Die Brücke ins Nirgendwo

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Nirgendwo ist irgendwo.

Jeder Weg kommt irgendwo her und führt genau so irgendwo hin.

Der Mathematiker Leonhard Euler musste in Königsberg das Problem lösen, einen hypothetischen Spaziergang über 7 Brücken so zu gestalten, dass er am Schluss wieder am Ausgangspunkt ankommen sollte.

Manche Brücken wurden für etwas gebaut, das dann nicht statt gefunden haben,

wie eine Autobahnbrücke , die als mehrspurige Autobahnbrücke alleine über dem Rhein da stand.

Viele Brücken zerfallen, müssen saniert werden, weil sich der Beton auflöst, rissig wird, oder das Eisen im Beton rostet.

Brücken, die Verbindungen zwischen 2 Punkten, zwischen Menschen, Kulturen.

Wer über halb zerfallene Brücken gehen möchte, riskiert, dass diese zusammenbrechen und zu einem Disaster werden.

Soziale Brücken, eine andere Art, müssen gepflegt und kultiviert werden.

Alle können marod werden, bedürfen der Sanierung.

Manche Brücken sind schwierig zu begehen.

Wie heißt es in dem Lied von Karat:

“Über sieben Brücken musst du gehen, sieben dunkle Jahre überstehn
Sieben Mal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein”

oder:

“Manchmal scheint die Uhr des Lebens still zu stehn
Manchmal scheint man immer nur im Kreis zu gehen
Manchmal ist man wie von Fernweh krank
Manchmal sitzt man still auf einer Bank”

So ist der bessere Weg in jeder Hinsicht Brücken zu bauen, brüchige zu renovieren, und wenn diese sinnlos sind, abzureißen.

Jeder Brücke hat einen Anfang und ein Ende,

und,

was am Ende ist, sehen wir erst, wenn man den Weg über die Brücke aufgenommen hat.

Nicht jeder kann die Brücke von oben sehen, nur wenn man auf ihr steht, kann man sie erfassen.

Und Leonhard Eulers Problem ist wie in unserem Leben, am Ende kommen wir da an, wo wir angefangen haben,

ohne etwas sind wir ins Leben getreten, ohne etwas gehen wir, dazwischen hat jeder seine Brücken zu überqueren,

und,

manchmal sind sie brüchig, manchmal zu schmal, zu befahren, gefährlich,

oder man kann sein Schlossanhänger, wie an den Liebesbrücken anbringen,

als Weg in die Freiheit sehen, Grenzen überqueren,

als Chance sehen, wie die Glienecker Brücke in Berlin, wo im Kalten Kriege die Spione ausgetauscht wurden.

wir wissen es erst am Ende.

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