Schicksalslinien

Manche Menschen meinen im Zentrum zu stehen stehen, tatsächlich schweben sie eher,

ohne Wurzeln und Wege.

Schaut man sie genauer an erzählen die Gesichter Geschichten, ohne das ein Wort gesprochen wird.

Sie tragen , halb Maske, halb Erinnerung, die Farben und Folgen eines inneren Klimas:

Rot wie ein pochender Ursprung, Türkis wie ein Gedanke, der sich öffnet, Ocker wie die Spur eines alten Pfades.

Menschen, die nicht festgehalten werden wollen, weil sie aus Übergängen bestehen.

Ihre Identität ist kein Ort, sondern ein Fluss aus Formen, der sich immer wieder neu zeichnet.

Gesichter wie Landschaften von Erinnerungen, Stimmen, vom Schicksal gezeichnet.

Es sind nicht die Schicksalslinien auf der Hand, sondern die Falten und Linien im Gesicht,

Manchmal sind es im Alter Furchen, tiefe Narben des eigenen Lebens.

Selten dass alles einfach nur glatt ist.

Wenn es die vielen Sorgen waren, können die Falten tief sein, war es das zuviel Make Up benützen sieht es aus als ob über den Poren kleine Löcher wären.

Sie alle erzählen die Wahrheit,

geben alles Erlebte wieder.

Es sind die Falten im Gesicht,
die feinen Risse,
die Schatten an den Rändern
sie tragen alles Erlebte,
alles Ertragene,
alles, was blieb.

Eine Art Topografie.

Denn das Gesicht ist ein Archiv, ein stiller Zeuge, eine Karte der Wege, die niemand sieht, aber jeder spürt.

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