
Linien und Formen.
Nicht die Kunst des Zeichnens, die Konturen und Schattierungen zusammenkommen lässt
um ein Bild zu formen.
Es ist ein Spiel der Gedanken, das die Inhalte offen lässt.
Menschen mit Konturen, ohne Inhalte.
Ein rätselhaftes Bild, das die Vorstellungskraft anregt.
Weiße Schatten, die auf der Leinwand des Lebens tanzen?
Vielleicht vergessene Träume, die sich in den Falten der Zeit verstecken, um irgendwann wieder zum Vorschein zu kommen?
Geister der Vergangenheit, die uns beobachten, während wir uns durch das Labyrinth des Lebens navigieren.
Ihre Konturen sind scharf, aber ihre Geschichten sind verschwommen, nicht sichtbar, auch nicht zu erahnen.
Wie verblasste Farbe auf einer alten Tapete.
Leere Hüllen.
Manchmal fühlt man sich so.
Von den Inhalten des Lebens entleert.
Wenn einem alles zu viel wird, zieht man sich zurück, und, so bleiben nur noch die Umrisse.
Konturen sind vielleicht auch die Freiheit alles mit der eigenen Geschichte zu füllen.
Man muss sich nur darauf einlassen.
Schön, wenn sich die Konturen füllen, das Innere sichtbar wird, seine Geheimnisse preisgibt.
Die Akrobatik auf der großen Bühne des Lebens, die Kunst Linien zu ziehen und zu definieren, Schatten zu bilden.
In den Silhouetten spiegelt sich die Essenz wieder, was es bedeutet ein Mensch zu sein.
Die Farben des Lebens werden nicht nur über uns geschüttet; wir müssen sie selbst mischen.
Ein Konturenspiel, eine Metapher, die das Leben als Theaterschauspiel sieht.
Einmal hat man diese, dann jene Rolle zu spielen, ob man es will oder auch nicht.
Im Lauf des Lebens nehmen die Konturen Gestalt an, werden charakteristisch, machen das Typische aus,
werden nicht nur optisch, auch akustisch und olfaktorisch lebendig, symptomatisch, mehrdimensional.
Die Konturen bewahren oft ihre Geheimnisse und offenbaren diese nur wenigen Menschen.
Für die meisten ist die Kontur die Erinnerung an Jemanden, dessen ganzen Inhalt wir nicht kennen.

Konturenspiel
Original HPH, signiert
7.500,00 €