Das Leben, eine Wanderschaft

Die vielschichtige Geschichte der Menschheit zeigt sich fast wie ein Wandertanz.

Schon immer war das Leben von Unstetigkeit und Wandern geprägt.

Bei den einen ist es die Not die einem von seinem Ort verdrängt, bei anderen der Beruf, Kriege, Hungersnot, eine Dürre, Wasserknappheit.

Die Arbeit kommt nicht zu einem sondern man muss dahin wo man eine bekommt.

Früher mussten die Gesellen wandern, so, wie im alten Volkslied ” Das Wandern ist des Müllers Lust”.

Wandern bedeutete Erfahrungen sammeln.

Bewegung im Raum zwischen Ursprung und Zukunft.

Alle Generationen haben unterschiedliche Lebensphasen, alle immer in Bewegung, alle auf der Suche nach Orientierung.

Unsere Erinnerungen sind Archiv des Erlebten.

Wanderschaft ist Zustand des Lebens selbst — nicht nur geografisch, sondern innerlich:.

Es ist das fortwährende Suchen nach Bedeutung, Verbindung, auch nach Ruhe.

Bewegung ist die Grundform des Daseins.

Wir bewegen uns durch die Strukturen des Lebens, die Gesellschaft, Erinnerung, Ordnung.

Diese Formen sind nicht feindlich, aber sie sind da — wie das, was uns prägt, bevor wir es überhaupt bemerken.

Das Licht ist unsere Tragfläche.

Wir stützen uns nie nur auf Materie, sondern auf Bedeutungen, Hoffnungen, Projektionen.

Der Mensch ist ” Wanderschafr”.

Diese ist keine Flucht, sondern eine Form des Seins, nicht adie Suche nach einem Ziel, sondern die Bewegung, die das Ziel erst erschafft.

Wir sind nicht immer zusammen und nicht immer allein.

Wir teilen Wege, nicht immer die Innenräume, wir teilen Räume, aber nicht immer die Bedeutungen.

Der Sinn liegt nicht im Ankommen, sondern im Mitgehen, im Mitbewegen, im Mitsein.

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