Rabatz

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Aquarelle7Viel Lärm um etwas, oder auch nichts, Gepolter, Getöse,

mal Rambazamba, auch Rummel, spektakulös,

ein bißchen Radau und Klamauk befreit,

besonders wenn man immobil ist,

jedenfalls mental nicht langweilig,

sanft rumoren, nicht wie im polnischen rabac, das Schlagen und hauen,

nur mental, ohne physische Auswirkung, höchstens akkustisch,

Kobolde rabastern, das Gegenteil der Ruhe und Stille.

Manchmal muss es sein, und zeigt, daß man noch da ist

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Entschleunigen

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Das Gegenteil von beschleunigen,

nicht bremsen, nein, slow motion

langsam, langsamer,

eine Eintagsfliege lebt nur kurz und fliegt die ganze Zeit scheinbar ruhelos hin und her,

ein alter Baum steht, wächst und bleibt Jahrhunderte,

In der Ruhe liegt die Kraft,

Geschwindigkeit nur da, wo es um das Überleben geht,

aber wir Menschen, meinen alles müsse schneller, noch schneller, ganz schnell gehen,

aber warum? weil ” Time is money”, aber für wen?

No time is living, is silence, power, Regeneration,

Entschleunigen bedeutet ein paare Gänge runter zu schalten,

relaxen,

es ist egal ob 5 gerade oder ungerade ist, es ist nur eine Zahl und nicht das Leben,

seine Innere Ruhe finden, statt in Unruhe zu explodieren.

Manchmal sitzen einem Menschen gegenüber, die Augen hervortretend, Schweiss auf der Stirn, nervöse Handbewegungen, Zucken im Gesicht,

der Zwang immer etwas bewegen zu müssen , und,

man merkt, dass der Innendruck wächst,

was tun?

einfach…

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Aktionismus

auf gehts

Hauptsache es wird etwas getan.

Der Inhalt ist nicht so wichtig, als das Tun an für sich. Spontan, blind, bloß.

Manchmal hektisches Agieren, Gebaren.

Aktionismus als Tatendrang ohne etwas zu bewirken.

Im Wort steckt aber Aktion, eine Handlung mit Folgen, gezielt und berechnet,

aber aufgehoben als Negativum durch die Endung  “ismus” die auf eine bestimmte Haltung  der betroffenen Menschen hindeutet.

Ein Derivationswort, oft eine Abweichung vom Normalzustand bezeichnend.

Was wäre das Gegenteil: Reaktionismus? oder gezielter Tatendrang,

aktiv Situationen zu verändern, kreativ zu sein, aber auch Schwierigkeiten im Leben, in der Politik ruhig und überlegt anzugehen.

Tranquillität und Quietismus, auch Inertismus statt Hyperaktivität?

Das Leben hat viele Facetten, so auch das was ein Aktivist tut.

Manchmal ist es gut einfach etwas zu tun, als passiv, reaktionslos, emotionsarm nur zuzusehen.

Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte.

Aus der Bequemlichkeit und komfortablen Haltung auszubrechen macht Sinn,

nämlich sich überlegt, verantwortungsbewußt und mit Tatkraft an Problemlösungen zu machen

Turbulenzen

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Lateinisch ” turbare” sich drehen, beunruhigen, verwirren

Eine chaotische Bewegung von Materialien und Flüssigkeiten.

Strömungen, Wirbel, Unruhe.

Als Substantiv feminin, beim Fliegen für Passagiere nicht angenehm, für den Piloten eine Herausforderung.

In übertragenem Sinn können Beziehungen turbolent sein,

aber auch unruhige Zeiten werden als Turbolenz bezeichnet, insbesondere wenn es auf und ab geht. Katastrophen über die Menschen kommen, Staaten sich bekriegen und man sich in einer unfassbaren Vielfalt das leben schwer macht.

Im Wort steckt Turbu drinnen, nicht turbo, denn dann wäre der Turbo Lenz ja ein Jahrhundertsommer mit meteorologischen Wechselbädern,

Man könnte annehmen Turbolenzen seien chaotisch.

Die Reynoldszahl, nach Osborne Reynolds benannt, der 1882 Wasserströmungen hinsichtlich Entstehung von Turbulenzen untersuchte, ist  ein Parameter für Chaos.

Wenn warme und kalte Luft zusammenkommen entstehen meteorologische Turbulenzen, Luftverwirbelungen

an der Börse , wenn die Kurse hoch und runter gehen wird es turbolent.

Turbolenzen gehören  zum Leben.

Ein Trost mag sein: Nach Ihnen kommt Ruhe und die Karten des Lebens werden neu gemischt

Dubios

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Nicht virtuos, dubios,

anrüchig und zweifelhaft, nicht fass-und messbar.

Bedenklich, manchmal auch verrufen, verdächtig, ans Obskure grenzend, ominös, obwohl niemand weiß, was das genau ist

Unheimlich, auch verdächtig, man wittert etwas dahinter, obwohl da gar nichts sein muss,

eben weil man es für dubios einschätzt, fragwürdig und verschrien, suspekt.

Kommt aus dem Lateinischen, von dubius, zweifelhaft.

Man assoziiert Finanzgeschäfte, den zweifelhaften Ruf eines Geschäftsmannes, das Anrüchige einer Beziehung, ein Mann der nicht definierbar ist, eine Frau, über die man munkelt,

die Praktiken mancher Leute, die Umstände einer Situation.

Was ist da , wo ist es,  warum und überhaupt, eben nach dubios fragend.

Uns menschen ist es offensichtlich eigen, daß wir gerne alles,  was wir nicht verstehen, das aber real existent ist, dubiosiieren

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Lost in paradise

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Die Paradiese sind in allen Religionen in einer anderen Welt, im Garten Eden, Dschanna im Islam, der Himmel, das Schöne im jenseits, das Eldorado

Das Paradeisos war die antike Gartenanlage, die Paradeiser sind schöne rote reife Tomaten,

das Paradies, ein Stadtviertel in Konstanz, wenn man mit dem Bus vom Friedhof über den Sterneplatz ins Paradies fährt.

Menschen träumen immer von dem Inbegriff des Schönen, was für jeden anders sein mag, weil seine Vorstellungswelt unter schön etwas anderes versteht.

Und, weil in den Religionen das Paradies in einer Welt, nach dem irdischen Leben ist, müssen alle Plätze dieser Erde , die der paradiesischen Vorstellung nahe kommen, irgendwelche Macken haben.

Giftige Tiere, Kriege, Unwetterzonen, Piraterie,tödliche Krankheiten,  zig Möglichkeiten aus dem möglichen Paradies eine potentielle Hölle zu machen.

So bleibt uns, das Paradies im Kleinen zu finden, in der Natur, in einem Lächeln, in einem schönen Erlebnis und nicht in einem irgendwann, irgendwie…

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Anpflaumen

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Man läuft in einem Einkaufszentrum, einer Strasse herum, geht in Geschäfte, will schauen und schoppen, sieht alles mögliche , nur eines nicht: Lächeln und Freundlichkeit. Die Menschen würden einem, ginge man ihnen nicht aus dem Weg und nicht auf die Seite, umrennen.

Man fährt mit dem Auto, an einer Kreuzung kommen von links Fahrradfahrer und ein Auto, man fährt langsam los,hat Vorfahrt, und….man wird angepflaumt.

Die Selbstbezogenheit , das “Ich” und nochmals “ich “wird dominanter.

Man pflaumt sich an, statt zu lächeln und darüber zu stehen,

faucht andere an, anschnauzen, anwettern, schimpfen, heruntermachen, angiften,anpfeifen, blöd ansprechen, anstänkern; viele Worte für das Negative.

Anpflaumen kommt vermutlich von der mittelalterlichen Sitte des mit faulen Äpfeln Bewerfens, so mit überreifen Pflaumen, oder mit faulen Eiern, gegenüber unliebsamen Politikern, schlechten Sängern und Schauspielern.

Allesamt unangenehme Verhaltensweisen.

Schöner wäre es, das Gesamte zu sehen, mit Freundlichkeit den Tag zu verschönern,

sein Aggressionspotential zu minimieren und Glückshormone zu maximieren.

Den erhobenen Zeigefinger und die symbolische Faust mit Smileys deleten

 

 

Open Air

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Sommerfeeling, draußen in der Luft sein, heiße tropische Nächte, Musik,

sich frei fühlen,

mit oder ohne Festival,

Freiluftkonzert

seit dem 19.Jahrhundert gibt es in England Embankments, Promenadenkonzerte,

nicht im Theater stocksteif gezwungen sitzen,

wie  in der Hippiezeit Open Air , wie Woodstock,

unter dem Sternenhimmel einfach fallen lassen,

in der Rhytmik der Musik aufgehen,

mit den Melodien und Texten mitsingen,

nicht karaokig, nein,  gemeinsam,

oder wie ”  watch the sunset from a beach bar”,

Nachts im swimming pool,

im Open Air Kino einen Film anschauen,

einfach ungezwungen von allem abspannen,

en plein air, al aire libre, al aperto

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Melodie

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Melodie,

Griechisch “Melos” Lied und “Ode” Gesang.
Manche Melodie haben einen individuellen hohen Wiedererkennungswert,

sausen einem durch den Kopf,

binden alle anderen Gedanken an sich, lassen keine Ausnahmen zu.

Wie ein Ohrwurm, der einem nicht loslässt.

Manche Filme und Serien beginnen mit einer bestimmten Melodie,

die einem fasziniert,

bereits nach einer kurzen Tonfolge assoziieren lässt, was kommen könnte.

Eine Melodie ist ein immaterielles Eigentum des Komponisten,

animierend, bewegend

“Me”  , english mich,”lo” , die Abkürzung für low, niedrig

und “die”  als femininer Hinweis, mitreissend und intoniert

und sich als Singsang, als Gesang oder Gesäusel zeigt.

Melodie d amour, gehaucht und zart ,

dann wieder eine musikalische Tonfolge, vokal, rauschend, berauschend,

knisternd bis zum akkustischen Tumult eines Gassenhauers.

Ohne Melodie könnte man nicht beschwingt sein,

die Welt wäre um Entscheidendes ärmer

Irgendwie

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Irgendwie, irgendwann, irgendwo, irgendwas, irgendwer, irgendjemand

Irgend, die Verstärkung des Unbekannten, Undefinierten, Unbestimmten.

mit einem “n” davor die Verneinung.

Indefinitpronomen,

“ir”, im ungarischen bedeutet  irni schreiben, könnte auch die Kurzform für irisch sein,

“gend ” die Kurzform für Geschlecht, für gender.

Tatsächlich scheint das “irgend” die Sammlung alles Unbekannten zu beinhalten.

Wer weiss denn schon was kommt, was wer wo auch immer machen wird.

Nicht alles kann man berechnen, zu vieles müsste als Parameter berücksichtigt werden.

Wenn jedoch alles unsicher, unbekannt , unberechenbar ist, was bleibt einem übrig zu tun?

Nicht wissen, nur vielleicht erahnen?

Die Welt dreht sich weiter, ob wir das wissen oder nicht.

Glauben kann bleiben, an Werte, an von uns nicht Fassbares, an Gott.

Auch der Wandel allen Irdischen, auch da steckt ” ir ” drin,

die konstanten dauernden Veränderungen dessen,

was Menschen erschaffen,

ändern nichts daran,

daß das was wir machen, nicht unbedingt für die Ewigkeit geschaffen ist,

somit bekommen alle die Worte , die mir “ir” anfangen, auf einmal die Farbe der Zuversicht und Hoffnung

Alles geht weiter,

über den Bildrand unserer Momentaufnahmen hinaus