sich verloren vorkommen

Man hat immer mehrere Möglichkeiten.

Interesse oder Desinteresse. Schutzhaltung oder offensive alles erkunden.

Die Frage ist jedoch ” was ist was wert”

Rentiert es sich alles zu wissen und kennen zu wollen.

Wir erfahren sowieso nur Teilwahrheiten, scheinbare Realitäten, Fakes, Nachgeplapper, selten original Augenzeugenberichte ,

und wenn, sind diese auch von jemand, der etwas aussagen möchte, ausgesucht.

Eigentlich fast tragisch, nur nicht in den Auswirkungen.

Man kommt sich nicht wie ein sich blind Vortastender vor,

wenn man sich auf das für einem und seine Lieben Wesentliche beschränkt.

Diese Wahrheit ist erleb-und erfahrbar.

So, wie man eine Insel nur als solche erkennen kann, wenn man darum herum fährt, läuft, oder aus der Luft das sieht.

Aber eine Insel ist auch nur ein Berg im Wasser.

Mit dem Wissen ist das ähnlich.

Wir sehen nicht den tiefen Grund, das was darunter ist, dahinter oder davor,

sondern nur die Oberfläche, und,

von diesem Eindruck leiten wir Meinungen ab.

Wissend, dass wir niemals alles wissen können und auch wollen,

ist das sich beschränken erleichternd.

Es tut gut, ist in einer turbolenten Welt erholsam.

Man fühlt sich nicht verloren,

sondern auf dem sicheren Weg, dass man das, was man sehen, fühlen und direkt erleben kann, auch weiß.

sich verloren vorkommen

Original HPH, signiert

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Zipperlein

Manchmal zieht, zwickt und drückt es.

Da melden sich Körperteile, die nicht einfach einem nur mitteilen: Hallo, mir geht es gut.

Leider melden sich meistens nur diejenigen Teile, die sich beschweren, selten wenn es das Gegenteil ist.

Vielleicht liegt es nur daran, dass der eigene Körper Fehlfunktionen anzeigt, Warnsignale aussendet, und man dies einem oft ansieht.

Zipperlein sind unwesentliche Leiden, die gut zum Bejammern geeignet sind.

Je älter man wird, je mehr zwickt und kneift einem das Schicksal.

Nicht nur Verschleißerscheinungen, vieles ist auch psychosomatisch.

Ist alles gut, keine Probleme vorhanden, läuft alles beinahe automatisch ab.

Gesundheit ist selbstverständlich.

Erst wenn etwas klemmt und unser Schmerzzentrum nicht normale Funktionen meldet, nehmen wir wahr, wo da irgendwo etwas ist.

Manchmal ist es nur ein ” Wehwehchen, irgendein oberflächliches Gebrechen, das nichts Ernstes bedeutet.

Der Dichter Wilhelm Busch schrieb schon:

” der Dicke wieder, autsch mein Bein, hat wieder heut sein Zipperlein”.

er meinte geschwollene Zehen, wegen Gicht.

Vielleicht muss man da einfach daran denken,

wie viele Menschen ernsthaft krank sind, lebensbedrohlich,

und gerade diese jammern wenig.

Dann erscheint das eigene scheinbare Leiden einfach nur winzig.