Geister, die man ruft

Um weiter zu kommen, ein Ergebnis zu erzielen, etwas Neues zu konzipieren und konstruieren, muss man forschen, testen, ausprobieren.

Statt Torte, Retorten.

Forschen in Bereichen, die gefährlich werden könnten, so, wie Edvard Teller, Leo Szilard und Oppenheimer, die u.a. die erste Atomexplosion durchführen wollten, um die Theorie in der Praxis zu überprüfen, und dies auch taten.

Danach entdeckten Militärs die Möglichkeiten und die Kontrolle entglitt den Wissenschaftlern.

Teller war mit Ronald Reagan befreundet, und ihre Diskussion versuchte eine Neutralisierung zu erreichen, SDI.

In der Genforschung ist dies nicht anders. Man möchte Versuche sehen.

Retortenbabies, Klonen, DNA Operationen, Versuche, nur was herauskommt, ist noch unbekannt.

Die ethische Seite der Betrachtung ist vernachlässigt.

“Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los…..” so Goethe im Zauberlehrling.

Manchmal rutscht einem ein unbedachtes Wort, ein Satz heraus, den man ins Nachhinein bereut.

Man sagte twas, und die Wogen der Entrüstung gehen hoch.

Jeder Politiker testet. Will man sehen, wie eine Idee für ein unbequemes Gesetz ankommt, streut man eine Information aus ” unbekannter Quelle” und dann kann man sehen, wie weit man im Umgang mit der Bevölkerung gehen kann. Zustimmung oder Ablehnung, Meinungsumfragen entscheiden ob ja oder nein.

Man probiert aus, nicht wissend, wie es sich auswirkt.

Schon Kinder probieren aus, testen. Ein entscheidender Faktor in der Adoleszenz: Grenzen ausreizen. Wie weit kann man gehen.

Plastik, eine gute Erfindung, aber niemand rechnet damit, dass Menschen dieses nicht fachgerecht entsorgen, sondern wegwerfen, und Plastik einen Kreislauf mit unangenehmen Folgen für Mensch und Tier beginnt.

Geister, die man ruft.

Der 10.Romaan des Earthdown Zyklus von Allan Varney.

Was man einmal in die Welt setzt, wird man nicht wieder los, so, wie die Käfer, die man benötigte um Schädlinge zu bekämpfen, aber letztlich wird der Schädlingsbekämpfer selbst zum Schädling.

Die moderne digitale Technik und Künstliche Intelligenz ermöglichen und verschiedene Optionendurchzurechnen, anstatt einen direkten Feldversuch zu starten.

Egal, was man tut, alles hat Auswirkungen.

Algorithmen bestimmen das Leben, was ich Einkaufe, das Hotel das man bucht, die Preise variieren manchmal stündlich.

Und, so ist es gut, wenn man das, was man plant, zuvor x-fach durchspielt, kalkuliert, abwägt und es so wie Aristoteles in der Praktischen Philosophie beschreibt, plant.

“Die höchste Form der Praxis ist die Theorie. Ist es eine gute, kann sie direkt in die Praxis umgesetzt werden”

Aber vermutlich ist es genau das, was uns Menschen schwer fällt.

Wir versuchen lieber Schadensbegrenzungen zu machen, etwas wieder gut zu reden, die Schuld bei anderen zu suchen, als Fehler schon im Vorfeld zu vermeiden.

Wir sollten uns nicht zum eigenen Kollateralschaden machen.

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Geister, die man ruft

Original. Handsigniert. Erlös für Menschen in Not.

500,00 $

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