wetter immun macht.

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Rekonstruieren

Viele Eindrücke, man sieht, liest und erlebt viel.

Man bemerkt, registriert, merkt sich das ein oder andere, schreibt auf oder geht einfach darüber weg.

Aufzeichnen, buchen, in eine Kartei eintragen, erfassen, dokumentieren, feststellen was ist und war.

Normalerweise werden Gäste, Autos, Urkunden registriert,

oder wie bei Corona, wenn man in ein Restaurant geht, der Name, die Adresse, die Telefonnummer.

Ist das alles nicht gemacht, und man sieht nur die Bruchstücke eines Mosaiks, das man nie komplett gesehen hat, ein fiktives,

wenn nichts dokumentiert ist, ist es schwierig alles zu rekonstruieren.

Wie war das nochmal, was ist passiert, wer gegen wen oder mit wem, wozu, warum, Fragen über Fragen um ein Puzzle zusammen zu fügen.

Wieder herstellen, nachbilden- und bauen, herrichten, nachempfinden um den alten Zustand zu erreichen.

Oft muss man in seinen Erinnerungen kramen,

Altes, nicht mehr Vorhandenes oder Zerstörtes so nachbilden, dass es dem alten Zustand gleich zu setzen ist, naturgetreu nachbilden.

Lateinisch ” struere”, schichtweise übereinander legen, errichten, ordnen.

Wir haben dieses Problem nicht nur in der Archäologie, der Geschichte, den alten Erzählungen. Was war wirklich, was wurde nur erzählt.

In der Kriminalistik, was war tatsächlich geschehen, wer war der/die Täter/in.

Rekonstruieren ist ein Teil der Wahrheitsfindung.

Was nicht fotografisch, gescannt, neutral von Augenzeugen niedergeschrieben wird, kann nicht als Mosaikstein dienen.

Alle nicht nachweisbaren Teile, Scheinwahrheiten wäre Teile mit anderen Farben, rosa, blau, grün, gelb, nicht wie die nicht Vorhandenen weissen Flecken im Mosaik des Lebens.

Erinnerungen trüben sich im Laufe der Zeit.

Negatives wird abgeschwächt, Positives eher glorifiziert.

Das alles erschwert die reale Farbgebung der zusammen zu setzenden Teile der Rekonstruktion.

Um den wissenschaftlichen, aber auch den Recherchen der Zukunft es leichter zu machen, sollte man vieles aufzeichnen.

Wie wollen die Nachfahren wissen, wie man selbst, die Eltern und Großeltern gelebt haben, was sie dachten und machten?

In den Geschichtsbüchern ist nur wahr, was als Fußmarke als Zitat, Originalquelle, nicht verfälschtes Dokument erhalten und gekennzeichnet ist.

In den Medien werden zu Themen oft, weil sich das gut macht, zufällige Zeitzeugen, oder solche die etwas Spektakuläres oder gut Verwertbares äussern, verwendet.

Andere versuchen von etwas oder von sich ein opportunes Bild zu konstruieren, Showmaking , Fakes, Tunes.

Die zu sehende Wahrheit ist ein Konstrukt und nicht die tatsächliche Wiedergabe des Geschehens.

So müssen wir im Puzzle des Lebens uns damit abfinden, dass vieles darin auf Annahmen und Vermutungen, subjektiven Meinungen, mutierten Erinnerungen und nicht Tatsachen beruht, und wir von allem unsere eigene Rekonstruktion machen müssen.

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Gefahr

HPH s Blog

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In dem Wort steckt ” ge”  also eine Bewegungsaufforderung , auch die Silbe ” fahr” , im Imperativ gemeint, nämlich weg zu fahren.

Wie heißt es: ” Gefahr erkannt, Gefahr gebannt”

Eine Option eines eventuellen Unheils, der Angst, es könne etwas Unangenehmes passieren, einem etwas zustoßen.

Risiken sehend , Unsicherheit, nicht wissen was kommt, erahnend.

Im Mittelhochdeutschen ” gevare”, Hinterhalt, Betrug.

Gefahr hat viele Perspektiven, im Recht, Gefahrengüter, Gefahrenzonen, Gefahrenkennzeichnung, Gefahrensignale.

Gefahr ist wenn ein Risiko grösser ist als das Grenzrisiko.

Eine Unsicherheit im Dasein, Beruf, Arbeitsbedingung, im Leben.

Es schwingt immer ein Dreiklang mit: Schaden-Risiko-Gefährdung.

Konkret, gegenwärtig,  anscheinend, putativ, auf Verdacht, im Verzug, dringend.

Gefahren werden oft nicht erkannt, falsch eingeschätzt oder auch überbewertet.

Gefahren können auch überraschend kommen, wie ein Tsunami.

Man spielt noch, wähnt sich in totaler Sicherheit, plötzlich zieht ein Sturm auf,

und,

es bleibt keine oder wenig Zeit zu reagieren.

Alle Steine aus dem Weg…

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Risiko

Risiko

Ein Spiel mit Unbekannten.

Ein Wagnis mit möglichem negativem Ausgang, Verlust.

Bewusst kalkuliert oder fahrlässig hineingeschliddert .

Die Gefahr nicht heraus kommen zu können.

Würfeln, Zocken, eben riskieren.

Es heisst ” wer nicht wagt gewinnt nicht”,

aber da ist ein Unterschied.

Wagen, ein Wagnis eingehen ist kalkulierbar, abschätzbar. Das Risiko ist der Grenzwert, die Kombination zwischen Wahrscheinlichkeit und Gefahr

No risk, no fun” kann tödlicher Leichtsinn sein., wie beim Extremsport.

Jemand der Verantwortung hat, macht das nicht, auch nicht, um nicht andere Leben zu gefährden.

Komplimentär ist die Sicherheit.

Manche Menschen sind risikoscheu, weil sie auch Angst haben das, was sie haben, zu verlieren.

Jemand der nichts hat, kann auch nichts verlieren, er tut sich leichter etwas zu riskieren, vielleicht ökonomisch große Schulden auf sich zu nehmen. Im schlimmsten Falls hat er Insolvenz oder Privatinsolvenz. Da er aber ohnehin nichts zu verlieren hat, wäre ein verlieren kein Schaden.

Der etwas Besitzende würde dabei allesverlieren, weil es in den Schaden mit einberechnet werden würde.

Man kann feststellen, daß Menschen aus anderen Kulturkreisen, die mit nichts in ein Land kommen, vieles riskieren können und auch Erfolge haben, im Gegensatz zu Einheimischen, die nicht viel haben, aber nichts riskieren.

Risiko ist aus dem altitalienischen abgeleitet, auch dem lateinischen ” risicare”, dem Umschiffen einer Klippe.

Das kann gut gehen, aber auch nicht.

Begriffe wie Wagnis, Gefahr, Risiko, Exposition umkreisen ein Problemfeld, aber jeweils von unterschiedlichen Perspektiven.

Die Exposition drückt aus, ob sich überhaupt jemand einer Gefahr und einem Risiko aussetzt. So ist ein gefährliches Tier nur ein Risiko, wenn man ihm begegnet, im Zoo ist er keines.

Zockt man nicht, kann man sich folglich nicht verzocken.

Börsenspekulationen haben ein berechenbares Risiko, im schlimmsten den Totalverlust, im besten Fall eine hohe Rendite.

Kein Risiko ohne Chance aber keine Chance ohne Risiko?

In der Umweltforschung sind Risiken die Eintrittswahrscheinlichkeit beispielsweise einer Katastrophe, eines Unglücks.

Im Gesundheitswesen die einer Ansteckung, eines Zwischenfalls, wenn man operiert wird.

Risiken gehören im Leben dazu, auch wenn man diese meiden möchte.

Kann man Risiken berechnen, als Wahrscheinlichkeit auf einer Zeitachse?

Aber was nützt einem das, wenn am Ende ein Prozentsatz steht, und das eigene Gefühl eine andere Meinung hat, als der Verstand.

Stochastisch gesehen die Auseinandersetzung mit Risiken, die sich aus komplexen Kombinationen von Vorgängen ergeben.

Es gibt eine Vielzahl von Wortkombinationen mit Risiko, so, wie Risikobereitschaft, Risikomanagement, Risikovermeidung, Wirtschaftsrisiko, Konfliktrisiko.

Letztlich ist entscheidend, wie man selbst sein Leben gestalten möchte , leichtfertig, waghalsig oder risikoscheu.

Die grundlegende Frage ist: Was ist mir etwas wert und wichtig , was sind die eigenen Prämissen. Für Politiker die gewählt wurden ist das in sie gesetzte vertrauen und die daraus folgernde Verantwortung der Maßstab .

Schwimmt man im Strom des Zufalls und überlässt sich diesem , verhält es sich wie beim Reiten.

Nimmt man die Zügel in die Hand, oder überlässt man dem Pferd zu machen was es will.

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Risiko

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