Steinruinen

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Wenn man Bilder sieht, wie schnell gesprengte Hochhäuser, Kaminschlote, Brücken, Industrieanlagen in sich zerfallen, wird einem bewusst, wie zerbrechlich unser Leben und unsere Lebenswelt ist.

Menschen  wohnen in einem Hochhaus im soundsovielten Stock, Appt Nr X.

einige hundert Menschen haben da in diesem Gebäude ihren Lebensraum, und

irgendwann wird auch dieser  zu Staub zerfallen, zermahlen und als Bausubstanz für anderes verwendet werden, ob von uns Menschen , das  weiß man nicht, wir können es auch nicht erahnen. Manche Reste werden als Molen gegen Wellen verwendet werden.

Was wird bleiben?

Von den Persern haben wir einige Ruinen, von den Griechen Tempel wie die Akropolis, viele Geschichten wie die Ilias und die Odyssee, von den Ägyptern, den Mayas und Azteken die Pyramiden, was von uns?

Die Silhouette von New York mit der Freiheitsstatue, als Denkmal für die im Digitalzeitalter verlorene Freiheit,

oder die Wolkenkratzer von Dubai und Singapur als Denkmäler einer verlorenen Kultur Babylon II , die hinaufstrebte, auf Sand baute, bis  die Eisen in den Betonmauern zu rosten anfingen, dann abgebrochen werden mussten,wie die Autobahnbrücken, die der Stolz der alten Verkehrswege waren und tiefe Schluchten überqueren konnten.

Steinwüsten vergangener Lebenswelten werden die Arbeitswelt und Spielwiese der Archäologen im Jahre 2525 sein, wie es in dem Song von Zager and Evans heisst:

” In the year 2525, if man is still alive
If woman can survive, they may find

In the year 3535
Ain’t gonna need to tell the truth, tell no lie
Everything you think, do and say
Is in the pill you took today”

Nichts ist für die Ewigkeit, nur das ” Jetzt” erleben wir, und auch das ” Jetzt” beinhält Vergangenheit, manchmal Vergangenheiten.

Wir sprechen von den 40ern, 50ern, 60er, von Songs dern Ninties, aber alles war im letzten Jahrhundert, wie die Landung auf dem Mond.

Alles scheint schon so weit weg zu sein, wie die eigene Geburt, besonders, wenn diese schon im letzten Jahrhundert war und die Großeltern im Jahrhundert davor geboren wurden, und so man Enkel und Urenkel haben wird, die das nächste Jahrhundert erleben werden.

In den 60ern war das Jahr 2000 magisch, aber wir vergessen, daß es nicht nur “eine ” Zeitrechnung gibt, und manche  schreibt sich anders.

Nur die Steine sind die ewigen Zeugen, auch wenn sie verbaut wurden,oder zu Sand von Meer und Flüssen zermahlen-

aber die meisten Steine haben auch einmal gelebt.

Würden wir bei unserer Geburt eine Kartoffel geschenkt bekommen, diese mit anderen klein pressen und an einem sonnigen und sicheren Ort lagern, wäre diese, wenn wir 70 werden, ein Stein, und nichts würde an das einstige Nahrungsmittel und die Grundsubstanz für die, wie man sagt , 1789 in Namur, Huy und Dinant erfundenen Pommes Frites, erinnern.

Wenn es unsere Siedlungen längst nicht mehr gibt: Was bleiben wird sind Flora und Fauna in irgendeiner Art.

Wir meinen Frösche und Bienen retten zu müssen, vergessen dabei die zig Tausende andere Arten und Lebensformen, aber diese eine auserwählte Art lässt sich gut vermarkten, meint man.

Prunk und Pracht kommen und gehen, nur sollten wir irgendwann aufwachen und nicht auf dem Ast, auf dem wir stehen und den wir absägen, stehen oder sitzen bleiben.

Steine und Steinruinen sind unsere Geschichte

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