befangen, gefangen

Eingesperrt in der Welt des eigenen Denkens.

Geprägt, beeinflusst, subjektiv.

Manche meinen für einem denken zu müssen,

aber letztlich kann einem dieses noch niemand abnehmen.

Man wünscht sich manchmal auf einer Insel zu sein,

auf der nur die 10 Gebote zählen, nicht tausende Regelungen, Verbote, Gebote, Verordnungen, für fast jedes ein Gesetz, zig Gerichtsurteile, die alles was im Leben geschieht meinen regeln zu müssen.

Eine Unzahl dieser Regelungen, von der Gemeinde, über das Land bis zum Staat und überstaatlichen Einrichtungen gibt zwar eine Rechtssicherheit, aber steuert alles. Es fehlt, sarkastisch ausgedrückt nur die Regel wie man ein und ausatmen muss, wann man essen und trinken darf.

Da wir aber nur ein Leben haben, stellt sich die Frage ob dieses so geregelt sein muss. Wir machen und die Regelungsdichte selbst und schaffen tausenden Advokaten einen Job, eine Chance Geld zu verdienen, und, spülen Geld in die Kassen aller Ebenen aus den Bussgeldern der Verstösse.

Wir sind gefangen, befangen und, da wir alle dem zustimmen “mitgefangen, mit gehangen”, so der mittelalterliche Spruch.

Auf einer Insel, wo man sich seine Hütte selbst gestalten darf, pflanzen was man will, wo nur ein übergeordnetes Recht zählt. Eines, das nicht wie idealisierte Verfassungen durch zig Auslegungen verwässert wird, wie zum Beispiel die Gleichheit.

Da wird ausgelegt daß es auf die Situation und Umstände ankommt, auf den Ort. Das Ergebnis, dass alle Menschen gleiche Chancen, gleiche Behandlung genießen müssen, ist damit Auslegungssache, die durch wissenschaftliche Rechtsgutachten jeweils situativ begründet wird. Gleich und gleich ist eben nicht das Gleiche und gleicht sich nicht.

Und, so ist es mit vielem.

Der Traum der Insel wird so zwischen durch mal wahr, da, wo sogenannte Rechtsfreie Räume sin, weil neue Situationen auftreten.

Zum Beispiel beim Auseinanderbrechen von Staaten und Neubildung.

Aber leider ist es da erstmal nur das Recht des Herrschenden, nicht das aller.

Uns bleibt nichts außer uns mit der eigenen Befangenheit abzufinden.

Befangenheit bedeutet Präokkupation, Subjektivität, Voreingenommen sein, Einseitigkeit,

Weil der mit dem gut kann, kommt etwas zu Stande? Weil jemand Antipathie wegen des Aussehens, Behinderung, des sozialen Status oder Geschlecht hat?

Leider muss man sich mit der Unvollkommenheit dieses Seins abfinden, wissend, dass die Zeit alles ändern kann und das Denken immer frei ist.

Und sobald man auf seiner gedanklichen Insel nicht mehr alleine ist, entsteht wieder Regelungsbedarf, und je mehr Menschen je mehr Regeln. Und, der Kreislauf beginnt wieder von vorn. Und, es wird einem bewusst, dass nicht jeder seine eigenen Regeln machen kann, denn dann würde er die des anderen bestimmen, aber, man muss aufpassen, dass man sich nicht lahm regelt, und das Regeln sich verselbständigt. Zudem meinen wir wegen so vielem immer klagen zu müssen, und dies provoziert wieder neue Regeln.

Am meisten sind wir folglich selber schuld.

Träume sind noch kostenlos und in ihrer thematischen Auswahl und Gestaltung individuell frei. Man kann da noch ” völlig losgelöst” sein, und ist noch nicht kontrolliert.

Es gibt überall Nischen, die noch nicht geregelt sind, man muss diese nur finden und wissen; und diese sollte man für sich nutzen.

Befangen

Acryl. Multitechnik. Original. handsigniert. Erlös zu Gunsten Sozialer Projekte.

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