Upload der Erinnerungen

Eine Begegnung von analoger und digitaler Identität, wie Pixel und Pigmente.

Man muss die Codes von Gesichtern kennen, die Biometrie, sie sind das Raster des Spiegelbildes.

Gesichter sind wie die Oberfläche des Inneren. Mimik und Gestig drücken nicht Gesagtes aus.

Geht man durch eine Stadt könnte man oft glauben in den Fenstern der Stadt pixelige Augen zu sehen, die einem beobachten,

Lippen, die Worte formen, die man nie ausgesprochen hatte.

Vor einer Wand, die man noch nie bemerkt hatte erkennt man auf einmal ein Gesicht, halb gemalt, halb digital, halb sich selbst, flackernd als würde es atmen.

Es ist das Sehen von Erinnerungen, die nie hochgeladen wurden, verdrängte, übersehene.

Uploads waren nie dafür gedacht, Erinnerungen zu speichern.

Eher dafür, Erinnerungen zurückzugeben — gereinigt, verzerrt, neu geordnet.

Wie ein Spiegel, der nicht zeigt, wer man war, sondern wer man werden könnte.

Ein bewusster Gang durch eine Stadt ist wie der durch ein lebendiges Archiv, ab und zu auch durch die Asservatenkammer seines Unterbewusstseins.

Manchmal wie ein vertrautes Flimmern, dann wie Schatten der Erinnerung, die auch hochgeladen werden wollen.

Erinnerungen sind das Einzige was bleibt wenn wir alles andere verloren haben,

wir können jedoch nicht steuern welche ein Upload bekommen oder nicht.

Sich auf ein Carpe Diem, auf ein bewusstes Leben in und mit der Natur, zu konzentrieren kann helfen den eigenen Weg besser zu finden

Nicht als flüchtige Parole, sondern als Haltung.

Nur wer die Natur wahrnimmt, den Atem der Welt, das Licht auf den Dingen, der lädt Erinnerungen hoch, ohne es zu merken: solche, die tragen, statt zu beschweren.

Man lebt nicht zweimal — aber man begegnet sich selbst immer wieder;

in den Erinnerungen, die man hochlädt und in denen, die uns finden.

Am Glücksrad drehen

Glück, man wünscht es sich und auch anderen, zumindest wenn man eine Glückwunschkarte schreibt.

Aber was ist das Glück eigentlich?

Die Abwesendheit von Pech, von dem Zustand, bei dem alles schief läuft?

Glück ist kein Zustand, sondern ein Moment, ein Aufleuchten — etwas, das sich zeigt, wenn wir nicht nach ihm greifen.

Oder kann man dies?

Kann man es sich mit einem Lottoschein oder einer Gewinnchance, einem Glücksrad einfach herbei wünschen?

Glück ist ein Gefühl.

Ein warmer, stiller Impuls im Körper: Leichtigkeit, Weite, ein Atemzug, der plötzlich tiefer wird. Oft unscheinbar, fast schüchtern.

Glück entsteht, wenn etwas stimmt, ein Blick, der verstanden wird, ein Schritt, der sich richtig anfühlt,ein Gedanke, der einem alles vcergessen läss, ein Moment, der nicht mehr will als er ist

Man kann es nicht kaufen, besitzen, ersteigern.

Es ist ein Durchgang, ein Windstoß, ein Fensterblick.

Glück kommt manchmal dann, wenn wir es gar nicht erwarten.

Glück ist die Stelle im Kreislauf, an der wir für einen Augenblick mit dem Ganzen schwingen, statt dagegen.

Glück ist vielleicht ein vibrierender Gleichklang zwischen innerer Bewegung und äußerer Welt.

Ein Moment, in dem die Linien nicht drängen, sondern Raum geben.

Unglücklich wäre glücklos. Jeder möchte glücklich sein.

Trotzdem, was macht Glück aus?

 Es ist vermutlich mehr als einchemischer Prozess im Gehirn ein, einer bei dem die Neuronen im Mittelhirn aktiv werden.

Sie stoßen den Glücksstoff Dopamin aus und leiten ihn ins untere Vorderhirn sowie ins Frontalhirn weiter. Im Vorderhirn treibt das Dopamin die dortigen Neuronen dazu an, opiumähnliche Stoffe zu produzieren, die uns euphorisch machen.

Im Frontalhirn führt das Dopamin dazu, dass unser Gehirn besser funktioniert und auch gleich zum Empfinden von Glück führt.

Nach einem Moment des Glücks flaut das Glücksempfinden immer wieder ab.

Kann man glücklich sein erlernen, vielleicht durch bestimmte Übungen, Verhaltensänderungen?

Unser Gehirn ist nicht für Glück auf Dauer konstruiert, aber es ist süchtig danach.

So tun wir alles, rennen ihm oft hinterher.

Die Wissenschaft fand heraus, aber dazu benötigt man keine, um Glück zu bekommen.

Glücksspitale, Glückskekse, Glücksrad, Glückslotterie, wir haben Symbole die Glück bringen sollen, wie einen Glücksstern, werten einen gefunden Cent als Glückspfennig, Glücksklee.

Es sind nicht die materiellen Dinge, Geld oder Erfolg im Beruf , Macht, die automatisch zu mehr Zufriedenheit führen.  

Man braucht keine Wissenschaftsstudien um herauszufinden das ganz andere Dinge Glück bedeuten.

Gute soziale Beziehungen, die das Gefühl von Verbindung und Zugehörigkeit vermitteln. Sie machen uns glücklicher und gesünder.

Und die kann man in keiner Lotterie und keinem Glücksrad bekommen.

Dafür muss man selbst etwas tun, bescheiden und bereit sein.

Glück kann man nicht erhaschen oder hinter her jagen, es kommt, und ist auf einmal da.

Vielleicht ist Glück nur eine schöne Szene sehen, eine Pflanze, die Natur oder einfach echte Liebe erfahren.

Manchmal ist es nur ein Lächeln

Mindmapping

Eine Geschichte von innerer Vielstimmigkeit und Wahrnehmung,

vom Strukturieren von Gedankenlandschaften.

Gedankenströme, Emotionen, Versuche, sich selbst zu erkennen.

Oft ist man zugleich Beobachter und Beobachtetes.

Die Augen wach, aber von einem Schleier gedanklicher Linien umfangen, als würden sie durch Erinnerungen oder Stimmen hindurchsehen.

Innere Spiegelungen, alternative Identitäten – Fragmente des Selbst, die sich gegenseitig betrachten.

Man steht im Zentrum seiner eigenen Gedankenlandschaft.

Es ist die Suche nach Klarheit, nach dem Sinn, das was ausserhalb des normalen Automodus steht,

ein Moment, in dem man merkt, dass man nicht nur lebt, sondern sich selbst beim Leben zusieht.

Mindmapping strukturiert all das, svisualisiert Verknüfungen.

Mindmapping ist nicht nur eine Methode, sondern ein Symbol,

das ordnet, ohne zu reduzieren, verknüpft, ohne zu fixieren, Wege aufzeigt , ohne sie vorzuschreiben.

Es ist wie eine Landkarte des eigenen Innenraums, auf der man plötzlich erkennt:

Diese oder jene Linie führt zu einer Emotion.

Jeder Gedanke hängt mit einem Impuls zusammen, und irgendwo ist da der Ursprung.

Es ist das sich bewusst werden, dass man immer auf seiner eigenen Reise durch das Leben ist,

und diese achtsam durchführen sollte,

und da hilft es, seinen Plan überhaupt zu erkennen.

Auch wenn man keinen Plan hat, hat man doch einen, nämlich den, keinen zu haben.

Aber mancher Plan entzieht sich dem eigenen Bewußtsein.

Es ist der Plan der hinter allem steht und das Gefüge dieser Welt geformt hat,

der Plan, der letztlich alles zusammenhält.