Stau-nen

Eigentlich gibt es immer etwas zu staunen, Ereignisse mit denen man nicht gerechnet hatte, die auch nicht zu erwarten waren.

Ein neurobiologischer Zustand einer Erregung.

Manchmal ein Unruhezustand.

Staunen hängt mit Neugier zusammen, mit Überraschungen.

Griechisch ” thaumazein”. Man sagt, dass es für Aristoteles der Beginn des Philosophierens war.

betrachtet man die Natur und ihre Vielfalt, Schönheit, da kann man nur staunen. Der Blick in die Weite des Alls, lässt alles, was wir Menschen tun und als wichtig erachten, winzig erscheinen, das, was es ja im Prinzip ist.

Staunen bewirkt etwas. Es fordert Antworten heraus.

Es kann ein gläubiges Staunen sein, wie über die Natur, oder ein Forschungesergebnis, so wie ” Wahnsinn, irre, dass es so etwas Schönes oder Fszinierendes gibt.

Die andere Seite ist die Ungläubige, so, wie: “das hätte ich von dem oder der nie erwartet”; eine Enttäuschung schwingt mit.

Auch ein Staunen im Sinne einer Fassungslosigkeit, im Extrem eines Erschreckens. ” Wie kann dies den möglich sein” , oder “dass die so weit gehen”.

Der Politische Alltag sorgt dafür, daß wir tagtäglich alle Varianten durchspielen dürfen, so oft, daß die Silbe ” Stau” ihre Realisation erfährt.

Die emotionalen Betroffenheiten kann man nicht mehr zählen.

Die Erregungszustande stauen sich an. Hoch und runter, eine Vielfalt der Gefühle oder ein Abstumpfen.

Nehmen wir die positive Seite.

Das Erstaunen und Staunen über die schöne Seite dieser Welt ist der bessere Weg, als das geschockt sein.

Genießen wir das Staunen als Grund für eine Endorphin- oder Dopaminausschüttung.

Staunen

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Entschlüsseln

Die Rätselhaftigkeit nehmen, vermuten was gedacht wird.

Decodieren, dekryptieren, aufdecken.

Das Spektrum ist groß.

Für Geheimdienste wichtig, um hinter wahre Absichten zu kommen.

Manche Staaten wollen damit kontrollieren.

Die Industrie will wissen , welche Bedürfnisse man hat, um dann damit zu verdienen.

Geheimnisse enträtseln.

Biometrie nutzen, decodieren, Verhaltenssignale deuten.

Das Spektrum ist riesig.

Wer kann denn heute einfach so Barcodes lesen, ohne Gerät und Hilfe.

Geht man Einkaufen und liest das, was auf den Verpackungen steht, wird man mit einer Fülle von Symbolen konfrontiert, muss diese analysieren, nachschauen und recherchieren, was deren Bedeutung ist.

Ein Musterbeispiel sind die Codes auf Eiern in der EU. Zahlenkombinationen , die Aufschluss geben über die Haltungsart, ob Bio oder nicht und die Herkunft. Wer weiß das schon ohne nachzuforschen.

Die verbale Sprache nimmt immer mehr ab zu Gunsten Emoys, Smileys und andere Symbole, die mit sms, messages in den sozialen Medien verschickt werden, Gefühlsregungen signalisieren.

Statt Sätze, Zeichen.

Vieles strömt auf uns ein. Es ist aber nicht so, dass sich eine ganze Generation nur mit Symbolen und Kurzwort Kombinationen unterhält.

Aber es ist vieles, eine neue internationale Symbolsprache, kurz, bündig, mit einem Zeichen alles ausdrückend, aber nur verstehbar für den, der diese Zeichen kennt.

Wenn man sich nicht mehr real sehen kann, auch nicht so spricht, nur über Avatars verkehrt, Prüfungen virtuell durchführt, erinnert die an einen Comic von 1997 über virtuelle Prüfungen im Jahr 2021 “Betty High School”

“They never had to carry books to school”

In ein paar Jahrhunderten dürfte es schwierig werden bestimmtes aus unserer Zeit zu entcodieren. Wir haben mehr zeichen und Symbole, die an Geheimsprachen, an altägyptische Hieroglyphen erinnern.

Das ist aber alles nur ein Problem. es gibt so vieles aus der Geschichte , dasnoch nicht entschlüsselbar ist.

Nicht einmal manche Reaktionen, wie die Regungen und Freudentänze von zwei Mädchen ” Sie haben gewonnen, super, toll, Wahnsinn” . Die Intention war aber einem in ein Verkaufsgespräch zu verwickeln, die schauspielerisch dargestellten Emotionen waren nur nur Motivation eingesetzt.

Ein Werbebrief flattert in den Briefkasten. Als Adressat: An den Millionärsanwärter.

In Wirklichkeit ein Gewinnspiel.

Das Leben ist von von Entschlüsselungsnotwendigkeiten. Wir müssen lernen Gesichter von Masken zu unterscheiden, echte Gefühle zu erkennen.

Es gelingt uns bei den Menschen nicht, und erst recht nicht bei den mit uns lebenden Tieren.

Die Rätsel werden nicht weniger

Entschlüsseln

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Parallelwelten

Man sagt, es gäbe nur ein Welt, nämlich diejenige, die wir wahrnehmen.

Wenn alle Menschen in einer Situation das Gleiche sehen, müsste man dies annehmen.

Tatsächlich hat jeder seine eigene Welt und es kann der glücklich sein, der mit einem anderen Menschen sich die gleiche Welt teilen kann.

Jeder hat seine eigene Vergangenheit und auf dieser Basis lebt er das Jetzt und betritt die Zukunft.

Manche leben vor sich hin, haben ihre Vorstellungen, in denen andere Ansichten keinen Platz finden, auch besteht keinerlei Interesse an den anderen Perspektiven.

Wer weiß den schon was andere denken, fühlen, was ihre Wünsche sind, auch die Ängste, überhaupt was in einem vorgeht.

Jede dieser Individualwelten ist ein Puzzleteil des Gesamten und dieses wiederum ein Puzzle einer weiteren Ebene.

So wie ein kleiner Käfer nur die Dimension seines Lebens aus seiner Sicht, seiner Welt sieht, keine Ahnung vom Weltall, den fernen Galaxien hat, von Wissenschaft und Entdeckungen, von dem was die Menschen tun, die er vielleicht nur als grosse Kolosse wahrnimmt, die ihm in ihrer Tolpatschigkeit gefährlich werden können.

Wir wissen nichts über die unzähligen Galaxien und die Chancen dort auf ein Leben zu stoßen. Wir waren noch nie dort und werden da auch nicht hinkommen, zumindest nicht physisch selbst, sondern mit Messungen, und Vermutungen, aber nicht mit Beweisen. Genauso wenig ist uns über den Mikrokosmos bekannt, das Leben im Allerkleinsten.

Groß und klein ist relativ, abhängig von der Welt in der man lebt.

In einem Kinderlied heißt es ” Sonne, Mond und Sterne..” Aber was wissen wir darüber. bereits hinter den Wolken entzieht sich das meiste der Sicht.

Vielleicht sowie in Reinhard Meys Song:

“Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint….”

Ohne das Unbekannte, Mystische wären wir nicht neugierig, könnten keine neuen Pfade begehen, die eigene Welt wäre eintönig, hätten kein Sehnsüchte.

Alles ist miteinander verwoben.

Die Parallelwelten bilden wieder eine Welt und die Vielzahl dieser wieder eine und so fort, bis die Dimension der Unendlichkeit erreicht ist.

Einfach das jetzt, physisch, psychisch, kognitiv wie affektiv genießen und realisieren, dass die Unterschiedlichkeit die Welt erst spannend macht, und akzeptieren dass “die Welt” aus vielen Welten besteht.

PARALLELWELTEN

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Im Warteraum des Lebens

Warteräume gibt es viele. Beim Arzt, bei der Bahn, da heißt es Wartesaal, ist aber im Prinzip das Gleiche, man wartet.

Nicht der Ort Warten, oder hinter Warten, oder bei Wartenberg

An einem Ort harren, auf das Eintreffen von irgend jemanden oder etwas was sich ereignen könnte.

Wartezeit kann extrem langsam verlaufen. Man kann ungeduldig werden, unzufrieden, sehnsüchtig, nicht auszuhalten.

Warten ist leider etwas alltägliches. Von der Wiege bis zur Bahre.

In einer Schlange vor einem Event, einem Laden, auf einen Besuch, ein Date, auf etwas Freundlichkeit, ein Lächeln, die Liebe.

Manchmal an einem Platz, den man deswegen nicht verlassen kann, weil man diesen als Treffpunkt vereinbart hat.

Warten wird auch gezielt als Mittel eingesetzt, um Bedürfnisse zu wecken, etwas rar zu machen, wie ein neues Produkt. Da kann man den Preis hoch treiben. Aus Ungeduld ist man bereit mehr zu bezahlen.

Das Warten kann auch gut ein Machtmittel sein. Gezwungen zu warten macht einem eine Abhängigkeit bewusst, die dann ausgenutzt werden kann.

Alles findet irgendwo statt. Es wird etwas abgepasst, man bleibt, harrt aus, schaut sich etwas an, verbleibt.

Wie heißt es: “Die Hälfte Zeit des Lebens wartet der Mensch vergebens”

Das “Warten auf Godot”, auf etwas , was nie kommen wird.

Warten kann auch eine geschenkte Zeit sein.

Was für den einen eine unendliche Qual sein kann, ist für andere Menschen ein Geschenk. Zeit zum Reflektieren, sich zu erholen, entspannen.

Warten, ein Erdulden in den verschiedensten soziologischen , psychologischen und räumlichen Dimensionen.

Das Leben ist eine Warteschleife, die Erde der Warteraum.

Man wartet immer, und wenn es auf den Tod ist.

Wir sind nicht der “Homo Sapiens”, nein, der ” homo expectans”. Dieser Zustand ist aber nicht typisch nur für Menschen, Tiere warten auch. Auf Futter, bessere Lebensbedingungen. Haustiere abhängig von dem Menschen, der sie betreut oder auch nicht.

Ein unwürdiger Zustand, wenn man gezwungen ist zu warten.

Beim Warten dass man mit einem Anruf durchkommt.

Will man sich bei etwas, wie einen Corona Impftermin, anmelden, ist man auf einmal in einem virtuellen Warteraum und, nach 10 Minuten Warten erscheint auf dem Bildschirm: Wir haben leider keine Termine frei. In Wahrheit wurde fehl geplant, es ist kein Impfstoff da.

Manche warten freiwillig.

Auf ein besonderes Event, einen Star zu sehen, eine Sonnen-oder Mondfinsternis, den Weltuntergang , aber auch auf Schönes, wie die Geburt eines Menschen.

Warten in Raum und Zeit ist nicht unbedingt wertneutral. Es gibt aber auch ein vor sich hin warten, nicht wissend auf was eigentlich.

In welchem Warteraum des Lebens wir uns aufhalten und wie, liegt zumeist an uns.

Warten können ist erlernbar. Es ist das mit sich selbst beschäftigen Können, nicht auf ein Programm, das andere gemacht haben warten.

Warten hat auch eine andere Bedeutung, die übertragbar ist. Etwas Instand setzen, reparieren, durchchecken, überprüfen, um das es danach wieder voll funktionsfähig ist.

Philosophisch ist Warten eine Chance zu sich zu finden. Entweder in Ungeduld oder in Entspannung.

Eine Zeitkultur.

Man kann Uhren haben, die das Leben bestimmen, oder einfach nur die Zeit.

Aber genau dies verhindern die Mühlen der Alltäglichkeit.

Wie oft schaut man jeden Tag auf eine Uhr. Ein Countdown läuft ab. Noch 5, 4, 3 … Minuten bis zum Beginn von etwas, einer TV Sendung, oder bis Kaffee durch die Kaffeemaschine gelaufen ist.

Menschen neigen dazu sich möglichst viele Warteschleifen im Leben einzubauen.

Warten auf eine Genehmigung. Der Meister des Warten Lassens ist die Bürokratie.

Der Partner der Bürokratie ist die Hierarchie. Wartezeit kann vertane Zeit sein. Vielleicht gibt es bessere Vorhaben als auf irgend einen Verwaltungsakt oder einen nichts bringenden Termin zu warten.

Es gibt Menschen , die meinen privilegiert zu sein, VIP und andere die dies akzeptieren oder anbieten.

” Sie müssen selbstverständlich nicht warten”

Warten wird dann als unwürdig bezeichnet.

Sehen wir die Warteschleifen im Leben doch lieber als Chancen an, sich selbst zu rekapitulieren sich neu zu finden.

Wie wir unseren Warteraum, das Sein, ausgestalten, haben wir selbst in unserer Hand.

Auf Liebe, Glück und Freude kann man nicht warten, dann wenn es sein soll, ist es da.

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Im Warteraum des Lebens

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Back Up

Neutrum oder maskulin. Je nach dem.

Hinter jemand stehen, unterstützen.

Es gibt ja für alles einen Tag, so ist der 31.März der Weltbackup Tag. Für die Hacker wahrscheinlich ein Trauer Tag, denn das, was man als Back Up, als Sicherungskopie seiner Daten gemacht hat, entzieht sich seinem Zugriff.

Eine der Fragen ist die nach dem Medium, auf das man die Daten speichern möchte. Auf eine unbekannte Cloud, für die man bezahlt, also so die Wolke 7, oder 10020, mit Sitz auf irgendwelchen karibischen Inseln, weil da die Steuern niedrig sind.

Vielleicht ist auch nur eine kleine externe Festplatte, die man an seinen PC oder Mobiltelefon anschließt die Lösung.

Das ganze funktioniert, solange man auf diese Zugriff hat. Fällt sie auf den Boden, können die Daten erstmal weg sein. Man hat auch die Chancen sie zu verlegen und irgendjemand findet sie dann, wenn man sie selbst nicht mehr braucht.

Wir haben jeden Tag Unmengen an Daten, die abgespeichert werden. Schöne Bilder, kleine Clips, Geschichten, Fotos, Aufnahmen.

Dann auf einmal alles weg.

Das Notprogramm.

Der Albtraum jeden PC Besitzers: Von einem Virus zerstört, kein Zugriff auf die Daten, alles gesperrt oder gelöscht.

Ohne Backup, kein Zugang, keine Wiederherstellung dessen, was man hatte.

Wie ist es mit uns selbst. Wir haben ein Memory, aber wie sieht das Back up unseres Seins aus.

Alles kann schnell gehen. Schlaganfall, Unfall, Amnesie. Alles deleted, verloren im Nirwana der Bytes und bits.

Oder Alzheimer, Demenz, alles Erlebte wie weggewischt, nur noch vielleicht Fragmente seiner Vergangenheit.

Noch können wir kein Back Up machen.

Man stelle sich vor, dies würde gehen.

Man legt sich in einen Stuhl, bekommt wie bei einem EEG oder EKG die Kabel angeschlossen und alles was man je gedacht, gespeichert hat wird abgespeichert.

Es wäre das Ende jeglicher Individualität, man wäre mental entkleidet, offen gelegt, für den, der Zugriff hätte.

Der Gedanke, das gesamte mentale Sein auf einer Festplatte zu haben, und bei Bedarf wieder aufspielen zu können; grausam, erschreckend.

Wie könnte so eine Festplatte sichern, geheim halten?

Kriminalistisch wäre dies interessant, man könnte Täter überführen.

Aber Missbrauch wären Tür und Tor geöffnet, und niemand kann die völlige Vertraulichkeit garantieren,

Auch wo würden die Datenträger aufbewahrt werden?

Aber in einer gewissen Weise haben wir auch ein back up, in den Knochen gespeicherte Ablagerungen, die späteren Archäologen, Pathologen und Forensikern erzählen kann, wie wir gelebt und was wir gegessen und getan haben.

Wie bei den Bäumen, an deren Ringen man erkennen kann wo die mageren und fetten Jahre waren.

Back Up bedeutet aber auch eine Reserve zu haben, wie beim Volleyball. Fußball oder Handball, einen Spieler in der Rückhand zu haben, die Auswechselspieler.

Das datenbezogene Lebensgeschehen liefert so viele Informationen, die man gar nicht verarbeiten kann. So ist unser menschliches Backup das Gedächtnis, und, der Zugriff erfolgt nur über uns selbst.

Am Ende der eigenen Tage wird alles gelöscht und entzieht sich jeglichem Zugriff und kein Wiederherstellungsprogramm kann dies je wieder herrichten.

Back up

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Ich bin….

Man ist nie alleine.

Eremiten gibt es nur ganz wenige. Irgendwie kann man und will dies auch nicht sein; sich zurückziehen geht nicht.

Nicht das ” ich bin ein Star, holt mich hier raus”. Ein echter Star würde sich nie auf so ein Spektakel einlassen.

Eher wie in dem Song “ich bin ich” von Glasperlenspiel:

“Ich bin ich
Ich bin ich auf meine Weise
Ich bin ich
Manchmal laut und manchmal leise”

“Wer bin ich” ist eine klassische Frage der Philosophen.

Sind wir nur eine Ansammlung von Molekülen, magnetischen Feldern, ein kompliziertes Regelsystem von der Evolution herangebildet.

Das wir existieren wissen wir, nicht die Frage des warum.

Dadurch dass wir denken können, wissen wir, daß wir dank dem Zufall des Lebens in genau diesem oder jenem Körper stecken. Das hätte auch ganz anders laufen können.

Das ” ich” entsteht in der Abgrenzung Reflexion der anderen zu einem und endet in dem Selbstwertgefühl des eigenen Ichs. Nur in einen Spiegel schauen würde nicht reichen.

Das ” ich bin” zu definieren ist schwierig. Wie in dem Film Matrix, wenn die Realität, die man meint, nur das Virtuelle ist, und das eigene Sein verborgen bleibt.

Man tut etwas. Jeder hat einen anderen Driving Factor, eine spezielle Motivation. Warum macht man etwas so oder soooo, und für was, für wen, für eine selbst.

Vielleicht ist der Mensch besser dran, der gar nichts reflektiert, einfach nur lebt.

Morgens aufsteht, seine Gewohnheiten, Mahlzeiten auslebt, bestimmte Tätigkeiten, dann am Endes des Tages legt man sich zum Schlafen und so immer alles wieder und wieder.

Würde man gefragt werden, was hast Du gemacht, welche Farbe hat die Bluse Deiner Partnerin, was ist ihr Lieblingstier oder seine Vorliebe kämen erst fragende Augen zum Vorschein.

Die Frage ” Gibt es Teile Deines Körpers , die Du mindestens 10 Jahre nicht bewusst registriert hast, oder Themen, an die man noch nie gedacht hat, würde noch mehr Fragen aufwerfen.

Manchmal hat man das Gefühl sich zwicken zu müssen, ob man sich noch spürt, sich selbst ist.

Aber alles gehört zum “Ich bin”, auch das Eingeständnis der eigenen Unvollkommenheit.

Wäre alles vollkommen, perfekt, wäre die Welt langweilig.

Gerade die Unterschiede prägen das ” ich bin”, die eigene Individualität.

Die Divergenz zwischen Selbsteinschätzung und Analyse durch andere macht das “Ich “erst aus.

Das “Ich” kann der Motor sein. Ich will, ich kann, ich muss, ich soll, ich darf” Man hat die Wahl, Machen oder nicht Machen, verweigern, blockieren, sich wehren, kämpfen, gegen sich und andere oder einfach aufgeben und seine Ruhe und seinen Frieen haben.

Was letztlich das Entscheidende ist, muss jeder für sich selbst beantworten.

Ich bin…

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Footprint of my soul

Eigentlich müsste es ausdifferenzierter sein. Fußabdrücke der Seele durch andere und durch sich selbst.

Alles hinterlässt seine Spuren.

Schmerzen, die einem zugefügt wurden, aber auch vieles andere.

Situationen, die man gesehen hat, mit denen man nicht einverstanden war.

Bilder , die man nie vergessen kann. Solche von Kriegen und Konflikten, von Gewalt und Gewalttätigkeiten. Und das meiste ist im Unterbewusstsein.

Wer denkt nicht an das Lied von Louis Armstrong ” nobody knows the trouble i have seen”

Es sind ja nicht nur die unzähligen Bilder, Filme, Situationen die man gespeichert hat, auch das, was man ererbt hat.

Noch nie in der gesamten Menschheitsgeschichte haben Menschen in einem Leben so viel komprimiert erlebt.

Die Spuren sind vielfältig. Aktiv, wie passiv.

Viel stumpfen ab. Vielleicht aus Selbstschutzmechanismen heraus. Alles, was man nicht mag prallt ab, wie auf eine Betonwand, eine mentale.

Aber nur man selbst, und dies vielleicht nur das innere Archiv, weiß, was alles war.

Wie war man selbst zu anderen, waren die Fußabdrücke positive oder negative.

War man gerecht, oder nur oberflächlich, mental bequem, ungerecht.

Schön, wenn jemand sagen kann: ich habe die Menschen zum lachen gebracht.

Aber wie das so ist. Ein Clown bringt die Kinder und Erwachsene zum Lachen, innerlich vielleicht weint er. Der Abdruck auf seiner Seele , den sieht nur er, den, der auf die anderen wirkt, ist vielleicht fundamental und nachhaltig.

Auf der Waage des Seins jedenfalls hat der Clown ein Guthaben.

Manchmal erscheint es doch notwendig einmal über die eigenen Fußabdrücke nach zu denken.

Vielleicht erkennt man was man ererbt hat, In der Sequenzierung des Erbgutes kann man den Bauplan des Einzelnen erkennen, aber nicht das, was in der Seele passiert.

Der ökologische Fußabdruck , der genetische, der ökonomische , all das kann kartiert werden, nicht der Abdruck des eigenen Handelns.

Schön, wenn man am Ende des Lebens reflektieren kann, dass die Anzahl der Smileys grösser war als die verursachter Enttäuschungen, Verletzungen, Schäden, die man verursacht hatte.

Der mentale Fußabdruck “Lächeln”, der Glück, Freude, Zufriedenheit symbolisiert, nur der kann den des Hasses und der Gewalt neutralisieren.

Vielleicht sind es nicht nur Abdrücke, wie Spuren im Schnee, oder im Sand, mit kurzer Lebensdauer, sondern solche, die wie in flüssigen Beton der Seele gemacht

sind. Abdrücke des Lächelns , die nicht nur für ein Leben gemacht sind.

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Fußabdrücke der Seele

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schicksalshaft

Trennt man das Wort, ergibt sich schick und sal.

Nicht die Insel auf den Kap Verde, oder das spanische Wort für Salz. Eher der Suffix Endsilbe “sam” , das rekonstruierte indogermanische “sem”, einheitlich, eins, übereinstimmend, gleich, verwendet wie bei behutsam, mühsam, wirksam, sparsam, zur Bildung von Adjektiven.

Schick hat die Bedeutung von Modern , schicklich, ist passend, “in”.

Haft, abgeleitet bei Haftung, aber mit verschiedenen Nuancen.

Gefangen, festgesetzt.

Schicksal, Los, Kismet. Ereignisse, die von uns nicht selbst bestimmt sind, aber an uns haften.

Viele Fragen ohne Antworten. Vielleicht als Omen, Orakel.

Schicksal kann fundamental sein.

Schicksal nimmt seinen lauf, man muss es ertragen, kann es schlecht vorhersagen, man muss sich diesem fügen, darin ergeben, damit abfinden. Oder nicht.

Kann man sich gegen das Schicksal wehren.

Zumeist geht das Schicksal seinen Weg, oft einen anderen, als den, den man erwartet hatte.

Man kann an sich glauben und es versuchen zu meistern.

In vielen Kulturen gilt schicksalshaft als unüberwindbar, als unausweichliche Bestimmung.

Es hat viele Namen, die Mythologie nennt es Fortuna, Nomen, Tyche, verantwortlich die Parzen, Schicksalsgöttinnen, die Moiren, Namtaru.

Menschen versuchen manchmal in Extremsituationen das Schicksal heraus zu fordern, vergessen dabei ihre eigenen Grenzen.

Das Schicksal ist immer und überall. Manche bezeichnen es als Fügung. Ein Zufall, ein sich ergeben, etwas was auf einmal da ist.

Man sagt: “Wenn man flieht, dann läuft man dem Schicksal in die Arme”.

Dem Schicksal entgegen treten ist der bessere Weg.

So, wenn jemand an Krebs erkrankt ist, versuchen mit all seinem Willen diesem zu widerstehen, allen inneren Widerstand, die Immunabwehr aktivieren, kämpfen, statt aufgeben, sich zurückziehend dem Schicksal zu ergeben.

Passiv Sein heißt sich abfinden, hadern, dass einem etwas widerfährt.

Vielleicht ist es von Nöten dass Lenkrad herum zu reißen um einer Karambolage aus dem Weg zu gehen. Es ist dazu nie zu spät. Dieses bedeutet aber seinen ganzen Willen einzusetzen, um etwas zu erreichen, nicht aufzugeben.

Jeder hat sein Schicksal, seinen Rucksack des Lebens zu Tragen. Entscheidend ist, was am Ende aller Wege ist.

Liebe oder Hass, und da dürfte die Auswahl sehr leicht sein.

Schicksalshaft kann auch positiv sein. Wenn man daran glaubt kann es eine gute Fügung sein. Aber Glaube, Liebe und Hoffnung sind die entscheidenden Faktoren.

Das Schicksal kann es gut mit einem meinen.

schicksalshaft

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März, Grün, Frühling, Hoffnung

Grün hat ja viele Bedeutungen.

Man assoziiert dass der Winter vorbei ist, das triste Braun, Grau und Welke der im Winter erstarrten Erde grünen Trieben weichen muss.

An allen Enden sprießt es.

In der Politik hat man die Farbe als Aufbruch empfunden. Junge Demokratien begannen überall zu wachsen, Hoffnung kam auf, aber der Lauf der Dinge ließ diese schnell in heiße Temperaturen übergehen, die zarten Beginne eines anderen Lebens verdorrten und verfaulten , bevor die Winterstarre kam.

Ein Trost ist, daß nach jedem Winter ein Frühling kommt. Keine Jahreszeit kann sich das ganze Jahr behaupten.

Es gibt keinen Wettstreit der Jahreszeiten, wie in einem bekannten Märchen,

es sei denn wir hätten eine Überhitzung der Erde, oder eine biologisch chemische Katastrophe, die den Pflanzen ihre Blätter und uns unsere Lebensgrundlage nähme, und dadurch der Herbst des Lebens auf der Erde beginnen würde.

Die Chance des Winters wäre nur eine neue Eiszeit, ein nuklearer Winter oder der nach einem Asteroiden Einschlag.

Manche Parteien haben grün auf ihre Fahne geschrieben, aber der Hunger nach Macht ersetzt das Grün mit den Regenbogenfarben und bietet ein Dach für jedwede neue Richtung, Hauptsache sie ist bunt, aber wem sie wirklich hilft steht in den Sternen.

Eine Religionsart hat die Farbe ebenfalls beansprucht. Der Prophet trug vorrangig grün.

Dabei muss man berücksichtigen, dass in einer Wüstengegend das Grün für Vegetation, für das Leben, Überleben und das Paradies steht. Oasen sind grün.

In einer Zeit der Krisen ist es besser sich auf das Grün der Hoffnung zu besinnen.

Das Heransprießen von Vegetation ist unsere fundamentale Lebensgrundlage, die Hoffnung auf reiches Wachstum und am Ende eine gute Ernte .

Grün hat aber auch noch eine andere Bedeutung.

Im Volksmund heißt ” Du bist grün hinter den Ohren”, daß man keine Ahnung hat und erst lernen muss.

Betrachtet man die Politik in Krisen, wie in einer Pandemie mit all ihren Facetten, egal wie man dazu steht, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche Politiker über dieses Stadium nie herausgekommen sind, nicht, weil sie sich dessen nicht bewusst sind, sondern weil es um Macht und Einfluss geht.

Das Grün mutiert durch die verschiedensten Berater, die man benötigt weil man selbst kein Fachwissen hat, nicht nur durch ökonomisches Interesse zu allen möglichen Varianten, sondern stagniert dann in diesen, wird starr und unbeweglich. Man lernt nichts aus den Situationen.

Aber auch da gilt:

Macht hat das Volk und Politiker haben diese nur auf Zeit.

Macht, macht nichts, weil sie eben nur auf Zeit ist, ein Mandat, nicht imperativ, aber trotzdem dem Wählerwillen gegenüber verantwortlich. Gewählt werden bedeutet einen Auftrag zu haben, das Versprochene einzuhalten.

So bleibt auch da die Hoffnung auf Aufbruch in eine Richtung, in der die Menschen glücklich, sicher und mit immer Hoffnung leben können, eine , in der egal welche Katastrophen kommen, alle an das Wohl aller und nicht den eigenen Vorteil denken.

Frühling, grün, Hoffnung

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Zeitreisen in das Irgendwann

Die Zeit, wir wissen nicht, ob und wann sie begonnen hat, vielleicht gab es sie schon immer.

Wieviel Zeit wir haben, ist uns unbekannt, das steht in den Sternen und das weiß nur das Schicksal.

Zeit zu messen haben wir Menschen dem Sonnensystem abgeschaut.

Einen Kalender mit Strichen für die Tage hatten schon die Jäger und Sammler der Eiszeit.

Die Babylonier bestimmten den Tag in 24 Stunden und die Woche mit 7 Tagen.

Zur Zeit der Pharaonen kannte man schon die Zeitmessung mittels Sonnenuhr und Schattenstäben.

Die ersten systematischen Gedanken über Zeit stammen von Platon.

“Nur die ewigen Ideen sind das Seiende, die Formen, die uns in Raum und Zeit erscheinen, sind nur die Abbilder davon”

Die ersten Zeitmessgeräte wurden von dem arabischen Ingenieur al-Kaysarani im Jahre 1154 gebaut. Jede volle Stunde ertönte ein Glockenschlag. Ein Jahrhundert davor schuf der arabische Ingenieur Ibn Khalaf al Muradi die erste Uhr mit Getriebe.

Erst die von Isidor Isaac Rabi erfundene Atomuhr schuf die präziseste Zeit.

Zeitreisen können wir nur mit dem Flugzeug machen, in dem wir verschiedene Zeitzonen dieser Erde durchfliegen.

Neujahr können wir mehrfach feiern , weil wir die Spektakel der verschiedenen Feiern im Fernsehen den Zeitzonen entsprechend mitfeiern können.

Zurück in die Vergangenheit und vorwärts in die Zukunft sind gedankliche Spielereien, beliebte Science Fiction Szenen, wie in ” Zurück in die Zukunft”.

Zeitmaschinen für Zeitreisen gibt es nicht. Ob die mechanischen Uhren wegen der anderen Schwerkraft auf anderen Planeten schneller oder langsamer gehen, wissen wir nicht, werden wir aber noch in diesem Jahrzehnt messen können.

Die erste Mars, Mond oder Venuszeit wird Realität werden.

Die objektive Referenzzeit der Erde ändert sich jedoch nicht. Sekunden, Minuten und Stunden sind definiert.

Zeitreisen können wir so nur mental durchführen.

Alles was wir “zurück Denken”, unsere Erinnerungen, machen eine solche.

Wie war das doch, was geschah.

Spätestens in der eigenen Biografie oder am Ende des Lebens bei einer Begräbnispredigt wird rekapituliert was im Leben eines einzelnen Menschen geschah, Bilder untermauern eine visuell, mentale Reise.

Beim Betrachten von Filmen kann man völlig in das Geschehen abtauchen, die Szenen der Vergangenheit miterleben, aber nur virtuell.

Auch Einstein war trotz Relativitätstheorie keine Zeitreise in irgendeiner realistischen Form möglich.

Wir können den Weg der Zukunft nicht einfach abkürzen und dann irgendwo im All auf die Zukunft der Kommenden warten, auch kann etwas Geschehenes nicht wiederholt werden. Es geschah.

Das Geschehen ist egal wo immer auf die Basiszeit bezogen , zeitlichgleich.

Was wir können, ist uns meditierend in verschiedene Zeiten versetzen, vielleicht auf der Suche nach dem Weg der eigenen Gene und der abgespeicherten ” deja vu” Erlebnisse, jene, die so nachhaltig war, dass sie genetisch gespeichert wurden.

Aber genau darüber wissen wir noch zu wenig. Die Forschung ist in den Anfängen.

Aber die Geschichte können wir wissenschaftlich versuchen weitgehend zu erfassen, entschlüsseln und auszuwerten, nicht aber die Zukunft.

Diese kann nur aus Hochrechnungen, Wahrscheinlichkeitsanalysen und Vermutungen, Annahmen bestehen. Die Fakten werden erst in der Zukunft sein.

Trotzdem gibt es bestimmte realistische Annahmen die sich manchmal zu schnell in die Realität umsetzen.

Bei der Science Fiction Serie “Raumschiff Orion” waren die ersten sich selbst öffnenden Türen. Captain Kirks Mobiltelefon aus “Raumschiff Enterprise” war ein Vorbote der heutigen Normalität. Vieles von Jules Vernes Ideen wurde umgesetzt.

Die Star Wars Regisseure nutzen, wie viele andere Science Fiction Autoren, neueste technologische Forschungen und Erfindungen, und,

wir wisse , dass manche Gedanken über die Zukunft Forscher angeregt haben genau da zu forschen.

Und vielleicht liegt man nicht schlecht, wenn man für sich so immer mal ein Zukunftsszenario konstruiert.

Wie entwickelt sich etwas, zum “best case”, zum “worst case”. Was sind die Faktoren die dies jeweils begünstigen, und,

was kann man tun, um eine Entwicklung zu favorisieren oder auszubremsen, zu verhindern.

Und das muss man nicht nur den Futurologen überlassen.

Das mental die Zukunft zu ertasten kann man als seine ureigene kleine spirituelle Zeitreise nutzen.

Zeitreisen

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