Schlafwandeln und Billard

Es assoziiert mit Christopher Clarks Buch ” Die Schlafwandler”, in dem der australische Historiker und in Cambridge lehrende Wissenschaftler die Gründe für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs beschreibt.

Für Clark ist das Spiel der Großmächte wie ein Billardspiel, wo die Bahn jeder Kugel die Lage der anderen beeinflußt.

Jede Kugel ist „unrund“, keine Bahn berechenbar, da im Innern jeder Kugel antagonistische Kräfte miteinander ringen.

Viele Menschen, die in den Hierarchien ihrer Sozialstrukturen aufsteigen, sich in Parteien und Verbänden hocharbeiten kommen in Verantwortung, wo sie auf einmal vieles beeinflussen können.

Die Folgen sind aber nicht immer absehbar.

In einer globalen und digitalen Welt kann man nicht einfach an einer Stellschraube drehen und meinen, dass nur eine Möglichkeit die Folge sein könnte.

Es gibt nicht nur eine Stellschraube.

Vieles ist nicht beeinflussbar, wird durch die Wirkung auf etwas und alle weiteren Auswirkungen und deren Folgen , in Bahnen gelenkt die unvorhersehbar sind.

Es sind die Geister, die man gerufen hat.

Die Folgen mancher Handlungen verselbständigen sich, es ist eine Mischung des ” auf einem schmalen Grad wandern”, des Schlafwandelns, sich nicht bewusst sein in welchen Bereichen Folgen sein werden, und,

dem Billardspiel.

Wer weiß den welche Kugel welche andere anstoßen wird und welche ins Ziel rollen mag.

Gesetze werden auf den Weg gebracht, aber der Weg ist nicht ein Weg, sondern ein verzweigtes Netz von Wegen.

Manche Wege sind Sackgassen, andere führen in gefährliche Schluchten.

Wenn man Glück hat könnten Brücken zu neuen Inseln des Planens führen,

und nicht nur zum immer wieder neu Einstellen des mentalen und kognitiven GPS.

Würde man sein Handeln am Kantschen Imperativ messen, alles transparent und mit allen Playern abgestimmt machen, gäbe es weniger Konflikte.

So ist es ein Spiel der Partikularinteressen statt des gemeinsamen Interesse unsere Lebensbedingungen, und nicht nur das weniger Menschen.

Das Leben ist nicht leicht, aber es sucht sich seinen Weg und man kann die Folgen nicht immer nur mit der Farbe des Denkens übermalen.

Die Orientierung kann nur an Wertvorstellungen gekoppelt sein.

Nicht träumerisch schlafwandeln, sondern seine Handlungen bewusst, abgestimmt, fundiert gestalten,

geleitet von Achtung, Respekt und immer das Wohl aller im Blickwinkel habend.

Man kann nicht sagen “Ich bin nur für den oder das”, sondern für ein Leben in Würde und Frieden, bei dem alle Menschen glücklich sein können,

wissend, dass es immer viele Störfaktoren geben wird, Unfrieden, Unruhe, Kriminalität, Habgier.

img_3275-1

Schlafwandeln und Billard

Original HPH, signiert

7.500,00 $

Gedanken

Es ist nicht der Geist aus der Flasche.

Man assoziiert, denkt, überlegt, lässt alles so “en passant” mental vorbeilaufen.

Was machen Gedanken aus einem.

Man sagt: “Wer mit dem Herzen denkt, bekommt die Sonne zurück”

Denkt man nur mit dem Kopf kommt das Menschliche, Herzliche zu kurz.

Was man selbst über sich denkt erscheint wichtiger als das, was andere über einem denken.

Das eigene Ego, seine Sensibilität der Wahrnehmung ist dazu nur oft ein Hindernis.

Körper und Geist sind schwer trennbar.

Wie wäre die Vorstellung, dass nach dem physischen Ende des eigenen Körpers, das Gehirn in einem Roboter weiter leben könnte, die Gedanken aus einer “Maschine” kämen?

Künstliche Intelligenz wird uns da in der Zukunft neue Wege aufzeigen, an die wir momentan noch gar nicht denken.

On verra.

Hat man Schmerzen irgendwo am eigenen Körper können diese das Denken beeinträchtigen; man hat nicht den klaren Kopf.

Gedanken sieht man nicht.

Sie sind nicht wie Schatten, man erkennt nicht, was jemand denkt, weder direkt noch indirekt.

Nur ab und zu verrät die Mimik etwas.

Gedanken greifen ineinander, wie ein virtuelles Räderwerk, ein Mechanismus elektronischer Impulse.

In seinen Gedanken optimistisch zu sein ist eine mentale Einstellung.

Wir haben keinen Button oder Schalter mit verschiedenen Einstellungen, wie man denken soll.

Optimistisch, pessimistisch, kritisch, wohlwollend oder hasserfüllt.

Möchte man in seinen Gedanken die Welt verändern, müsste man bei sich selbst beginnen,

und damit selbst die Veränderung zu sein

Ein Widerspruch zwischen Denken und Handeln hat irgendwann Folgen.

Gedanken hat man Tag und Nacht.

Gibt man in seinen Gedanken dem neuen Tag die Chance besser zu sein als der vergangene Tag, verbessert sich die Welt.

Die Kraft der Gedanken kann immens sein.

Gedanken sind die Architekten unseres Lebens.

Sie formen die Realität, das reale Leben aber auch die reale Virtualität in den eigenen Träumen.

Wir können wählen welche Gedanken wir haben und auch ausdrücken und umsetzen wollen.

img_0545

Gedanken

Original HPH, signiert

7.500,00 €

verloren sein

Lost in Space.

Wenn man das, was einem jeden Tag suggeriert wird, das gut sein soll, für die Gesundheit, das Wohlbefinden,

kann man sich verloren vorkommen.

Das muss man haben, das andere auch, und, überhaupt.

Für das Alter, um schlank zu sein.

Es wird von Wundermitteln gesprochen, als wären dies alles phänomenale “Muss seins”

“Was sie unbedingt wissen müssen”, nicht sollen.

Um sie ein für allemal von all ihren Gesundheitsproblemen zu befreien, so wird geworben.

Gäbe es dieses Mittel bräuchte man keine Ärzte mehr.

Das ewige Leben versprechend, die Zutat von Morgen?

Das auffordernde ” Worauf warten Sie noch”.

Sie lösen alle Ihre Probleme, Dank………

Es geht aber um das Geld verdienen, um das Einflößen von Hoffnung, die nie erfüllt wird.

Was soll man dann tun, wie handeln ?

Verloren, so das Gefühl, wie ein Blatt im Wind.

Die Werbung flüstert einem Geschichten zu, Hoffnungsschimmer in einem Netz von Illusionen.

Und mitten im Netz sitzt die Spinne, die nur eines im Sinn hat, an Geld zu kommen.

Wir haben einen Kompass in uns, die Mischung zwischen Bauchgefühl und logischer Analyse, die Stimme des Herzens, der innere Pendel des Seins, die Wünschelrute die das Schicksal einem mit gibt, die einem nie orientierungslos werden lässt.

Es sind die eigenen Wertvorstellungen, das Gewissen.

Verloren Sein ist der erste Schritt zu sich selbst zu finden .Denn man ist nie verloren, nie wirklich.

Man fühlt sich nur so, tatsächlich ist dieser Zustand weit entfernt von einem ” rettungslos” oder einem Verderben ausgeliefert zu sein, es ist nur eine situative Hilflosigkeit.

Verloren bedeutet nicht, das alle Mühe umsonst war, nur dass man Schwierigkeiten hat etwas zuzuordnen, zu beurteilen und den Sinn und Zweck in seiner Wirkung nicht abschätzen kann.

Es gibt so vieles Schöne, Wohltuende im Leben, dass man sich nicht von den Versprechungen der Werbung einfangen lassen muss.

Der Weg ist ganz einfach, nämlich nur sich selbst zu sein.

Sich daran zu erinnern, was man wirklich will, was einem Freude bereitet.

Vielleicht nur die Tapeten seiner Komfortzone neu streichen, oder wechseln.

Dinge ausprobieren, die einem gut tun, auch wenn man dies noch nie tat.

Manchmal sind es die kleinen Zeichen des Alltags, die den kreativen Funken bilden, einem ” die Idee” geben.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es normal ist, sich manchmal verloren zu fühlen, und dass es immer Wege gibt, wieder zu sich selbst zu finden.

Wege sind immer da, Hindernisse und Labyrinthe auch, man muss nur den eigenen finden und gehen, und der Beste ist der Gemeinsame.

img_0543

verloren sein

Original HPH, signiert

5.500,00 $

Sorgen um Morgen

Theoretisch könnte man ja auch denken: “Was kümmert mich all das was geschieht, es macht keinen Sinn sich überall rein zu hängen, insbesondere wenn man nicht viel verändern kann”

Vielleicht doch.

Sorgen gab es immer. Dringlichkeiten auch. Gestern wie heute sind es Kriege und Katastrophen.

War es in den 60ern Vietnam, dann Biafra ,das ehemalige Jugoslawien, jetzt der Osten und der Nahe Osten, immer irgendwo ein Probleme mit Folgen für die Menschen die dort leben.

Wir sind aber nie die letzte Generation, die etwas verändern kann oder auf diesem Planeten zu Grunde geht.

Der Planet geht nicht unter, egal was passiert. Irgend jemand wird immer überleben.

Nur, ob es der Mensch ist, das ist die Frage.

Wie soll man die Menschen betroffen machen.

Demonstrationen und Blockaden trifft die Falschen, das ist keine Überzeugungsarbeit.

In der Bildung müsste sich etwas ändern.

Hauptfächer müssen die Fächer sein, die auf das Leben vorbereiten, auf den Erhalt und die Verbesserungen der Lebensbedingungen.

Würde jedes Schulkind bei der Einschulung einen Baum zum Einpflanzen bekommen, den es pflegen müsste, könnte ein Gefühl für die Natur entstehen, oder das Tiere retten und nicht diese nur als Objekte zu sehen.

In Kinshasa gab es ein Projekt, wo die Schulkinder Pflanzen mit tiefen Wurzeln gezüchtet haben, die Reichen haben es finanziert, die Eltern mit den Schülern haben alles angepflanzt, ein Gitternetz aus Herbes Vertes, das links und rechts von Straßen oder an Hügeln gepflanzt wurde und somit die Erosion des Bodens verhinderte.

Oder der Bauer aus Burkina Faso, der Ziegenmist sammelte, darin Saatkerne steckte und in kürzester Zeit aus Wüstenland einen Boden mit Bewuchs machte.

Es gibt zig Möglichkeiten aus den Steinwüsten der Städte grüne Anlagen zu machen, Baumpflanzaktionen, Balkons bepflanzten, jeder kann dies bei sich zu Hause machen.

Aber dies geschieht nur selten, genau so wie Frieden lernen.

Hat man gegenüber seinen Mitmenschen keinen Respekt, hat man dies später , wenn man im Berufsleben steckt auch nicht, und hat man politische Verantwortung ändert sich da zumeist auch nichts.

Man ist zu sehr auf sich selbst konzentriert.

Frieden muss man schon im Kleinen lernen.

Keine Religion oder Weltanschauung ist es wert dafür einen Krieg oder Konflikt, der Menschenleben kostet, zu beginnen.

Nur wenn man sich verteidigen muss, und da muss man vorbeugen um nicht unliebsame Überraschungen zu erleben.

Zumeist geht es nur um Macht. Und da sollte man denken: ” Macht, macht nichts”

Wir leben in Teilen der Welt im Überfluss, in anderen Teilen der Erde herrscht Armut.

Man hilft den Menschen dort nicht, wenn man Ihnen die Nahrungsmittel hinbringt, man muss sie motivieren dafür zu arbeiten.

Fliegt man Tonnenweise Mehl nach Afrika und verteilt dies, entfällt für die Bauern der Anreiz Getreide anzupflanzen. Gibt man eine Wassergewinnungsanlage einfach nur an die Oberen, gibt es Unfrieden, denn wie in Somalia leben Clans von zum Beispiel Wasser aus der Erde zu holen.

So sollte man lernen Hilfe nicht zu streuen, sondern in gezielte kleine Projekte geben.

Viele Projekte ergeben ein Ganzes.

Wir erkennen nicht, dass alles was in die Luft geht, auch wieder herunter kommen wird, und wenn wir Gift in die Luft bringen, werden wir das später in der Erde und im Wasser haben.

Die Sorgen für Morgen werden nicht weniger; es sind immer die gleichen, und die gleichen Fehler, die immer wieder gemacht werden.

Weniger konsumieren, Tiere und Pflanzen schützen, achten, kommunizieren sind die Wege in ein Morgen mit weniger Sorgen.

Sorgen um Morgen

Original HPH, signiert Erlös für Umweltprojekte

7.500,00 $

Papperlapapp

Abgeleitet von der Bezeichnung eines klebrigen Breis, einem pappigen, unangenehmen Etwas.

Eine Bezeichnung für Unsinniges, ein ” nein”, abweisend, abwertend.

Vieles, was man so alltäglich hört und sieht ist ganz einfach Quatsch, Unsinn, Quark, Müll.

Papperlapapp ist unhöflich, die Worte abschneidend, meint:

“Beschäftige Dich nicht damit, es ist sinnlos, bringt nichts”

Barsch, harsch.

So ab und zu ist die Bedeutung auch positiv gemeint.

Wenn man zu jemanden sagt:

” Mir geht es gar nicht gut , und ich sehe ja so schlecht aus”,

und dann die Antwort kommt:

” Papperlapapp, dass stimmt doch gar nicht, das Gegenteil ist der Fall”.

Oft ist es humorvoll gemeint,

genauso als Widerspruch, Ablehnung um Unsinniges ebenso zu bezeichnen.

In der Politik verwendet, um den Gegenüber zu unterbrechen:

” Papperlapapp, kommen sie nicht damit, das sind alte Kamellen”.

Leicht gesagt um den anderen anzuprangern, zu diffamieren, zu erklären, wie blöd und sinnentleert dessen Aussagen sind.

Es ist eine rechthaberische und respektlose Äußerung, die dem anderen die eigene Überlegenheit suggerieren will.

“Papperlapapp, täuschen Sie sich nicht”.

Hört man auf vieles, was so dahin geredet wird, neigt man dazu “Papperlapapp” zu sagen,

Papperlapapp Sager sind eine besondere Spezies Mensch.

Sie beschäftigen sich nicht mit aus ihrer Sicht Belanglosem oder Unsinn, sondern wischen verbal entsprechende Aussagen beiseite.

Es ist der Ausdruck des Überheblichen, etwas , was man nicht akzeptieren muss.

Die Wahrheit hat oft viele Gesichter und oft kommt es auf den Blickwinkel an.

Es steht nämlich niemanden zu, zu behaupten, die alleingültige Wahrheit zu wissen.

Etwas, was leider in der Politik zu häufig geschieht.

Die Ausnahme ist gegenüber de-respektierlichem Gequatsche, Hetze, intoleranten Aussagen.

An diesen sollte man nicht kleben bleiben,

sondern dann lieber solche Äußerungen negieren und, wenn nötig, eine klare Position beziehen.

Man muss sich bewusst sein was man denkt und will.

Jedenfalls kein ” Papperlapapp”.

img_0536

Papperlapapp

Original HPH, signiert

7.500,00 $

wenn die Träume zu tanzen beginnen

Träume weben sich Geschichten.

Mal leuchten sie wie Sternenlichter, dann wieder schweben sie mit ihren Geheimnissen mit dem Wind der Gedanken.

Träume erzählen davon, dass die Welt mehr ist als das, was wir sehen.

Träume lassen uns zwischen den Welten wandeln,

sie können einem die Spiegel der Vergangenheit und die der Zukunft zeigen.

Sie huschen vorbei, manchmal tanzen sie und laden einem ein mitzumachen.

Dann sind sie auf einmal wieder weg und man erinnert sich nur an einzelne Fragmente.

Vielleicht sollte man sich selbst in seinen Träumen loslassen,

diese einfach schweben und tanzen lassen,

begleitet von der Melodie des Schicksals.

Mal Rock, mal Walzer, dann Blues, alles so, wie es kommt.

Das Spiel zwischen Wirklichkeit und Fantasie öffnet viele Wege und Bühnen des Lebens.

Träume berühren den Himmel, die Sterne flüstern darin einem ihre Gedanken zu,

und man bewegt sich im Rhythmus seiner Geheimnisse, auch solcher,

die längst vergessen sind oder die man selbst nicht einmal weiß.

Die Träume sind die unendlichen Geschichten, bei denen weder Anfang noch das Ende bekannt ist.

Erst wenn man aufwacht sind sie weg.

Es gibt viele Versuche Träume zu deuten, zumeist die Symbolik zu entschlüsseln.

Das alles sind nur Deutungen, Versuche etwas zu analysieren bei dem man nicht dabei war.

Ob Zufall oder konkrete Traumbilder, das weiß man nur selbst, denn den Schlüssel zu seiner Traumkiste hat man nur selbst. oder die Menschen, denen man diesen anvertraut.

Wenn die Träume zu tanzen beginne soll man sie lassen,

nur wenn die Tagträume meinen in die Realität zu entweichen und sich dort ihren Platz suchen wollen, sollte man in ihnen wieder ihren Platz zuweisen.

Das Verwischen der Realitäten kann fatal sein.

Der Maßstab Träume zu bewerten sollte an der Realität des Seins orientiert sein

Deshalb die Träume und ihre Tänze in die unbekannte Welt als Ideengeschenk sehen,

als eine Bereicherung,

und die Chance etwas mit den Augen des Unterbewusstseins zu sehen.

Träume sind die Bühne aller Gefühle und Gedanken.

Diese haben darin die Möglichkeit schwerelos abzuheben und das zu tanzen, wonach ihnen zu Mute ist.

Ist der Traum vorbei, bleibt die Erinnerung an eine miterlebte Reise oder das Erleben einer interaktiven Vorführung seiner selbst.

In den Träumen sind wir frei.

img_3262-1

wenn die Träume zu tanzen beginnen

Original HPH, signiert

5.500,00 $

wer klopft da an

Wer klopft da an, was steckt dahinter?

Wenn man sich nicht gerade von allen Einflüssen abkoppelt, isoliert, die Informationsstränge abkappt, wird man mit vielen Daten, Fakten, Fakes überflutet.

Alles bunt gemischt.

In unserer digitalen Zeit, einer globalen Welt, einer, in der es fast unmöglich ist autark zu sein, fällt es schwer hinter die Kulissen des Seins zu blicken.

Zu vieles klopft da als Information an.

Letztlich muss man sich auf Augenzeugen konzentrieren, auf den Ursprung, die Quelle einer Information.

Es ist wie die Philosophie über ein Gewässer.

Irgendwo ist eine Quelle, bei der der Fluss des Wassers beginnt.

Auf dem Weg zum tiefsten Punkt , an dem sich alles Wasser sammelt, den Ozeanen, fließt von allen Seiten wieder etwas Wasser dazu.

Zu erfahren, wo alles her kommt, wo alle die Quellen sind und von was diese gespeist werden, ist schier unmöglich, zu komplex, zu vielschichtig.

Dazu kommt dass das Wasser von allem, über das es fließt,

etwas aufnimmt, so, wie die Mineralien, dazu Regenwasser, Abwässer.

Aber auch das Wasser der Quellen kommt irgendwo her, nämlich aus dem Kreislauf der Natur.

Wenn wir etwas genau wissen wollen, wo es herkommt, welche Information bei uns anklopft, wer sie verbreitet hat, müssten wir versuchend die Komplexität wie ein Riesenknäuel von Wollfäden zu entwirren.

Dabei würden wir feststellen, dass alles schon beim Entwirren wieder neu gemischt wird, eine Sisyphusarbeit.

Man könnte alles auch anders sehen.

Warum soll man alles wissen? Das funktioniert eh nicht, weil wir das auf uns Einströmende gar nicht verarbeiten können.

Mit einer eigenen klaren Werteordnung und Zielvorstellung muss man sich nicht in das Dickicht und Netz der Neuigkeiten begeben und verstricken.

Das bindet nur wertvolle Zeit, in der man glücklich sein könnte.

Es sind Zeitfresser.

Das Leben ist zu schön um sich immer ablenken zu lassen.

Das was einem wichtig ist herauszufiltern, sich auf Wesentliches und Existentielles zu konzentrieren, anstatt sich zu verzetteln und sich andauernd selbst zu verunsichern.

Das Leben ist zu kostbar um es mit Nebensächlichkeiten zu vergeuden, insbesondere nicht zu meinen alles wissen zu müssen und irgendwelche Theorien zu entwickeln, die bei näherem Hinschauen amorphe Kombinationen von Informationen sind.

Carpe Diem, so lange man diesen leben kann.

Die vielen mit irgendetwas anklopfenden Geister in die Mottenkiste des Vergessens verbannen,

Sich bewusst werden, dass angesichts dessen was man wissen könnte, und dem was man aufnehmen kann und letztlich sicher weiß, man eh nichts weiß, hilft frei zu sein.

Es ist wie es eben ist, und man kann auch nicht die ganze Welt verändern.

Würde dies jeder tun, hätten wir ein Chaos.

Folglich anklopfen lassen. Man muss nicht immer da sein.

img_0499

wer klopft da an?

Original HPH, signiert

5.500,00 $

Akzeptieren

So, wie es ist, so ist es halt.

Ohne wenn und aber.

Akzeptieren ist nicht das hinter etwas stehen, das Unterstützen und mitmachen.

Es ist eher das Hinnehmen von Dingen die man nicht selbst ändern kann und

dies auch nicht will.

Die Bestätigung. das Billigen.

Die Folgen können vielfältig und komplex sein.

Unterdrückt man seine Gefühle und seine Meinung, oder ist gezwungen diese nicht zu äußern ohne Konsequenzen befürchten zu müssen,

kann Stress und Unzufriedenheit die Folge sein.

Ein ungesunder Zustand, der an einem nagen kann,

sogar die Gefahr des Verzweifeln birgt,

insbesondere wenn man dadurch seine persönlichen Ziele aufgeben muss.

Wenn die eigenen Vorstellungen zum Stagnieren kommen, ein Status Quo entsteht,

vermag man sein eigenes Potential nicht auszuschöpfen, man ist unterdrückt.

Manche Situationen sind es nicht wert deswegen Meinungsverschiedenheiten und Konflikte zu riskieren.

Es ist ein ” Let it be”, wie in dem Song der Beatles.

“Let it be, let it be, let it be, let it be
Whisper words of wisdom, let it be”

Oft ist Frieden und Harmonie wichtiger als etwas anzusprechen, zu kritisieren.

Es erfordert Geduld, Verständnis, Zurückhaltung.

Nehmen, wie es ist.

Man kann Toleranz und Einfühlungsvermögen entwickeln,

so lange die selbst gesetzten ” Roten Linien” nicht überschritten werden.

Eine Option ist das strategische Anpassen an Gegebenheiten. Ziele , die im Moment nicht durchsetzbar sind, können später erreicht werden.

Wie in der Leninschen Schrift ” Ein Schritt vorwärts, zwei zurück”.

Eine Salamitaktik, scheibchenweise zum Erfolg gelangen.

Dies ermöglicht, dass etwas reifen kann und, man ist flexibel.

Entscheidungen, ob man etwas akzeptieren muss oder nicht, kann einem niemand abnehmen.

Es hängt von den eigenen Prioritäten ab, von den potentiellen Folgen, seinen eigenen Werten.

Man ist im Leben nie wirklich alleine. Es gibt immer die Möglichkeit sich auszutauschen, um letztlich seine Gefühle, sein Denken und Handeln abzugleichen und unter ” einen Hut” zu bekommen.

Niemand hat das Recht einem da zu etwas zu verpflichten,

das Handeln kann eingeschränkt werden, das Denken nie.

Akzeptieren

Original HPH, signiert Erlös für Opfer von Gewalt

8.500,00 $

Brennpunkte

Brennpunkte.

Viele Bedeutungen, auch solche mit Folgen.

Manche mit fatalen.
Punkte, in denen eine optische Linse oder Hohlspiegel alle parallelen Lichtstrahlen sammelt, etwas im Fokus steht.

Im Tagesgeschehen in der Politik sind es die Informationen, die tagtäglich auf einem einströmen und sich an manchen Punkten dieser Welt verdichten.

Es sind keine Lichtstrahlen, eher dunkle Strahlen, die nichts Gutes verheißen.

Eher an die Chemie erinnernd. Gase, Flüssigkeiten und Materialien entzünden sich bei bestimmten Temperaturen und beginnen zu brennen.

Gemüter erhitzen sich und entladen sich.

Und wenn es die der Macht Habenden sind, mit Konsequenzen und Folgen.

Konflikte und Kriege.

Das Neutralisierungsmittel wäre die Diplomatie.

Edward Teller hatte mit Ronald Reagan zusammen die Idee ein Instrument zu schaffen mit dem man einen Krieg neutralisieren könnte.

Quasi als Beitrag der Wissenschaft als praktizierte Verantwortung.

Mit dem Kreieren der Atombombe und der Wasserstoffbombe schuf man etwas, über das man seine Verantwortung and das Militär und die Politik abgab.

Mit SDI wollte man dieses ausgleichen, neutralisieren, und letztlich wurde das Wettrüsten auch dadurch gestoppt.

Nur heutzutage gibt es keinerlei Bestrebungen dazu.

An Kriegen kann man verdienen.

Wenn die Ausgangslage zu prekär und brandgefährlich ist, fällt ein Löschen oder Neutralisieren schwer.

Als Informationskonsument nimmt man diese Brennpunkte wahr, ist bestürzt, oder echauffiert sich darüber.

Letztlich ist man, nicht Macht habend, ein ohnmächtiges Objekt der Geschichte.

Aktuelle Ereignisse stehen immer im Fokus der Meinungen, der Blickwinkel und Augenschein variiert und ist abhängig von den Standpunkten der Menschen.

Dabei gibt es nur einen objektiven:

Unsere Lebensbedingungen verbessern und die Natur, unseren Planeten schützen. Und dies kann nicht mit Bomben, Raketen, Zerstörung und Hass geschehen,.

Gewalt provoziert Gegengewalt. Einfach alles Hinnehmen bedeutet jedoch sich hilflos jemanden auszusetzen.

Es erinnert an das geflügelte Wort der antiken Hellenen:

” Was tun sprach Zeus, die Götter sind betrunken”

Die heutigen gewählten und selbsternannten Möchtegern -Götter vergessen leider immer wieder, dass ihre Macht zeitlich begrenzt ist, die angerichteten Schäden sie alle überdauern.

Es ist mehr als unsinnig vieles zu zerstören und es nachher wieder aufzubauen.

Rein materialistisch gesehen sind politische Brennpunkte die maximalste Verschwendung von Ressourcen, menschlich die optimierte humane Katastrophe.

Dreht man eine fiktive Weltkugel und hält einen Finger auf diese, sieht man fast überall, wo der Drehglobus hält, Konflikte.

Gesellschaftliche, Not von Menschen, Streit, Kriminalität, Kriege.

Die Zahl der Oasen des Friedens nimmt ab, nicht zu.

Die Erfahrung von vielen großen Waldbränden zeigt, dass das Verbrannte danach zum Dünger des Neuen wird.

Leider lässt sich dieses nicht auf die politische Lage übertragen.

Die Schäden und das zu ertragene Leid sind zu groß.

Der Trost ist die Hoffnung, das Samen des Positiven als Saatgut die Katastrophen überleben.

Dabei zeigt die Geschichte dass man aus ihr nicht gelernt hat Brennpunkte erst gar nicht entstehen zu lassen.

Es wird über Klimaveränderung und CO2 Ausstoß heiß diskutiert, über die rein chemischen Folgen von Bomben, Raketen, Geschossen wird kein Wort verloren.

Die Antwort weiß nicht nur der Wind, an den Song ” The answer is blowing in the wind” von Bob Dylan erinnernd.

Der Wind trägt die vergiftete Luft in die Welt.

Wir Menschen schaffen uns den Fokus des Seins den wir sehen wollen und nicht den, der für alle und unser Leben wichtig ist.

In Anlehnung an C.F. von Weizsäcker müsste es wohl ein heilsamer Schock sein, der uns zum Umdenken bringen könnte,

nämlich Brennpunkte zu fruchtbaren Landschaften werden zu lassen,

und uns dem Ziel näher bringen aus der Erde einen Garten Eden statt einer Wüste zu machen.

Frieden ist kompromisslos.