Vorfreude

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Wenigstens einmal im Jahr denken Menschen an Positives,

nicht an Kriege, Gewalt, Verbrechen, Katastrophen.

Es laufen Spendenmarathons, Spendenaktionen,

die Maschinerie der Menschlichkeit des Sozialen hat Hochkonjunktur.

Wenn nicht jetzt , wann dann, sind die Herzen offen.

Die Chance, vom  Kuchen der Spenden etwas ab zu bekommen ist groß.

In den meisten Religionen ist das soziale Teilen, Barmherzigkeit  verankert,

nur vergessen es die meisten Menschen.

Im Hinduismus ist Gott ein Ozean der Gnade und Barmherzigkeit,

Im Buddhismus ist das Karuna (Mitgefühl) eine der vier Brahmaviharas ( himmlische Verweilzustände )

Für Juden ist Jahwe ( Ex 34,6) ein barmherziger und gütiger Gott,

Der erste Vers der ersten Sure im Koran beginnt mit:

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen.

Für Christen ist Nächstenliebe Pflicht.

Nur schade, daß die Menschen  sich eklektisch aus ihren religiösen Werken, die sie eh nie richtig gelesen haben, das herausziehen, was ihnen gerade passt.

Den Kerninhalten folgend könnte nie jemand extremistisch, fanatisch, unmenschlich sein, aber die Menschen laufen anderen Idealen hinter her.

Wer alt und gebrechlich ist, sollte aus dem Verkehr gezogen werden, er kostet nur Geld.

Gebrechliche belasten nur.

Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, ein Mitleid oder eine Freundlichkeit bringt ja nichts, nur Geld, denn das ist die Freiheit, die man meint zu bekommen, die,

dass man immer dann, wenn man Lust hat, etwas zu kaufen oder zu  konsumieren, dieses  kann.

Wegen eines älteren oder gebrechlichen Menschen steht in einer Strassenbahn keiner mehr auf.

Man denkt höchstens ” Alter, was willst Du”, vergessend, dass diese Alten die Basis für das Leben der anderen nachfolgenden geschaffen haben, und unausweichlich jeder einem älter werden nicht ausweichen kann.

Und so schreit ein Mädchen: Ihr habt mir meine Kindheit zerstört, anklagend, vergessend , dass sie selbst ein leben im puren Luxus führt, als Kind reicher Eltern, und da lässt es sich gut leben und man wird hofiert.

Das Ganze offenbart aber die Verlogenheit heutiger Gesellschaften.

Bei den Trägern der Sozialbranche hat der kommerzielle Gewinn zumeist einen höheren Stellenwert als die Menschlichkeit, als Arbeitgeber als auch als auch sozialer Leistungsträger.

Und, so nutzt man die Vorweihnachtszeit, um die Bilanzen des Kommerzes zu polieren, zu verkaufen, man muss ja etwas schenken wird einem eingeredet.

” man muss ja, ein schlechtes Gewissen wird einem eingeredet, wenn man nichts kauft”

Organisierte Bettler haben Hochkonjunktur, setzen sich an die am lukrativ erscheinendsten Plätze.

Vielleicht wäre das Schönste in der Vorweihnachtszeit einfach etwas Menschliches zu tun, Mitleid zu haben, freundlich zu sein, etwas selber zu basteln und dies zu verschenken, zu helfen, oder vielleicht nur einmal zuzuhören.

Und diese Vorweihnachtszeit könnte schon im Januar beginnen , nicht erst 5 Wochen vor Weihnachten. Dann wäre Vorfreude ” Freude”

 

 

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