Einfach abschalten, anhalten

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Ganz so einfach wie bei einem on/off Schalter ist das nicht.

Kann man ein sich drehendes Rad, ein Mühlrad anhalten?

Die Zeit kann nicht fest gehalten werden,  sicherlich nicht, der imaginäre, aber auch der optische Zeiger dreht sich immer weiter.

Aber man kann sich ausklinken, das Fahrende, sich Drehende verlassen, auf ein emotionales, mentales Nebengleis fahren.

Der tägliche Trott, die vielen, manchmal auch nicht direkt erkennbaren Zwänge,

dass man meint etwas tun zu müssen,

oder meint zu wissen, was die anderen von einem erwarten;

all dies dreht die Mühle, manchmal Zwickmühle an.

Einfach, wie bei einem Pater Noster Aufzug, abspringen, der dreht sich weiter, aber man hat die Chance in einer anderen Etage zu landen,

auch, so man will, im Treppenhaus die Stufen hoch oder runter zu laufen ,

um in einem anderen Stockwerk Ruhe, Entspannung zu finden, vielleicht auch nur abtanzen, auch seine kreativen Kräfte sammeln zu können.

Man kann jeder Zeit wieder einsteigen, aussteigen, umsteigen,

so wie man dies für richtig empfindet und es einem gut tut.

 

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Gerede

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Kennst Du die und weisst  Du das,

was hat der  und die gemacht.

Stadtgeflüster und Gerüchte mit eigentlich Gerüchen, der Beigeschmack der bleibt.

Denn was gesagt ist, bleibt irgendwie hängen, und der Betroffene wird es nur schwer los.

Klatsch, Tratsch, Schwätzerei, Faselei, Gequake, wenn es zu lästig wird.

Getuschel, Geschrei, Gesums, BlaBla, Gebabbel,  Getöns, Heckmeck, Geschwafel, Plapperei, Gewäsch.

Munkeln, so wie man sagt ” im Dunkeln lässt sich gut munkeln”.

Aller über jemanden und über nichts.

Gerüchte verbreiten sich wie das sprichwörtliche Lauffeuer und verändern sich mit jedem weiter gegeben Werden.

Wo viele Menschen beieinander wohnen ist die Anonymität grösser,

wenn aber jeder jeden kennt, meint jeder von dem anderen alles zu wissen und weiß aber eigentlich gar nichts.

Unnötiges aber unvermeidliches , oft sinnloses Reden, zumeist nicht reflektiert, aber mancher meint, er hätte da was zu sagen gehabt.

Offene üble Nachrede als üble Form des Geredes kann man angehen, schlimmer ist das Gerede , dass der Betroffene gar nicht oder zuletzt erfährt,

das Gerede, das ihn dadurch wehrlos macht.

So halten wir es doch lieber mit der aus dem 19.en jahrhundert stammenden Redewendung ” Jedem Tierchen sein Plaisierchen” und “Pfeifen auf das Gerede”

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OMG

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Wie oft denkt man OMG,

die Gedanken kreisen, man schläft, träumt, dann dies und das.

Fragmente, Impulse, Sequenzen, Pop Ups, Flashs.

Scheinbar nicht zusammen passen,

ein Puzzle aus Vergangenheit und Zukunft, vielleicht auch mehrere Puzzles.

Verschiedene Töne, Lieder, alles ein bisschen durcheinander,

man wacht auf, denkt OMG, was hab ich da geträumt,

lauter Fetzen von Eindrücken.

Vielleicht könnte man  jedem Eindruck eine zeitliche Assoziation zuordnen,

alles in eine Bezug setzen,

um ein Rätsel des Lebens zu lösen,

das vielleicht gar keines ist,

sondern nur das zufällige Mitnehmen von Eindrücken der mentalen nächtlichen Tour

durch das  Unterbewusstsein und die Archive des eigenen Lebens.

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Ohne Titel

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Ohne Titel, ohne Geld und Macht, kein Hab und Gut, nichts außer das, was man am Laib hat, kein Dach über dem Kopf, außer dem Firmament.

Bei dieser Variante des Lebens reduziert sich alles auf das was bleibt, was dann noch ist.

Man kommt ohne etwas`auf diese Welt und geht irgendwann, irgendwie und irgendwo wieder, ohne etwas physisches mit nehmen zu können.

Als Menschen sind wir schlichtweg ” die Verdränger”, was ja nicht verwundert,

denn warum sollte man sich mit den unangenehmen, nur erahnbaren, unsicheren und ungewissen Dingen beschäftigen, die,

so wissen wir, unabdingbar, unabänderlich, in der Regel unbeeinflusst kommen.

Oder ist da etwas, was schwerer wiegt.

Wie Spuren im Schnee? Solange es kalt ist, sieht man sie, wenn es warm wird, schmilzt, dann sind sie weg.

Nicht jede Spur versteinert, wie die Fußabdrücke von Dinos, die wir heute finden können.

Spuren sind in der DNA, in den Knochen ist erkennbar, was wir gegessen haben, man kann ableiten wie wir lebten, gesund oder ungesund, also Spuren im Mark,

unvergänglich?, es sei denn, man wäre verbrannt.

Historische Spuren, über das was man vielleicht gemacht hat, an Werken geschaffen hat.

Anekdoten, so diese aufgezeichnet sind.

Vielleicht findet eine Genealoge der Zukunft das ” der, die” als Bindeglied, ohne das eine ganze Kette von Nachfahren nicht existent wäre.

Alles, aus was man ist, geht nicht verloren,

der Zerfall in alle Möglichen Stoffe wird wieder Teil der Erde und lebt in Bäumen, Pflanzen, Tieren , die die Früchte essen weiter.

Alles was wir nicht in eine andere Welt mit nehmen können.

Keine Titel, nichts

Wir können aber gute Erinnerungen weitergeben, Liebe, die weiter lebt,

etwas bewegen, und wenn es gute Taten sind, eine Haltung, Zufriedenheit ausstrahlen,

etwas Glück vermitteln

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Klima

Scan_20190920Für die einen Ideologie, für die anderen Reizwort. Das meist strapazierte Wort des 2.Jahrzehnts des 21.Jahrhundert. Interpretiert, miss-und falsch ausgelegt, als Druck verwendet und als idealer Hintergrund aus Ökologie Geld zu machen.

Spätlateinisch ” clima”, Griechisch klima, Genentiv Klimatos, der Abhang, die geneigte Fläche, Neigung des Sonnenstandes, Zone, Witterung

Neben dem Boden ist das Klima der wichtigste Umweltfaktor.

Klima, ein meteorologischer Durchschnittswert dynamischer Prozesse in der Atmosphäre, bezogen auf einen Ort oder Region, oder  die ganze Welt.

Klima ,Wechselwirkungen mit den Erdsphären  Hydrospäre, Biospäre, Kryospäre und Lithospäre.

Mikro, Meso, Makroklimna.

Das Wort mit den meisten Kombinationsmöglichkeiten.

Klimastreik, Klimademo, Klimawandel, Klimazone, Klimalüge, Klimakonferenz, Klima, Klimabefürworter, Klimawahn, Klimaaktivisten, Klimafaktor, Klimageschichte, Klimafolgen, Klimapaket, Klimaschutz, Klimaüberwachung, Klimakammer, Klimakiller, Klimaverbesserung, Klimatechnik, nur um einige zu nennen.

Manche Kombinationen sind widersinnig, wie der Klimaschutz, der aber von vielen verwendet wird, nicht nachdenkend, daß man ein Klima nicht schützen kann, oder will man das Wetter, den Regen, das Gewitter schützen? Man kann nur die Folgen eines Klimawandels abschwächen oder verstärken, in dem man seine Handlungsweise und sein Wissen jeweils dafür einsetzt.

Klima hat auch andere Bedeutungen, wie die Stimmung zwischen und unter Menschen, Staaten, die Raumtemperatur, das Klima der Toleranz.

Klimax, der Höhepunkt, das Klimakterium.

Klima, ein Begriff der durch seine Interpretationen Meinungen spaltet, weil man eklektisch Klima kombiniert und auslegt, statt nüchtern und analytisch wissenschaftlich objektive Erkenntnisse als Basis nimmt, wie zum Beispiel, dass die Erde in bestimmten Intervallen klimatische Veränderungen hat, die sich als Wärmephasen oder Eiszeiten präsentieren.

Wir können Temperatur, Luftfeuchtigkeit , Wind und Bewölkung, genauso wenig steuern wie die Sonnenenergie, Vulkanausbrüche, Katastrophen.

Wir können aber die Vergiftung unserer Luft ändern, das was in diese abgegeben wird, das Wachstum der Bäume und Pflanzen durch Nachpflanzen,

wir können uns auf Veränderungen einstellen.

Weniger Ressourcen verbrauchen, aber nicht alles verdrängen und auf einige wenige chemischen Substanzen und Gase beschränken, weil man damit Geld verdienen kann.

Fossile Brennstoffe sind zu schade zu verfeuern,  aber sie verändern das Klima nicht.

Aber damit lässt sich schlecht argumentieren.

Und, so bleibt wegen des Klimas

das zwischenmenschliche Klima gestört,

anstatt sinnstiftend und sinnvoll mit dem umzugehen, was wir auf diesem Planeten haben.

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ziemlich

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Nicht gerade gering, eher beträchtlich.

Es drückt vieles aus und nichts genaues, ein Ausmass, eine Menge.

Bin ziemlich verärgert bedeutet, ich bin wütend.

Ziemlich genau ist vage, ungenau, so ” in etwa”, ungefähr, annähernd, beinahe.

Im Wort steckt ” ziem” , wie bei ziemlich, es schickt sich, es ist o.k.

Es ist ziemlich kalt, ziemlich warm steht für ” sehr”.

“Ziem” , so wird das obere Keulenstück genannt, “lich” verstärkt,

wie bei reichlich, weinerlich, greulich, nicht ganz so bei ” neulich”, aber dies betont das eben erst.

Ziemlich, Adjektiv und Adverb. Vielfach verwendbar.

Könnte zu einem Modewort für die Politik werden.

Ziemlich daneben, ziemlich am Bürger vorbei, ziemlich arrogant, ziemlich sorglos, Ziemlich naiv, ziemlich ärgerlich, ziemlich schwierig

In anderen Sprachen gibt es für bestimmte Zustände immer jeweils ein Wort.

Will man aber, wie im Volksmund ” wischiwaschi” alles nur so in etwa ausdrücken,

ohne sich genau fest zu legen ist “ziemlich”  ziemlich.

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gespannt, gebannt

Gespannt hat viele Bedeutungen.

 
Man ist neugierig,
 
eine Haltung, die aus dem Bogenschießen abgeleitet ist,
 
dann, wenn der Bogen gespannt ist,
 
bereit um einen Pfeil abzuschießen.
 
Deswegen sagt man als Redewendung ” gespannt, wie ein Flitzebogen”
 
Der Zustand des gespannt Seins kann merkwürdig, seltsam, kurios, sein.
 
Im Englischen curious, tense und eager
 
Was wird kommen, was wird sein, was passiert mit uns, wie wird sich alles entwickeln.
 
Viele Fragen, keine oder wenige Antworten, und diese nicht fundiert.
 
Herzklopfen, wie auf Kohlen sitzen.
 
Gebannt kann fasziniert sein, aber auch gelähmt, wie die  sprichwörtliche Maus
 
angesichts der Schlange.
 
Man sagt auch ” Gefahr erkannt, gebannt”,
 
Tritt das Erwartete ein, weswegen man gespannt war,
 
müsste aufgrund der eigenen Erfahrungen eigentlich nichts besonderes  passieren,
 
auf  jedwedes Problem kann man reagieren,
 
wenn man nur mit offenen Augen durch das Leben geht.

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Scheuklappen

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Wie oft erlebt man, dass Menschen ihren Blick, ihre Meinung und Haltung auf etwas, und sei es noch so unsinnig fokussieren, und glauben das Gemeinte sei die Wahrheit.

Bei Pferden brachte man früher Scheuklappen am Kopf an, um dass diese sich auf den Weg und Ziel konzentrieren und nicht ablenken lassen, sich nicht scheuenlassen

Bei der Fülle der heute auf den Menschen einströmenden Eindrücke und Impressionen, die es schwer machen  sich zu konzentrieren,

würden mentale Scheuklappen aber Wissen unterdrücken.

Und, wenn einem andere diese Scheuklappen anlegen würden, wäre dies ein massiver Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.

Aber genau dies passiert.

Es gibt Menschen ohne großen Bildungsstand,

nur mit der Fähigkeit sich über alles und nichts so zu artikulieren,

dass es für Außenstehende als Kompetenz gewertet werden kann,

obwohl nichts dahinter steckt und überhaupt nicht ein ” Wissen”.

Wir brauchen keine Scheuklappen, eher das Gegenteil.

Man muss sich den Weitblick, den X360 Blick bewahren,

sich nicht dem Diktat der Subjektivität und der Halb- und Scheinwahrheiten

hingeben,

die nur eigene Scheinwelten schaffen, andere Realitäten, die nur als Gedanken existieren aber zu oft

durch Nachplapperer und Hinterherläufer hochstilisiert werden.

Also lieber die Scheuklappen den Pferden anlegen und sich nicht welche verpassen lassen, auch wenn die Politik uns dies zu oft vormacht.

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Herbst

hphsblog's avatarHPH s Blog

img158Blättern verändern ihre Farbe, werden bunt und noch bunter

die Vögel streiten sich um die letzten an den Reben hängenden Trauben,

die Hasen verlieren ihre Haare und sind im Übergang zu ihrem Winterfell,

es wird früh dunkel und auf einmal kann man entdecken,

dass es in den Häusern Lichter gibt,

warmes Licht, kaltes Licht, Kerzenlicht,

die Menschen besinnen sich,

vergessen die Unzulänglichkeiten des Alltags

es herbstelt, der Winter kommt bald

um dann mit vielen Kristallen und

den Gedanken an Lebkuchen, romantisches Kuscheln

dem sich auf vieles Schöne besinnen zu erfreuen

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abgetunt

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Aufgedonnert, aufgeputzt, verkleidet, aufgetakelt, angezogen, getunt, das Gegenteil ist ganz normal, einfach und  natürlich..

Schön, dass man vieles plastisch rekonstruieren kann, um Fehlendes auszugleichen.

Tausend Möglichkeiten sein Äußeres zu verändern. Toupé, Schminke, Lippenstift,

Bräunungscreme, künstliche Augenlider, Make Ups, Haare Färben, Frisur Veränderungen, kurze Haare, lange Haare,Männer können sich Bärte wachsen lassen, Liften, Aufspritzen, operative Korrekturen und vieles mehr.

Trotzdem kann man die Realität nicht betrügen.

Bei einem Röntgenbild, bei einem CT, MRT, PET oder Ultraschall kommt die ungeschminkte Wahrheit ans Licht, und sogar, ob die eigene Geburt eine Zangengeburt war, weil die Kopfform entsprechende Aussagen macht.

Nicht veränderbares, genauso wie Forensiker in 1000 Jahren unsere Skelette analysieren und auf Grund verschiedener Untersuchungen bestimmen kann wo und wie wir gelebt haben und was wir gegessen haben.

Es nützt nichts. Es gibt nur eine objektive Realität, aber zig Subjektivitäten.

Aber irgendwann wird jedem Menschen bewusst, wie er abgetunt, von allem Täuschenden entledigt sich mit seiner Individualität abfinden muss.

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