Freiheit und Quarantäne

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Schon lange keine Zeit gehabt,

nur Stress und Arbeit, dahin, dorthin, ruhelos.

Auf einmal  sieht man Blicke, Aussichten, Perspektiven, die man schon lange nicht mehr gesehen hat.

Die Frage ist immer, was ist die Freiheit wirklich.

Tun und lassen was man will, kann auf dieser Erde niemand,

denn alles was man tut kommt irgendwann auf den Tisch der Gerechtigkeit, eines Gerichtes, nicht von dieser Welt.

Man kann sich zwar nicht oft genug einreden, dass mit dem letzten Atemzug alles eh vorbei ist,

man schläft einfach ein und wacht nicht mehr auf. Aus, vorbei, rum.

Aber ganz so einfach ist das nicht.

Aber was ist dann die Freiheit?

Schaffen bis zum Umfallen, Geld, Macht, Gier, immer hinter irgendetwas herlaufen, dem Mammon des eigenen Ego?

Was erscheint uns wichtig?

Oft erkennt man was man hat, erst dann, wenn man es nicht mehr hat.

Vieles ist selbstverständlich, auch das Mühlrad oder das Gefühl wie ein Hamster immer im Drehrad zu laufen.

Eine Möglichkeit wäre Aussteigen aus dem Trott, Umsteigen in etwas was der Seele mehr gut tut.

So, wie ein junger Mann dessen Vater sein ganz Leben geschuftet hat, ebenso die Mutter.

Dann übernimmt er den Betrieb des Vaters, die Mutter stirbt  an Krebs, der Vater bekommt einen Schlaganfall, und dann fragt man sich, ob man dieses wiederholen will und steigt aus.

Manche überlegen sich, wenn sie als Jugendliche die Erwachsenenwelt anschauen, erst gar nicht Einzusteigen.

Irgendwann kommt der Punkt, wo man nicht aussteigen kann, es scheint zu spät zu sein.

Und auf einmal wird alles auf den Kopf gestellt, ein Unglück, eine Katastrophe ,eine Pandemie.

Quarantäne Ausgangssperre zum Schutz, Reiseverbot, Ausgehverbot, Untersagung aller direkten physischen Kommunikationen.

Die einen beginnen auf einmal zu entspannen, lernen wieder mit ihren Partner länger zu sprechen, nicht zwischen der Arbeits- und der arbeitsfreien Zeit, so oberflächlich.

Mit Freunden skypen, telefonieren, sprechen, wieder einmal ein Brief schreiben, all das, was man ewig nicht konnte. Videokonferenzen, das digitale bekommt einen Schub. Home Office wird entdeckt, manche Arbeit muss ja weiter gehen.

Kreativität ist angesagt, erfinderisches ist gefragt um über die ” Runden” zu kommen. Masken nähen, virtuelle Immobilienbesichtigungen, neue Wege.

Andere verzweifeln, Angst um einen Job, sinnieren, jammern. Selbstmordraten steigen, es wird beklagt das Ende der Freiheit sei gekommen.

Wir jammern auf so hohem Niveau, und vergessen, dass es auch anderes gibt.

Was machen die Menschen, die nicht unsere Infrastruktur haben, nicht die Haushaltslage wie in den reicheren Ländern?

Was alle machen können, weil auf einmal alle ” gleich ” sind, ist, auf der Terrasse, im Garten oder Balkon Kräuter zu pflanzen, lernen einfach zu essen, gesund zu kochen, nicht jeden Tag Fleisch, vielleicht selbst zu backen, und man kann mit seinen Freunden all die Ideen teilen.

Die Zeit ist so wie man sie sieht.

Man kann sich einreden schnell, schneller, noch schneller, hetzen und gehetzt werden, oder einfach entspannen und seine Gedanken ins Nirwana senden.

Wenn sie von dort zurückkehren ist Zeit und doch keine Zeit vergangen.

Geniessen und überhaupt erfassen, was um einen herum ist, entdecken , was man immer übersah, statt all dem, was einem zuvor auch nicht gepasst hatte, nach zu trauern.

Kein Job ist für die Ewigkeit gemacht, man kann wechseln, umdenken, neues anfangen, vielleicht Chancen nützen sich selber zu verwirklichen.

Der Blick in die Ferne , auf den Horizont, die Wolken und das was einem umgibt als Impuls verstehen, dankbar, dass bei allen Umständen, vom Schicksal Chancen bekam, besser zu ” sehen”.

Die Freiheit ist immer die Freiheit, die man meint zu haben oder auch nicht, und der kurzzeitige Verzicht auf wenige Entscheidungsoptionen, wie Urlaub, Demo teilnehmen, Partyfeiern, Kneipenabende ist nicht das Ende, insbesondere , wenn es zum eigenen Schutz dient.

Das Privileg der Dummen ist, daß , wahrscheinlich um dass sie diesen Zustand nicht merken, meinen,  sie wären  die Schlausten und haben deshalb ein überzogenes Anspruchsdenken und Selbstüberzeugung von dem was sie sich einreden,

und,

die Intelligenteren hinterfragen sich dauernd selbst und  zweifeln an sich.

Bei Freiheit sollte man sich realisieren, dass egal, was passiert, die eigenen Gedanken immer frei sind, und Freiheit ist ein Gut, was man einem nur physisch nehmen kann,

und,

die Geschichte zeigt, dass dies nie für ein ganzes Leben war.

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