
Eigentlich stammt der Satz aus dem Grimmschen Märchen Hänsel und Gretel.
Die Kinder naschten von dem Lebkuchenhäuschen der Hexxe. Und als diese frug ” Wer knuspert an meinem Häuschen” antworteten die Kinder:
Der Wind, der Wind , das himmlische Kind.
Der Wind ist nicht nur eine Luftbewegung, physikalisch und meteorologisch leicht in all seinen Varianten erklärbar.
Aber es steckt mehr dahinter, auch Symbolik.
Er spielt in allen Zeitepochen, in Mythen und Kulturen eine Rolle.
Mal ist er Träger von Botschaften, dann wieder jemand der einem in die andere Welt abholt, dann wieder ein Gott, um dessen Gnade man bitten muss.
Er kann als frische Brise, als frischer Wind, aber auch als zerstörerischer Orkan auftreten.
Bei indogenen Völkern verkörpert er die Schöpferkraft, die alles formt.
Ein Lebensgeist. der für die Natur unablässlich ist.
Der Wind bringt Veränderung und neue Möglichkeiten. Er erinnert uns daran, dass das Leben ständig im Fluss ist.
Der Wind verkörpert das Gefühl der Freiheit. Er weht dahin, wo er will, und lässt uns träumen und fliegen.
Der Wind ist nicht kontrollierbar.
Der Wind verbindet uns mit der Natur und den Elementen. Er trägt die Düfte der Erde und die Klänge der Welt zu uns.
Der Wind streicht über die Welt wie eine Hand, die nichts festhalten will und doch alles berührt.
Er fährt durch die Städte, hebt Staub und Stimmen, trägt heimliche Gedanken über Dächer und Flüsse, als wären sie Federn aus einem größeren Traum.
Manchmal klingt er wie ein fernes Lachen, manchmal wie ein Atemzug, der uns daran erinnert, dass wir Teil eines Ganzen sind, auch wenn wir uns klein fühlen unter dem weiten Himmel.
Und wenn er schweigt, bleibt ein Zittern in der Luft, ein kaum hörbares Versprechen: dass alles in Bewegung ist, selbst das, was still zu stehen scheint.
Ohne Wind würde die Luft stehen.
Und manchmal lässt er uns spüren wie stark Naturgewalten sind und wie klein und auch ohnmächtig wir sind, die meinen das Grösste im Universum zu sein, dabei sind wir nur wie ein Staubkorn im Wind der Ewigkeit.