Im Rausch der Zeit

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Ehe man sich versieht, ist Zeit vergangen.
Zeit für nützliche und angenehme Dinge.

Wir befinden uns in einer Zeitphase , in der alles schnell, schneller, noch schneller gehen muss.

Und wenn etwas nicht klappt explodiert die Ungeduld.

Dann kommt eine Krise, wie die Coronakrise, die Menschen bekommen auf einmal ” Zeit” verordnet.

Auf einmal drängt nichts, alles muss liegen bleiben,  theoretisch hätte man Zeit.

Aber bereits nach kurzer Zeit weiß man mit sich, seinen Mitmenschen , seinem Partner oder Partnerin nichts anzufangen.

Wie einfach war das Laufrad der alltäglichen Berufswelt.

Frühstück, Arbeit, Kollegen, Schluss, nach Hause, keine Zeit um über Probleme zu sprechen, alles in sich beruhigend, man muss sich ja nichts Schwierigem stellen.

Dann bleibt die Zeit beinahe stehen.

Für Kinder hatte man nur am Wochenende Zeit, auf einmal hat man sie den ganzen Tag, und wenn sie störten, konnte man sie zum Spielen schicken. Aber es sind doch die eigenen Kinder, und, was ist wichtiger?

Und, das geht bei Quarantäne nicht. Man muss sich allen Fragen und Problemen stellen.

Und genau das will man nicht. Ohne dies wäre es ja so bequem.

Man jammert auf extrem hohen Niveau, weint gar, bekommt Depressionen, Aggressionen, und sehnt sich die Arbeit zurück. Man spricht von häuslicher Gewalt, statt endlich einmal über Zeit für einander.

Was ist die Welt ohne die Arbeit?

Keine Zeit für einen Zeitkater, den Zeitrausch auszuschlafen.

Ungeduld  und Unzufriedenheit kann an einem nagen.

Die Kinder, die man ja selbst verursacht hat, sollen wieder in die Schule, dass man sie endlich wieder weg hat.

Wie verquert ist die Welt.

Wenige nutzen die Zeit in Ruhe ohne Hektik und Stress, lernen und spielen mit ihren Kindern, Partner haben Zeit, man kann vieles besprechen.

Statt dem geplanten Urlaub investiert man in die Verschönerung seiner 4 Wände.

Auf einmal hat man Zeit mit Freunden zu telefonieren, alte Kontakte wieder zu beleben.

Für manche ist dies aber schwierig.

Einfach nur in eine Kneipe zu gehen und einige Bierchen zu trinken, nur belangloses zu reden, ohne Verantwortung, Nachdenken, einfach nur Spass haben ist einfacher, und hat man diesen  nicht, wird geklagt.

Wie viele Menschen haben dies nicht, oder überhaupt diese Möglichkeiten, und sie jammern nicht, denn dies würde die eigene Lebensfreude nehmen.

So ist das Schwierigste, die Räder der Zeit still stehen zu lassen, dieses zu akzeptieren, aus der Situation das Beste zu machen, lernen zu leben, und das ändert sich in einer Quarantäne nicht.

Aber Nörgeln und Meckern, einfordern und klagen, Selbstmitleid und Jammern hindert einem das Schöne zu sehen, und die Chance zu nutzen, dem Rausch des Alltagsstress zu entgehen.

Aber die Menschen geben , was ja einfach ist nicht selbst die Schuld, sondern der Staat ist der Schuldige. Dabei vergessen sie, daß wir alle den Staat ausmachen.

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