Menschen wollen heraus, auch aus sich selbst

Manchmal muss man sich raus nehmen um wieder rein zu kommen.

Vieles schwirrt einem manchmal durch den Kopf, manches bohrt und nagt, schafft Unruhe.

.Viele Menschen stopfen alles in sich hinein, weil sie glauben, dass Stille gleich Stärke ist.

Aber das Fass läuft nicht über, weil man schwach ist.

Es läuft über, weil man menschlich ist.

Manche Menschen sind von Natur aus extrovertiert, andere introvertiert.

Das aus sich Herausgehen ist gar nicht so leicht, man muss es sich erst antrainieren.

Um „extrovertiert“ zu sein, mus man lernen, seine Gefühle zu zeigen,

und nicht immer denken, wie die Anderen gerne etwas hätten.

Rausnehmen ist kein Rückzug, sondern eine Bewegung nach innen, um später wieder nach außen zu können.

Man getraut sich nicht, hat Angst davor, blockiert sich selbst.

Manchmal ist der Kopf wie ein Raum, in dem zu viele Stimmen gleichzeitig sprechen.

Dann ist „sich rausnehmen“ kein Luxus, sondern ein Überlebensmechanismus.

Es ist der Moment, in dem man sagt: „Ich trete kurz aus dem Kreis, damit ich wieder in ihn hineinfinden kann.“

Das ist kein Weglaufen. Das ist ein Neujustieren.

Unruhe ist oft ein Zeichen dafür, dass etwas gesehen werden will.

Nicht sofort gelöst, nicht sofort erklärt – nur gesehen.

Introvertiert und extrovertiert- es sind zwei Arten die Welt zu verarbeiten.

Introversion ist kein Mangel. Extroversion ist kein Ideal.

Beides sind Strategien, wie man mit der Welt umgeht.

Introvertierte sammeln erst innen, bevor sie außen sprechen. Extrovertierte sprechen, um innen zu sortieren.

Beides ist legitim. Beides ist anstrengend, wenn man es gegen die eigene Natur tun muss.

Gefühle zeigen ist kein Schalter, sondern ein Muskel. Und wie jeder Muskel braucht er:

  • Wiederholung
  • Sicherheit
  • kleine Schritte
  • und manchmal jemanden, der sagt: „Du darfst so sein, wie du bist.“

Extrovertiert sein heißt nicht, laut zu sein. Es heißt, sichtbar zu sein – auch in der eigenen Verletzlichkeit.

Man könnte es so formulieren:

Man lernt sich zu öffnen, ohne sich zu verlieren, und sich zurückziehen ohne zu verschwinden.

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