Perplex

Überrascht, schockiert, lahm gelegt.

Steigerungsfähig

Lateinisch ” perplexus” verschlungen, verworren, verwoben, verflochten.

Erstaunt, sprachlos, frappiert, schlichtweg baff und platt, fassungslos , ratlos.

Englisch ” confused”

Will man die Zusammenhänge in der Welt verstehen, warum, weshalb wieso etwas so oder nicht anders ist, tut man sich schwer.

Man stelle sich nur vor: Ein harter Tag, man ist müde, vielleicht genervt, will von der Arbeit nach Hause, steigt in die Straßenbahn ein, findet einen Platz und setzt sich hin.

Betrachtet man die Menschen, so stellt man fest, dass fast keine direkte Kommunikation stattfindet. Der eine schaut auf sein Handy, tippt ein, der andere googelt, andere schauen vor sich hin, irgendwo, das wohin ist nicht einmal erahnbar.

Kommt es zu einem direkten Blickkontakt, könnte man denken, daß vielleicht ein Lächeln kommt, aber nein, eher nicht. Blicke können einem peinlich sein, vielleicht fühlt man sich überfordert, in seiner Intimität gestört, oder ertappt.

Man muss sich nur vorstellen, dass alle Blicke Farben hätten, visualisiert wären, je nach Emotionsstärke in der Farbe tiefer gehalten, thematisch farbig codiert.

Ein Netz von Blickstrahlen würde einem umkreisen, fesseln. Kämen noch die Strahlen der Mobiltelefone sichtbar dazu, und,

auch die wenigen gesprochenen Worte in der Wellenzeichnung der Intonation, wäre das Bild bunt und verflochten,

nicht durchschaubar, undurchdringbar, nicht zu verstehen, aber interessant und schön anzusehen.

Würde man einem Menschen aus dem 19.Jahrhundert Jemanden so in der Metro sitzend, an seinem handy hantierend und eintippend sehen, er wäre wahrscheinlich perplex.

Für uns ist vieles selbstverständlich, so wie die Türen die automatisch bei Annäherung aufgehen, so wie  in dem Science Fiction Film  der 60 er Jahre der Raumpatrouille “Orion”, wo , was es zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab, die Schiebetüren automatisch aufgingen, oder die ” Sesam öffne Dich” Türe des Ali baba un d die 40 Räuber, die ja offensichtlich bereits durch den Wortlaut codiert war.

Captain Kirk sandte Bilder von Planeten zu seiner Enterprise und sprach mit der Crew über ein Mobiltelefon, was es zu dieser Zeit noch nicht gab.

All das brachte einem dazu sich wundern, aber die Realisierung im täglichen Leben, war noch weit entfernt.

Jetzt ist die Entwicklung rasant.

Was wird uns perplex machen. In vielen Video Games wird alles nur denkbare durchgespielt.

In Katastrophenfilmen sind Erdbeben, Hitzekatastrophen, , Tsunamis, Megastürme, Vulkanausbrüche, Horror Epidemien, Pandemien zu sehen.

Aber es ist alles nicht nah, nur am Bildschirm oder auf der Leinwand.

Vielleicht macht man Ausflüge in virtuelle Welten, oder ein Honeymoon wird zu moon holidays.

Alles wird neuer, weiter entwickelter,  verrückter, aber nicht unbedingt freier, eher abhängiger.

Erst eine tatsächliche Katastrophe, ein blackout würde vielleicht schockieren,  einem perplex mache , und,

die Augen und Sinne für einfache, pragmatische Lösungen öffnen , die wir aber am verlernen sind.

Was wäre, wenn auf einmal  es keinen Strom gäbe, Menschen die Programmieren, erfinden könnten wegsterben würde, ein totaler Blackout käme? Würden wir wieder 1000 Jahre brauchen, wie nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches, um einen ähnlichen Lebensstandart wieder zu erreichen?

Wir wissen nicht wo die Wege hin gehen, nur das es immer Wege geben wird, und wenn es Auswege sind.

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