
Es ist nicht nur der Bezug zu besonderen Verkehrsregelungen innerhalb geschlossener Ortschaften.
Innerorts bedeutet inmitten zu sein, da, wo Menschen wohnen.
Das sind nicht nur einfach Häuser, Straßen, Anlagen, sondern,
das, was etwas ausmacht sind die Bewohner und ihre Geschichten, Schicksale.
„Innerorts“ – nicht nur ein juristischer Begriff, sondern als poetisches Bild für das Herz eines Ortes.
Es ist der Raum, in dem Leben pulsiert.
Die Häuser sind die Hüllen, die Straßen die Adern – aber die Bewohner sind die Seele.
Würde man bei jeder Wohnung, jedem Haus nachforschen wer da drin gewohnt hat,
was diese Menschen gemacht haben,
welche Erfahrungen im Leben sie hatten,
könnte man realisieren wie spannend alles sein kann.
Wir gehen zumeist an all dem vorbei.
Man sieht am Hauseingang einen Namen, eine Klingel, ein Briefkasten, vielleicht erweckt der Namen Assoziationen an Erlebtes,
aber so hell wie ein Haus sein mag, so dunkel und im Nebel des Nichtwissens erscheint das,
was sich im Inneren befindet.
Jedes Haus ist eine Chronik, ein Archiv menschlicher Erfahrung, verborgen hinter Mauern,
die wir täglich passieren, ohne innezuhalten.
Die Namen auf Klingelschildern sind wie Kapitelüberschriften, die wir nie lesen.
Und doch: hinter jeder Tür liegt ein Universum.
Da sind Träume, die nie ausgesprochen wurden,
Streitigkeiten, deren Lärm man vielleicht einmal hörte,
stille Morgen mit Kaffee und Radio, Abschiede, Geburten, Hoffnungen,
die sich wie Lichtflecken auf dem Boden ausbreiten.
Wir leben in einer Welt, die oft nur die Oberfläche streift.
Es ist auch zu viel was auf uns einströmt, wir müssen selektieren um uns nicht zu überfrachten.
Aber wer sich traut, tiefer zu schauen — wer fragt, wer zuhört, wer sich öffnet — entdeckt,
dass das Alltägliche voller Geschichten steckt, die das Leben erst lebenswert machen.













