Aschermittwoch-alles vorbei

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Alle Jahre wieder. Feierzeit, Fasnachtszeit, Ausnahmezustand, außer Rand und Band.

Alles vorbei kann ja nicht stimmen, höchstens Momente des Erlebens, die in Vergangenheit übergehen, vielleicht archiviert oder zum Vergessen bestimmt sind.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heisst es nur in dem bekannten Karnevalslied.

Mit Asche hat ja der Aschermittwoch nichts zu tun, außer dass am Faschingsdienstag Funkenfeuer gelegt werden um symbolisch die Wintergeister, Hexen und Teufel zu vertreiben. Asche steht für das Vergängliche, wir alle müssen einmal in eine andere Welt und die Fastenzeit , die folgt,  soll die Reue und Buße darstellen, die Umkehr von der Sünde. Das Vergängliche ist aber die Vorraussetzung für Neues.

Man stelle sich vor, nichts wäre vergänglich,und es würde nur immer Neues entstehen.

Aber die Zeiten und Bedeutungen ändern sich. Politiker bemühen sich Reden zu halten, die aufpeitschen, einen verbalen Schlagabtausch führen, denken aber bei dem diesjährigen 100.jährigen Jubiläum nicht daran, dass der erste Aschermittwochsredentag von den bayrischen Bauern gehalten wurden, die Grossgrundbesitzer enteignen wollten.

Heute wird reagiert, weil es Hexen heisst und nicht Hexenmann, aber es heisst ja auch der Geist, und die nur in der Mehrzahl, die Geistin gibt es ja nicht. Bei dem teufel gibt es schon beide Geschlechter. Aber es heisst der Teufel und nicht die Teufelin. Aber das alles ist nicht so wichtig, wird nur als wichtig von den Menschen empfunden, die nichts Wichtigeres zu bieten haben.

Schade ist, daß die Zeit der mit roter Marmelade gefüllten Krapfen oder Berliner vorbei ist, dafür gibt es Kuddeln, Fisch und Schnecken, auch saurer Hering.

Das Leben geht weiter und jeder Tag kommt mit neuen Überraschungen.

 

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Wetterwechsel

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Eine Stunde scheint die Sonne, manchmal nur auf eine kleine Parzelle, die leuchtet in  den Strahlen der Sonne.

Ein paar Meter weiter  regnet es, Wolken ziehen auf,

alles wechselt sich ab, und , wir können es nicht steuern und kontrollieren,

bei allem technologischen Fortschritt.

Und das ist ja auch gut so.

Man stelle sich vor, jeder könnte sich sein eigenes Wetter zusammen basteln,

nicht nur undenkbar, sondern schlichtweg unmöglich, es würde ein blankes Chaos bedeuten.

Und so wie das Wetter gibt es im Leben viele Dinge, die wir gerne steuern würden, aber nicht können,

aber wir wollen uns damit nicht abfinden, vergessend, das der ” Wechsel und Wandel” die einzige Konstante im Leben darstellt.

Nimmt man Heraklits “panta rhei” und das Beispiel des Flusses, in dem  man begreift, daß man nie zweimal in den gleichen Fluss steigen kann.

Das Wasser ist weiter geflossen und anderes kommt, neues Wasser.

Und so verhält es sich mit dem Wetter, das eine kommt, das andere geht, es gibt kein statischer Stillstand, so wie:” Die Sonne scheint, jetzt muss sie dauernd scheinen”

Auch in der Politik.

Die Menschen streiten und ärgern sich, und, das was so unheimlich wichtig war, ist eine Woche später eine Petitesse  der Geschichte, an die man nach Jahren gar nicht mehr denkt.

Und, so naht der Aschermittwoch, Wahlen stehen an, alle sind hoch empfindlich, es wird geredet, gehetzt, mit dem mentalen Finger auf alle Missstände gezeigt, die im Wechsel der Geschichte immer wieder auftauchen, über die geredet wird, aber die sich deswegen nicht verändern.

Gelassenheit hilft die Dinge mit Distanz zu sehen.

Einfach denken, wie viele die gleichen Argumente schon mal hatten, all das vergeht, so wie es kommt.

Was aber bleibt ist Kreativität,  Offenheit für Neues und ein wie auch immer farbiger Faden dessen, was einem als Wert wichtig ist, um den sich der Wandel ranken kann.

So wie das Wetter kommt und geht; aber es wird immer Wasser regnen und Sonnenstrahlen die Erde und die Herzen erwärmen, und, die Stimmung geht einmal hoch und einmal runter, wird nie statisch bleiben.

 

Fratzen und Grimassen

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Grimassen schneiden kann ja Spass machen,

eine Fratze ist ein hässliches, deformiertes Gesicht, wie eine Maske.

Absichtlich verzerrt, entstellt,

Höhnisch, oder vor dem Spiegel, machmal auch mit logopädischem Hintergrund.

In der Fasnachtszeit spielen Fratzen eine grosse Rolle, je schrecklicher desto besser, sollen sie doch die bösen Geister des Winters vertreiben.

Möglichst furchterregen, Angst einflössend.

Hinter jeder Fratze verbirgt sich ein ganz normales Gesicht, dem man diese Art der Hässlichkeit gar nicht zutraut.

Das “Fratze” weiblich ist, hängt wohl mit “Hexen” zusammen, denn mehrheitlich schauen diese ja eher böse drein, was nicht heisst, dass es auch schöne Hexen gibt,

aber schön heisst nicht gut.

Im Erzgebirge ist ” Fratze ein Kartoffelgericht”, im Frühhochdeutschen bedeutet eine Fratze Spass, Unsinn. Im  Italienischen  ” frasche” Unsinn.

So ist der Hauptgrund für Grimassen und Frazen auch der Spass an der Freud, man möchte etwas ausdrücken, skurril, komisch wirken.

Man schneidet Grimassen, zieht sie nicht. Ein Grimassenschneider hat aber nichts mit Nähen und Stricken und Schneidern zu tun,

sondern eben sein Gesicht zu verkleiden oder so zu verziehen, daß damit eine gruselige Heiterkeit entsteht.

Gerade Kindern bereitet Grimassenschneiden manchmal eine besondere Freude.

 

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Spice and soul

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Wenn in der Werbung steht ” Preiszeit” ist da, stellt sich die Frage für wen?

Sich selbst lobend, Testsiegel verpassend, wie Deutschland Test, Money Preis-Leistungs Verhältnis sehr gut, Eiskalte Angebote, Preishämmer, dann die Streichzarte, da müssen wohl viele Weichmacher drinnen sein,

Nahrung  aus dem Hochland, der Tiefsee, dem Heidegrund, Frisches vom Schwein, vom Rind und Lamm, Gigapacks und megacoole Shirts, Skirts und Tights und dann noch mit erfüllten Vanilleträumen,

da erfüllt sich die tiefgefühlte und gekühlte Vielfalt frischer Kracher

lässt mit einem ” hallo Frühling” grüssen , und das echte Glanzerlebnis erwarten.

Genuss zum halben Preis wird versprochen, ribeye, red sock eye,

Herzhaft nach der Party.

Und, wer keine Kohle hat, bekommt Holzkohle, ohne die sprichwörtliche Kohle kann er die ganze Werbung im Papiercontainer, der noch nichts kostet, entsorgen.

Noch nie in der Menschheitsgeschichte konnte man so vieles aus fast allen Ländern der Welt kaufen.

Überlegt man, wieviele Mensche daran gearbeitet haben um alles so bereit zu stellen, kommt man auf enorme Zahlen.

Die Plantagenarbeiter, LKW Fahrer, Schiffspersonal, Flughafenpersonal, Zöllner, die Verpacker, die Entlader, die Verkäufer, die Konturisten, Banker, Lebensmittelchemiker, Metzger, die Liste ist gross.

Alles wird komplizierter, verflechteter, verwobener, abhängiger, anfälliger für die Situation dass es  irgendetwas einmal nicht mehr geben würde.

Man müsste alle Bedürfnisse herunterschrauben, hätte nur das, was die Natur im eigenen Umfeld hat, und das ist in einer Stadt schwierig.

Ohne Strom keine Kasse im Supermarkt, ohne Benzin kein Transport.

Da wir aber gelernt haben alles zu verdrängen, reflektiert man das nicht und geniesst lieber das schöne im Leben , das Gewürz für die Seele,

irgendwie wird es immer weiter gehen,

jedenfalls benötigt uns die Natur nicht, die kommt auch ohne uns Menschen zurecht, aber wir brauchen sie.

Enttäuschend wäre es für die Tiere, die sich an uns gewöhnt haben und uns vertrauen, und das sollte uns nachdenklicher stimmen, denn wir sind nicht alleine auf dem blauen Planeten.

 

 

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unfassbar, wie der Wind

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Unfassbar, unglaublich, unerwartet, viele Worte mit der Vorsilbe “un”

Wenn man von Ereignissen, die man nicht erahnen konnte, einfach überrollt wird,

keine Zeit bleibt sich über das ” warum” und ” wieso”  Gedanken zu machen.

Ein ” Fait accomplie” eben, es ist passiert, und man kann es einfach nur zur Kenntnis nehmen

Wie der Wind,

er ist da, kommt, nicht aufzuhalten, hinterlässt Spuren auf seinem Weg,

manchmal klein , manchmal groß.

Erst wenn es windstill wird kann man die Folgen absehen,

und so muss man sich auf die Winde und das Wetter vorbereiten.

Wie heisst es: ” Es gibt kein schlechtes Wetter , nur schlechte Kleidung”,

und, so muss man eben die dem Wetter und den Winden entsprechende tatsächliche und mentale Kleidung tragen.

Uns bleibt aber das Unfassbare, weil es an uns  vorbeigleitet, ohne dass wir es stoppen können, zu neutralisieren,

in dem wir  durch die Art, wie wir dem…

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Überflieger

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fn flugpl raab  überflug raab

Überflieger,

im Wort:

darüber, hinweg und das Wort fliegen.

Flieger, Überflieger, Vielflieger, Tiefflieger, zig Beschreibungen.

Die einen verstehen darunter jemanden, der andere beruflich überholt,

der begabter, intelligenter ist als andere,

Leistungsstufen überspringen kann.

Andere meinen dies sei  jemand der Billigflieger findet, oder  Preisschnäppchen.

Im Englischen heisst es  ” wings”, gemeint sind aber nicht die Chickenwings,

oder die Erzählung von Angela Krauß, ” die Überfliegerin”, eher high flyer.

Jeder der fliegt, egal wie, muss auch wieder landen können,

irgendwann geht das Kerosin aus.

Es hat noch nie jemand gegeben, der immer in der Luft blieb,

jeder Mensch hat seine physischen und psychischen, spirituellen, intellektuellen  und mentalen Grenzen,

und, wer meint, er könne  diese Grenzen überfliegen geht in Gefahr nicht mehr landen zu können,

und, aus dem schönen Überflug könnte schnell eine Bruchlandung werden.

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Ding Dong, wer steht denn vor der Tür

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Wer will denn was, wer hat denn was, was ist da los, wer kommt hier her?

Ding Dong, die sprachliche Nachahmung einer Türklingel,

der Beginn eines Songs der EAV, im Refrain:

“aber Mach nie die Tür auf, laß keinen rein.
Mach nie die Tür auf, sei nie daheim.
Entfern den Türknauf, so lange es noch geht
Ist erst die Tür auf, dann ist’s zu spät.”

Eine Türe immer auf haben zu können ist leider eine Illusion, und zu oft weiss man nicht,  wer gerade draussen steht und nutzt die Chance eines Guckloches um sich von dem potentiellen Besucher zu überzeugen.

Mental sollte man allerdings die kommunikativen Türen immer offen haben.

Ding Dong ist  auch ein amerikanisches Weihnachtslied: ” Ding Dong, Merrily on High”

oder “Ding Dong the witch is dead” in “der Zauberer von OZ”

In der Karnevalszeit geht es rund und bunt zu,

oft steht man vor einer Tür, und wenn es die einer Kneipe ist, aber da ist in der Regel keine Klingel.

Klingelingeling der Eiermann, auch eine Parodie auf die Türklingel,

Dingdongs sind aber auch Schoko Cakes mit Vanillefüllung.

Manchmal ist es lustig Kurzreime zu verwenden und einfach einen lustigen Song daraus zu machen.

Immer alles logisch zu durchdenken muss auch einmal unterbrochen werden durch eine ganz banale Kurzsprache, wie es Kinder verwenden,

so wie Pillepalle, ruckizucki, rambazamba, was alles lustig klingt und jeder weiss, was damit gemeint ist, jedenfalls ein Schmunzeln und ein Krachen und ein Lachen

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If everybody just spends a Euro or Dollar its for him not much but for the project much

Von Blätzle, Häs und Hänsele

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li. Originalzeichnung vom Narrenvater Überlinger Hänsele in den 20er                          Jahren, Adolf Widerkehr

Das Kostüm der Narren kennt keine Grenzen,

manche Narren brauchen sich gar nicht zu verkleiden.

Wenn einer trübseliger schaut als der andere oder furchterregend und so herumläuft,  muss die 5.Jahreszeit angebrochen sein.

Jede Zunft hat ein eigenes Kostüm, eigene Abzeichen und Narrenorden,  und muss sich von den anderen unterscheiden,

allen aber bietet es doch die Chance zu einem Gemeinschaftserlebnis.

Nur Schulkleidung oder Uniformen bieten sonst diese Solidaritätschance.

Maske, Häs oder Kleidle, Blätz oder Blätzle, manchmal Hansele, je nach Region.

Allen gemeinsam: man erkennt einem nicht, nur an der Nummer , die von den Narrengesellschaften an die ”  Hästräger” ausgegeben werden.

Das Häs darf nur in der Fasnachtszeit getragen werden

Häs hat nicht mit Hasen zu tun, die Narrenhäs bestehen aus Gesichtsmaske und handgefertigtem Narrenkleid. Althochdeutsch war…

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Lustig

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Ausgelassen, unbeschwert, vernügt, fröhlich, heiter, frohsinnig

Lustig sein ist gut für das Immunsystem.

” Das Problem will ich nicht, zeig mir das nächste”, so sollte es auch nicht sein, aber manchmal ist es besser man nimmt etwas auf die sprichwörtliche ” leichte Schulter”

Spasshaft, ulkig, drollig, putzig, närrisch.

Humor hat, wer trotzdem lacht. So heisst es zumindest.

Lustig sein, kann aufgesetzt sein, nur oberflächlich, und hinter der lustigen Fassade verbirgt sich Nachdenklichkeit, Betroffenheit.

Lustig sein kann aber auch von innen kommen, dann, wenn das Herz lacht, einem einfach zum lachen zu Mute ist.

Im Kinderlied heisst es ” lustig, lustig, trallalalala”

Jedenfalls ist “lustig sein” etwas Schönes, kann andere motivieren, kann ansteckend sein.

Lust steckt im Wort, die Lust auf gute Laune, auf Besseres, Motivation, Freude, Lebenslust

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ausgelassen

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Ausgelassen, raus gelassen, unbeschwert, oder doch etwas von den Spassphasen strapaziert?

Immer lustig sein kann anstrengend sein,

und unter Masken und Kostümen  kann man schwitzen,

aber Hauptsache die Musik ist laut, die Stimmung gut, reisst mit,

sich kollektiv vom Wohlfühl- und Feiervirus anstecken lassen.

Für kurze Zeit die Gedanken leicht machen, allen Ballast wegstecken,

wenn diese nicht wichtig waren, bleiben sie  dann da wo sie  dann abgelegt sind .

Ho Narro, Narro Narro, Helau, alaaf, die vielfältigen Schlachtrufe fordern zum entsprechend mitrufen, mitsingen, antworten auf.

nivellieren und reduzieren die mentalen Strukturen auf Musik, mitsingen, mittanzen  und das was man sonst nie machen könnte und dürfte,

ohne daß man für in sprichwörtlichem Sinne für ” verrückt” erklärt werden würde,

nämlich sich von seinen sich selbst normativ auferlegten Grenzen , wenn auch nur kurzfristig, zu lösen und befreien.

Lustig sein kann man auch ohne Alkohol und Drogen.

Sich einfach mitreissen lassen, dem Lachen eine Chance geben.

Nicht jeder kann das, weil der Ballast der Seele einengt, schön ist, wenn man das kann,

aber trotzdem nimmt das Sehen, Hören und Mitfühlen einem auf der Faschingsreise mit und öffnet mentale Tunnels durch die Dunkelheit des die Seele belastenden.

Mit Alkohol kommt dann ein Erwachen, das genau das Gegenteil bewirken würde,

Depression, Kopfschmerzen oder Krankenhaus

 

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