Suchende

Man könnte ja sagen daß man immer irgendwie auf der Suche ist.

Nicht etwas weil man Gegenstände verlegt hat, verloren und das nicht genau weisß,.

Es ist die Feststellung dass etwas fehlt.

Physisch, mental,seelisch, ein Unruhezustand.

Suchen ist wie ein Imperativ.

Wer nicht sucht, der findet auch nichts, und umgekehrt,

wer findet, gibt noch lange nicht eine Suche auf,

er wechselt nur den zu suchenden Gegenstand.

Suchen ist eine Lebensbewegung — kein Mangel, sondern ein Zustand des Werdens.

Man sucht nicht, weil etwas verloren ging.

Man sucht, weil etwas fehlt — nicht greifbar, nicht benennbar, ein leiser Unruhezustand im Inneren.

Die Suche ist kein Irrtum.

Wer nicht sucht, bleibt stehen.

Wer findet, beginnt von Neuem — denn jedes Finden öffnet nur den nächsten Raum.

Manche suchen ein Leben lang und erkennen am Ende, dass das Gesuchte von Anfang an da war, unsichtbar, weil zu nah.

Suchen heißt, sich selbst zu bewegen, durch Gedanken, Orte, Zeiten.

Es ist der Weg, auf dem das Fehlende sich verwandelt in das, was trägt.

Suchen bedeutet nicht ein Mangel an Glück,

sondern ist ein natürlicher Antrieb nicht lethargisch zu werden.

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