
Die Schwelle zwischen Disastermanagement und Beherrschung des Chaos zeigt, wie beides ineinander übergeht.
Strömungen wirken wie Energieflüsse, die versucht werden zu kanalisieren.
Die geometrischen Formen — Rechtecke, Linien, Fragmente — sind wie Versuche, Ordnung zu schaffen,
Raster über das Unfassbare zu legen.
Alles ist binär. Ja oder nein, 0 oder 1.
Es ist ein Prozess der Transformation:
Ordnung entsteht aus Chaos, Chaos aus Ordnung.
Es gibt Momente in denen Kontrolle und Auflösung sich berühren.
Man muss ein Unwetter verstehen, während die Umgebung sich in Bewegung auflöst,
um ein Sinnbild für das menschliche Bewusstsein im Sturm der Systeme zu erkennen.
In der Krise , wenn man die Früherkennung nicht hatte, muss man ein Disaster Recovery Management durchführen.
Es ist das finden von Wegen aus einer Krise, kein „Davor“ und „Danach“,
sondern ein hybrider Zustand, in dem Ordnung und Chaos gleichzeitig wirken.
Zu viel Ordnung bedeutet Erstarrung, zu viel Chaos die Gefahr eines Zusammenbruch,
dazwischen ist eine Adaptivität, also die Fähigkeit, sich neu zu organisieren.
Die Logik jedes Krisenmanagements:
Ordnung ist nie endgültig, sondern ein laufender Reparaturprozess.
Disaster Recovery ist letztlich die Kunst, Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, Ressourcen neu zu ordnen, Systeme neu zu konfigurieren, und Bedeutung wieder herzustellen.
Es ist kein „Beherrschen des Chaos“, sondern ein Navigieren darin.
Und dafür gibt es keinen Führerschein oder keine Lizenz.
Die Erfahrung des Lebens, seine moralisch ethischen Vorstellungen und die eigenen emotionalen und kognitiven Fähigkeiten sind die entscheidenden Faktoren.
Sitzt man Krisen nur aus, dreht man sich im Kreis und nichts ändert sich, obwohl man manche aussitzen muss,
um seine Handlungen im richtigen Augenblick umsetzen zu können.
Dazu muss man taktisch und strategisch denken können.