Löcher im Boden

Keine Akrobatik, aber Wortbildungen mit ” akro” bedeuten immer etwas Hohes, steil, spitz.

Bei Löchern im Boden weiß man nie , wie tief man da hinein fallen kann.

Manche sieht man erst, wenn man kurz davor steht oder schon hineintritt.

Sind die Löcher schneebedeckt hat man keine Chance diese zu sehen,

kann nur hoffen nicht einzusacken.

Nicht überall auf der Erde ist der Boden so stabil wie er aussieht.

Im Wüstensand kann es Treibsandlöcher geben, aus denen man ohne Hilfe nicht mehr heraus kommt.

Taut der Permfrost entstehen diese, oder wenn sich geologische Formationen verändern.

Man nennt sie Erdfälle. Das größte Loch der Welt,  Xiaozhai Tiankeng, ist 620 meter breit und 660Meter tief.

Gruselig der Gedanke, dass sich auf einmal auf dem eigenen Grundstück ein Loch auftuen könnte. Durch Schichten wie Gips oder Sand oder Salz könne solche Löcher entstehen.

In übertragenem Sinne gibt es viele unberechenbare, unerwartete Gefahren , an die man nie denken würde, zumindest, nicht, daß dies einem selbst passieren könnte.

Ein finanzielles Loch durch die Verquickung ungünstiger Gegebenheiten. Ein Börsencrash, Job verloren, plötzliche Krankheit, Verlust naher Angehörigen, können mentale, wirtschaftliche und soziale Löcher verursachen.

Man verspekuliert sich, schätzt Situationen als sicher ein, weil andere einem dies so sagen, und, dann tut sich auf einmal ein Abgrund auf.

Plötzlich steht man da, und weiss nicht weiter. Es gibt auch andere Löcher. Auf einmal kommt man in die Welt des Vergessens.

Erinnerungen verblassen, sind auf einmal weg. Im Puzzle des Lebens fehlen Teile. Erinnerungslücken

Nicht die mancher Politiker, die diese als Mittel zum Zweck einsetzen.

Nicht die mancher Politiker, die diese als Mittel zum Zweck einsetzen.

Dann beginnt das Sehen schlechter zu werden. Irgendwie sieht man alles wie durch eine Folie aus Schweizerkäse, Nebel im Gesichtsfeld.

Man ist gezwungen Realität zusammen zu konstruieren, versucht es zumindest.

Die Löcher des Seins.

Ein Trost mag sein, dass es irgendwie immer weiter geht.

Jede Nacht geht zu Ende, nach jedem Regen kommt einmal die Sonne, und irgendwie kommt die Situation, dass man nicht mehr auf schwankenden und durchlöcherten Brettern steht, sondern festen Boden unter sich hat.

Man muss nur an sich und daran glauben, dass alles gut wird, und dass man Löcher umgehen kann, und nicht alleine ist. Irgendjemand kommt gewiss und hilft einem aus einer Misere, und Hoffnung und Vertrauen sind immer gute Begleiter.

Manchmal zeigt sich, dass das Erleben solcher Situationen heilsam sein kann. Man vertraut eher festem Boden als schwankenden und wackligen Dielen oder nur Sand.

Man muss nur anpacken statt einpacken oder auspacken. Oder wie bei der Corona Krise nicht jammern, sondern alles kreativ angehen.

Löcher im Boden

Original handsigniert, Erlös für Kinder in Not

150,00 $

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