Zwischen dem Licht

Manchmal tastet sich das Licht durch den Nebel, als würde es sich erinnern wollen.

Es legt sich auf die Welt wie eine leise Hand, hebt Konturen, die eben noch verborgen waren,

und zeigt für einen Augenblick, dass selbst das Ungewisse eine Richtung hat.

Dann zieht der Nebel weiter, und das Licht bleibt zurück wie ein Versprechen, das niemand laut ausgesprochen hat.

Und wenn das Licht ausgeht, kommt die Dunkelheit nicht wie ein Gegner, sondern wie ein Raum, der plötzlich größer ist als man dachte.

Ideen verschwinden darin wie Schritte im tiefen Schnee. Auch im übertragenen Sinn.

Hat man keine Ideen mehr, fällt einem nichts mehr ein, dann wird es leer,

Man hört sie noch, aber man sieht sie nicht mehr.

Doch selbst die Leere hat ein heimliches Glimmen,

ein kaum merkliches Aufleuchten, das erst dann sichtbar wird, wenn man stehen bleibt und nicht weiter sucht.

Wir müssen dann erkennen, dass es unzählige Nuancen des Lichts gibt

Das Spiel zwischen Licht und Schattem ist ein Ausfüllen der Leere.

Vielleicht ist das die eigentliche Arbeit des Dunkels uns zu lehren, dass auch ein fehlender Gedanke ein Anfang sein kann.

Licht findet immer seinen Weg,

auch durch die kleinste Ritzen des Lebens.

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