Widerspruch

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Man redet davon, dass die Wirtschaft dramatische Einbrüche hat,

weil man eine bestimmte Zeit nur das Notwendigste einkaufen und tun konnte?

Dies bedeutet, dass die Wirtschaft von den eigentlich unbedeutenden Dingen lebt,

dem ungebremsten Konsum der nicht Notwendigkeit.

Man geht auf die Strasse klagt alle anderen an, und hat selbst noch nie etwas auf die Beine gestellt oder gemacht, außer verbalen Aktionen.

Jede Woche von jedem Demoteilnehmer ein Baum gepflanzt, ein Biotop angelegt, Deutschland würde sich schnell ökologisch erholen.

Man redet von Tierschutz, aber beachtet die Tiere nicht und möchte möglichst jeden Tag seinen Burger, Steak, Wurst  oder Schnitzel.

Endlich hätte man Zeit, durch Quarantäne verordnet, liegen Gebliebenes aufzuarbeiten, sich wieder einmal mit Partner und Familie zu unterhalten, sprechen, auseinander setzen zu können, statt dessen beklagt man häusliche Gewalt.

Menschen reden von Isolation, werden depressiv, beklagen das Fehlen sozialer Kontakte, dabei hat ihnen die niemand genommen, das Gegenteil, man kann  Gespräche führen, skypen, hat Zeit, aber wenn man unter Kommunikation Kneipen gehen, Abfeiern, Party  und Saufen versteht,  kann man ja offensichtlich depressiv werden.

Es hat sich eine Kultur der Widersprüche entwickelt. Der gesellschaftlich und individuelle Zustand hat sich von der ursprünglichen natürlichen Beziehung zwischen Menschen, Menschen und Arbeit und dem Produkt ihrer Arbeit und dem Menschen zu sich selbst und seiner Umwelt, der Natur, entfremdet, in dem dies verdreht, verkehrt, gestört oder zerstört wird. Das hatte Karl Marx schon postuliert.

Die Gesellschaft darf sich nicht zu einer Marionettengesellschaft entwickeln, wo Leitlinien, wie Gender, Klima, Asylpolitik vorgegeben werden und alle anderen Meinungen nicht mehr zählen.

Der Neo- und Digitalkapitalismus erfindet immer mehr neue Varianten der Entfremdung.

Leiharbeit, Gelegenheitsarbeit, Kurzarbeit, Zeitarbeit, Werkvertragsarbeit, Befristungen, Soloselbstständige, 1 Euro Jobs,  letztlich Varianten,  in denen auch die moderne Sklaverei Platz hat.

Man spricht von Gleichheit und heren Idealen, meint aber immer nur den gerade opportunen Blickwinkel der Macht habenden.

Gesetze werden so interpretiert, wie man es braucht. Gleichheit heisst noch lange nicht daß alle gleich sind, und Recht haben und Recht bekommen können manchmal nicht unterschiedlicher sein.

Politiker machen Versprechungen, die dann auch schnell umgesetzt werden sollen, und dann beginnt die Verwaltung im Auftrag schnell zurückzurudern, denn das war ja alles nicht so gemeint. Aber es war für die Öffentlichkeit so gemeint.

Die Reihe der Widersprüche ließe sich schier unbegrenzt erweitern und bei intensiver Betrachtung müsste man in Anlehnung an Rudolf Bahros ” Alternative” , einer Kritik des damals ” real existierenden Sozialismus” ,

eine Alternative zur Entfremdung des Menschen von seinem Heimatplaneten schreiben.

Widersprüche sind normal, der einfachste ist die innere Stimme, die einem widerspricht, daran erinnert, dass es auch andere Realitäten und Optionen gibt.

Ein quasi Kompass des eigenen Seins, der einem auf Fehler hinweist.

Aber die meisten hören nicht darauf

 

 

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