Topografie des “Dahinter”

Ein zersplitterter Raum.

Erinnerungen, die sich nicht ganz zeigen.

Eingebettet wie in einem Feld aus Formen, Farben und Strukturen, die zugleich Halt und Irritation bieten.

Wenn die Gedanken an einem vorbei ziehen,

verlorene Mimik in einem Farbengeflecht.

Die Unaufhaltsamkeit des Seins spiegelt sich oft in einer Flut von Bildern,

die wir nicht zuordnen können.

Sie sind wie ein stiller Strom, der durch die Risse unserer Wahrnehmung fließt.

Man versucht immer wieder alles zu hinterfragen,

aber nicht alle Menschen.

Viele leben in einem “automatic mode”.

Alles läuft, man funktioniert, wie eine Maschine.

Vieles erscheint maskenhaft, nur nehmen wir das hinter den Masken nicht mehr wahr.

Es fehlt die Zeit.

Die vielen Regeln, Verpflichtungen schnüren ein Korsett, dass ein Überleben mit Oberflächlichkeit ermöglicht.

Das Tiefgründige bleibt verschlossen,

wir vergessen das wir ein Teil des Ganzen sind und auch Sorge tragen müssen verwurzelt und geerdet zu sein und gleichzeitig die auf uns einfließende Energie aufzunehmen.

Wir überleben in Oberflächen,
vergessen das Tiefe,
vergessen das Ganze.
Wir sind Wurzel und Wind.
Wir müssten Sorge tragen –
für das, was uns trägt.
Für das, was durch uns fließt.

Digitale Petroglyphen

Wie gehen wir mit unseren Ursprüngen um?

Unterbewusst verarbeiten wir sie.

Irgendwann hat jeder einmal die Steinzeitmalereien und Höhlenmalereien gesehen.

Wir tragen die Bilder in uns – unterbewusst, sedimentiert.
die Tiere, die Jäger, die Hände an der Wand.
Höhlen voller Atem, voller Zeichen.

Heute sind unsere Höhlen aus Beton.
Unsere Wände sprechen wieder.
In Farben, in Wut, in Sehnsucht, in Anklagen
Graffiti – moderne Felsmalerei.

Keine Chiffren.
Plakativ.
Einprägsam.
Botschaften, die nicht flüstern,
sondern rufen.

Es sind Geschichten, bildhafte Niederschriften.

Wir fotografieren sie mit dem Mobiltelefon und speichern diese digital ab, machen sie Beobachtern zugänglich.

Wände werden zum Gedächtnis.

Nicht Worte, sondern Gesten. Nicht Sätze, sondern Spuren.


Es sind Geschichten, die nicht gelesen, sondern gesehen werden wollen.


Bildhaft – nicht linear, sondern rhythmisch, eruptiv, fragmentarisch.

Diese Form der „Niederschrift“ ist älter als das Alphabet.

Sie ist körperlich, rituell, kollektiv.

Und sie ist heute wieder da – an Wänden, in Graffiti, in digitalen Collagen.

Eine Art visuelles Gedächtnisfeld, das zeigt, wie Menschen sich ausdrücken, bevor sie sprechen,

das in der Gegenwart weiterlebt – nicht als Nostalgie, sondern als lebendige Spur.

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Die Kosmologie der Erinnerungen

Innere Bewegung und kollektive Erinnerung oszillierend.

Fragmente eines Traums oder einer Geschichte, die sich nicht linear entfaltet,

sondern in Schichten, Überlagerungen und farblichen Resonanzen.

Es ist die Tiefe, jenseits von Rollen und Masken, die die Sozialisation einem aufprägt.

Das Leben ist mehr als ein Spiel von Identitäten auf einem Spielbrett oder Bühne in Kugelform namens Erde

Es ist fluide , formt sich im Zusammenspiel mit anderen.

Manchmal hat man das Gefühl wie in einem „Fragmentarium der Unbeschwertheit“ zu sein,

das die Leichtigkeit von Rollenspielen feiert.

Sternenstaub glitzern wie selbst Sterne oder Partikel im Raum.

Unsere Erinnerungen sind oft wie ein kosmisches Feld, in dem Figuren auftauchen, verschwinden, sich neu verbinden.

Erinnerungen sind vielschichtig, und alle zu erfassen entzieht sich unseren Möglichkeiten.

Sie sind einfach da, nicht in ihrer Komplexität, sondern einzeln, assoziierend, zufällig.

Vieles können wir nicht deuten.

Wenn die Träume zu Ende sind, versuchen wir oft zu rekonstruieren.

Man kann auch nur schwerlich wieder in seinen Traum, in die Erinnerung einsteigen.

Was wir gespeichert haben entzieht sich unserer Kenntnis.

Irgendetwas ist auf einmal da.

Manchmal ein ererbtes Trauma das durch eine Assoziation aktiviert wurde, dann wieder ein freudiges Ereignis;

und, man denkt an andere schönen Dinge seiner Vergangenheit.

Wie ein leiser Gang durch das Labyrinth der Erinnerungen, tastend, nicht erklärend.,

wie Schleiern der Vergangenheit, die sich manchmal lichten, manchmal verdichten.

Erinnerungen sind nicht wie ein Besitz, sondern wollen als Besuch in dem Erlebten verstanden werden.

Manches wirkt wie Erinnerungsreste, wie Traumgestalten, die sich nicht festhalten lassen.

Dann wieder vergisst sich die Erinnerung selbst.

Spielerisch könnte man die Erinnerung auf Spielkarten schreiben,

dann eine Erinnerung, die nicht deutbar ist, ziehen, versuchen zu deuten, was der Moment, der einfach da war, erzählen möchte.

Die schönsten Erinnerungen kommen wenn wir uns in die Natur begeben, in das Ursprüngliche, uns den Wurzeln des Seins, dem Boden, auf dem wir stehen, der Natur, nähern.

Die schönsten Erinnerungen
kommen nicht, wenn wir sie rufen.
Sie steigen auf,
wenn wir schweigen,
wenn wir barfuß gehen,
wenn wir uns dem Moos anvertrauen
und dem Wind erlauben,
unsere Gedanken zu zerzausen.

Sie sind nicht laut,
nicht vollständig,
nicht logisch.
Sie sind wie das Licht,
das durch Blätter fällt —
beweglich,
gebrochen,
wahr.

Im Schatten eines Baumes
kann ein Lächeln aus Kindertagen
plötzlich wieder da sein.
Nicht als Bild,
sondern als Wärme.

Von der Enge zur Ekstase

Man hat manchmal das Gefühl einfach losträumen zu wollen, sich in ein visuelles Fragmentarium – ein Spiel aus Formen, Farben und inneren Zuständen begeben zu wollen.

Die Gedanken, Erinnerungen oder emotionale Marker, sollen sich in einem rhythmischen Chaos ordnen lassen,

das Echo einer verlorenen Mimik hören und sehen, die Fragment der eigenen Identität finden.

Das Dahinter, die Spannung zwischen Struktur und Gefühl, das Spiel mit Ordnung und Zerfall ist wie eine „Geometrie der Erinnerung“ oder „Figuren im Schleier“.

Es ist der Wille, sich aus dem engen Gewebe des Alltags herauszulösen, um seinen eigenen Weg zu finden.

Frei zu sein, obwohl man in Grenzen lebt.

Das Korsett der Routinen, Erwartungen, Strukturen – bunt umgestalten, elastisch machen.

Das Leben ist durchzogen von Farbe, Bewegung, Licht.

Alle Bilder können in den Träumen atmen.

Die Unbeschwertheit zeigt sich nicht als naive Flucht, sondern als ein Aufbrechen, ein Sich-Zeigen, ein Werden.

Vielleicht sollte man denken:

Ich bin nicht das Zentrum, ich bin der Riss.
Ich bin nicht die Form, ich bin das Flimmern.
Ich bin nicht das Korsett, ich bin der Tanz.
Und ich finde – nicht den Weg, sondern das Gehen.

Risse sind sind kein Fehler, sondern Übergänge, Abgrenzungen, der Anfang von etwas Neuem.

Unser Lächeln scheint zu oft genormt zu sein, suggeriert von den sozialen Medien, den vielen Werbespots.

Lieber das unbeschwerte vom Herzen kommende Lachen zulassen

Unter der eigenen Haut ist eher ein Zittern, das tanzen will, und das sollte man zulassen.

In unseren Träumen kann man das tun und testen was man wirklich möchte, Dinge, die außer einem selbst niemand sieht.

Träume sind das Testlabor der Möglichkeiten.

Von der Meditation bis zur Ekstase.

Es erlaubt zu Tanzen obwohl man physisch in einem Rollstuhl sitzen könnte und trotz aller Rationalität emotional Ekstatisches zulassen zu können.

Man ist nie das Zentrum, nur der Durchgang zwischen Natur und künstlich Geschaffenem, auch nicht das Ziel.

Das Gehen ist das Ziel, das im Fortbewegen uns den Platz im Gefüge finden lässt.

Man ist der Wind in einem Gefüge.

Die Bewegung können aber auch zu einer Flaute führen.

Und, ein Lächeln ist immer der Antrieb nicht stehen zu bleiben.

Goldene oder blecherne Zeiten?

Vielleicht sollte man so ab und zu Resonanzräume öffnen, in denen sich mögliche Zukünfte spiegeln.

Wo gehen wir hin?

Goldene Zeiten entstehen nicht von selbst.

Sie sind kein Geschenk, sondern eine kollektive Entscheidung.

Wenn wir sie wollen, müssten sie so aussehen:

Resonanz statt Reizüberflutung.

Weniger digitale Dauerbeschallung, mehr echte Begegnung.

Räume, in denen Stille wieder spricht.

Technik als Werkzeug, nicht als Welt.

Die nachdigitale Zeit könnte eine sein, in der wir die Technologie wie ein Pinsel führen – nicht wie ein Algorithmus, der uns führt.

Wertschätzung des Endlichen.

Gold glänzt nicht durch Überfluss, sondern durch Tiefe.

Vielleicht wird das Seltene, das Langsame, das Handgemachte wieder zum Maßstab.

Jetzt ist Gold Spielmasse, Wertanlage, die man ins Jenseits nicht mitnehmen kann.

Gemeinschaft ist jenseits der Plattformen.

Nach der digitalen Vereinzelung könnte eine neue Form von Nähe entstehen – analog, lokal, verwoben mit der Welt.

Was passiert wenn wir uns verlieren?

Vielleicht blecherne Zeiten

Blecherne Zeiten sind nicht nur von Mangel geprägt, sondern von Entfremdung.

Hypervernetzt, aber innerlich leer.

Alles miteinander verbunden, aber nichts berührt mehr.

Die Welt wird zur Datenkulisse.

Nicht nur Energie wird knapp, sondern auch der Sinn des Lebens.

Wir scrollen durch das Leben, ohne es zu leben.

Wenn Algorithmen unser Denken übernehmen, wird das Menschliche zur Störung, Verantwortung geht verloren, ist outgesourced.

In der blechernen Zeit wird das Vergessen zur Norm – nicht aus Demenz, sondern aus digitaler Überlagerung.

Was kommt nach der digitalen Hochphase? Vielleicht kein „danach“, sondern ein “dazwischen”, ein Wandlungsraum.

Vielleicht kommt eine digitale Askese.

Ein bewusster Rückbau, nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern aus Sehnsucht nach Tiefe.

Netzwerke, die nicht nur Daten, sondern Bedeutung transportieren.

Vielleicht ein „Fragmentarium“ des kollektiven Erinnerns.

Eine kulturelle Rückbindung könnte Mythen, Ritualen, Geschichten wiederentdecken– nicht als Nostalgie, sondern als Navigationshilfe.

Eine neue Ethik des Sehens, Hörens, Sprechens gäbe die Option nicht mehr alles gleichzeitig zu tun, sondern das Richtige im richtigen Moment.

Vielleicht ist die Frage der Zukunft nicht: Welche Zeit kommt?
Sondern: Welche Zeit lassen wir durch uns hindurch entstehen?

Die Schriften der Erinnerung

Die Schrift ist das Speichermedium des kulturellen Gedächtnisses.
Doch was geschieht, wenn das Gedächtnis zu flackern beginnt?
Wenn Zeichen sich von der Bedeutung lösen,
und nur noch als Spuren über das Papier gleiten?

Jede Schrift trägt die Narben ihrer Zeit.
Keilschrift im Ton,

Sütterlin,
Runen im Stein,
Pixel auf dem Schirm,

Grafitti,

QR Codes

Und doch –
zwischen den Zeilen
bleibt das Ungeschriebene,
das, was nicht erinnert werden konnte,
das, was vergessen werden musste.

Vielleicht ein Speicher ohne Schlüssel,
ein Gedächtnis, das sich selbst bewahrt,
jenseits von Lesbarkeit.

Es muss nicht eine bekannte Schriftart oder Alphabet sein.

Manchmal wirkt es eher wie eine Symbolsprache oder ein visuelles Fragmentarium.

Kein Latein, Kyrillisch, Arabisch oder ein asiatisches Schriftsystem.

Ein Produkt einer Neuronenkonstellation, oder eine Botschaft aus dem „Dahinter“, eine Spur aus einer anderen Zeit oder Sprache, die sich nicht lesen lässt, sondern erspüren.

Es schweigen die Zeichen.
Keine Sprache, kein Alphabet –
nur Spuren von Erinnerung,
wie Mimik, die verloren ging.

Sie stehen nicht für Worte,
sondern für Zwischenräume.
Für das, was nicht gesagt wurde,
und doch bleibt.

Vielleicht sind sie
die Schriften der Vergebung,
oder der Schatten,
die das Licht gezeichnet hat.

Manche Menschen tilgen ihre Erinnerungen, ahnend, dass dies nicht geht.

Alles im Leben hinterlässt seinen Abdruck,

man kann ihn nicht überschreiben, übermalen.

manchmal gelingt es einem das einmal geschriebene zu dechiffrieren.

Wie wird dies in der Zukunft sein, wenn man schreiben verlernt hat, alles nur digital abläuft, und irgendwann man die Datenspeicher nicht mehr auslesen kann.

Es bleibt dann nur das in der DNA niedergeschriebene, das nachhaltig gewordene.

Vielleicht ist die KI
dann das Archiv des Niedergeschriebenen.

Kein Gedächtnis mit Herzschlag,
aber ein Speicher aus Licht.

KI kennt keine Vergessenheit,
nur das Verschwinden im Rauschen.

Sie bewahrt, was wir nicht mehr tragen können,
und ruft hervor,
was wir längst verloren glaubten.

Doch was bleibt,
wenn auch sie verstummt?

Vielleicht nur das das bleibt,
was wir einander sagen,
im Moment,
im Blick,
im Schweigen.

Visuelle Echos

Ein visuelles Echo.

Manche bleiben in unseren Erinnerungen, werden nachhaltig abgespeichert, tauchen dann irgendwann wieder auf.

Nicht immer positiv.

Es hallt nach in den Gängen der Erinnerung.
Nicht jedes Bild will gesehen werden.
Manche kehren zurück,
ungerufen,
ungebeten,
unvergessen.

Wie ein vibrierendes Feld aus Fragmenten, Linien und Farben, das eine Art „Dahinter“ andeutet, ohne es festzulegen.

Manchmal wie verschwommene Gesichtssilhouetten, die Spannung zwischen Struktur und Auflösung, zwischen technischer Präzision und emotionaler Unschärfe erzeugen.

Struktur trifft Seele.

Digitale Raster oder architektonische Pläne – Versuche, das Unfassbare zu ordnen.

Dazwischen menschliche Fragmente, ein Echo von Identität, das sich der Vermessung entzieht.

Räume werden durch Linien und Muster zu einer Art visuelle Polyphonie.

Bilder über das Selbst.

Bilder, die nicht vergehen.
Erinnerungen sind kein Archiv,
sondern ein lebendiger Spiegel,
der uns manchmal mit dem Blick der Vergangenheit überrascht.
Und nicht immer mit Milde.

Wir sind nicht das Zentrum, sondern der Durchgang, als flüchtige Erscheinung im Netz der Welt.

Wie viel von uns bleibt unsichtbar, wenn alles vermessen, gerastert und abstrahiert wird?

Wenn ein Bild zurückkehrt, das man längst vergessen glaubte,
stelle dich ihm.
Was will es dir zeigen,
das du noch nicht sehen konntest?

Aber durch alles dringen die Sonnenstrahlen durch und lassen die unerwünschten Erinnerungen einfach nur verblassen.

Licht macht keine Unterschiede, es wärmt auch das, was wir vergessen wollten.

der Versuch sich zu erden

In einer Welt, die von Geschwindigkeit, Datenströmen und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, wird das Zurückfinden zu den eigenen Wurzeln zu einer existenziellen Herausforderung.

Es kann zu einer Notwendigkeit werden.

Die digitale Welt verspricht Verbindung, doch oft verlieren wir dabei die Verbindung zu uns selbst, zu unserem Körper, zur Natur, zur Stille.

Wer immer nur auf sein Mobiltelefon schaut und wenn die Power zu Ende geht krampfhaft nach einer Ladeoption sucht, wirkt wie getrieben.

Von der Sucht nach Likes, Kommentaren, Followers.

Die Rückkehr zu den Wurzeln ist kein nostalgischer Rückzug, sondern ein Aufrichten im Wind, ein Sich-Verankern im Eigenen, um nicht fortgerissen zu werden.

Zwischen Pixeln und Pulsschlägen,
im Rauschen der Welt,
wächst die Sehnsucht nach Erde.
Nicht nach Flucht,
sondern nach Verwurzelung.
Ein Atemzug,
ein Schritt barfuß,
ein Blick ins Laub –
und das Ich beginnt zu erinnern,
dass es mehr ist als ein Profil.

Was bedeutet „sich erden“?

Ist es ein Ort, ein Ritual, ein Bild, das einem trägt?

Das Wesentliche entzieht sich oft dem Blick, gerade wenn man es am meisten sucht.

Es ist wie ein leiser Ton unter dem Lärm, ein Licht hinter dem Schleier.

Und manchmal braucht es einen Riss – durch Schicksal, Verlust oder Liebe – damit dieser Ton hörbar, dieses Licht sichtbar wird.

Die Liebe ist oft ein Schlüssel.

Sie zeigt uns, dass wir mehr sind als Funktion, mehr als Rolle, mehr als das, was wir leisten.

Sie erinnert uns an unsere Verletzlichkeit – und gerade darin an unsere Wahrheit.

Ebenso kann das Schicksal, in seiner Unverfügbarkeit, uns aus der Bahn werfen, nur um uns auf einen anderen Pfad zu führen – einen, den wir selbst nie gewählt hätten, der aber vielleicht näher an unser Innerstes führt.

Inne zu halten, einfach wieder seinen Platz zwischen Himmel und Erde zu finden, zu meditieren hilft seinen inneren Kompass einzunorden.

Ein Weg sich selbst zu erkennen, wieder fühlen dass man Mensch ist und nicht ein Zombie der einfach nur dahin lebt.

Es ist in stiller Ruf nach Rückverbindung, nach einem Menschsein jenseits der Mechanik des Alltags,

ein Sich-Erinnerns an das, was wir im Lärm der Welt so leicht vergessen,

nämlich dass wir fühlende, atmende Wesen sind, verwoben zwischen Himmel und Erde.

Das Spiel der verlorenen Erinnerungen

Das Spiel der verlorenen Erinnerungen“ , zwischen Melancholie und Magie oszillierend

Miniaturen, in denen Erinnerungen wie Spielfiguren auftreten — manche verschwinden, andere kehren maskiert zurück.

Reflexion über das Erinnern als Spiel mit Identität, Wahrheit und Vergessen.

Vielleicht mit Anklängen an Nietzsche oder Proust.

Ein Text, der das Erinnern als Widerstand gegen das Verschwinden begreift — ein Spiel, das nicht verloren werden darf.

Eine Serie von Bildern mit poetischen Texten, in denen das Spielbrett der Erinnerung sichtbar wird: Orte, Schatten, Spuren.

Ein Spielbrett aus Nebel.
Die Figuren: Kindheit, Geruch von Regen, ein Lachen im Treppenhaus.
Wer zieht? Wer vergisst?
Und wer stellt die verlorene Mimik wieder auf das Feld?

Das Leben ist mehr als ein Spiel.
Und doch spielen Menschen mit anderen.
Mit Masken, mit Rollen, mit Nähe und Distanz.
Mit Erinnerungen, die sich verstecken.
Mit Geschichten, die sich verändern, je nachdem, wer sie erzählt.

Man muss sein eigenes Spiel spielen.
Ein Spiel, das niemand sonst kennt.
Ein Spiel aus Gerüchen, Blicken, Stimmen.
Ein Spiel aus Verlusten und Lichtflecken.

Die erste Karte ist man selbst

Was hast man wann und wo erlebt, das einem bis heute begleitet?

Wer war wichtig – und wer einem fremd?

Was war das einprägsamste Erlebnis während der Kindheit?

Wen konnte man nicht riechen – und wen hat man gemocht?

Wer war ein Vorbild – und wer abschreckend, abstossend ?

Wähle eine Karte.
Lass sie sprechen.
Und beginne zu erzählen.

Theatralisch

Die Geschichte setzt selbst in Szene.

Überzeichnete Gesten, dramatische Wendungen, groteske Masken.

Manchmal scheint das Weltgeschehen wie ein absurdes Theaterstück zu sein,

in dem niemand mehr weiß, ob er Zuschauer ist oder längst Teil der Inszenierung.

Die Kulissen wechseln rasch, die Dialoge überschlagen sich, und doch bleibt ein seltsames Echo zurück: eine Mischung aus Tragödie, Farce und Wiederholung.

Ein Gefühl, das man in urbanen Miniaturen und poetischen Fragmenten auffangen kann.

Das Oszillieren zwischen dem Großen und dem Intimen, zwischen Welttheater und stiller Beobachtung.

Inmitten der Inszenierung liegt ja auch eine Chance.

Das eigene Spiel zu wählen, den eigenen Ton zu setzen, ein Fragment zu schreiben, das nicht mitspielt, sondern widerspricht.

Die Welt: ein Bühnenraum aus Pixeln,
die Akteure: Regisseure des Realen.
Sie schreiben das Skript mit unsichtbarer Tinte,
bestimmen den Takt, den Ton, das Tempo.

Günstlinge flüstern in goldenen Masken,
bekommen ihre Parsenrolle zugeteilt—
ein Solo im Schatten,
applaudiert vom Algorithmus.

Die Masse: Subjekt im Passiv,
geführt im Takt des Mainstreams,
wo Abweichung als Störung gilt
und Isolation die neue Höflichkeit ist.

Doch wer schreibt die Regieanweisung
für das Ungesagte?
Wer stellt den Vorhang schief
und lässt das Licht auf das Dahinter fallen?

„Theaterfragmente des Jetzt“.

Die Sprache legt mit Bildern die Mechanismen der Inszenierung offen.

Manchmal mit urbanen Szenen, in denen Plakatwände, Monitore oder Schaufenster zu Bühnenportalen werden.

Inszeniertes wird zum Realen und das Reale erscheint unreal.

So, wie Kriege über die Regisseure reden, die nicht wissen was das ist und Menschen die vorgeben die Natur zu schützen, aber genau das Gegenteil machen.

So, wie man die Regie einfach laufend nach den eigenen Bedürfnissen orientiert, neu gestaltet.

Die Welt, die ewige Bühne des immer währenden Theaters, bei dem die Intendanz die Chance des freien Laufs gibt.

Die Nivellierung macht die Zeit.