Verwerfen

Verwerfen bedeutet nicht daneben zielen.

Etwas aufgeben, nicht weiter verfolgen.

Pläne machen bedeutet in kreative Prozesse einzusteigen, und,

oft weiß man nicht, wo die Reise hingeht.

Pläne, Theorien müssen immer auf „ realisierbar“ überprüft werden und, wenn Korrekturen notwendig sind,

müssen diese getätigt werden.

Von etwas abgehen, ablassen bedeutet nur den Weg zu ändern,

nicht unbedingt das Ziel.

Verwerfen ist auch ein Ablehnen, missbilligen.

Manches ist unbrauchbar, oder die Zeit ist noch nicht reif.

Es ist auch nur einfach sich etwas anderes zu überlegen, neue Erkenntnisse einfließen zu lassen, andere Ideen einbringen.

Der Strom des Lebens fließt immer weiter.

Verwerfungen, Brüche, Verschiebungen sind tektonische Zerrissenheiten, Bruchstellen im Gestein der Welt, nicht nur tektonisch.

Sondern es kann die ganze gedankliche Architektur auf den Kopf gestellt werden.

Es bedeutet immer einen Neubeginn, ein Umgestalten.

Ein Verwerfen ist immer eine neue Chance auf dem Weg zum

Besseren.

Und, der Mensch sollte immer nach dem Streben was Glück und innere Ruhe bringen kann, dafür lohnt es sich etwas zu verwerfen,

Die andere Rhythmik

Manche Menschen leben vor sich hin.

Alles in bestimmten Bahnen, ohne Veränderungen.

Andere haben ein Leben in dauerndem Wechsel ,

Manchmal auf der Überholspur.

Die Rhythmik ist kein Takt, den man lernt,

sondern ein Impuls, der sich erinnert.

Er hebt uns an den Rand des Tages und lässt uns in der Nacht fallen, und irgendwo dazwischen ist das, was man eigentlich möchte.

Manchmal stolpert die Rhythmik und die Menschen suchen wieder den Einstieg in ihren Takt.

Das Leben ist oft wie ein ungeordnetes Lied.

Eines, das sich immer wieder selbst erfindet.

Kein Anfang, kein Ende, zumeist ein Main stream der einem trägt.

Manchmal kommt ein Gegenimpuls, ein Schlag, den man erst hört, wenn man aufhört dem Offensichtlichen zuzuhören.

Manchmal fällt etwas aus dem Takt, ergibt plötzlich einen ganz anderen Sinn.

Dann, wenn Umwege zu Wegen werden, das Ungeplante die eigentliche Ordnung zeigt.

Der innere Kompass, der nicht nach Norden zeigt, sondern nach dem was man ruft.

Ein Ziehen, eine Drift in Richtung des Eigentlichen,

Das Andere wird dann zum Motor der Veränderung, zur neuen Orientierung.

Suchend

Gedankenräume, nicht wie Porträts im klassischen Sinn.

Vibrierend, fast nervös – sie scheinen das Innere nach außen zu kehren.

Die Augen sind weit geöffnet, aber nicht auf etwas gerichtet; sie sehen nach innen.

Der Ausdruck des Suchenden, vielleicht einem, der gerade in der Mitte eines Erkenntnisprozesses steht, zeigt

Wärme, Bewegung, Intuition, aber auch Überforderung.

Man könnte sagen:

Das Feuer des Denkens und die Fragilität des Fühlens.

Eine Welt in sich,tragend, aber diese ist noch dabei, sie zu ordnen.

Man sagt zwar: wer sucht der findet, aber das bezieht sich zumeist auf physische Dinge.

In anderen Bereichen ist der Mensch das ganze Leben auf Suche.

Beispielsweise nach einer Wahrheit.

„nach einer Wahrheit“ weil es vielleicht mehrere Wahrheiten gibt.

Oft verlegt man etwas und ist froh wenn man dieses wiederfindet.

Eichhörnchen suchen im Winter ihre im Herbst versteckt haben und uns geht es manchmal ähnlich .

Dann ist wieder Eichhörnchentag.

Diese überleben trotz Suche und sie geben nie auf.

Improvisieren und durchhalten.

Irgendwie sind wir ein ganzes Leben Suchende.

Man stelle sich vor es gäbe nichts zum Suchen, alles wäre da, vielleicht faktisch schön, aber vermutlich langweilig.

Suchen ist eben ein Antriebsfaktor.

Impulsdenken.

Gesicht und Körper wie von Energie- und Gedankenströmen durchzogen wirkend.

Manchmal denkt man nicht in Worten, sondern in Impulsen

Der Übergang zwischen Erinnerung und Erkenntnis.

Mentale Bahnen, auf denen sich Gedanken zu einem Muster ordnen.

Das muss nicht zwangsläufig impulsiv sein.

Impulse sind Anregungen.

Entscheidend ist wie wir damit umgehen.

Zu oft reagieren wir nicht, sind durch die vielen täglichen Eindrücke abgestumpft oder lassen

Handlungsoptionen außer Acht, weil diese dem Mainstream nicht entsprechen.

Wir können aber auch selbst Impulse geben und damit mitsteuern.

In einer Demokratie sind Impulse ein Geben und Nehmen, in einer Diktatur nur das Steuern , nachsteigen und Kontrollieren.

Konzentrieren wir uns lieber auf die Freiheit Impulsgeber und Nehmer zu sein, und nur dann wann , wo und wie wir es wollen

Das Unfokussierte

Manchmal entsteht das Wesentliche genau dort, wo der Blick sich verliert.

Wo die Konturen verschwimmen, und das Denken nicht mehr weiß, was es halten soll.

Im Unfokussierten beginnt das Werden.

Es ist der Raum, bevor Bedeutung sich formt, bevor das Auge entscheidet, was wichtig ist.

Hier tanzen die Möglichkeiten, wie Staub im Licht eines Morgens, noch unentschieden, aber voller Versprechen.

Das Unklare ist kein Mangel, sondern eine Einladung: die Welt neu zu sehen, nicht als Objekt, sondern als Bewegung.

Aus der Unschärfe wächst die Form, aus dem Chaos die Linie, aus dem Schweben das erste Wort.

Vielleicht ist das Schöpferische nichts anderes als der Mut, im Nebel zu bleiben, bis sich das Licht selbst entscheidet, wohin es fällt.

kollektiv

Szenen des Übergangs,

Fast wie ein Tanz zwischen den Ebenen des Bewusstseins.

Archaisch wirkend,

Gibt es Gestalten, vielleicht Hüter oder Kräfte, die sich über die kleineren Menschen beugen?

Sie sind nicht alle bedrohlich, sondern eher einfach nur bewegte Energien, die das Geschehen beeinflussen.

Manche gebückt, gehend, miteinander verbunden, im alltäglichen Leben

Menschen in Bewegung, Arbeit, Begegnung.

Zu oft im Mainstream schwimmend, nur die eigene Meinung duldend.

Symbolische Schichten, in der die Linien und Farben wie Ströme von Erinnerung, Technik und Emotion ineinanderfließen.

Das Kälte, Hitze, Transformation, vielleicht eine Art eines inneren Feuers oder kollektiver Erneuerung.

Man könnte sagen:

Oben tanzen die Kräfte, unten handeln die Menschen.

Zwischen beiden Ebenen glüht das Denken – ein Übergang von Materie zu Bedeutung.

Nur macht dieser Zustand , alles kollektiv zu erleben, nur seine eigene Meinung duldend, nicht glücklich.

En Passant

„En passant“ – das ist ein Phänomen der jetzigen Zeit.

Wir nehmen vieles auf und alles mit.

Menschen sind die Figuren im Spiel des Lebens.

Sie bewegen sich wie in einem fließenden Übergang, jeder in seiner eigenen Richtung, doch verbunden durch das gemeinsame Band des Hintergrunds.

Eine Atmosphäre aus Wärme und Bewegung, vielleicht ein Marktplatz der Geschichten, vielleicht ein Bild des Lebensflusses.

Die Rhythmen des Daseins, konzentriert, fast zielgerichtet,

impulsiv, gestisch, wie Emotionen in Bewegung.

Nur ab und zu Ruhe und Reflexion.

Es ist das Vorübergehen des Lebens .

Menschen, die sich kreuzen, ohne sich ganz zu begegnen, jeder ein Fragment einer größeren Erzählung.

„En passant“ – das Denken im Gehen, das Leben im Übergang.

Der Abdruck

In Gesichtern kann man lesen.

Freude, Schmerz, Wut.

Man kann nicht immer alles verbergen, wie hinter einer Maske oder die Frau im Schleier, die alles sieht, man aber nur ihre Augen durch die Schlitze sehen kann.

Manche wirken nicht wie eine Figur, eher wie ein Abdruck, ein Echo ihres verborgenen Selbst.

Konturen verschieben sich, als wären sie aus Erinnerung geformt, aus Linien und Formen, die nur die Betroffenen selbst kennen.

Und dies nicht aus ihren Plänen, sondern aus ihrem eigenen Spiegelbild.

Nicht identisch, aber verwandt, wie eine Möglichkeit, die sie nie gelebt hatten.

Sie sprechen sich in ihrem Spiegelbild selbst an:

„Du… verbirgst dich in meinem Gesicht“.

Das Gegenüber lächelt, und das Lächeln ist wie ein Riss im Licht. „Nein“, sagte er. „Du birgst dich in mir. Ich bin das, was du nicht zeichnest, weil du glaubst, dass es niemand sehen darf.“

Die Stadt reagiert in der Nacht . Fenster flackeren, als würden sie blinzeln. Straßenlaternen zogen ihre Schatten zurück. Die Farben um sie herum wurden dichter, schwerer, fast warm.

„Ich bin die Linie, die du immer verwischst“, sagte er. „Der Teil von dir, ein Abdruck, der sich nicht zeigt, weil er zu wahr wäre.“

Es ist die Situation , in der das Herz gegen die Schichten der Stadt schlägt.

Im Spiegel die Müdigkeit, die man selbst trägt.

Die Wachsamkeit. Die Spannung um die Augen. Die Geschichten, die sich in Falten und Linien eingraben, nicht in Schicksalslinien der Hand.

„Wenn du in meinem Gesicht verborgen bist“, sagte das Abbild, „dann bin ich nicht allein.“

Die Antwort: „Niemand ist es. Wir tragen uns selbst — in Schichten, in Licht, in Linien. Und manchmal zeigt sich das Verborgene erst, wenn die Welt beginnt, mitzuschreiben.“

Identität ist kein Ort. Sie ist ein Fluss aus Formen — und manchmal birgt sich das Wichtigste genau dort, wo man es am wenigsten erwartet: im eigenen Gesicht.

Man kann alle irreführen, nur nicht sein Spiegelbild.

Man müsste sonst seinem eigenen Blick ausweichen.

Zwischen den Schichten des Lichts

Szenen wie in einem Traum, der sich in Farbe und Linien auflöst.

Manchmal schwirren die Gedanken, halb sichtbar, halb verschwindend, zwischen Stadt und Licht, so.

als ob die Sonne über der Stadt zerbrechen und alles zu flimmern beginnen würde.

Häuser lösten sich in Linien auf, Straßen verwandelten sich in Ströme aus Gelb und Orange.

Jemand auf der Strasse blieb stehen.

Eine Frau mit dem Blick, der durch die Farben schnitt wie ein Gedanke, der sich weigert zu verblassen.

Sie war Architektin des Unsichtbaren.

Jeden Tag zeichnete sie Pläne für Gebäude, die nie gebaut werden sollten.

Konstruktionen aus Erinnerung und Wind.

Doch heute war alles anders.

Heute schien die Stadt ihre Skizzen zu übernehmen, als hätte diese beschlossen, selbst zu träumen.

Die Mauern atmeten, die Fenster flüsterten, und die Schatten begannen, sich zu bewegen.

Die Frau spürte, wie ihre Konturen sich mit den Linien der Stadt verbanden.

Ihr Gesicht wurde Teil der Fassade, ihre Hände Teil der Straßen.

Sie war nicht mehr Beobachterin, sondern Bestandteil — eine Figur im städtischen Gedicht aus Licht und Bewegung.

„Vielleicht“, dachte sie, „ist das die wahre Architektur:

” Nicht das, was bleibt, sondern das, was sich auflöst.“

Und während die Farben über sie hinwegzogen, wurde sie zur Brücke zwischen dem Sichtbaren und dem Vergessenen,

ein Wesen aus Übergängen, das in jedem Sonnenuntergang neu geboren wird.

Die Nacht kam nicht plötzlich.

Sie sickerte langsam in die Farben, wie Tinte ins Papier.

Die Frau spazierte zur Brücke, die sie selbst entworfen hatte,

eine aus Glas und Schatten.

Unter ihr floss der Verkehr wie Gedanken, die sich nicht mehr ordnen ließen.

„Du hast uns gezeichnet“, sagte eine Stimme hinter ihr.

Sie drehte sich um.

Ein Mann stand dort, halb im Licht, halb im Dunkel.

Sein Gesicht war von Linien durchzogen, als wäre er selbst Teil ihrer Skizzen.

„Ich bin einer deiner Entwürfe“, fuhr er fort. „Aber du hast vergessen, mich fertigzustellen.“

Die Frau schwieg. Der Wind trug die Farben der Stadt über ihre Haut, und sie spürte, wie die Grenzen zwischen Zeichnung und Wirklichkeit sich auflösten.

„Vielleicht“, sagte sie leise, „muss Unvollständigkeit bleiben, damit etwas lebt.“

Der Mann nickte. „Dann sind wir beide lebendig.“

Sie gingen nebeneinander durch die Straßen, die sich wie Gedanken verschoben.

Häuser öffneten sich, als wollten sie zuhören.

Über ihnen glühte der Abendhimmel in Schichten aus Gelb und Blau — als hätte jemand die Welt neu übermalt.

Und sie wusste:

Die Stadt war kein Ort mehr. Sie war ein Gedächtnis, das sich selbst erzählt.

Zu oft machen wir uns zu wenig Gedanken über das, was uns jeden Tag begegnet, wo wir leben und wohnen.

Jeder Tag. jeder Sonnenuntergang lädt uns zum Staunen ein, weil jeder Tag anders ist, und alles ein immer währender Prozess ist.

Das Leben ist einfach vielschichtig, und das Licht viel Nuancen,

vom Zwielicht über das Dämmerlicht bis zum grellen Scheinwerfelicht, das im Stakkato des Pulsierens und kaltes oder warmes Licht bringen kann.

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