
Alles beginnt irgendwo, beginnt mit einem einzigen Strich, Punkt, vielleicht mit einem Wort.
Ein Strich der nicht weiß, ob er ein Gesicht werden will oder nur eine Spur.
Gedanken, die sich nicht entscheiden können, ob sie ausgesprochen werden sollen.
Zögernd, tastend, lieber im Halbdunkel des Seins bleibend.
Die Natur ist uns immer Hintergrund und Vordergrund zugleich., ein stilles Gegenüber, das uns hält, auch wenn wir es nicht bemerken.
Ein Grün steigt auf, imWald, tief atmend, ein Rückzugsort für alles, was zu laut geworden is
Ein Blau legt sich darüber, kühl, klärend, und flüstert: Hier ist Platz für Ruhe.
Gesichter tauchen auf wie Erinnerungen, die sich nicht ganz zeigen, aber auch nicht verschwinden.
Fragmente von Menschen, denen man einmal begegnete, oder deren Gestalt sich einem eingeprägt hat.
Stimen, die man hörte.
Echte Stimmen, nachgemachte Stimmen — wer kann das noch unterscheiden.
Die inneren Stimmen können nicht nachgemacht werden, aber sie sind in uns gespeichert.
Die Codes der Stimmen sind entschlüsselt, doch das Rätsel der Menschen bleibt.
Manche blicken nach innen, manche nach außen, manche bleiben im Dazwischen, unentschieden wie Linien, die noch nicht wissen, wohin sie führen.
Vielleicht ist genau dieses Unentschiedene unsere eigentliche Form: ein Werden, das nie ganz ankommt, ein Entwurf, der sich selbst fortschreibt.
Die Landkarte des Seins ist keine Karte der Orte, sondern eine Karte der Übergänge.
Sie hilft uns nicht, anzukommen, sondern durch die Wirren des Lebens zu navigieren , durch die Räume zwischen Erinnerung und Möglichkeit.
Und vielleicht ist das genug: nicht zu wissen, wohin wir führen, aber zu spüren, dass wir unterwegs sind.