Faulenzen

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Sich einfach hinflaggen, fallen lassen, ins Nichtstun versinken.

Seine Gedanken unbelastet ihren Weg suchen lassen.

Wohin ist egal, was ist egal, einfach nur so.

Auf der ” faulen Haut ” liegen.

Faul und Lenz sind zwei Teile des Wortes.

Der Lenz ist der Sommer.

Urlaubszeit, frei, endlich eine Auszeit haben.

Faul, eigentlich, wenn Obst reif ist und man macht nichts daraus, dann kann es faulen.

Althochdeutsch ” ful” stinkend, der Geruch von Fäulnis.

Faul ist verdorben, ungenießbar, bedenklich, unbefriedigend.

Eine Bedeutung ist , wenn etwas nicht stimmt, wie ” es ist etwas faul im Staat”

Auch, wenn man etwas vor sich hinschiebt, nicht machen möchte, sowie im Volksmund, wo man sagt: ” morgen morgen , nur nicht heute, sagen alle faulen Leute”

Die Negativliste ist lang: Auf faulen Krediten sitzen,was ja gerade heute oft praktiziert wird, faule Ausreden haben, jemanden ein faules Ei unterjubeln.

In übertragenem Sinn sich nichts Anstrengendem zu widmen,

einfach keine Lust und keine Motivation zu haben.

Viele Variationen: edelfaul, stinkfaul, denkfaul, mundfaul, schreibfaul,

Negativ ausgedrückt : arbeitsscheu und träge.

Ein fauler Hund gilt als böses Schimpfwort.

Das alles für  ” faul” alleine ausgedrückt. Aber in der Kombination mit dem Lenz ist “faul” etwas Schönes, Angenehmes.

Man muss einfach einmal ” alle Viere gerade sein lassen”, denn  ohne sich zu relaxen kann man keine Kraft schöpfen.

Einmal ein  Faulpelz sein, wie ein Faultier.

Faulenzen in Positivem Sinne bedeutet seine regenerativen Energien bündeln.

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los gehts

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Ferienzeit, Sommerzeit. Lockerung der Coronaeinschränkungen,

aber wohin?

In die Nähe , in die Weite.

Fernweh und Fernsucht ist wohl vielen Menschen gemeinsam.

Man will Neues erleben, Abenteuer, Action, Programme, weg von allem, abfeiern.

Jeder hat so seine eigene Wunschvorstellung.

Für bestimmte Afrikaner ist es das Höchste ” einmal in Paris zu sein”. Man darf ab da einen bestimmten Hut tragen, dazu weisse Schuhe.

Andere müssen einmal auf dem Ballermann gewesen sein oder in  New York.

Jeder hat sein eigenes Wunschurlaubsparadies.

Die Frage ist nur die, wie fühlt man sich wenn man dort war?

Ist man glücklicher, froher, lustiger, besser drauf, gut erholt,

oder,

fertig vom Urlaubsstress, froh wieder ” zu Hause” zu sein, bereit wieder in die alte Mühle des ” immer wieder ” gehen.

 

Manchmal liegt das Gute ganz nah, vielleicht nur eine halbe Stunde im Auto oder Zug entfernt.

Etwas , wo andere Menschen von weither kommen um es zu sehen,

selbst nimmt man es gar nicht mehr wahr.

Da ist auf einmal eine wilde Schlucht, ein verzauberter See, eine sagenumwogene Quelle, Versteinerungen aus der Vorzeit oder ein Biergarten, wo man sich am liebsten gleich hinsetzen möchte.

Das Glück kann so nah sein, man muss es nur sehen und sehen wollen.

Öffnet man sich nicht für die schönen Dinge des Lebens, können diese auch nicht zu einem kommen.

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Last und Bürde

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Manch einer hat nicht nur eine Last zu tragen.

Althochdeutsch ” burdi” , Getragenes

Bürde steht für Belastung, Druck, Not, Kummer, Qual, Verantwortung, Joch, Mühsal, pein.

Viele Worte für das Gleiche.

Irgend ein Problem, eine Frage, eine Belastung quält einem,

man wird genervt, nervös und unruhig,

kann nicht schlafen.

Nur, so einfach abschütteln geht leider nicht.

Vielleicht nur die Perspektive ändern,

anstatt den Gegenstand des Ärgers hoch zu stilisieren, diesen verkleinern,

nach vorne schauen, denn was war ist ja schon Geschichte,

und das Neue kann man selbst mit bestimmen.

Seine Gedanken frei machen für Dinge, die einem nicht herunter ziehen, sondern aufbauen, motivieren.

Bürde und Last ablegen.

Nicht wie ein Ast sein, auf dem soviel Schnee zu liegen kommt, bis er bricht.

Lieber sich vom Schnee befreien,

seine innere Wärme entdecken und alles wegschmelzen.

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verklärt

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Was für ein Bild haben wir von anderen Menschen, überhaupt vom Leben?

Zumeist nur eine Nuance der Zufälligkeit.

Was wir wahrnehmen sind nur Fragmente, Momente, Kurzfristigkeiten.

Verklärt, englisch” transfigured”

Nur eine Seite sehend, nämlich die, welche einem am besten passt,

das Negative verdrängend ,

oder umgekehrt.

Das Puzzle des Lebens ist aber erst vollkommen, wenn man alle Facetten sieht.

Da man die nie alle zusammen bekommen kann, zählt schon das sich darum bemühen.

Statt dessen macht man es sich leicht.

Gewalt ist prinzipiell abzulehnen, nur der Staat hat das Monopol darauf,

aber kommt sie von der einen Seite übersieht man sie,

von der anderen Seite reicht schon der leichteste Ansatz um publik gemacht zu werden. Es ist dann ja im Trend.

So passt sich das Verhalten vieler Menschen an den aktuellen Trend an.

Das eine verklärt, Idealisiert, tabuisiert, das andere diffamiert und degradiert.

Das Motto: ” Wenn es schon nicht so schön ist, dann mache ich mir es schön, und wenn es auch nur in meinen Gedanken ist, und wenn ich das oft genug mache, glaube ich das letztlich und dann wird es zur Gewissheit”

Die andere Seite des Verklärens ist aber die der Erleuchtung, das Erhellen, Licht in die Dunkelheit und das Unwissen zu bringen.

Irgendwann kommt alles an das Licht, das der Objektivität,

und eine idealisierte Ideologie oder Religion entpuppt sich als Irrglauben,

weil die Menschen eben nur eine Facette sahen,

und diese überdimensionierten.

Lieber seine Begeisterungsfähigkeit, seinen Idealismus auf die wirklich schönen Dinge des Lebens konzentrieren, wie die Natur, wahre Werte, Tugenden, und

nicht wie die hamelner Kinder einem Rattenfänger hinter her laufen, oder wie Insekten den ausgelegten Duft-und Lockstoffen, die sich später als Gift entpuppen.

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Gerüchte-Küche

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Manchmal werden Geschichten über jemanden  erzählt, die weder bewiesen noch zutreffend sind. Klatschgeschichten.

Altgriechisch “Pheme”, französisch ” on dit”

Wunschgerüchte

Oft riecht es, stinkt, hat einen üblen Geruch und Beigeschmack,

steigt wie ein Popup aus dem Nichts auf,

oft nicht gewollt, Agressionsgerüchte, Angstgerüchte.

und es verbreitet sich schneller als es dem lieb ist, den es betrifft.

Die Gerüchteküche kann brodeln.

Getuschel, Genuschel, schleichend, alle mentalen Ritzen, Fugen und Durchlässe durchdringend.

Ein bestimmter Geruch bleibt immer hängen, egal , was diesen verursacht hat.

Manche spielen mit Gerüchten, streuen scheinbare News, manchmal über sich selbst, um dass man im Gerede bleibt.

Es gibt Menschen, die streuen Gerüchte um den Anderen irgendwie zu schaden.

Gerüchte haben viele Namen, wie “üble Nachrede”, Verleumdungen, Nachsagen, Verunglimpfen, Fake.

Tauscht man bei Gerüchte den vierten Buchstaben zeigt sich das wie folgt:

” i” Gericht, wie zur Rechenschaft gezogen werden

“ä” wie bei gerächt,

“e” manches mag gerecht sein.

Gerüchte können alles wie mit einem Nebel umhüllen.

Gut zu wissen, daß ein Nebel nicht von Dauer ist, und Sonnenstrahlen alles durchdringen oder wegblasen können.

 

 

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Die Mauschler

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Mauschler, ursprünglich der Begriff für Geschäfte machender Händler.

Wer kennt sie nicht,

eine Spezies, die in  der Politik häufig vertreten ist.

Da so, dort soo oder soooo

Deals werden ausgehandelt, scheinbare Kompromisse in Mogelpackungen verkleidet.

Das Wappentier ist das Chamäleon, weil man die Meinungen ändert, gerade so wie man es braucht.

Das zweite Wappentier ist der Ameisenbär, der mit seiner Zunge jeden Winkel findet , wo es  etwas Süßes zu holen gibt.

Mit dem das, mit jenen dies, es wird gedreht, gewendet, geschoben, verschoben,

Hauptsache, man erreicht was man will.

Korrumptieren, erruieren, arrangieren.

Das Markenzeichen: Diskretion, man soll es ja nicht merken.

Unter der Hand werden undurchsichtige Geschäfte aus gehandelt, Vorteile, Begünstigendes.

Dunkle , illegale, versteckte Abmachungen.

Moral, die zählt nicht, dreht man das Wort herum, Larom, bedeutet dies der Name eines Raketenwerfers

Symbolisch, eine  technische Hilfe gegen jene, die merken , wie man seine Geschäfte macht.

Aber zum Glück kommt immer alles heraus und wenn es durch tuscheln ist.

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ängstlich

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Ängstlich,

manche Menschen sind von Ihrem Naturell her ängstlich.

Andere spielen mit den Ängsten Ihrer Mitmenschen, schüren Gerüchte, verbreiten Fakenews, Endzeit- und Verschwörungstheorien,

all das, um ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, nämlich die anderen zu verunsichern.

Ist jemand unsicher und ängstlich, kann man ihn besser beeinflussen und steuern,

seine Kritikfähigkeit nimmt ab, Probleme kochen hoch und man hat es in seinem Kampf um Macht und Positionen leichter.

Alle Menschen in der Geschichte haben immer eine Zukunft gehabt, warum sollte dies jetzt gerade anders sein.

Die Erde hat sich schon immer verändert,

und wir erahnen, in welche Richtung es geht, wissen es aber nicht.

Das macht ja auch nichts, denn die Menschen haben sich schon immer Problemen stellen müssen, warum soll unter 8 Milliarden Menschen nicht eine Lösung zu finden sein.

Wir können unsere Umwelt vergiften, verschmutzen, der Natur Schaden zu fügen

aber das Erwachen kommt immer dann, wenn man auf einmal selbst betroffen ist und nicht nur alles aus der Ferne sieht.

Man sollte sich zu allem immer seine kritische Distanz bewahren und eine Ängstlichkeit, die einfach eine erweiterte  Vorsicht darstellt.

Wenn Tiere eine Gefahr wittern, nehmen sie entweder eine Schutzfunktion ein oder gehen in einen offen Selbstschutz über.

Wir entwickeln Sicherheitssysteme , wie Senso Control bei den Autos, dass man im Sekundenschlaf mit Hilfe der Technik die Schwäche und Gefahr überwinden kann, der Wagen steuert kurz selbständig.

Mental sollten wir, weil wir Instinktverhalten weitgehend verloren haben, auch solch ein System für uns entwickeln,

ein fiktive System von bestimmten ” Modes” haben

Umweltmodus, Agressionsmodus, Vorsichtsmodus, ein mit Motivatoren gekoppeltes System.

Die Zukunft passiert und kommt, gegebenenfalls auch ohne uns.

Eine übertriebene Ängstlichkeit lähmt, eine gesunde Ängstlichkeit bewahrt vor Schaden.

Wir wissen, dass die Zukunft Eiszeiten , aber auch Wärmephasen bringen wird, die Ozeane werden steigen und sinken, Arten werden kommen und gehen, Häuser kann man nicht höher als hoch bauen, und so, wie es die Statik erlaubt.

Vulkane werden ausbrechen, Tsunamis und Erdbeben kommen, Wetterkatastrophen und Plagen, so wie die biblischen.

Aber wir haben die Technologien und das Wissen uns auf jedwede Situation einzustellen.

Wir wissen, dass wir alle immer älter werden, und wer jung ist und dies vergisst , und immer auf die Alten schimpft, wird aufwachen, wenn er selbst alt ist.

Und die Alten dürfen nicht sagen ” als ich jung war, war alles anders”, denn dies sagten immer alle Generationen, aber wir vergessen dies.

Wir dürfen uns nicht selbst durch unnötige Grabenkämpfe, überflüssige Konflikte und Kriege, Ideen, Ideologien selbst lahm legen.

Was ist wichtig? Unsere Natur, dass die Welt lebenswert für uns und die Tiere und Pflanzen bleibt, dass man sich  Werte bewahrt und es immer noch irgendetwas gibt, an das man glauben kann. Freunde kommen und gehen, aber seine Familie hat man immer.

Und, wir sollten Schuld nicht immer bei den anderen suchen, sondern  mit uns selbst anfangen.

 

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Anno dazumal

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Es war einmal,

so fangen viele nostalgische Geschichten an, abgesehen von den Märchen.

Manche sagen anno Tobak, oder Schnee von gestern, anno dunnemals, meinen aber das Gleiche

Vor einiger Zeit, vor Jahren, damals.

Im Englischen ” back then”, französisch ” á l epoque”, spanisch “en aquel momento”, am besten trifft es das norwegische ” den gang”

Dinge , die schon einmal waren und ihren Gang durch die Geschichte gemacht haben.

Die Erinnerung , wie alles einmal war, oft verklärt,  weil man das Negative schon längst vergessen hat.

Marmelade, wie sie die Oma machte, oder das Brot von Opa Fridolin. Wenn Grossmutters Rezepte wieder eine Renaissance erleben, und ein ” weisst Du noch” ertönt, wissend, dass die es wissen im Laufe der Zeit immer weniger werden.

Man denkt an einen Radio, wo alle Sender UKW.KW, empfangen werden konnten, an Kassettenrekorder, an die Musik, die Mode von damals,

wobei der Begriff “anno” subjektiv geprägt ist. Lang lang ist es her, aber wie lange meint man denn wirklich.

In einer Phase kreativer Stagnation, greift man gerne auf altes , zumeist bewährtes zurück. Die alten Schlager, Oldies but Goodies, auf Disco, Sit in, Flower Power, Flower Power.

Für jede Generation bedeutet anno dazumal etwas anderes, zumeist die Lebensaera der Eltern und Großeltern. Das alte Haus, umbaut von lauter modernen Häusern,  der Burger mit Pommes und Ketchup, für die Grosselterngeneration war es der Charleston.

Irgendwann in der Zukunft wird aber jede Zeit aus der Mottenkiste geholt und “in”,

wie heute der Look der 60ies und 70ies .

Im Jahre 2050 wird man  CD s , USB Sticks verehren, die Musik der 20er dieses Jahrhunderts

 

 

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Widerspruch

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Man redet davon, dass die Wirtschaft dramatische Einbrüche hat,

weil man eine bestimmte Zeit nur das Notwendigste einkaufen und tun konnte?

Dies bedeutet, dass die Wirtschaft von den eigentlich unbedeutenden Dingen lebt,

dem ungebremsten Konsum der nicht Notwendigkeit.

Man geht auf die Strasse klagt alle anderen an, und hat selbst noch nie etwas auf die Beine gestellt oder gemacht, außer verbalen Aktionen.

Jede Woche von jedem Demoteilnehmer ein Baum gepflanzt, ein Biotop angelegt, Deutschland würde sich schnell ökologisch erholen.

Man redet von Tierschutz, aber beachtet die Tiere nicht und möchte möglichst jeden Tag seinen Burger, Steak, Wurst  oder Schnitzel.

Endlich hätte man Zeit, durch Quarantäne verordnet, liegen Gebliebenes aufzuarbeiten, sich wieder einmal mit Partner und Familie zu unterhalten, sprechen, auseinander setzen zu können, statt dessen beklagt man häusliche Gewalt.

Menschen reden von Isolation, werden depressiv, beklagen das Fehlen sozialer Kontakte, dabei hat ihnen die niemand genommen, das Gegenteil, man kann  Gespräche führen, skypen, hat Zeit, aber wenn man unter Kommunikation Kneipen gehen, Abfeiern, Party  und Saufen versteht,  kann man ja offensichtlich depressiv werden.

Es hat sich eine Kultur der Widersprüche entwickelt. Der gesellschaftlich und individuelle Zustand hat sich von der ursprünglichen natürlichen Beziehung zwischen Menschen, Menschen und Arbeit und dem Produkt ihrer Arbeit und dem Menschen zu sich selbst und seiner Umwelt, der Natur, entfremdet, in dem dies verdreht, verkehrt, gestört oder zerstört wird. Das hatte Karl Marx schon postuliert.

Die Gesellschaft darf sich nicht zu einer Marionettengesellschaft entwickeln, wo Leitlinien, wie Gender, Klima, Asylpolitik vorgegeben werden und alle anderen Meinungen nicht mehr zählen.

Der Neo- und Digitalkapitalismus erfindet immer mehr neue Varianten der Entfremdung.

Leiharbeit, Gelegenheitsarbeit, Kurzarbeit, Zeitarbeit, Werkvertragsarbeit, Befristungen, Soloselbstständige, 1 Euro Jobs,  letztlich Varianten,  in denen auch die moderne Sklaverei Platz hat.

Man spricht von Gleichheit und heren Idealen, meint aber immer nur den gerade opportunen Blickwinkel der Macht habenden.

Gesetze werden so interpretiert, wie man es braucht. Gleichheit heisst noch lange nicht daß alle gleich sind, und Recht haben und Recht bekommen können manchmal nicht unterschiedlicher sein.

Politiker machen Versprechungen, die dann auch schnell umgesetzt werden sollen, und dann beginnt die Verwaltung im Auftrag schnell zurückzurudern, denn das war ja alles nicht so gemeint. Aber es war für die Öffentlichkeit so gemeint.

Die Reihe der Widersprüche ließe sich schier unbegrenzt erweitern und bei intensiver Betrachtung müsste man in Anlehnung an Rudolf Bahros ” Alternative” , einer Kritik des damals ” real existierenden Sozialismus” ,

eine Alternative zur Entfremdung des Menschen von seinem Heimatplaneten schreiben.

Widersprüche sind normal, der einfachste ist die innere Stimme, die einem widerspricht, daran erinnert, dass es auch andere Realitäten und Optionen gibt.

Ein quasi Kompass des eigenen Seins, der einem auf Fehler hinweist.

Aber die meisten hören nicht darauf

 

 

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Sehn-Sucht

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Lust auf Urlaub, auf das, was man eigentlich unter Leben, seinem Leben versteht.

Raus aus der Mühle oder auch der verordneten Passivität, je nach dem.

Es steckt das ” sich sehnen” und auch die ” Sucht” im Wort.

Irgendwelche Sehnsüchte hat jeder Mensch.

Intensive Wünsche, Erwartungen, Hoffnungen.

Ob diese erfüllt werden steht auf einem anderen Blatt,

Vielleicht ist es manchmal besser sich über das ” Ist”, das, was man hat, sieht und erlebt zu freuen.

Mit Sehnsucht ist immer ein Ansatz von Sentimentalität verbunden.

Das darüber Schweben des nicht erfüllt werden,

oder den Gegenstand der Sehnsucht nicht zu erreichen.

Manche verzehren sich vor Sehnsucht, haben ein tiefes Verlangen, bei einigen psychopathologisch.

Ursprünglich verstand man auch darunter die Krankheit des schmerzlichen Verlangens. Und wenn sich ein mensch auf das, was er sich ersehnt versteift,

beginnt die Sucht.

Sehnsucht kann auch nur ein einfach tiefer Wunsch sein, den man mit Schwierigkeiten verbunden, erreichen kann.

Nicht wie in dem Lied von karat ” Über sieben Brücken musst Du gehn”

Manchmal sind es mehr und dann auch noch  marod.

 

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