Ein digitales Chaos

Die meisten Menschen sind digitale Messies.

Daten werden oft ohne System abgelegt.

Zum Aufräumen gibt es Programme, aber ob tatsächlich aufgeräumt wird, wer weiss das schon.

Erst ein Programm das längst unsichtbares wieder recovern kann, bringt Verlegtes und Gelöschtes wieder zum Vorschein..

Im Gegensatz zum überhäuften Schreibtisch versteckt sich der Datenmüll unter dem Desktop.

Man findet seine Dateien nicht mehr, verliert nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch das Vertrauen in die eigene digitale Kompetenz.

Aber was steckt dahinter.

Die Spannung zwischen Ordnung und Überforderung fordert heraus.

Es sind die Leiterbahnen auf Platinen, Stadtpläne aus der Vogelperspektive, Benutzeroberflächen und Fenster,

Datennetze und Verknüpfungen und unzählige verfügbare Informationen, alles Abgespeicherte, mit dem Hintergedanken dieses wieder einmal brauchen zu können, so, wie Bilder, Dokumente, E Mails.

Aber das Ablegen in Ordner ist nicht so sichtbar wie der alte analoge Aktenschrank.

Nichts scheint ganz abgeschlossen zu sein.

Alles ist verbunden, überlagert und ineinander verschoben.

Das steht für die heutige digitale Welt , in der Informationen permanent strömen, ohne je vollständig geordnet zu sein.

Wenn wir den PC wechseln nehmen wir den ganzen Datenmüll samt digitaler Unordnung mit, eine moderne Mischung einer digitalen Migration von einem Rechner zum anderen.

Und, es kann immer mehr werden.

Beherrscht der Mensch die digitale Welt?

Oder blickt die digitale Welt bereits durch den Menschen hindurch?

Haben wir einen Blackout, ist alles nicht mehr verfügbar und wir müssen uns auf Hardcopies und unser eigenes Memory verlassen,

was ein Chaos erst recht begünstigen würde.

Vielleicht müssen wir den Begriff aufräumen neu definieren, eben digitales Aufräumen.

Eine digitale Ordnung verhindert dass der Fortschritt zur Falle wird.

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.