Warten auf morgen

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Warten, nicht am Morgen, an der Haltestelle oder auf jemand , der vielleicht kommen könnte.

Irgendwie warten oder erwarten wir alle  etwas, nur ist die Erwartungshaltung unterschiedlich, der Erwartungshorizont kann meilenweit auseinander liegen.

Erwarten wir etwas von anderen Menschen, von uns selbst?

Ist das Niveau der Erwartung zu hoch, kann  die Realität dann enttäuschend sein.

Nicht wie in Samuel Becketts ” Warten auf Godot”,

Warten ist Geduldstraining, Hoffnung, manchmal Vorfreude,

insbesondere wenn es sich um etwas Schönes handelt.

man Freunde erwartet, von einem schönen Erlebnis , einer Ausflugsfahrt, einem Abenteuer ausgeht.

Nach jedem Abend kommt ein Morgen,

mit Neuem

Man kann alles auf sich zukommen lassen,

aber auch so handeln, als wenn der Tag der letzte Tag wäre,

hoffend,

dass dieser dann eher der Anfang einer neuen schöneren Phase sein wird

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warten

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“Now and than”, from “time to time” muss man warten.

Warten hat mehrere Bedeutungen.

Diejenige, an die man am wenigsten denkt ist das Warten im Sinne von Wartung, etwas kontrollieren ob es noch funktioniert, gegebenenfalls reparieren.

Eine andere ist warten im Sinne von abwarten.

Warten auf etwas was kommt, oder auch nicht.

Warten auf Godot, wie im Theaterstück  von Samuel Beckett,

warten auf den Bus,

oder wie bei den Corona Massnahmen in 1.50 Abstand in einer Warteschlange vor einem Geschäft.

Warten ist  Geduldstraining.

Viele Wörter sind assoziierend.

Warteraum, Wartesaal, Warteschleife

Dabei sind wir alle nur im Wartesaal des Lebens, nicht wissend was kommt und geht.

Die Variante des Wartens als Wartung vernachlässigen wir zu oft, weil wir zumeist nicht verstehen, was mit uns passiert, und dies

manchmal auch nicht verstehen wollen.

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Argwohn

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Zwei Worte in einem, “arg und wohn”,

das Gefühl von etwas  Negativem, Argem, was einem nicht loslässt,

in einem wohnt. Arg hängt mit Ärger zusammen.

Das “woh” kommt von ” wähnen”, vermuten, dafür halten, meinen.

Ohne Indizien, ohne bewiesenen Verdacht.

Zumeist hat der Argwohn einen Grund. Zweifel an der Zuverlässigkeit, an der Wahrheit , die einem offeriert wird.

Bedenken, Misstrauen, Verdacht, Vermutung.

Englisch” Suspicion”, französisch: “suspect”, spanisch ” sospechoso”

Argwohn gehört zu den unbelegten, nicht bewiesenen Meinungen einer Person.

In einer digitalen Welt, in der es immer schwerer wird zwischen Wahrheit, Fakewahrheit, Teil-und Scheinwahrheit zu unterscheiden kommt Argwohn immer hoch.

Wer weiß denn schon was tatsächlich passiert.

Sogenannte Experten werden zu diesen erklärt, manchen fühlen sich als solche,

aber in Wirklichkeit sind wir alle die nach “der” Wahrheit Suchenden.

Argwohn sollte nicht krankhaft, fanatisch sein, sonder eher der gesunde Menschenverstand, das, was einem selbst logisch erscheint oder beweisbar, das, was  nach vollziehbar ist.

Argwohn ist Teil eines Selbstschutzmechanismus, der einem vor Gefahren warnt.

Wenn man überall das Schlechte sucht, wird man es auch entdecken,

Zu  starker Argwohn kann leicht zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

So sehen wir lieber Positives, aber nicht leichtgläubig, andererseits auch nicht zu misstrauisch, sondern sollten versuchen einen Mittelweg im Dickicht und Gestrüpp des Lebens zu finden.

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Reset

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Wenn es einem gut geht, denkt man alles, zumeist nicht an sich selbst.

Alles läuft normal, warum sollte man dann über sich selbst nachdenken.

Die Gedanken sind frei; sie kommen und gehen dann, wann sie wollen.

Erst, wenn man aus dem Schlaf aufwacht, komische Träume hatte,

oder ein Gedanke nicht aus dem Kopf geht, nicht los lässt,

erinnert man sich, dass man welche hat.

Manchmal fällt einem irgendetwas nicht ein und fragt sich: Was war das, gehört habe ich das, komme nicht darauf.

Der Alltag lässt einem keine Zeit zu reflektieren.

Alles muss wie in einem Mühlrad funktionieren, kein Teil sollte klemmen,

aber was ist mit der Wartung? Die findet nur selten start.

Ähnlich ist es mit dem eigenen Körper.

Wenn nichts weh tut, merkt man ihn gar nicht.

Erst, wenn sich irgendein Teil meldet oder gar Probleme macht

erinnert man sich an diesen.

Auch, das man in sich Baustellen hat.

Und, so erscheint es wichtig,  ab und zu alles runter zu fahren,

entspannen, relaxen, abschalten,

um sich in einem Restart wieder neu sortiert in den Alltag zu begeben.

Öfters mal seinen “Reset” button drücken.

Etwas, was man als Corona Nebenerscheinung merkt:

Es wird einem bewusst, dass es noch wichtigere Dinge im Leben gibt.

Jedoch nutzen viele die gegeben Chancen nicht und fallen recht schnell wieder in den alten Trott zurück.

Vielleicht der falsche mentale Knopf gedrückt: repeat statt reset.

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Ab und zu

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Gelegentlich, nicht immer, nur manchmal, von Zeit zu Zeit

Wie im BAP Song in Köllsch “aff un zo”:

“Aff un zo ess alles herrlich
Aff un zo och janz erbärmlich
Aff un zo jeht einfach alles schief
Aff un zo hätt mer verloore…..”

Nicht immer kann alles schön sein, manchmal fühlt man sich erbärmlich, müde, krank, einfach  “neben der Spur”, weil alles nicht passt, schief läuft, oder zumindest nicht so will man das möchte.

Ab und zu verliert man. Man kann nicht immer Gewinner, sein.

Einmal geht die Kurve runter, einmal geht sie hoch

Erst nachdenklich, dann wieder Jubel, Trubel, Heiterkeit.

Nicht unbedingt selten, eher  sporadisch, zuweilen, bisweilen, gelegentlich, mitunter.

Norddeutsch ” ab und an”, englisch ” from time to time” oder “on and off”, ” now and than”. Japanisch ” tama ni”

Das “now and than” drückt das “jetzt” aus.

Ab und zu kann aber auch eine Ausrede sein. Etwas , das man eigentlich nicht tun sollte, und man möchte es trotzdem, na ja, eben ” ab und zu”, und  da gönnt man sich etwas.

Bei all dem  müssen wir uns bewusst sein, dass die Häufigkeit des  ” ab und zu “, an uns liegt.

Wir steuern, ob bei uns etwas ” ab geht” und in welche Richtung , das ” zu” geht.

 

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Jetzt erst recht

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Allem zum Trotz,

Wie KluBBB3

” Komm lass uns diese Zeit genießen
Als wäre heut für uns der letzte Tag
Drum lass uns die drei Worte schwören
Alle sollen es hören
Jetzt erst recht, jetzt erst recht”

und  wie La Fee:

“Hier bin ich und ich glaube doch an mich
Ich gehe meinen Weg und mein Willen bricht nicht
Ich lebe meinen Traum den lass ich mir nicht versaun
Ich bleib hier – ich versprech’s
Jetzt erst recht”

Dinge, die man nicht ändern kann, binden nur unnötig Kraft.

Alle die sich wegen jedem Pipifax aufregen, strapazieren nur unnötig ihre nerven. Sollen sie doch, aber nur für sich.

Aufregen ist von Gestern, “waste of time”. was solls. Glücklich sein ist heute.

Lieber meditieren als lamentieren.

Und wenn die ganze Erde kracht, der Mond stürzt deswegen nicht auf die Erde. Sie dreht sich weiter, egal was passiert, unbeeinflusst, was Menschen mahen.

Was schlimm ist könnte schlimmer sein, na und.

Jetzt erst recht.

Das Leben geht immer weiter,

so geniesst man lieber das ” Jetzt” und schiebt das erst nicht in die Zukunft.

Fünf gerade sein lassen, den nichts ist gerade.

Wenn man es nur gross genug vergrössert wird alles zackig, ungeometrisch.

Französisch ” malgré”, Englisch ” in spite of”, Polnisch ” mimo”.

Wenn alles schief läuft,

der Ärger immer grösser wird,

man Ungerechtigkeiten erfährt,

blöd angemacht wird,

einfach drauf pfeifen,

meditieren, zu sich finden, Kraft schöpfen.

Einfach” jetzt erst recht” denken,

das tun, was man selbst für richtig hält und nicht das, was man meint, was andere für richtig halten,

und damit glücklich sein.

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Die Morgenkaffeesphynx

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“Guten Morgen, liebe Sorgen
Seid ihr auch schon alle da?
Habt ihr auch so gut geschlafen?
Na dann ist ja alles klar”, so heißt es in dem Songtext von Jürgen von der Lippe.

Viele verzichten auf den Kaffee, schlafen, bis auf den letzten Drücker, dann noch nicht einmal ein Brötchen, höchstens einen Bissen und ab.

Für andere ist es eine Zeremonie, ohne die gar nichts geht.

“Kaffee am Morgen löscht Kummer und Sorgen”.

Wenn der Duft von  Kaffee durch die Räume zieht und einem magisch anzieht, gemischt mit dem Geruch frischer Brötchen, kann dies  ein faszinierendes Gefühl werden.

Es erinnert an die Geschichte des Kaffees.

Die  Kaffee-Pflanze stammt ursprünglich aus  Äthiopien, aus der Region Kaffa. Der Legende nach entdeckte der Hirte Kaldi, dessen Ziegen nach dem Verzehr der roten Kaffeekirschen aufgedreht herum sprangen, die Kaffeepflanze.

In Äthiopien ist Kaffee trinken zeremoniell. Man sitzt an einem Feuer, erwärmt Wasser. In…

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Antworten

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Viele Fragen, viele Antworten.

Postet man etwas, gib es viele Reaktionen, man antwortet.

Manche Antworten sind unbequem, andere gehen an den Fragen vorbei.

Die richtige Antwort ist wie ein Schlüssel.  Wenn dieser nicht in ein Schlüsselloch passt, sich nicht drehen lässt, bleibt die Tür verschlossen.

Vielleicht sind Antworten nur Mosaiksteine, Fragmente, Teilchen des Rätsels.

Replik, Reaktion, Beantwortung, Kommentierung, Auskunft, Erwiderung.

Manchmal eine Auflösung der Fragen und Probleme.

Das Echo der Anderen.

Manchmal ist die Antwort Gewalt, ein Gegenschlag, Drohungen.

Das Leben besteht aus unzähligen Fragen.

Aber wollen wir immer Antworten.

Manchmal stehen Fragen im ” offenen Raum”

Andere fundamentale Fragen bleiben ohne Antwort,

weil man nicht antworten möchte,

die Fragen verdrängt, weil diese  unbequem, peinlich, berührend sind ,

oder weil man keine Ahnung hat.

Viele, gerade in der Politik geben Antworten ohne eine Ahnung von dem Inhalt der Lösung zu haben.

Das weiße Elefanten Syndrom. Man spricht etwas kurz an…

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verwundert

Scan_20200419Rätselhaft,

man versucht etwas zu erfassen, berechnen, überlegt, kalkuliert, schätzt ab,

was denn wirklich ist und was weniger real erscheint.

Nicht unbedingt überrascht, an vieles ist man ja gewöhnt,

aber verdutzt, perplex, konsterniert.

Sich wundernd, liest man da, googelt danach , versucht das Wirkliche heraus zu finden,

und stellt dabei fest, dass jeder etwas anderes schreibt und sagt,

und ist von den Nuancen verwirrt,

kann nur verständnislos reagieren.

Fragen über Fragen , zahllose Antworten, mit denen man nicht viel anfangen kann.

So bleibt einem nur Klarheit in etwas zu bringen, aber diese ist nicht erkennbar.

Alles zeigt sich wie eine Tasse Kaffee, bei der man den Boden nicht sieht, zwar den Kaffee riecht, schmeckt, aber der Geschmack ist ja auch von der Menge Zucker abhängig, oder von der Milch , oder Zutaten, die man zufügt.

Das Ganze zeigt sich aber wie ein Topf von Spaghetti, die man zu zählen versucht.

Zudem weiß man nicht, ob in dem Topf unter den Nudeln noch etwas anderes war.

Die Frage kommt, warum passiert dies mit denen und nicht mit mir

Aber seine Fragen möchte man doch beantwortet haben,

nicht einfach so à  là là, so wie es gerade à la mode , oder commod scheint, sondern richtig.

Vielleicht sollte man seine Fragen einfach relativieren. Auf alles muss man nicht eine Antwort bekommen.

Manche Frage sind es auch nicht wert, immer mehr sich in diese zu versteifen.

Lieber sich auf die Wesentlichen konzentrieren.

Wie meint es das Schicksal mit einem? Ist Glück Zufall oder ” Glücksache”, gibt es Wunder, was soll man glauben?

Katka Ebstein singt in ihrem Song ” Wunder gibt es immer wieder” :

“Viele Menschen fragen
Was ist Schuld daran?
Warum kommt das Glück
Nicht zu mir?“
Fangen mit dem Leben
viel zu wenig an
Dabei steht das Glück
Schon vor der Tür”

 

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oh jemineh

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Wie heisst es in dem Kinderlied:

“A B C, die Katze lief im Schnee.
Und als sie dann nach Hause kam,
Da hatt’ sie weiße Stiefel an.
O jemine! O jemine!
Die Katze lief im Schnee.”

Ein Schrecken, eine unerwartetes unbequemes Ereignis,

da rutscht einem das oh jemineh heraus.

Die verkürzte Form, von “oh jesus domine”, oder ” Ach Du lieber Gott”. Manche sagen auch :” Menschenskind”, dann, wenn jemanden ein Missgeschick passiert ist, dabei klingt unterschwellig ein Vorwurf mit.

Oh je , oh jemineh würde sich auch gut für einen Songtext eignen, so auf einen Refrain der  Melodie von: Oh le oh le, we are the champions” eignen.

Oh je oh je oh jemineh  kann man sagen, wenn man die Werbung, die wöchentlich in den Briefkasten flattert, analysiert und in den Konsequenzen durchdenkt-

Wir Lebensmittel, als ob diese reden könnten.

Zukunft leben, als ob es diese nicht auch ohne das Produkt gäbe, und  wenn es sein muss mit oder ohne Menschen.

Frische Kracher, kühle Kracher, wie soll das funktionieren

Naturlieblinge, wer das wohl sein mag, der Mensch offensichtlich nicht, solange er nicht lernt als Teil dieser zu fühlen.

Gemeinsam geht alles, aber haben die das propagieren  Masken und Schutzanzüge gespendet: nein, sie sind die Verdiener an der Corona Krise

Genussvoll geniessen, eine Tautologie, wahrscheinlich soll man sich das suggerieren, frei nach dem Motto: je öfter ich das mir einrede und höre, lese, um so mehr glaube ich das.

Etwas Ungeniessbares zu geniessen wäre ja wohl einme Selbstbestrafung.

Wenn bei der Fleischauswahl steht: Weil wir mehr Tierwohl nur auf eine Art erreichen, gemeinsam. Beim Essen bestimmt nicht, beim Schützen von Tieren ja.

Wie geht das: mehr kaufen, mehr sparen. Am besten spart man doch wenn man nur das kauft, was man benötigt.

In einer Krise zeigt sich, wie manche Menschen wirklich sind. Auf einmal werden manche freundlich, höflich, hilfsbereit.

Andere aggressiv, von Hass erfüllt, ignorant.? Und genau da fragt man sich das “oh jemineh” , wo soll das hinführen?.

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