
Sie sitzt auf einer Bank, die Sonne spiegelt sich in den Gläsern ihrer großen Brille.
Ein Schatten tritt neben sie.
Es ist der Erste aus der Wand.
Er: „Du hast uns gesehen, nicht wahr?“
Sie: „Ich habe euch gezeichnet. Aber ihr seid gegangen, bevor ich fertig war.“
Er: „Wir mussten durch die Wand. Sie hat uns gerufen.“
Sie: „Ich höre sie auch manchmal. Aber hier ist der Lärm lauter.“
Ein Flugzeug zieht über die Dächer, das Licht flackert über ihre Gesichter.
Er: „Die Linien auf deiner Haut – sie sind dieselben wie unsere.“
Sie: „Ich weiß. Ich habe sie von euch gelernt. Jede Linie ist ein Weg, kein Käfig.“
Sie nimmt die Brille ab, ihre Augen spiegeln die Stadt.
Sie: „Vielleicht ist das meine Wand. Ich gehe durch sie, indem ich bleibe.“
Er: „Dann bist du die vierte.“
Ein Windstoß hebt Papierfetzen vom Boden, und für einen Moment scheint die Stadt selbst zu atmen.
Sie: „Wenn ihr wiederkommt, bringt mir ein Stück eures Lichts.“
Er: „Nur wenn du uns ein Stück deiner Schatten gibst.“
Sie lächelt. „Abgemacht.“
Das Leben besteht eben aus Licht und Schatten, und beides ist durchlässig.