gespannt, gebannt

Gespannt hat viele Bedeutungen.

 
Man ist neugierig,
 
eine Haltung, die aus dem Bogenschießen abgeleitet ist,
 
dann, wenn der Bogen gespannt ist,
 
bereit um einen Pfeil abzuschießen.
 
Deswegen sagt man als Redewendung ” gespannt, wie ein Flitzebogen”
 
Der Zustand des gespannt Seins kann merkwürdig, seltsam, kurios, sein.
 
Im Englischen curious, tense und eager
 
Was wird kommen, was wird sein, was passiert mit uns, wie wird sich alles entwickeln.
 
Viele Fragen, keine oder wenige Antworten, und diese nicht fundiert.
 
Herzklopfen, wie auf Kohlen sitzen.
 
Gebannt kann fasziniert sein, aber auch gelähmt, wie die  sprichwörtliche Maus
 
angesichts der Schlange.
 
Man sagt auch ” Gefahr erkannt, gebannt”,
 
Tritt das Erwartete ein, weswegen man gespannt war,
 
müsste aufgrund der eigenen Erfahrungen eigentlich nichts besonderes  passieren,
 
auf  jedwedes Problem kann man reagieren,
 
wenn man nur mit offenen Augen durch das Leben geht.

Donation

Please give a donation. You also can buy the paintings. I use donations for „children in need“

€10.00

 
 
 
 

Türen zur Zukunft

IMG_20190208_0001_NEW

Die Welt kracht in ihren Fugen, das Gefüge verliert sich, man fragt sich: ” wo sind die Notausstiege, aber wir müssen immer wieder neue erfinden.

Türen können sich verschließen, aber auch öffnen.

Man kann sie für beide Optionen verbinden.

Zukunft ist einfach zu definieren. Im Augenblick, wo sie erlebbar ist, mutiert sie zu Geschichte.

Denkt man über die Zukunft nach plant man zumeist, manche Menschen haben Visionen.

andere Träume , vom Erfüllen von Wünschen.

Zukunft kann aber auch Angst bedeuten, wenn all das sich in der gegenwart ereignende eher zu Pessimismus als Optimismus animiert.

Vielleicht denkt jede Generation über die Jüngere, daß alles viel schlimmer wird,

und dass alles früher besser war, was objektiv nicht stimmte.

Dabei vergessen wir, dass die jetzigen Kinder nicht die Vergangenheit erleben,

sondern die Gegenwart als Ausgangspunkt ihrer Zukunft sehen.

Sind nicht die Träume das Tor zur Zukunft.

Schön, wenn man die Chance des Vertrauens in die Zukunft, die unaufhaltsam kommen wird, haben darf.

Auch Kriege, Katastrophen gehen vorbei,

der Mensch kann die Umwelt vergiften, vergessen, daß das Gift vielleicht der Ausgangspunkt für Lebewesen bedeutet, die sich daran anpassen können und entwickeln, nur sind es dann vielleicht  nicht wir Menschen.

Die Tür  zur Zukunft ist der Glaube an das Gute, an Werte, Vertrauen in sich, gute Freunde zu haben, sich nicht zu verbiegen

die Tür ist der Spiegel, in dem man blicken kann, ohne zu fragen ” Spieglein ,Spieglein an der Wand, wer ist der mächtigste Mann im Land”, der Spiegel der Eitelkeiten, sondern  der Spiegel, dessen Bild einem entgegen lacht, wo man sich noch in die Augen schauen kann.

 

Donation

Please give a donation. You also can buy the paintings. I use donations for „children in need“

€10.00

 

Insekten

img_20190129_0001_new

In und Sekt, und beides trifft nicht zu.

Kleine, oft mit Flügeln versehende Tiere, die von Entfernung gesehen harmlos, manchmal putzig aussehen,

näher betrachtet blusaugende, aasfressende, auch giftige Lebewesen manchmal nützlich, manchmal schädlich oder harmlos,

aber die grösste Artenvielfalt aller Spezies, alles multi, hinsichtlich Farben, gefahr, Schönheit, Hässlichkeit

Lateinisch ” Insectum” das Eingeschnittene,

Kerbtiere, Gliederfüssler.

Das ein oder andere Insekt erinnert an menschenähnliche  Gestalten, hat drei Hauptkörperteile.

in Kinderbüchern mit Namen versehen, verniedlicht, Mitleid erregend, wie ” Karl der Käfer” oder Symphatie wie die Biene Maya.

Strategische Überlebenskünstler, die sich den unwirtlichsten Situationen und Lebensbedingungen anpassen können,

klein aber mächtig, wie  Ameisen und Termiten, aber auch perfekte Architekten von baulichen oder künstlerischen Werken und Bauten.

Sie gehören zu den ältesten und erfolgreichsten Bewohnern  der Erde,

auch zu den ungeliebtesten.

In manchen Ländern entdeckt man sie als Nahrungsmittel,

aber auch als dressierbare Tiere, wie im Flohzirkus

Treten sie in Massen auf, wimmelt es nur von Ihnen,

und einige erinnern, nicht nur im Verhalten, an Menschen

 

Rights to use my texts and paintings

Please make donations. You can buy my texts for use, also my paintings Half of the prize will be spent for “ children in need“ The prize , make an offer, is per blog. If you want to buy an original painting write an E mail which one and make a prize offer. Half of the prize is also for Children in need. My Phone: 0049 1792751039 E mail: hanspeterheckner@web.de oder hecknerpeter@aol.com

€1.00

 

 

HPH s blog

Stelle Dir vor Dein Weg hat eine  Farbe und zieht sich wie ein Faden Deiner Singularität und Individualität durch ein kleines Stück der Ewigkeit, als ein Nichts im Gesamten. Und wie schön muss es sein, wenn Du die Chance hast, daß vielleicht andere Fäden ein Stück parallel laufen, so wie wenn Du Spaghetti kochst und ein paar aneinander kleben bleiben, rosa, lila, blau, brombeer , giftgrün, egal welche Farben Deine Spur hat, eine Farbnuance im Weg der Vergangenheit in die Ewigkeit und manchmal hat man das Glück, daß in einer Spur der Fäden etwas abzweigt und Teil eines unermesslichen Netzwerkes wird. Bring Farbe in die Spur, gib ihr Hoffnung, daß das Netz immer heller wird und Licht in das Dunkel der Unendlichkeit bringt

 

 

Destination ungewiss

Destination ungewiss ist ein Bild für das Leben und für die Politik.

Beide bewegen sich nicht linear, sondern in Zyklen, Brüchen, Wiederholungen. Frieden – Konflikt – Lernen – neuer Frieden – neue Fragilität.

Die Frage ist nicht, wohin alles geht, sondern wie wir uns darin bewegen.

Es beginnt mit einem leisen Riss im Alltag. Nicht laut genug, um Panik auszulösen, aber deutlich genug, um zu spüren.

Etwas verschiebt sich.

Orte, Städte, Landschaften, die sich ständig neu erfinden.

Die Straßen unten wirkten wie Adern, durch die das Leben pulsiert, Menschen, Ideen, Konflikte, Hoffnungen.

„Wohin geht das alles?“

Den Wind kann man nicht fragen.

Er sieht alles, aber er antwortet nicht, er trägt nur die Stimmen seiner Zeit..

Vielleicht geht alles in Zyklen, so, wie Frieden, Krieg.

Menschen sehnen sich nach Frieden, aber tun nichts dafür, eher dagegen.

Frieden ist kein Zustand, sondern ein Atemzug.

Er hält an, solange Menschen einander zuhören, solange Vertrauen stärker ist als Angst.

Doch Frieden ist verletzlich, weil er von Menschen gemacht ist und Menschen vergessen schnell.

Konflikte entstehen nicht plötzlich.

Sie wachsen wie Schatten, wenn Worte nicht mehr verbinden, sondern trennen,

oder wenn Gruppen sich nicht mehr als Teil eines Ganzen sehen,

sondern als Inseln, die sich verteidigen müssen.

Politik spiegelt dies wieder.

Sie wird lauter, kantiger, manchmal ungeduldig, manchmal blind.

Dann der Zyklus Krieg.

Krieg ist der Moment, in dem die Vernunft den Boden verliert.

Er ist nie neu, nur eine Wiederholung alter Muster.

Doch jeder Krieg verändert die Welt, weil er Menschen verändert.

Er hinterlässt Narben, die Generationen später noch brennen.

Der schwierigste Zyklus ist das Lernen.

Nach dem Krieg kommt das Lernen.

Nicht sofort, aber irgendwann.

Menschen erinnern sich, was sie verloren haben, und beginnen neu zu bauen.

Institutionen, Regeln, Vertrauen. Politik wird wieder leiser, nachdenklicher, manchmal sogar weise.

Ein neuer Frieden entsteht.

Er ist nie derselbe wie der alte.

Er ist vorsichtiger, manchmal klüger, manchmal nur müde.

Doch er trägt die Hoffnung, dass es diesmal anders wird.

Dann ein neuer Zyklus, die Wiederholung.

Und dann beginnt alles von vorn.

Nicht identisch, aber ähnlich.

Die Welt dreht sich, Menschen verändern sich, Politik sucht Orientierung in einer Landschaft, die sich schneller wandelt als ihre Antworten.

Die Destination ist ungewiss, weil Zukunft kein Ort ist, sondern ein Prozess.

Politik ist kein Wegweiser, sondern ein Spiegel.

Sie zeigt, wie Gesellschaften fühlen, fürchten, hoffen, kämpfen.

Und das Leben?

Es ist der Mut, trotz aller Ungewissheit weiterzugehen.

Wir bewegen uns in die Zukunft, und wissen dass es weitergehen wird.

Ohne oder mit uns.

Aber dies liegt ausschliesslich an uns selbst.

Aus dem Traum geboren

Aus einem Traum geboren:

Flammenfarben tanzen über die Fläche, und aus ihnen steigen Linienwesen hervor – dünn, aber voller Bewegung.

Bilder als Tor.

In einer Nacht, die sich selbst nicht kannte, öffnete sich ein Riss im Licht.

Kein lauter Spalt, sondern ein leises Aufglühen, wie wenn eine Erinnerung plötzlich wieder Farbe bekommt.

Aus diesem Riss traten drei Gestalten hervor, gezeichnet aus Linien, die mehr fühlten als sie hielten.

Die erste war die Erinnernde.

Ihr Gesicht schwebte groß und ruhig im Zentrum, als wäre es der Mond über einem inneren Ozean.

Sie trug die Geschichten der anderen, ohne sie zu besitzen. Ihre Augen waren nicht geöffnet, aber sie sah.

Neben ihr stand der Rufende.

Seine Arme erhoben sich wie zwei Fragen, die nie gestellt wurden.

Er war aus dem gleichen Licht gemacht wie die Flammen um ihn herum, und doch schien er sich gegen sie zu stemmen.

Vielleicht rief er nach etwas, das verloren gegangen war.

Vielleicht rief er nach sich selbst.

Die dritte war die Suchende.

Ihr Körper war halb im Feuer, halb im Schatten.

Sie bewegte sich, als würde sie durch die Farben hindurchgehen, um einen Ort zu finden, der nicht brannte.

Ihre Schritte waren kaum sichtbar, aber sie hinterließen Spuren im Licht — feine Linien, die sich wie Wege durch die Nacht zogen.

Die Farben um sie herum — Orange, Purpur, Gold — waren nicht Hintergrund, sondern Atem.

Sie flossen, sie zogen, sie erzählten. Jede Farbe war ein Gedanke, der sich nicht aussprechen ließ.

Jede Bewegung war ein Versuch, die eigene Geschichte zu berühren.

Und so standen sie da, nicht als Figuren, sondern als Stimmen. Stimmen, die sich im Strom der Zeit verfangen hatten und nun versuchten, wieder Form zu finden.

Vielleicht waren sie die Schatten eines Moments, der nie stattgefunden hatte, oder aus einem Lied, daß nie jemand gehört hatte.

Es ist ein „Zwischen den Stimmen“ – denn hier sprechen nicht Menschen, sondern Erinnerungen, die sich in Farbe verwandelt haben.

Steile Wege

Steile Wege beginnen selten im Gelände.

Sie beginnen dort, wo die eigene Schwerkraft schwerer wiegt als jeder Berg.

Man muss die Erdanziehungskraft überwinden — nicht die physische,

sondern jene unsichtbare Kraft, die aus Meinungen, Erwartungen, Zwängen besteht.

Sie macht selbst eine Ebene zu einem fast unüberwindbaren Hang.

Denn die Landschaft des Lebens ist nicht geologisch, topografisch,

sie ist sozial, mental, symbolisch.

Berge und Täler, Flüsse und Seen sind das Normale.

Doch die inneren Hindernisse sind die eigentlichen Steigungen.

Wir alle bewegen uns durch geneigte Räume, manchmal allein, manchmal als kollektiver Aufstieg, als ob das Sein selbst eine Wanderbewegung wäre.

Fast alles ist Übergang.

Jeder Schritt ein Versuch, Balance zu halten zwischen dem Persönlichen und dem Gemeinsamen, zwischen Bewegung und Stillstand.

Und dann die Frage:

Was erwartet uns oben?

An der Spitze eines Unternehmens, in einem hohen Amt, im Reichtum?

Vielleicht ist der Gipfel nur ein Aussichtspunkt für die eigene Leere.

Vielleicht hat der Bettler keinen steilen Weg, weil er nichts erklimmen muss, um glücklich zu sein.

Der Volksmund sagt: „Schnell hoch hinaus und noch schneller herunterfallen.“

Vielleicht ist das Fallen nur die Erinnerung daran, dass Höhe kein Wert ist, sondern eine Perspektive.

Die wahren steilen Wege führen nicht nach oben, sondern nach innen — dorthin, wo man die eigene Schwerkraft erkennt und trotzdem weitergeht.

Sternenstaub

Sternenstaub stammt von den Sternen, die einmal explodierten.

Der menschliche Körper ist zum größten Teil aus Wasser, Eiweißen, Fetten und Mineralstoffen gemacht.

Diese Bausteine entstanden vor Milliarden von Jahren im Inneren von Sternen.

Als diese Sterne explodierten, wurden ihre Bestandteile ins Weltall geschleudert.

Ein Teil davon gelangte später auf die Erde.

So, wie in der kleinen Geschichte.

Einst fiel ein Funken aus dem Himmel, so klein, dass niemand ihn sah.

Er landete auf der Schulter eines Mädchens, das unter dem abendlichen Sternenhimmel spazieren ging.

Ihre Augen trugen das Blau der fernen Galaxien.

Sie konte sich an den vielen Sterne nicht satt sehen.

Manches sah aus wie Staub.

Ab und zu sah sie eine Sternschnuppe und vieles sah aus wie Staub.

Der Staub begann zu leuchten, und mit jedem Atemzug erwachten Erinerungen.

Sie spürte, dass der Sternenstaub nicht kam, um zu bleiben, sondern um zu erinnern.

Er erzählte von der Zeit, als alles noch Klang war – bevor die Welt sich in Formen und Mauern teilte.

Sie sah Menschen tanzen, wie Schatten einer Melodie, von der sie nicht wusste wo sie diese zuvor hörte.

Auf einmal erkannte sie:

Der Sternenstaub ist kein Überrest, sondern eine Sprache.

Eine Sprache, die nur jene verstehen, die bereit sind, sich selbst zu verlieren, um wieder Teil des Ganzen zu werden.

So beginnt die Rückkehr – nicht in die Vergangenheit, sondern in das leuchtende Jetzt, in dem jedes Staubkorn ein Gedanke ist, jede Bewegung ein Gebet, und jedes Leuchten ein Versprechen, dass Erinnerungen nichts anderes sind als das Universum, das sich selbst erzählt.

Als der Wind kam, hob er den Staub wieder empor.

Ein letzter Schimmer blieb auf ihrer Haut, und sie wusste: jedes Leuchten, das vergeht, ist nur der Anfang einer neuen Geschichte.

Vorzugsangebot

Das Leben ist Vielfalt.

Jeder wird in ein eigenes Schicksal hineingeboren und muss daraus etwas machen – oder es lassen.

Alles erscheint wie ein Angebot: manche kommen mit ökonomischen oder ökologischen Vorteilen zur Welt, andere mitten im Disaster und müssen dennoch Wege finden, zu bestehen.

Schicksal anzunehmen bedeutet Mut – nicht Depression, nicht Herabsetzung anderer, nicht Selbstzerstörung.

Wer mit Privilegien geboren ist, wird daran gemessen, wie sozial, human, einfühlsam er handelt – oder ob er kalt wird und Menschen wie Natur verachtet.

Privilegien sind nur Übergangshilfen. In die Ewigkeit nimmt sie niemand mit.

Tiere zeigen uns, wie man sein Los annimmt: selbst mit größten Handicaps verlieren sie nicht die Fähigkeit zu leben, zu kämpfen, sich zu freuen.

Schon das Privileg, nicht als Baum, Pflanze oder Käfer geboren zu sein, verpflichtet uns zur Verantwortung für das Ganze.

Und genau an diesem Maßstab scheitern viele Menschen – besonders jene, die Macht suchen, ohne Frieden schaffen zu können, oder jene, die glauben, nie genug zu bekommen.

Das Leben ist kein Rabatt, kein Etikett, kein „nur“.
Es ist ein Feld, auf dem jeder mit anderem Werkzeug antritt.
Manche mit Licht, manche mit Schatten.
Doch der Wert eines Menschen zeigt sich nicht im Startpunkt,
sondern darin, wie er mit dem ihm gegebenen Raum umgeht.

Und bekommt man Glück geschenkt sollte man damit ansteckend wirken, dieses teilen damit es sich auf andere überschwappt.

Das Leben ist zu schön, irgendwie, irgendwo und irgendwann um nicht seinen Platz im Gesamtgefüge wegen Jammern, Neid und Hass zu verlieren.

.Man muss nur seinen Blick in den abendlichen Sternenhimmel lenken, um die unermessliche Weite und Grösse des Universums zu erkennen und wie winzig doch alle unsere selbstgemachten Probleme sind.

Und dieser Blick ist für alle Menschen immer der gleiche.

In der Ewigkeit gibt es kein Vorzugsangebot

Entropie

Entropie beschreibt den Ordnungszustand eines Teilchensystems.

Eine höhere Unordnung bedeutet höhere Entropie.

Warum ruft alles nach Ordnung und versinkt immer mehr in ein Chaos?

In der Physik bedeutet Entropie tatsächlich Zunahme der Unordnung,

aber im philosophischen Sinn ist sie auch ein Streben nach Vielfalt.

Ordnung ist der Versuch des Bewusstseins, Bedeutung zu schaffen; Chaos ist das Echo des Universums, das sich nicht festlegen will.

Man könnte sagen:

Ordnung ist der Wunsch des Lebens, sich zu erkennen,

Chaos ist die Erinnerung daran, dass alles miteinander verbunden bleibt, auch wenn es sich auflöst.

Das Universum ruft nach Ordnung, weil Bewusstsein Struktur sucht — Muster, Sprache, Form.

Doch je mehr wir ordnen, desto mehr Energie fließt, desto mehr Prozesse entstehen, und mit ihnen wächst die Entropie.

Das ist kein Widerspruch, sondern ein Tanz: Ordnung erzeugt Bewegung, Bewegung erzeugt Chaos, Chaos gebiert neue Ordnung.

Vielleicht ist das der Moment zwischen Struktur und Auflösung, zwischen Kontrolle und Hingabe.

Es ist das Gesicht der Entropie, das sich selbst betrachtet.

All das, was tagtäglich auf uns einströmt wirkt chaotisch.

Manche Politiker arbeiten auch damit als Strategie der Verunsicherung und Ablenkung, um das, was sie eigentlich wollen, in Ruhe machen zu können.

Und wenn man dies merkt, ist alles schon geschehen und man kann schwerlich darauf sinnvoll reagieren.

Es ist das Erzeugen vieler kleiner Konflikte, das Überfluten mit Informationen und Fakes, das ständige Verschieben von Themen.

Dies lässt Menschen verunsichern und emotional statt rational reagieren.

Das nennt man in der Politikwissenschaft oft „strategische Komplexitätserhöhung“ oder „Ablenkungsentropie“.

Sie funktioniert, weil Menschen bei zu viel Chaos nach einfachen Erklärungen greifen — und damit manipulierbarer werden.

Die Spannung zeigt das Rufen nach Ordnung und das gleichzeitige Versinken im Chaos .

Es ist kein Zufall, sondern ein Grundmuster von Systemen, Gesellschaften und Bewusstsein.

Physik, Psychologie und Politik berühren sich hier auf überraschend präzise Weise.

Alles ruft nach Ordnung, weil Leben Struktur braucht. Alles versinkt in Chaos, weil jede erzeugte Ordnung Energie verbraucht — und damit Entropie erzeugt.

Je komplexer ein System wird, desto mehr Unordnung entsteht an seinen Rändern.

Ordnung ist ein Akt der Selbstbehauptung:

Ein Atom ordnet sich zu einem Molekül, ein Gehirn ordnet Eindrücke zu Gedanken, eine Gesellschaft ordnet Interessen zu Regeln.

Ordnung ist immer ein Versuch, Bedeutung zu stabilisieren.

Doch jeder Ordnungsakt hat einen Preis: Er erzeugt neue Prozesse, neue Wechselwirkungen, neue Komplexität — und damit neue Entropie. Das ist kein Fehler, sondern ein Naturgesetz.

Je größer ein System wird, desto mehr Energie fließt hinein. Mehr Energie bedeutet mehr Dynamik. Mehr Dynamik bedeutet mehr Unvorhersehbarkeit. Mehr Unvorhersehbarkeit bedeutet mehr Entropie.

Das gilt für Ökosysteme, Wirtschaften, Informationsräume, Politische Systeme, Persönliche Lebenswelten

Wir leben heute in einem Informationsraum, der permanent Energie zuführt: Nachrichten, Krisen, Reize, Konflikte, Ablenkungen. Das erzeugt zwangsläufig Chaos.

Das Bewusstsein ist ein Mustererkennungsapparat. Es will Zusammenhänge, Linien, Geschichten. Chaos ist für das Gehirn anstrengend — es erzeugt Stress, Unsicherheit, Kontrollverlust.

Deshalb entsteht ein paradoxes Gefühl: Wir ordnen mehr, aber erleben mehr Chaos.

Chaos ist kein Gegner der Ordnung. Es ist ihr Rohstoff.

Und manchmal ist das, was wie Chaos wirkt, nur eine Übergangsphase, in der alte Muster zerfallen, damit neue entstehen können.

Der Hase und das Glück

Aus der Sicht eines kleinen Tierchen mag die Welt ein unüberschaubares Dickicht sein.

Der Hase ist ein Tier der Übergänge: zwischen Licht und Schatten, zwischen Vorsicht und Mut, zwischen Flucht und Ankunft.

Er taucht auf, wenn man ihn nicht erwartet, und verschwindet, wenn man ihn festhalten will.

Das Glück erscheint wie ein Hase: plötzlich, leise, und oft nur am Rand des Blickfelds.

Wer Glück sucht, muss aufmerksam sein, aber nicht verkrampft.

Glück ist kein Zustand, sondern ein Rhythmus.

Der Hase kommt näher, wenn man selbst stiller wird.

Es isteine FRage des Vertrauen Verdienens.

Glück ist nicht nur der Hase selbst, sondern auch die Wiese, die er bewohnt.

Es ist die Umgebung, die ihn möglich macht, eine Landschaft, die nicht vermessen ist.

Manchmal sitzt das Glück im Gras, kaum mehr als ein Zittern im Licht.

Und wenn du dich ihm näherst, springt es nicht davon — es zeigt dir nur, wie leicht man werden kann.

Eine kleine Geschichte:

Der Hase erschien nicht, weil jemand ihn rief, sondern weil die Wiese einen Moment lang still genug war, um Glück zu tragen.

Er saß dort, als hätte ihn das Licht hingesetzt: ein kleines, atmendes Fragezeichen im Gras. Und doch war nichts zu fragen.

Der Wind strich über seinen Rücken, und in diesem Streifen aus Bewegung lag ein Versprechen, das niemand aussprach.

Für einen Augenblick war alles leicht: die Erde unter den Pfoten, der Himmel über den Ohren, und die Welt dazwischen ein Raum, in dem man nicht suchen musste.

Dann hoppelte er weiter — nicht fort, sondern nur anderswohin. Das Glück blieb zurück, als feiner Abdruck im Gras, den nur sieht, wer langsam genug geht.

Und manchmal hat man das grosse Glück dass der Hase bei einem seinen Platz gefunden hat.

Unwetter

Manchmal scheint die Welt zu beben.

Man sieht traumhaft schöne Bilder und Farben des Himmels, der Bäume und der Erde.

Dahinter, verborgen, das Unheil.

Leider sind die Gegensätze manchmal dicht beieinander.

Die Welt scheint dann auf einmal zu beben — ein Himmel, der sich selbst zerreißt, Feuerfarben jagen über Wasser, und ein Baum steht da, wie ein Nerv der Erde, offen, verletzlich, leuchtend.

Man sieht dann die Strömungen des Windes, der Wolken, die Blitze von Gewittern.

Es sind Strömungen, Gedanken, die sich gegen das Chaos stemmen.

Das Licht bricht durch die Rinde, als wolle es sagen: „Auch im Sturm bleibt Erinnerung.“

Die weißen Vögel — kaum sichtbar — sind Atemzüge der Hoffnung, flüchtige Zeichen, dass selbst im Zerschmettern etwas sich erhebt, leicht, unzerstörbar, wie der Wille zu leben.

Oft wissen die Tiere vor den Menschen wenn ein Unwetter kommt,

und sie warnen sich.

Aber alle die Unwetter der Natur gehen vorbei und die Natur erholt sich wieder.

Anders verhält es sich mit den von Menschen verursachten Unwettern,

die Kriege und ihre Folgen, die Umweltsünden, das sinnlose Abholzen und die Missachtung der Natur, der Raubbau an allem was die Schöpfung hat.

Die Kriege zerstören nicht nur Leben.

Die einen redeten vom Frieden und heute sind sie für Krieg, weil sie meinen nur eine Partei sei schuld.

Die Friedenstauben werden in Zwangsurlaub geschickt.

Es wird der Gbebrauch eines mit Benzin oder Diesel getrieben Fahrzeug angeprangert, aber keiner denkt daran wieviel CO2 wegen den Kriegen und den unzähligen Zerstörungen in die Luft geht.

Wenn man alle die Munition, Bomben und Raketen, Drohnen, Munition unter dem Aspekt Gift und Schadstoffe sieht, entstehen daraus Gefahren für Mensach und Tier die mehr als negativ nachhaltig sind.

Dürren und Niedrigwasser bringen die versenkten Kriegsschiffe mit ihrer giftige Ladung ans Licht und man kann sie nur schwer bergen, weil die Gefahren zu gross sind,

aber sie vergiften heute schon das Wasser und die dort lebenden Tiere.

Der Mensch ist das eigentliche Unwetter und der Zerstörer seiner eigenen Lebensbedingungen,

und dabei ist er auch noch scheinheilig und redet sich alles gut.

Die sieben biblischen PLagen sind wir selbst und wenn es kein trinkbares Wasser mehr gibt und man sich das Essen nicht mehr leisten kann,

die Menschen an Krankheiten wegsterben,

dann ist es zu spät.

Die Alchemie des Erwachens

Der Dialog zwischen zwei Welten.

Archaische Tiefe, dann wie wie ein Ruf aus dem Wasser oder einem Traum

Die Texturen von Erosion und Erinnerung,

als würde sich Geschichte durch Farbe und Metall hindurch neu formen.

Es ist wie ein „Zwischen Schrei und Schweigen“ ,

das Gold als Stimme der Erde, das Blau als Echo des Himmels.

Wenn sich Materie und Geist berühren und Gesichter zu Schwellenfiguren werden,

entsteht eine Alchemie des Erwachens.

Es ist wie eine Erzählung des Lebens.

In einer stillen Werkstatt, irgendwo zwischen Traum und Erinnerung, erwachte das Blau.

Es war kein gewöhnliches Blau — es war das Echo eines alten Liedes, das von Wasser und Atem erzählte.

Aus dem Gold daneben stieg eine Stimme auf, rau und warm, wie Erde, die sich an Licht erinnert.

Die beiden Gesichter kannten sich nicht, und doch waren sie aus demselben Staub gemacht.

Das goldene sprach von Vergangenheit, von Händen, die formten und verloren.

Das blaue sang von Zukunft, von Wellen, die kommen und gehen.

Zwischen ihnen flossen Linien, wie Gedanken, die sich nicht entscheiden konnten, ob sie Grenzen oder Wege sein wollten.

Und so entstand ein Augenblick,

ein Zwischenreich aus Farbe und Schweigen,

ein Ort, an dem Erinnerung und Möglichkeit sich berühren.

Wenn man sieht was in dieser Welt alles geschieht, wie die Menschen sich zueinander und zur Natur verhalten,

hofft man auf ein Erwachen der Masken.

Man möchte die Menschen anschreien, damit sie erwachen, so,

wie es Carl Friedrich von Weizsäcker in seinem Buch ” Wege aus der Gefahr” im dritten Kapitel schreibt.

Würde man die Mnschen anschrein, würden sie einem für verrückt halten,

und so bleibt der Kunst anzuklagen und zu warnen,

und ansonsten den eigenen Mikrokosmos so zu pflegen, daß er ein Ort der Kraft sein kann, aus dem man wiederum Kraft schöpfen kann.

“Die beiden Gesichter standen einander gegenüber wie zwei Zeugen einer Zeit, die aus den Fugen geraten war. Das goldene Antlitz war alt, voller Risse, als hätte es die Geschichte der Menschheit in seine Oberfläche eingebrannt. Das blaue Gesicht dagegen wirkte wie ein Schrei, eingefroren im Moment, bevor der Klang die Welt erreicht.

Sie sahen hinab auf die Erde, auf die Menschen, die sich verloren hatten — in Hast, in Gier, in der Illusion, getrennt zu sein von dem, was sie nährt. Die Natur antwortete längst, aber ihre Sprache war leise geworden, übertönt von Motoren, Märkten und dem Lärm der eigenen Blindheit.

Das goldene Gesicht sprach: „Man möchte sie wachrütteln, ihnen zurufen, dass sie vergessen haben, wer sie sind.“

Das blaue Gesicht antwortete: „Doch wer schreit, wird für verrückt gehalten. Wer warnt, wird belächelt. Wer mahnt, wird überhört.“

So standen sie da, zwei Masken, zwei Stimmen, zwei Welten. Und sie wussten: Die Kunst musste sprechen, weil die Menschen nicht mehr hörten. Die Kunst musste klagen, weil die Wahrheit sonst verstummte. Die Kunst musste warnen, weil die Zeit knapp wurde.

Doch jenseits der großen Welt gab es einen kleinen Raum — einen Mikrokosmos, den jeder Mensch selbst gestalten konnte. Einen Ort, an dem Stille wieder zu Kraft wurde, an dem die Seele atmen durfte.

Das goldene Gesicht flüsterte: „Wenn die Welt nicht erwacht, dann beginne du. Pflege deinen Ort, deine Klarheit, deine Nähe zur Natur.“

Das blaue Gesicht schloss die Augen. Und für einen Moment war es, als würde die Welt tatsächlich lauschen.”

Der Tanz der Erinnerungen

In einer Welt, die aus Erinnerung und Traum zugleich besteht, kann man zwischen den Schichten der Zeit wandern.

Manchmal fühlt es sich an wie flüssiges Feuer, und mit jeder Bewegung werden neue Wege durch das Chaos des Lebens geformt.

Dann wieder moderat, dann Kälte und Eis.

Sind wir nicht Reisende zwischen Licht und Dunkel, warm, und kalt.

Wir tragen die Stille der Vergangenheit, aber auch das Herz der Zukunft in unseren Händen.

Die Landschaften leben immer.

Tanz ist die Kunst den Staub des Alltags von der Seele zu wischen.

Nicht ” the last dance”, eher the first dance, oder ein Tanz der Sinne, auch einer des Verstandes, der Logik der Schritte.

Kein Tanz der Derwische oder der Hexen, eher der Nymphen.

Beim Tanzen geben sich die Menschen am ehesten ungezwungendsten.

Spiralen atmen, Linien fließen, und die Farben singen. Jeder Schritt verwandelt die Welt, als wäre sie ein Gemälde, das sich selbst malt.

Am Ende des Tanzes öffnet sich ein Tor aus Blau und Orange, vielleicht aus allen Farben die ein entsprechendes Spektrum aufweisen kann. ES ist kein Ausgang, sondern ein Übergang.

Herzen können leuchten, und die Schatten sich in Bewegung auflösen.

Zurück bleibt nur das Muster der Schritte, ein Echo aus Farbe und Erinnerung.

Erinnerungen können wie kleine Sterne sein, die uns den Weg leuchten,

und der Tanz kann die Befreiung sein, sich von Ballast lösen zu können, leichter zu werden als die Nacht.