Ablaufdatum

„Der Schutz unserer Natur hat kein Ablaufdatum“ .

Er trägt die Dringlichkeit und zugleich die Zeitlosigkeit in sich.

Es ist ein Satz, der nicht nur mahnt, sondern auch Hoffnung stiftet: dass Verantwortung nicht verjährt, dass Fürsorge nicht saisonal ist, dass Natur nicht verhandelbar sein darf.


Die Blätter verhandeln nicht.
Wasser kennt keine Fristen.
Und doch stempeln wir das Morgen
mit dem Datum von gestern.
Aber wer lauscht,
hört das Moos flüstern:
„Ich bleibe, auch wenn wenn du nicht bleibst.“

Biologisch betrachtet haben wir Menschen ein Ablaufdatum.

Der Körper kennt seine Grenzen, die Zellen zählen mit, und irgendwann endet das, was wir dieses Leben in dieser uns vertrauten Form nennen.

Die Bestandteile aus denen unser Körper besteht, die Mineralien, zerfallen nicht, – sie haben kein Ablaufdatum.

Sie gehen wieder in die Erde über und dienen anderen Lebewesen als physische Grundlage.

Manchmal braucht man ein stilles Memento mori, ein Bekenntnis zur zyklischen Natur des Lebens.

Der Kontrast zwischen dem vergänglichen Organismus und den unvergänglichen Elementen,

aus denen er besteht, öffnet einen Raum für Reflexion,

über Endlichkeit und Kontinuität,

über das” “Ich” als Passage und die Materie als ewigen Stoffwechsel der Welt.

“Der Körper zählt rückwärts,
Zelle für Zelle,
ein leiser Abgesang
auf das Jetzt.

Doch das Kalzium in den Knochen
trägt kein Verfallsdatum.
Es wandert weiter —
in den Apfelbaum,

in den Vogel der den Apfel pickt,
in das Reh,
in den Kiesel am See.

Wir lösen uns auf
und kehren zurück
als Grundlage
für das nächste Lied
der Welt.”

Philosophisch gesehen ist das „Ablaufdatum“ des Menschen nicht fixiert.

Es ist ein Spiegel unserer Haltung zur Zeit, zur Endlichkeit, zur Verantwortung.

Manche leben, als gäbe es kein Morgen.

Andere, als sei jeder Tag ein letzter.

Und wieder Andere versuchen, Spuren zu hinterlassen, die über das eigene Ende hinausreichen — in Worten, Bildern, Gesten, Beziehungen.

Vielleicht ist es nicht das Ablaufdatum, das zählt, sondern was zwischen Herstellung und Verfall geschieht, das, wie wir dem Vergehen Schönheit abringen, wie wir im Fragment das Ganze ahnen lassen.


Der Körper zählt leise.
Doch die Seele —
auf ihr steht kein Verfallsdatum,
sie speichert alles,auch das, was berührt wurde.
Ein Blick,
ein Satz,
ein Bild an der Wand
bleibt,
wo Zeit nicht mehr misst.

Im Konglomerat des Seins

„Ich bin kein Zentrum, kein Ursprung.
Ich bin ein Konglomerat—
aus Blicken, die mich trafen,
aus Straßen, die mich trugen,
aus Worten, die ich nie sprach.
Mein Sein: ein Sediment aus Tagen,
durchzogen vom Dahinter.“

Ein Sediment aus gelebten Fragmenten, widersprüchlichen Impulsen, urbanen Miniaturen und der täglichen Praxis des Widerstands.

Ein Konglomerat ist ein Gestein aus verschiedenen, oft abgerundeten Fragmenten—ein Bild für das “Ich “als Vielheit, als Sammlung disparater Erfahrungen, Rollen, Erinnerungen, Masken, Verletzungen, Träume.

Es verweigert die Idee eines homogenen Selbst und feiert stattdessen die Vielschichtigkeit.

Nicht „das Selbst“ im essentialistischen Sinn, sondern das „eigene Sein“—ein Prozess, ein Werden, ein In-der-Welt-Sein im heideggerschen Sinne.

Es ist nicht abgeschlossen, sondern durchlässig, verwoben mit Zeit, Ort, Anderen.

Und mit manchen Menschen besonders, denn dann ist das Ich nicht Zentrum, sondern Durchgang —ein Resonanzraum für das „Wir“, das sich in Begegnung, Mitgefühl und Liebe entfaltet.

Die Liebe als Wunderwirkerin—nicht im romantischen Kitsch, sondern als schöpferische Kraft, die das Ich durchlässig macht, verletzlich, offen.

Und genau darin liegt vielleicht das Glück: nicht im Besitz, sondern im Teilen, nicht im Haben, sondern im Sein-mit.

„Wenn das Ich sich neigt,
entsteht Raum für das Wir.
Und in diesem Raum
wächst das Wunder:
Liebe,
die nicht fragt,
sondern trägt.“

Die Jahre bringen einem vieles bei, das die Tage nicht erahnen können

Das langsame Werden des Lebens schenkt uns Einsichten, die im flüchtigen Takt des Alltags verborgen bleiben. Die Tage sind laut, fordernd, voller Bewegung – sie drängen uns zum Tun.

Doch die Jahre, sie lehren uns das Sein.

Sie sind die Geduld der Zeit, die uns lehrt, was wir im Moment nicht fassen können.

Sie zeigen uns, wie Schmerz sich wandelt, wie Freude sich vertieft, wie das Dahinter – jenes schwer Fassbare – langsam Kontur gewinnt.

Die Jahre lehren, was die Tage nicht wissen.
Nicht laut, nicht eilig –
sie schleifen die Seele wie Wasser den Stein,
bringen Tiefe in das,
was einst nur Oberfläche war.

Die Tage rufen zum Tun,
doch die Jahre lehren das Lassen.
Sie zeigen,
dass Erkenntnis nicht im Licht entsteht,
sondern im Schatten,
wo Zeit sich sammelt
und Bedeutung langsam wächst.

Was gestern flüchtig war,
wird heute Wurzel.
Was heute schmerzt,
wird morgen Sprache.
Und was wir nicht verstehen,
wird vielleicht das,
was uns trägt.

Der Schleier der Impressionen

Das Leben ist nicht ruhig.

Es bleibt immer wenig Zeit zum Träumen.

es ist vibrierend und vielschichtig.

Gesichter sind Maske und Spiegel zugleich – Schwellenbilder zwischen Sichtbarem und Verborgenem.

Gold und sein Glanz wirkt wie eine haloartige Aura, Symbol für ein inneres Aufleuchten, als Einladung zur Erinnerung an das Dahinterliegende.

Nur sehen dieses die Menschen, die Gold aus ökonomischen Gründen horten oder zur Schau tragen, nicht.

In einem weltberühmten Cafe , dem Cafe New York, kann man einen Cafe trinken, der mit Goldstaub bestreut ist.

Der Glanz ist betörend und das Bewusstsein dieses zu trinken, nicht unangenehm.

Menschliche Figuren und architektonischen Elemente sind Erinnerungslandschaften oder innere Städte – vielleicht ein Echo biografischen Orte oder imaginierte Geografien des Selbst.

Die Spannung zwischen Dauer und Vergänglichkeit, ist fast wie ein visuelles Sinnbild für ein Konzept des „Dahinter“.

Ein poetischer Atlas in Bewegung, singuläre Resonanzpunkte, Übergangsmoment.

Der Schleier der Fragmente – nicht als bloßer Schleier, der verhüllt, sondern als lebendige Membran zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen.

Er legt sich über uns, nicht um zu trennen, sondern um zu erinnern.

Erinnerungen als Widerhall des Ursprungs.

Das Ganze ist nicht harmonisch, sondern durchzogen von Dissonanzen, von jenen, die sich dem Resonanzraum entziehen oder ihn stören.

Und doch – auch sie sind Teil des Ganzen. Vielleicht ist es gerade diese Spannung, die das Ganze lebendig hält, die es atmen lässt.

Geschichten die das Leben schreibt.

„Geschichten, die das Leben erzählt“ klingt wie der Titel eines Buches, das nicht geschrieben, sondern gelebt wird.

Jede Falte im Gesicht, jeder Kieselstein auf dem Weg, jede zufällige Begegnung – alles wird zur Erzählung,

wenn man mit wachen Sinnen durch die Welt geht.

Das Leben bietet uns unzählige Varianten.

In der Straßenbahn, die Menschen sitzen da, unfreundlich, die meisten auf ihr Handy starrend, spricht man sie an, erschrecken sie.

Andere sind rücksichtlos rempeln einem an.

Beim Weg von einer Zugverbindung zur anderen rennen einem Menschen, die wie gehetzt blind daher rennen, fast um.

Dann wieder etwas ganz anderes. Eine Gruppe aus einem anderen Land ist gut drauf, macht Witze und integriert einem gleich in ihr geschehen.

Man kann alle Nuancen des Lebens und der Schicksale erleben, und jede Begegnung schreibt ihre Geschichte

Ein Mosaik aus Momenten – ein urbanes Palimpsest, in dem sich Gleichgültigkeit und Wärme, Entfremdung und spontane Nähe überlagern.

Es ist, als würde die Straßenbahn selbst zur Bühne eines ungeschriebenen Dramas, in dem jeder Fahrgast eine Rolle spielt, ob bewusst oder nicht.

Die Frage: Darf ich fragen aus welchem Land sie kommen, hat oft zur Folge dass man feststellt gemeinsame Bezugspunkte zu haben.

„Zwischen zwei Haltestellen“

Manchmal ist die Straßenbahn ein Aquarium aus Glas,
gefüllt mit Blicken, die sich nicht begegnen wollen.
Die Menschen starren in ihre Hände,
als läge dort das Versprechen auf ein anderes Leben.
Spricht man sie an, zucken sie zusammen –
als hätte man ein unsichtbares Gesetz gebrochen.
Ein Rempler, ein hastiger Schritt,
und schon ist man wieder allein
inmitten der Menge.

Doch dann, ein Lachen.
Eine fremde Sprache, die wie Musik klingt.
Eine Gruppe, die sich nicht schämt, zu leben.
Sie reichen dir ein Stück ihres Moments –
und plötzlich bist du Teil eines Festes,
das du nicht geplant hast.

So fährt die Bahn weiter,
durch Städte, durch Stimmungen,
durch Geschichten,
die sich nicht aufhalten lassen.

Dann im Zug ein kleines Kind dass aus vollem Herzen einfach vor sich hin singt.

Ein anderes, daß immer “Oder, oder” sagt, monoton wiederholend. Nach jedem Satz “Oder, oder”.

Der Grund ganz einfach. Die Mutter hatte es immer gefragt, magst Du den Brei, oder lieber das oder jenes, und, so hat das Mädchen das “Oder” wiederholt.

Genau das ist es , was das tägliche Leben so reichhaltig und wertvoll macht:

Das Sammeln dieser Splitter, das Aufspüren des „Dahinter“ in der flüchtigen Begegnung.

Eine Frau sitzt gegenüber, hat ein T Shirt an, das ein blutendes Schottland zeigt, mit der Aufschrift “Bloody Scotland” . Auf die Frage wie sie dazu kommt, die Antwort. Sie ist Krimi Autorin. Aus dem Gespräch wird eine Bekanntschaft.

Menschen öffnen sich, wenn sie merken, dass andere auch offen sind, und die Geschichten nehmen ihren Lauf.

Würden doch lieber alle Menschen aufeinander zu gehen und ihre Geschichten austauschen, statt sich hinter irgendwelchen Kulissen ihres Seins zurückziehen.

Wenn schönes Alte verschwindet

Es ist schade, wenn Dinge, die einem einmal gefallen haben und bewährt waren, auf einmal verschwinden

Oft denkt man, dass die alten Leute immer das verherrlichen, was in ihrer Jugend war.

Wenn man genau hinschaut war diese überhaupt nicht so schön.

Jede Zeit hat ihre Macken und manches wirkt in der Retroperspektive verklärt.

Dinge, die heute sind, ob das wirklich gut ist oder nicht gut, das merkt man erst ins Nachhinein.

Trotzdem vermisst man vieles zum Beispiel einen schöneren Tante Emma Laden.

Der war übersichtlicher wie ein Supermarkt,

gemütlich war er schon, aber man hat nicht alles bekommen.

Es gab früher nicht so viele Spielzeuge oder Bekleidung, auch die globale Essensauswahl

Für Kleinkinder gab’s in den fünfziger Jahren gar nicht viel Auswahl. Das kam alles erst viel später.

Und heute, für die Wohlstandskinder des digitalen Zeitalters?

In Afrika gehen Kinder hin basteln Spielzeug zusammen aus Metall und Abfall.

Das können unseren Kindern gar nicht mehr und wenn der Strom ausfällt, dann tun sich manche Kinder schwer.

Was machen, wenn das Handy nicht mehr aufzuladen geht und was ist mit der Kommunikation? Man kann keine SMS mehr nehmenso ist das halt.

Nostalgie ersetzt nicht die Realität, sie ist eklektisch.

Man muss jede Zeit für sich sehen und jederzeit genießen und jeder Zeit hat ihre Besonderheiten und man darf sich dem nicht verschließen .

Und, man sollte ehrlich zu sich selbst sein.

Anonym

Wer weiß den schon wer wo wohnt und wie es ihm gehen mag?

Man kann nicht hinter die Kulissen schauen.

In kleineren Mehrfamilienhäuser eher noch aber in Wohnblocks kennt man sich nicht.

Niemand registriert ob man krank oder gesund ist, Probleme hat.

Da man selbst meistens welche hat, kann man nicht noch die der anderen gebrauchen.

Nur vor sich hin zu leben kann nicht der Sinn des Lebens sein.

Der liegt doch eher in einer Lebensfreude,

In und mit der Türen und Fenster aufgehen können.

Wir Menschen scheinen die einfachsten sozialen Komponenten des Lebens zu verlernen.

Eine Welt in der Hass regiert möchte man ich sein. Die Erde , menschlich ein dunkler Planet?

Die Massen ziehen freiwillig oder willig in Kriege, dabei sind die Kriegstreiber immer in Sicherheit .

Sie können Macht nicht loslassen.

Man sollte sie alle weglachen

Die Liebe regieren lassen . Das Miteinander und das Gegeneinander verbannen.

Hinter jeder Tür, jedem Fenster steht ein Mensch.

Geben wir doch dem blauen Planeten die Chance ein Friedensplanet für Menschen und Tiere zu werden.

Vielleicht werden die unzähligen toten Menschen und Tiere die Störer des Gleichgewichts und des Frieden anklagen.

Aber dazu müssen wir raus aus der Anonymität hinter der wir uns im

Mainstream verstecken.

Einfach das Lustige zulassen

Zu oft verliert man sich in den Belanglosigkeiten des Alltags.

Sich ärgern ist nutzlos, man verwendet Energie für Nichts das dies auch nur es wert wäre.

Man sitzt im Zug, jeder schaut muffig wirkend auf sein Mobiltelefon,

keine Mine verzierend, maskenhaft.

Was beschäftigt die Menschen.

Die Anzahl der Likes, hat jemand eine Message gesendet, muss man auf ein WhatsApp Signal reagieren?

Warten auf Anrufe die doch nicht kommen, wissen wollen was wer wie und wo postet?

Ins Nachhinein vermutlich alles nutzlos vertane Zeit.

Aber welche Zeit ist nicht nutzlos?

Die Zeit die irgendeine Form der Nachhaltigkeit beibehält.

Mitleid, Hilfsbereitschaft, Verständnis , Freude verursacht

Ein Lächeln kann die Welt verzaubern, Vorurteile einfach wegwischen.

Vorsicht: Lächeln kann anstecken.

Man muss es nur zulassen.

Die verlorene Mimik

Ein visuelles Aufeinandertreffen zweier Maskenwelten.

Rituell aufgeladene Figuren, Gesichter sich in Unschärfe verlierend , und dann die andere Seite, grell geschminkt, karikaturhaft.

Es sind immer zwei Arten von Sichtbarkeit.

Eine, die sich einem entzieht, die andere die nach Aufmerksamkeit schreit..

Die Welt ist wie eine Bühne, ein Gehäuse, das oft von leuchtenden Rosa- und Rottönen durchbrochen wird,

von emotionalen Rissen, auch Spuren von Widerstand.

Ein Dialog zwischen Oberfläche und Tiefe, zwischen Archetyp und Intimität.

„Verlorene Mimik“ – das klingt nach mehr als nur einem Gesichtsausdruck, der entgleitet.

Es klingt nach einem Verlust von Resonanz, von echtem Gegenüber, von der Fähigkeit, sich im Anderen zu erkennen.

Und wenn man dies mit dem Unvermögen der Menschheit verbindet, Frieden zu finden, entsteht ein tiefes, fast apokalyptisches Bild:.

Die Gesichter haben Angst sich selbst zu sehen– als Spiegel des Inneren – die Sprache verlierend..

Die Gesichter sind da,
aber sie sprechen nicht mehr.
Die Stirn kennt keinen Zweifel,
die Augen kein Erbarmen,
der Mund kein Zögern.

Wir tragen Masken,
nicht aus Stoff,
sondern aus Starrsinn,
aus Angst vor Berührung,
aus der Müdigkeit des Immergleichen.

Der Friede –
nicht verloren,
sondern nie gelernt.
Wie soll man sich versöhnen,
wenn man einander nicht mehr ansieht?
Wenn das Antlitz nur noch Fläche ist,
nicht mehr Frage, nicht mehr Antwort.

Vielleicht beginnt der Friede
nicht in Verträgen,
sondern in der Rückkehr
der Mimik.
Ein Zucken, ein Blinzeln,
ein Zittern im Gesicht –
als Zeichen, dass da noch etwas lebt,
das sich berühren lässt.

Dolendeckel

Dolendeckel, Kanaldeckel, Schachtdeckel oder Gullydeckel.

Viele Bezeichnungen für ein Tor zu einer anderen Welt,

dass bereits die alten Römer entwickelten , um Passanten zu schützen, und um Objekte aufzuhalten, die hineinfallen oder hineingeworfen werden könnten.

Diese Deckel waren damals fast immer aus Stein gehauen, heute sind sie aus Eisen.

Althochdeutsch ” dola” Rinne oder Röhre.

Zumeist sind sie rund , manchmal eckig.

Manche sind Kunstwerke.

Jeder läuft einmal darüber, meistens ohne nachzudenken,

ohne sie zu beachten.

Tore zurUNterwelt.

Mystisch, verschlossen und verschlüsselt.

Die Welt des Gestanks, des Verdrängens,

der weg geschütteten Reste menschlicher Haushalte.

Es ist der Ort wo Ratten und Ungeziefer ihre Heimat haben .

Eine Welt unter der Unsrigen, eine Parallelwelt,

ohne der die Unsrige in Chaos, Gestank und Krankheiten versinken würde.

Gedacht für Wasser, Abwasser, die Kloake, aber auch zur Abdeckung oder Zugang zu Gas,

mit Ornamenten, Insignien, Symbolen versehen.

Sie erzählen von Geschichten, von den Männern die sie in der Stahlindustrie gossen,

auch von den Menschen, die durch die Eingänge, die sie verschließen, in die unterirdischen Labyrinthe steigen.

Menschen, an die keiner denkt, und niemand ihre Arbeit bewundert, ohne die wir unsicherer wären.

Manche der Tunnels sind Jahrzehnte, Jahrhunderte alt, wie in Rom oder Paris.

Tore zur Unterwelt, zum Hades, oder einfach nur zu anderen Landschaften aus Mauerwerk und Beton.

Durch den Geruch und Gestank den menschlichen Sinnen entrückt,

trotzdem faszinierend.

Eine Welt, die wir verdrängen, aber ohne die wir nur ein unbequemes Leben hätten.

Wie mögen die Bewohner dieser Welt diese Deckel sehen, die Mäuse, Ratten, Würmer und Bakterien.

Die Welt ewiger Dunkelheit, nur geöffnet durch eine Kontrolle der Abwasserbehörde.

Ein für uns nicht nutzbares Versteck, vielleicht ein Notausgang, indem wir schwerlich lebensfähig sind.

Zumindest solange unsere Gesellschaft nicht gezwungen wird in dieser Dunkelheit Zuflucht zu suchen,

wie in Kriegen oder vielleicht Naturkatastrophen.

Wer weiß schon was die Zukunft bringt, welche Mutationen die Evolution hervorbringt.

Dolendeckel, eben der Zugang zu einer Welt der Magie und einer neuen Welt.