
Was für einen Eindruck hat man von einer Stadt wenn man sie zum ersten Mal sieht.
Es gibt Städte, die die sich ihrer selbst bewusst geben, andere sind unscheinbar, einige faszinieren.
Aber was macht eine Stadt aus.
Eine Stadt ist der Spiegel der Menschen, die dort wohnen, der Häuser, Fenster, Linien – alles wirkt wie Gedankenstrukturen.
Urbanes Bewusstsein , wie eine vibrierende, fast elektrische Stimmung.
Es ist, als würde die Stadt pulsieren, denken, fühlen,
oder man fühlt in einer verbauten Stadt zu sein, bei der man am liebsten vorbeifahren möchte.
Eine langweilige Stadt ohne Identität, oder eine bei der Geschichte und Moderne, in der Natur und Leben unter einen Hut gebracht werden.
Erinnerungen schreiben sich in Mauern ein.
Jede Linie, jede Wohnung ist ein vergangener Schritt, aus jedem Fenster gab es Blicke,die einmal stattgefunden hatten..
Ein Platz, in dem Menschen lebten, liebten, wo sich alle Seiten, gute, wie schlechte des Lebens abspielten.
Fast nieman weiss, wer in der Wohnung, in der er lebt, zuvor wohnte, und was dieser erlebte.
Städte sind im Wandel – zwischen Tag und Nacht, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Mensch und Maschine.
Früher war das Autokennzeichen ein Hionweis auf die Herkunft und Identität.
Heute besagt es gar nichts, das Kennzeichen ist keine Identitätsfläche mehr, nur ein Etikett.
Auch nicht das Wappen einer Stadt oder das was inWikipedia darin steht drückt eine Solidarität aus.
Was macht eine Stadt attraktiv?
Es sind ja Menschen, die die Stadt gestalten, Politiker, die Gestaltungsentscheidungen treffen.
Eine Stadt ist nie nur Stein, Asphalt und Verwaltung.
Sie ist ein kollektiver Körper, gebaut aus Entscheidungen, Fehlern, Hoffnungen, Erinnerungen.
Wenn man sie wie ein Wesen betrachtet, entsteht ein anderes Bild,
das mit vielen Gesichtern.
Häuser sind keine Kulissen.
Sie sind Wangenknochen, Augenhöhlen, Narben, Lachfalten. Fenster sind Blicke, die einmal stattgefunden haben. Straßen sind Gedankenbahnen, die sich immer wieder neu ordnen.
Eine Stadt trägt die Spuren derer, die sie bewohnen – und derer, die sie verlassen haben.
Es gibt auch Geisterstädte, verlassene Kulissen eines vergangenen oder desolaten Lebens.
Manchmal wirkt eine Stadt wie ein vibrierendes Nervensystem.
Ampeln wie Synapsen, Straßen wie Nervenbahnen, Plätze wie Gedächtnisknoten, Menschen wie wandernde Impulse
Nicht die Gebäude allein, nicht die Politik allein, nicht die Natur allein, machen das Schöne einer Stadt aus.
Eine attraktive Stadt ist eine, die Antworten gibt, ohne ihre Rätsel zu verlieren.
Wie ein Gesicht, das lebt.