Geschubse

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Es steckt ja geh und Schub und se in dem Wort.

Eine Aufforderung, eine Kraft und die verkleinerungsform, die manchmal salopp verächtlich klingt, wie bei Schicke ( modisch) Schickse

Geschubse, ein Wort, das es nicht im Plural gibt.

Das wiederholte Anstossen innerhalb einer Gruppe

Durcheinander, Gedränge, Geschiebe, Zulauf, Menge, Auflauf, Andrang, Gerammel

Italienisch Spintonamento, englisch trashing, pushing, grabbing

Wie mag das wohl im Internet sein,

eine Meinung zu haben mit einer Menge, in der sich jeder an des anderen meinung anstösst?

Zu Grosse Enge führt in der Tierwelt zu Agressionen,

Menschen meiden dies, denn getrieben werden, gestossen und geschubst bedeutet selbstaufgabe,

Abgabe der Kontrolle über sich an andere

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Die Menge mit Gedränge

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Eine Menge ist ein Verbund, eine bestimmte Anzahl von Elementen.

Menge kommt von dem mittelhochdeutschen Wort manic, vielfach.

Es steckt auch mannigfaltig darin, aber assoziiert auch Panik

Für die einen ist es schön sich in der Menge zu baden,

besonders wenn alle sie mögen und es um das Auskosten des Erfolges geht.

Andere stehen gerne in der Menge, wie bei einem Konzert,

man hört, genießt gemeinsam mit den anderen seine Lieblingsband,

Menge kann auch Horror sein.

Getrieben, geschubbst, gestossen, gedrängt, bedrängt.

In der Menge können Menschen wie Tiere werden, treten andere tot,

brutal, getrieben von Urinstinkten, den Verstand verlierend.

Die andere Seite: Es genügt eine kleine Menge Düngerfür eine Pflanze, Medikament um zu heilen.

Man kann eine Menge Bücher, oder für einem Wichtiges besitzen,

eine Menge, ein Quantum Glück besitzen.

So konzentrieren wir uns lieber auf die positive Ansammlung von Elementen die etwas Gutes bewirken und uns helfen

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getrieben

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Wer kennt das nicht?

Es schwirren Gedanken durch den Kopf,

dies muss noch getan werden, das und jenes und überhaupt.

Die innere “to do ” Liste ist angewachsen und es fällt schwer da Prioritäten zu setzen.

Was zuerst, was danach, dann das auch noch, und überhaupt und wie.

Termine jagen einem, lassen keine Ruhe,

der Wald dessen,  was man nicht gemacht hat,  verdeckt das was man gemacht hat,

die einzelnen Bäume des zu Erledigenden.

Der Nebel dessen, was sich angesammelt hat, entweicht nur mühsam,

aber nicht von selbst, sondern durch die eigenen Aktionen.

Getrieben, gerieben,

aber es gibt immer auch eine andere Seite.

Wie mit allen Dingen.

Getrieben wird auch eine Turbine,

die des eigenen Lebens, oder sie haben es getrieben,

nicht nur den Handel,

ein Zweig, der Blüten treibt,

Ohne Getriebe fährt kein Auto,

wenn man gejagt, getrieben wird, muss man mental einen Schritt zurück treten,

dann  geht alles an einem vorbei,

es treibt vorbei

 

City am nächtlichen Morgen

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Wenn morgends die letzten Kneipengäste nach Hause gegangen sind,

unterwegs nach Hause ein Teil des konsumierten Alkohols schon verarbeitet ist,

wenn alles zu hat, die letzte Strassenbahn schon längst weg ist, und die erste noch auf sich warten lässt,

dann ist es auf einmal ruhig in der Stadt,

nur wenige Autos sind zu hören, die Vögel schlafen noch,

nur die Nachtjäger sind unterwegs, Mäuse , Ratten, Stadtfüchse.

Wer sich begegnet wird sagen: Gehst Du schon oder kommst du erst.

Die Stadt zeigt eines ihrer ruhigen Gesichter. Stress nur bei den Gejagten,

nicht bei den Schlafenden, den romantischen den Sternenhimmel Genießenden,

Zu dieser Zeit treffen sich die ersten Nachtschicht Heimkehrer mit den Frühschicht Beginnern, den Zeitungsausträgern,  den Lieferanten für viele Großmärkte.

Die Stadt, eingetaucht in das beruhigende Dunkel, die erfrischende Kühle,

frei von Stress, Zeitdruck, Hektik, nutzt das,

um dann nur wenige Stunden später, eingetaucht in die Lichtstrahlen das Erwachen zu feiern,

alles nimmt seinen Lauf, Leben “as usual”

laut, lebendig, bewegt, unheimlich kompliziert und doch so einfach, quirlig und vielfältig, eben das Leben in einer Stadt

 

 

Faszinosum

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Neutrum, kommt im Plural nur selten vor

etwas,  auf seltsame, geheimnisvolle Weise mystisch faszinierend,

magnetisch anziehend, man kommt sich wehrlos vor,

aus dem lateinischen fascinare, beschreien, behexen,

wenn etwas einmalig, ohne Parallele ist,

begeisternd, das Wort Geister steckt in dem Wort, weil die Anziehungskraft nahezu unheimlich ist

Um etwas Wunderbares zu streifen, muss man in der Erde verwurzelt sein, um nicht abzuheben

eine unerklärliche Schönheit, deren Austrahlung sich wie ein Netz über einem stülpt,

einem reaktionsunfähig, wie in einem Spinnennetz macht

Faszinosum, die ausgegklügelte Technik von Libellen, Fliegen,

wo Schönheit, Anmut mit tödlicher Janushaftigkeit und Gefahr nebeneinander liegen,

das Teilhaben an unerklärlichen Geheimnissen,

dann das unfassbare Gefühl von Liebe, Hoffnung und Glück,

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gemeinsam statt einsam

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Gemeinsam, eigentlich ist es seltsam, daß das Wort gemein darin steckt.

Gemein ist mehrfach deutbar.

gewöhnlich, aber auch hintertrieben, intrigant.

Wenn man miteinander spricht, etwas gemeinsam unternimmt, tauscht man Gedanken aus,

und, da prallen die unterschiedlichsten Denkweisen zusammen,

aber,

man lernt die anderen besser kennen und einschätzen.

Ein in der Natur sein, mit Freunden , Bekannten,

in Feldern und Wiesen,  animiert.

Ohne Kommunikation ist man einsam und alleine,

fühlt sich alleine gelassen.

In der heutigen Zeit ist es möglich ohne Gespräche,

ohne Kontakt zu  Mitmenschen zu leben.

Man muss nie reden.

In vielen Häusern in Städten kennen sich nur wenige Menschen.

In der Strasse , in der man wohnt, kennt man vielleicht nur den Nachbarn.

Man nimmt andere Menschen wahr,

steckt sie in seine mentale Kiste, wie:

die sind komisch, alte Leute, Junge, schauen komisch aus, man etikettiert sie,

ohne zu wissen, was dahinter steckt, welches Schicksal, was für eine Vergangenheit.

Man muss das ja auch nicht wissen, aber es gäbe weniger Vorurteile.

Beim Einkaufen nimmt man alles aus den Regalen, legt es auf das Band, wenn die Kassiererin den Rechnungsbetrag sagt, steckt man die Karte in das passende Gerät,

gibt seinen Code ein und , es ist bezahlt.

Alle Rechnungen kommen digital oder in Papierform,

bezahlt wird online, also man benötigt  theoretisch niemanden, wäre da nicht man sich selbst, mit dem Selbstgespräche zu führen,  Selbstdialoge zu halten wenig kreativ und motivierend wäre, zumindest auf Dauer.

Gemeinsam etwas erleben, aus seinem sprichwörtlichen Schneckenhaus zu gehen, heisst Kommunikation, Leben,

und mit einem kleinen Lächeln muss der Tag nicht einsam sein

 

kategorisch

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Welche Worte enden mit isch,

schnippisch, typisch, kindisch,

immer ein bißchen negativ, deskriptiv

aber  nicht immer, himmlisch ist ja schön, und

teuflisch  oder höllisch muss ja besonders schrecklich sein, besonders,

wenn es sich um eine Sauce handelt, pilipili ,

isch wird auch bei kennzeichnenden Adjektiven verwendet:

alemannisch, schweizerisch, amerikanisch, arabisch,

bei Bad Ischl ist das l dabei,

in alemannischer Mundart heißt isch, es ist, des isch,

der Derwisch ist ein Titel, bei w isch en ist es etwas entfernen,

davor ein w , danach ein en

s isch halt, so wie das seelische,

der Gemütszustand

Kategorisch ist ausschließend , eindringlich, energisch,,

klar, nicht zweideutig, rundweg,explizit, nachdrücklich,

Eine Apodiktion,  die keinen Widerspruch duldet, imperativistisch,

bestimmt und sich moralisch manifestierend,

aber wer gibt einem das Recht kategorisch zu sein?

Niemand

 

Am See

IMG_20180821_0002Wasser ist magisch, mystisch,

verändert dauernd sein Aussehen, seine Form, Farbe

mal grau, blau, grün, rot leuchtend,

dann glatt, ruhend, wild, wellig, bedrohlich

man erkennt die Tiefe nicht,

ädern See ist geheimnisvoll, zugedeckt, nicht  Gläsern und durchsichtig,

nur in flachem Wasser.

Faszination,

geht man ins Waaser, in den See, schwimmt, umschließt er einem.

Segelt man auf dem See, merkt man welche Kräfte sich zwischen Himmel und Wasser verborgen halten.

Am See, auf dem See, in dem See

Bei jedem Wetter  anders,

immer ein neues Erlebnis

 

Alt wie ein Baum

imageman sagt, an Löchern in Bäumen und Steinen könne man Krankheiten abstreifen .

Bäume können kultisch sein.

wenn man die Hand an einen alten Baum legt, kann man seinen Puls fühlen.

jean de La fontaine beschreibt in La chene et le roseau, die Schwäche des Baumes gegenüber Schilf, dann, wenn es einen Sturm gibt.

Der Baum trotzt, das Schilf beugt sich.

Manche Bäume sind mystisch, magisch, anziehend, lassen einem nicht los.

Bäume kommunizieren, nur wir verstehen die Sprache nicht, weil sie mit anderen als den unsrigen Sinnen arbeitet

Die Äste ragen in den Himmel, die Wurzeln in das Reich der Toten, in das Dunkel.

Bäume machechen alles langsamer,

gehen mit Ressourcen behutsamer, sparsamer um,

machen wir es wie die Bäume ,

gönnen wir uns das Kostbarste neben Leben, die Zeit

Zeit für uns,

Zeit zum Zuhören, einfach Zeit für alles,

sie geht auch ohne uns, aber wir brauchen sie,

 

wie in dem Lied:

alt wie ein Baum, möchte ich werden …….