Herbstgesichter

Herbst, Obst wo man hin schaut.

Menschen gehen auf die Strasse um die Lebensmittellieferanten und Märkte anzuklagen, überhaupt wird vorgeworfen, daß man viel zu viele Lebensmittel wegwirft.

Bei oberflächlicher Betrachtung mag dies zu treffen, aber geht an dem eigentlichen Problem vorbei.

Es gibt Länder, in denen die Menschen fast nichts zu Essen haben, in denen gehungert wird. Die Gründe sind vielfältig.

Die Menschen haben nicht den Mut, wie ein Bauer in Burkina Faso, der Ziegenmist mit Samenkörner auf den Wüstensand legt und mit wenig Wasser begoss und mittlerweile eine grosse Anbaufläche hat, und dort als Musterbeispiel gilt.
Menschen müssen lernen, da, wo sie sind, auch etwas zur Verbesserung ihrer Lage tun.

Wir leben so in einem Überfluss, dass es viele Obstbäume voller Äpfel gibt, die herunterfallen, verfaulen, weil sie keiner erntet. Nur wenige Menschen sammeln sich Fallobst und machen zum Beispiel Kompott daraus. Aber manches darf man nicht.

Wir haben die groteske Situation, dass das unberechtigte Wegnehmen von Obst, in dem Fall Fallobst, als Straftatbestand gewertet wird, ebenso das Kriminalisieren des Herausnehmens von weggeworfenem Gemüse aus den Mülltonnen der Supermärkte.

Würden alle Menschen etwas bescheidener leben, nicht jeden Tag Fleisch essen, vielleicht nur einmal in der Woche, Obst ernten, wieder das Einmachen und Konservieren erlernen, wie es die Urgroßmütter taten, könnten wir alle kostengünstiger und gesünder leben

Die Natur ist eine schier unersättliche Quelle an essbaren Pflanzen, Beeren, Salaten, nur, wir nutzen dies nicht.

Brennesselspinat, Spitzwägriche als Gemüse. Löwenzahnsalat könnten , aus Eicheln getrocknet, gemahlenen Kaffee machen.

Es muss nicht der Leitfaden zum Überleben in der Natur herangezogen werden um seine Nahrungskette zu vergrössern, aber es ist halt einfacher alles nur im Supermarkt aus der Multiglobalen Sammlung auszuwählen.

Fast jede Etikette hat ein anderes Ursprungsland, und die Produkte müssen teuer in die hiesigen Lebensmittelmärkte transportiert werden, abgesehen davon, daß die Plantagen nur duch Rodung wichtiger Wälder entstanden oder das dringend in diesen Ländern benötigte Wasser verbrauchen.

Wir reden von Kimazielen und verpassen die schon im ” Jetzt”, weil es das Obst aus dem Norden ist, was in den Süden gefahren wird und umgekehrt.

Und dieses wird mit fast allem gemacht.

Bescheidenheit und Regionalität, das Nutzen des Vorhandenen ist klimafreundlicher als alle Politsprüche von wem auch immer.

Gerade der Herbst ist eine Erntezeit. Warum müssen es Früchte aus der Ferne sein, wenn alles auch nah zu haben ist.

Die Gesichter des Herbstes lachen uns förmlich an. Beeren, Äpfel, Birnen, Mais, Salate.

Vielleicht müssten wir weniger arbeiten, könnten uns mehr leisten, hätten keine Verschwendung und dabei hätten alle etwas zu essen.

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