Die Topografie eines Gesichts

Alle Oberflächen kann man topografisch sehen.

Höhen, Tiefen, Berge, Täler, Ausbrüche, Gewässer, Narben der Oberfläche.

Alle zeigen ein Gesicht dessen was darunter, unter der Oberfläche ist.

Die Natur, der Himel, die Gesichter von Menschen

Eine Topografie des Bewusstseins — ein Gesicht zeigend , das aus Fragmenten und Linien geboren wird, als wäre es selbst Teil einer sich ständig neu zusammensetzenden Welt.

Manches wirkt wie versteinert, als wäre es eine Maske, anderes weich, so, wie eine Almwiese oder rauh und fliessend wie der Wüstensand.

Reflektiert man dies, erkennt man, das Oberfläche und Tiefe nicht getrennt sind , sondern als zwei Bewegungen derselben Wirklichkeit zu verstehen sind

Jede Linie, jede Falte ist ein Grat, jede Farbfläche ein Tal. Die Oberfläche zeigt nicht nur Form, sondern Geschichte: Narben, Ablagerungen, Spuren von Zeit.

Gesichter sind ein Spiegel ihres Untergrunds

Ein Gesicht, das sich aus Fragmenten zusammensetzt, ist kein Porträt eines Menschen, sondern ein Porträt des Bewusstseins.

Es zeigt Erinnerungen, Erlebtes , Schichten von Erfahrung, sedimentierte Emotionen.

    Jedes Gesicht ist eine Landschaft. Jede Linie ein Weg, jede Farbe ein Wetter. Unter der Oberfläche liegen Geschichten, die sich heben wie Berge und sinken wie Täler im Abendlicht. Das Bewusstsein ist eine Topografie, geformt aus Erinnerung, Natur und Zeit — ein Gesicht, das sich immer wieder neu zusammensetzt.

    Wenn wir lernen in Gesichtern zu lesen, können wir erkennen was jemand erlebt hat, ob Freud oder Leid, denn alles hat seine Spuren hinterlassen.

    Ebenso Kummer, Sorgen, Krankheiten.

    Wir können nicht alles lesen und erkennen.

    Aber in den Menschen, die einem etwas bedeuten sollte man in der Topografie ihrer Seele und ihres Seins lesen, verstehen warum, wieso, und überhaupt.

    Es ist der Weg raus aus der puren Oberflächlichkeit.

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