Skandal

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Skandal, Spektakel, Furore, Krach, Ärgernis, Spuk, Eklat, Affären, viel Wirbel.

für die einen Sensationsgier, den anderen ist es peinlich.

Jedenfalls viel Aufregung, oft um nichts.

Einfach Sensationsgier aufgebauscht, das Problem anderer zu Geld gemacht.

Aus dem Lateinischen ” scandalum”, dem Ärgernis abgeleitet.

Altgriechisch ” scandalon”, dessen Bedeutung ein ” Fallstrick” ist.#

Für Betroffene kann das auch so einer sein, das Ende einer Karriere, oder auch der Neubeginn, weil man dann für Medien erst interessant wird.

Man mutiert zum Objekt der Begierde , der Neugierde, ohne Skandal würde man ein Schattendasein führen.

Die Verkleinerungsform verwässert den Skandal, das Skandälchen.

Heute gibt es Reihenweise Skandale. Das Wort Sandale schwingt mit, auch die die Assoziation damit verbunden, dass sich gerüchte umd Skandale wie im Lauffeuer verbreiten.

Manche Sogenannte Stars brauchen Skandale, weil sonst keiner mehr über sie spricht.

Viele Journalisten, die nicht fundiert schreiben, leben von sensationellen Schnellschüssen, je dramatischer, desto interessanter, möglichst peinlich, blamabel, eben skandalös.

Das Leben heute liefert das frei Haus:

Politskandale, Amoureise Abenteuer von sonst harmlosen Stars,

Fleischskandal, Spendenskandal, Umweltskandale, Missbrauch. Zu fast jedem Substantiv lässt sich ein Skandal bilden.

Die Presse lebt davon, die Sensationsgier der Menschen lebt davon; eine Zeitung wäre langweilig, wenn nicht Skandale für Abwechslung sorgen würden.

Skandalös , ein Zustand, skandalumwittert,

Als Verb nicht vorhanden, “skandalen” gibt es nicht, skandalisieren ja , das erst einen Skandal aus etwas Unwichtigem machen, provozieren.

Dafür viele Substantive:

Skandalblatt, Skandalpresse , die Skandalnudel.

Skandale machen vor keiner Kultur halt.

Chinesisch “chouwen”, ungarisch “botrany”, niederländisch ” schandaal”, da klingt die Schande mit.

Skandale können aber auch politisch reinigend sein, nämlich dann, wenn etwas Kriminelles aufgedeckt wird: Abwasserskandal, Bestechungsskandal. Die Liste ist groß. Gäbe es diese nicht, hätten wir in den meisten Zeitungen nur wenige Seiten oder viele weiße Flecken.

Für die meisten Skandale gilt: ” Es lebe der Aufschrei”. Aber zumeist wächst schon nach kurzer Zeit das sprichwörtliche Gras darüber.

Die Fülle der neuen Skandale lässt die alten uninteressant werden, und so werden die meisten einfach nur ausgesessen.

Manche Politiker geben dazu das beste Beispiel.

Ihre Popularität lebt davon, man ist im Gespräch, egal ob gut oder schlecht.

Am Ende bleibt nur die Erinnerung an den Namen haften, nicht an das was war.

Und darin liegt ein Grund der Verlogenheit unserer Gesellschaften , nicht nur des 21.Jahrhundert.

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