Leer

Leer, nicht wie die Stadt in Ostfriesland.

Morgens und Abends ist es still in den Städten, am Hafen. Keine Menschen.

Ausgangsbeschränkung. Corona. Pandemie.

Die Menschen sind zeitweise sich selbst überlassen, und manche werden damit schwierig fertig.

Wir haben es nicht gelernt uns mit uns selbst zu beschäftigen.

Wenn wir nicht das Vertraute, Ansozialisierte Leben haben, fühlen wir eine Leere.

Leere steht für Inhaltslosigkeit, eine unergründliche Tiefe des Nichts.

Es ist aber ein Unterschied ob die Kasse leer ist, der Tank des Autos, dann geht es nicht weiter, zumindest motorisiert,

oder,

ob die Seele leer ist. Aber die kann eigentlich nie leer sein, man kann sich nur so fühlen.

Leer wäre ungeliebt, niemand ist für einem da, man ist alleine, traurig, melancholisch, fühlt sich zumindest so.

Wie in dem Song von den Puhdys Leere Hände:

“Keinen Schlaf und keinen Traum
Kein Licht am Horizont, um nach vorn zu schaun
Bist nie zu früh, bist nie zu spät
Da unten merkst du nicht mal, wie die Zeit vergeht….”

Wenn der Teller leer ist, oder die Getränkeflasche , gibt es immer einen Ersatz dafür.

Wenn die Seele sich leer anfühlt, muss man sie mit seinen Erinnerungen füllen.

Alles geht vorbei. Eine leere Stadt erwacht spätestens dann wieder zum Leben, wenn morgens die Vögel anfangen zu zwitschern. Sie halten sich nicht an Quarantäneregeln, sie sind noch frei und regeln trotzdem ihr System.

Der erste Verkehr, die Menschen, die als erste aufstehen,

wie die Zeitungsausträger, die Lieferanten für die vielen Märkte, die Sorge tragen, daß wir etwas zu Essen bekommen können.

Eigentlich ist nichts leer, alles ruht sich nur aus.

Das Gegenteil von leer ist voll.

Manchmal tut Leere gut. Man hat Platz wieder etwas aufzufüllen.

Neue Gedanken, Ideen. Vieles ist veränderbar, wie ein unbeschriebenes Blatt.

Der Wind kann zwar über leere Felder , Landschaften und Städte wehen, er braucht auch nichts sehen, aber er sorgt für die Luftzirkulation, bringt neuen frischen Wind, den “wind of change”

Leere ist eine Chance alles neu zu füllen.

Wissend dass sich alles in Bewegung befindet, eine, der niemand entweichen kann, denn auch das Altern ist Bewegung, kann man die Leere getrost als Momentaufnahme sehen.

Auch eine leere Wohnung, so auch die, in der unser Mentales wohnt, wird eines Tages wieder möbliert,

und das, mit was etwas gefüllt wird, das entscheiden wir selbst.

Niemand geht leer aus.

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Leer

Filzstift. Originalzeichnung. Handsigniert. Original.

450,00 $

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