Back Up

Neutrum oder maskulin. Je nach dem.

Hinter jemand stehen, unterstützen.

Es gibt ja für alles einen Tag, so ist der 31.März der Weltbackup Tag. Für die Hacker wahrscheinlich ein Trauer Tag, denn das, was man als Back Up, als Sicherungskopie seiner Daten gemacht hat, entzieht sich seinem Zugriff.

Eine der Fragen ist die nach dem Medium, auf das man die Daten speichern möchte. Auf eine unbekannte Cloud, für die man bezahlt, also so die Wolke 7, oder 10020, mit Sitz auf irgendwelchen karibischen Inseln, weil da die Steuern niedrig sind.

Vielleicht ist auch nur eine kleine externe Festplatte, die man an seinen PC oder Mobiltelefon anschließt die Lösung.

Das ganze funktioniert, solange man auf diese Zugriff hat. Fällt sie auf den Boden, können die Daten erstmal weg sein. Man hat auch die Chancen sie zu verlegen und irgendjemand findet sie dann, wenn man sie selbst nicht mehr braucht.

Wir haben jeden Tag Unmengen an Daten, die abgespeichert werden. Schöne Bilder, kleine Clips, Geschichten, Fotos, Aufnahmen.

Dann auf einmal alles weg.

Das Notprogramm.

Der Albtraum jeden PC Besitzers: Von einem Virus zerstört, kein Zugriff auf die Daten, alles gesperrt oder gelöscht.

Ohne Backup, kein Zugang, keine Wiederherstellung dessen, was man hatte.

Wie ist es mit uns selbst. Wir haben ein Memory, aber wie sieht das Back up unseres Seins aus.

Alles kann schnell gehen. Schlaganfall, Unfall, Amnesie. Alles deleted, verloren im Nirwana der Bytes und bits.

Oder Alzheimer, Demenz, alles Erlebte wie weggewischt, nur noch vielleicht Fragmente seiner Vergangenheit.

Noch können wir kein Back Up machen.

Man stelle sich vor, dies würde gehen.

Man legt sich in einen Stuhl, bekommt wie bei einem EEG oder EKG die Kabel angeschlossen und alles was man je gedacht, gespeichert hat wird abgespeichert.

Es wäre das Ende jeglicher Individualität, man wäre mental entkleidet, offen gelegt, für den, der Zugriff hätte.

Der Gedanke, das gesamte mentale Sein auf einer Festplatte zu haben, und bei Bedarf wieder aufspielen zu können; grausam, erschreckend.

Wie könnte so eine Festplatte sichern, geheim halten?

Kriminalistisch wäre dies interessant, man könnte Täter überführen.

Aber Missbrauch wären Tür und Tor geöffnet, und niemand kann die völlige Vertraulichkeit garantieren,

Auch wo würden die Datenträger aufbewahrt werden?

Aber in einer gewissen Weise haben wir auch ein back up, in den Knochen gespeicherte Ablagerungen, die späteren Archäologen, Pathologen und Forensikern erzählen kann, wie wir gelebt und was wir gegessen und getan haben.

Wie bei den Bäumen, an deren Ringen man erkennen kann wo die mageren und fetten Jahre waren.

Back Up bedeutet aber auch eine Reserve zu haben, wie beim Volleyball. Fußball oder Handball, einen Spieler in der Rückhand zu haben, die Auswechselspieler.

Das datenbezogene Lebensgeschehen liefert so viele Informationen, die man gar nicht verarbeiten kann. So ist unser menschliches Backup das Gedächtnis, und, der Zugriff erfolgt nur über uns selbst.

Am Ende der eigenen Tage wird alles gelöscht und entzieht sich jeglichem Zugriff und kein Wiederherstellungsprogramm kann dies je wieder herrichten.

Back up

Filzstift. Original. handsigniert. Erlös für soziale Zwecke

450,00 $

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