Die Umwelt beginnt zu registrieren, daß man immer mehr vergisst.
Selbst hat man das Gefühl, daß alles in Ordnung sei, aber es ist es nicht.
Die Herdplatte bleibt eingestellt, vergessen aus zu machen, wo liegt ein Schlüssel, Papiere und Post stapeln sich, alles wächst einem über den Kopf,
im Kühlschrank verderben Lebensmittel, die Haltbarkeit ist abgelaufen.
Ein Mosaiksteinchen der Gedanken oder des lückenhaft werden dieser addiert sich zum anderen.
Ist es das Amoyloid Plaque oder einfach nur dass einem vieles all ” zu viel” erscheint?
Gedächtnisstörung, eigentlich empfindet das man nicht so, erinnert sich nur nicht.
Die gute Begründung ist einfach, daß das wohl nicht so nachhaltig war, daß man es sich merkte.
Es ist schlichtweg unangenehm.
Man erinnert sich nicht. Wie war der Name der Sängerin, wie hiess der Song nochmal, oh, wer war das wohl. Ah, nicht so wichtig.
Man kann sich nicht alles merken.
Wie wirkt das auf den Partner? Man möchte sich nicht blamieren, auch all das nicht zumuten.
Es ist schleichend. Wo sind nur die Gedanken.
Vielleicht ist das Vergessen nur ein Selbstschutzmechanismus.
Aber leider vergisst man nicht das Unangenehme.
Die Frage, die man sich stellt, ist, wie frische ich meine Erinnerungen auf.
Überall Bilder hinstellen um sich an etwas zu erinnern? Geschichten schreiben, solange man diese noch weiss.
Sein eigenes mentales Infopanel aufbauen?
Vergessenes einfach übergehen, war ja eh nicht wichtig.
Am Telefon Stimmen, man muss fragen wer dran ist, erkennt den Menschen hinter der Stimme nicht mehr, das Fragen ist aber peinlich.
Ist ein digitales Haus die Lösung?
Sensoren im Fussboden, unter der Matraze, an den Türen, so, daß ein Licht angeht, wenn man nachts aufsteht? Herde sensorgesteuert. Hausnotruf.
Was ist, wenn man sich hilflos fühlt? Sein Fahrzeug auf einem Supermarktparkplatz abstellt, und beim Verlassen nach dem Einkauf, sein Auto nicht mehr findet. Nicht etwa, weil es gestohlen wurde, sondern, weil man den Platz vergass.
Der Kampf gegen das Vergessen hört nicht auf, beginnt immer wieder neu.
Vielleicht muss man lernen sich alles auf zu schreiben, ” To do” Listen anzulegen, wo man sich kontrollieren kann, ob es gemacht wurde oder nicht.
Vielleicht ist alles nur eine organisatorische Frage aus der Endlosschleife der Gedanken und des Tuns heraus zu kommen.
Jedenfalls sollte man denen, denen das so geht, all das helfen, dass man sich an ihrer Stelle wünschen würde.
Antworten bekommt man im Grunde nur wenn man fragt.
Es gibt Menschen die beantworten Fragen, die man gar nicht gestellt hat; von denen aber sie meinen, daß man sie stellen würde, oder wenn eine optionale Antwort in das politische Konzept passt. Also rein rhetorisch.
Eine Antwort ist schnell gegeben, aber ob es die richtige ist, sei dahin gestellt.
Manche sind nichts sagend, ablenkend von der Frage.
Es zahlt sich für manche aus, darin geschult zu sein.
Antworten können wie ein Orakel sein, oder wie die Sphinx, geheimnisvoll, deutbar.
Antworten , die die Zukunft betreffen, Entscheidungsfragen,
aber gerade diese sind nicht so einfach und sie sind oft bedeutend,
schließlich würde man gerne wissen, was kommen wird.
Lateinisch Oraculum, Götterspruch, Sprechstätte, Inneres Wissen an die Oberfläche geholt.
Aber ob diese Antworten zufrieden stellend sein werden, das, weiß nur der Wind, und die meisten Antworten sind in uns.
Fragen gehören zuden wichtigsten Dingen des Lebens.
Ohne Fragen keine Antworten. Am Ende einer Frage steht immer ein Fragezeichen.
Eine Frage ist der schnellste und direkteste Weg etwas zu erfahren.
Neugierde ist eine Triebfeder der Intelligenz.
Wissen was, warum, wo, woher, wie und was, weshalb und überhaupt.
Fragen dienen dazu jemanden kennen zu lernen.
Ohne Fragen gäbe es Wissenslücken. Eine Frage ist im Imperativ gedacht, fordert eine Antwort heraus.
Manche fragen direkt, andere verklausuliert, damit der andere unbedacht Antworten gibt, andere sind nur rhetorisch.
Kinder spielen das Frage -Antwort Spiel. Bei Erwachsenen könnte dies, wegen den Antworten, Folgen haben, nämlich dann wenn ehrlich geantwortet werden würde.
Blicke können fragend sein.
Auf manche Fragen gibt es nicht nur eine Antwort, manchmal hunderte, und man kann das auswählen , was einem am besten in die eigene Vorstellung passt.
Fragen können fundamental sein, wie die “Deutsche Frage”, die Krisenfrage, die Coronafrage, die Gretchenfrage, die auf etwas Entscheidendes hinweist, oder die Kardinalsfrage, was wer von wem warum und woraus wollte, eine juristische Fargestellung.
Können Tiere Fragen stellen? Vielleicht mehr als wie wir uns denken
Ein ausgesetztes Tier fragt sich, warum hat der treue Freund es verlassen.
Viele Fragen sind offen, es gibt keine oder nur unzureichende Antworten.
Fragen begleiten unser gesamtes Leben, und wir können nur auf einen sehr kleinen begrenzten begrenzten Teil Antworten geben,
Sich einfach hinflaggen, fallen lassen, ins Nichtstun versinken.
Seine Gedanken unbelastet ihren Weg suchen lassen.
Wohin ist egal, was ist egal, einfach nur so.
Auf der ” faulen Haut ” liegen.
Faul und Lenz sind zwei Teile des Wortes.
Der Lenz ist der Sommer.
Urlaubszeit, frei, endlich eine Auszeit haben.
Faul, eigentlich, wenn Obst reif ist und man macht nichts daraus, dann kann es faulen.
Althochdeutsch ” ful” stinkend, der Geruch von Fäulnis.
Faul ist verdorben, ungenießbar, bedenklich, unbefriedigend.
Eine Bedeutung ist , wenn etwas nicht stimmt, wie ” es ist etwas faul im Staat”
Auch, wenn man etwas vor sich hinschiebt, nicht machen möchte, sowie im Volksmund, wo man sagt: ” morgen morgen , nur nicht heute, sagen alle faulen Leute”
Die Negativliste ist lang: Auf faulen Krediten sitzen,was ja gerade heute oft praktiziert wird, faule Ausreden haben, jemanden ein faules Ei unterjubeln.
Fabelhaft bedeutet so etwas wie ” wunderbar”, einmal, einfach super, fantastisch.
So alle Vorstellungen übertreffend.
Eigentlich ist ja eine Fabel eine lehrhafte Tiererzählung.
So, wie le chene et le roseau von Jean de la Fontaine.
Fabeln sind die Kunst etwas auch kritisches so verpackt in eine Erzählung zu kaschieren, daß man daraus lernen und eine Weisheit ableiten kann, ohne einen kritischen Disput zu haben.
Erdichtete Geschichten und Märchen erfreuen nicht nur Kinder.
Schlangen, Drachen , die menschlich reagieren sprechen uns an.
Wundervolle Strände am Meer, der Traum und Idylle für viele.
Was ist, wenn das Wasser steigt,
die Promenaden verschwinden, im Wasser tote Fische schwimmen und der Strand seinen Sand verliert, weil dieser in Beton verarbeitet wird?
Ein Trost ist es, dass viele Kulturen in der Geschichte untergingen, weil der Wasserspiegel stieg, wie im Schwarzen Meer oder dem Mittelmeer.
Historische Städte liegen unter Wasser und sind Zufluchtsort für Fische und Meerestiere, und die Menschen haben damals einen anderen Lebensraum gefunden; sie gibt es noch heute.
Nach jeder Eiszeit gibt es warme und manchmal in der Erdgeschichte heisse Phasen
Im Anfangsstadium der Erde kurz nach der Entstehung, betrug die bodennahe Temperatur etwa 180 °C. Die Abkühlung dauerte sehr lange.
Vvor 4 Milliarden Jahren unterschritt die Temperatur das erste Mal die 100-°C-Grenze.
Später gab es das Archaische oder das Algonkische Eiszeitalter.
Alles wechselte sich ab, und dies aus unterschiedlichen Gründen.
Ein Menschenleben ist zeitlich ein Nichts in der Geschichte.
Unser Zeitalter das Anthropozän, das Zeitalter des Menschen, wird nicht ewig dauern. Aber der Mensch beeinflusste vieles wesentlich.
Wir können hoffen, dass vielleicht neue Namen, wie Digitales Zeitalter oder Interplanetares oder Interstellares kommen und diese von Menschen tragend kontrolliert werden und nicht von künstlicher Intelligenz.
Ein Namen wie Robotozän oder Kiozän wäre schauerlich. Eine Ära der Geschichte , in der Maschinen die Welt beherrschen würden.
Aber wir leben jetzt und können einen Klimawandel nicht verhindern, nur etwas abfedern, aber wir können unsere Energie in Forschung und Begrünung unseres Planeten setzen,
und aus diesem ein Paradies machen.
Aber das müssen wir wollen.
Dafür muss man anfangen und nicht nur fordern, klagen und demonstrieren, und anfangen bedeutet bei sich selbst, Vorbild damit für andere sein, diese begeistern, mitreißen.
Wir haben viele kleinen Paradiese, wir müssen nur hinschauen.
Dazu gehört auch eine neue Ethik, die im Umgang miteinander, mit den Folgen einer digitalen Aera, mit Konflikten, Katastrophen, mit Hunger und Not, das Zusammenleben mit den Pflanzen und Tieren.
Wir reden von menschlich, meinen human, das ja eigentlich helfend versinnbildlicht, wissen aber das menschlich ” mit Fehlern behaftet” bedeutet.
Pflanzlich, heisst ohne tierisches Eiweiss. Tierisch bedeutet animalisch brutal, aber das sind doch eigentlich wir, und die Tiere sind die friedlicheren Wesen.
Im Grunde genommen ist ” human” eine ziemlich verlogene Definition.
Wir sollten öfters nachdenken und metaphysisch und ontologisch unseren Platz im Gefüge der Erde so definieren, daß darin alle ihren Platz haben.
Die Lösung kann nur “Respekt vor allem Leben zu haben” sein.
Die Evolution ist so genial, daß alles was wir als Menschen machen dagegen stümperhaft wirkt.
Ein Spaziergang am Strand kann, wenn man romantisch das Plätschern des Meeres hört, einem den Sinn für das Natürliche wieder geben.
Das Paradies ist in Aufruhr, leider nicht in Aufbruchstimmung, aber wir können dazu beitragen, dass es zu einem Garten Eden werden kann.
Nicht die Schatten der Nacht oder die Schatten von Menschen, Pflanzen oder Gebäuden in der Sonne. Auch keine Schattenbilder.
Dafür physische oder mentale Schatten.
Es gibt viele Möglichkeiten seinen Schatten wieder zu begegnen. Schöne und andere.
Ein Schatten muss nicht schwarz sein, er kann zwei Beine haben und recht bunt sein.
Da ruft einem jemand , den man von früher kannte, an ” Hey , habe Deine Telefonnummer gefunden”,
oder steht vor der Tür und sagt, hab gehört, dass Du da wohnst.
Manche Menschen, denen man früher begegnet ist, die vielleicht komisch waren, mit denen man sich stritt, sitzen auf einmal einem gegenüber, und, man wird gefragt: ” Gell ich war früher fies zu Dir, Entschuldigung”.
Auch welche, zu denen man nicht freundlich war.
Verflossene Freunde/Freundinnen, wer weiß das schon. Manche Namen waren schon vergessen.
Seit damals sind aber Jahre vergangen und die Menschen haben sich geändert, andere Lebenserfahrungen gemacht.
Die Spannbreite ist gross. Manches was man verursacht hatte, oder in die Wege leitete, hat Auswirkungen.
Ein Klassentreffen nach Jahren. Mitschüler, Lehrer und man wundert sich , wer ” mensch” geblieben ist, oder daß der schon betagte Lehrer einem wie damals noch begeistern kann.
In den Situationen denkt man nicht daran, daß man mit seiner Vergangenheit wieder konfrontiert werden kann.
Es gibt Menschen , die keinerlei Interesse haben einem Schatten der eigenen Geschichte zu begegnen. Manchmal lässt sich das nicht vermeiden, und ,
das Schicksal macht das, was es will oder mit einem vor hat.
Schlimmer sind die Situationen, wo man krank war, beispielsweise Krebs hatte, und alles überstanden wurde, und dann , nach zig Jahren, taucht der Schatten eines Tumors im CT Bild auf.
Diese Schatten wird man leider nicht so schnell und leicht los, wie die menschlichen Schatten.
Vielleicht das Ganze als etwas Normales sehen, so wie eben Licht und Schatten zum Leben gehört,
und, gegen etwas einem gefährdende kämpft man an und gibt nicht lautlos auf.
Tückisch ist nur, wenn man sich von den Schatten verdecken lässt, diese einem nicht nur einholen, sondern umhüllen.
Dann verliert man sich, statt den Schatten zu absorbieren, zu eliminieren.
Bringt man Licht und Sonne in etwas schattiges , verschwinden die Schatten , werden immer kürzer, bis sie nicht mehr zu sehen sind.
Bejammert man diese, werden sie immer länger und länger, bis sie schließlich überdimensionierte Schattenbilder werden, die einem erdrücken.
Aber das Licht anmachen ist der bessere Weg, als die Schatten in der Dunkelheit nur nicht mehr zu sehen.