
„von Mensch zu Mensch“ das sind zunächst nicht nur Rollen, Berufe, Titel oder Funktionen.
Es ist die Begegnung dort, wo zwei Menschen einander als Menschen wahrnehmen.
Nicht Arzt und Patient, Politiker und Bürger, Verkäufer und Kunde, sondern zwei Wesen mit Erfahrungen, Hoffnungen, Unsicherheiten und Geschichten.
Es ist eine Sprache, die oft ohne viele Worte auskommt.
Ein Blick, eine Geste, ein Zuhören können bereits „von Mensch zu Mensch“ sein.
Ma steht sich gegenüberstehen.
Zwischen einem ein freier Raum.
Dieser Raum wirkt nicht leer, sondern bedeutsam.
Er ist der Ort der Begegnung.
Zwei Menschen begegnen sich auf einer Lichtung des Lebens.
Sie kennen einander nicht.
Jeder trägt seine Erinnerungen, seine Narben und seine Hoffnungen mit sich.
Zwischen ihnen liegt zunächst nur Raum.
Wie in dem Beispiel eines Konfliktes.
Die Mimik und Gesten zeigen Hass, Ablehnung, Wut.
Alles schaukelt sich hoch, alles droht zu eskalieren.
Dann plötzlich:
Dann hebt einer die Hand, oder fragt auf ein “Ablehnen” mit einem “bitte, von Mensch zu Mensch”, dann wenn der andere stur in seiner Rolle , seinem Verhalten gefangen ist.
Kein großer Akt, nur eine kleine Geste.
Doch aus dieser Geste kann eine Brücke entstehen
Das direkte Ansprechen als Mensch, betrifft einem, trifft die Seele, den Kern.
Die Entfernung bleibt bestehen, aber sie trennt auf einmal nicht mehrnicht mehr.
Der Raum zwischen ihnen wird zum Ort des Verstehens.
Nicht vollkommen, nicht endgültig, aber ausreichend, um einander als Menschen zu erkennen.
Und auf einmal müssen beide lächeln, geben sich die Hand.
Es ist das Unsichtbare zwischen Menschen.
Plötzlich das Vertrauen, Gespräch, Missverständnisse klären, Hoffnung, Nähe und Distanz zugleich.
Die eigentliche Geschichte eines “von Mensch zu Mensch” liegt in dem, was zwischen ihnen geschieht.
“Nicht die Hand erreicht den anderen zuerst, sondern die Bereitschaft zur Begegnung.”
Aber dies sollten wir öfters wagen und den Mut dazu haben, den Anfang zu machen.