Überrannt

Schnell, schneller, am schnellsten.

Keine Zeit zum Nachdenken.

Man hat etwas zu reparieren, versucht Handwerker zu bekommen. Keine Zeit oder lukrativer Auftrag, dann erst geht’s , dann, wenn gleich Geld und möglichst schwarzes, ohne Steuern fließt . Es ist kein Einzelfall, ein Massenphänomen.

Der Drang nach Geld stiehlt die Zeit und die Moral.

Er umgibt die Menschen wie mit einem alles überrollenden Nebel.

Nimmt einem die Luft frei zu atmen.

Und, es ist kein Einzelfall, es überrennt einem, wie ein sozialer Tsunami.

Das Klima wird wärmer, aber das zwischenmenschliche kälter.

Die Sprache simplifiziert sich, 2go, 4u, 2b, from a2b. Ja nicht miteinander ruhig reden, sich in die Augen schauen können, ohne Hintergrund, einfach so .

Gereiztheit , Muffigkeit, Obskurität, so verrückt wie nur möglich, das ist in ,

tik, tak, tok oder bum bum bum, lalala, Hauptsache man kann sich posten, schrill, grell, hemmungslos, schonungslos.

Statt alles zu geben, lieber alles zu fordern oder alles zu nehmen.

Dem Narzissmus tut es gut sich immer als Opfer darzustellen, damit sind alle Forderungen legitim, überhaupt alles eigene Handeln.

Geld ist der Motor, das Erkaufen scheinbarer Freiheit, ein teures Auto, Statussymbole , Labelkleidung.

Es lebe die Oberflächlichkeit. Aber was ist denn wirklich, wenn dann jemand ohne Alkohol, Mobiltelefon und Drogen da sitzt, in den Spiegel der Wahrheit schaut?

Wo sind da die Massen, die Bewunderer der Influenzer, vielleicht in den social media versteckt, die SMS er?

Vielleicht ist eines Tages ein humanoider Roboter menschlicher als wir, den er hat vielleicht das Programm dazu, währen wir eher blind irgendwelchen Fata Morganas hinter her laufen, vergessend, dass der Sand auf dem wir stehen für Beton verwendet wird, knapp wird, die Menschen sich wie die Sandkörner bewegen, so, wie der Wind sie treibt.

Überrannt, überrollt.

Man möchte einen Damm, ein Bollwerk dagegen errichten, aber das funktioniert nicht.

Vielleicht gibt etwas anderes Trost.

Die wahren Schätze sind im Verborgenen, sichtbar für diejenigen , die es schätzen.

Glück ist nicht wie das überschäumende Lachen der Werbung, es ist der Zustand , wo man auf einmal keine Wünsche mehr hat, zufrieden ist, wenn einem etwas innerlich zum leuchten und strahlen bringt.

Und das kann nicht überrannt werden, alles würde sich in ihm verlieren, einfach wie Wolken vorbei ziehen.

Die Inseln des Glücks ragen aus dem Meer des Unwichtigen, Hochgepuschten, der Fassaden hervor, Paradiesflecken in einer ethischen und moralischen Wüste.

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überrant

Filzstift. Original signiert. Erlös für soziale Projekte

450,00 $

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