Hier und jetzt

Nicht immer klar,

eher verschwommen.

Es ist unmöglich alles was auf dieser Welt geschieht zu erkennen und Augenzeuge zu sein; das meiste bleibt uns verborgen,

oder wir sind auf die Aussagen der anderen Menschen angewiesen.

“Was Du schwarz auf weiß hast, kannst Du getrost nach Hause tragen” traf nur auf die Phase der ersten Zeitungen zu, und nur auf das, was abgebildet war, und das war auch nur eine subjektiv erstellte Sammlung von Aussagen.

Goethe konnte das, hätte er all die Informationen gehabt, die wir heute haben, wäre diese Aussage nicht zustande gekommen.

Heute, im digitalen Zeitalter wird alles faktisch gesammelt, willkürlich vom Blickwinkel her aufgenommen, zu viele Informationen, mit noch viel mehr Optionen diese zu verändern, zu interpretieren und zu manipulieren.

Zu wissen, das etwas zum Beispiel eine Insel ist, kann man nur nachweisen, wenn man diese von oben sieht, und, wenn man darum herum schwimmt oder zu Fuss am Strand gehen kann.

Das Hier und Jetzt zu erfassen, wie es tatsächlich ist geht nur in der Reichweite, in der man sich bewegen kann und was man sieht, wo man Augen-oder Ohrenzeuge ist.

Wie schwierig dies genau ist, erkennt man, wenn man Geräusche erraten soll oder an Ausschnitten von etwas erkennen soll, was es ist. Beides kann schwierig sein, und voller täuschender Überraschungen.

Jeder nimmt alles aus seiner Perspektive wahr und mancht dieses zu seiner Realität.

Was ist aber dann das “hier und jetzt”. Alles was in einem aktuellen Moment erfasst und rekonstruiert werden kann, und , objektiven Kriterien unterliegt, und nicht den Täuschungen einer rosa, blauen oder gelben Brille des Betrachters.

Wir müssen uns damit abfinden immer nur Ausschnitte aus dem Mikro und Makrokosmos zu sehen und daraus ein für uns erkennbares Puzzle machen zu müssen.

Was kommt, können wir nur begrenzt als “Wahrscheinlichkeit” versuchen zu berechnen, hoch zu rechnen oder zu vermuten, und das was war, nur aufgrund von Indizien und Beweisen als wahr zu nehmen.

Realistisch ist das, was real existent, erfassbar ist, als “wahr” zu nehmen, und das ist schwierig, weil wir immer aufgrund unserer Erfahrungen Wünsche, Illusionen in das Puzzle des Lebens mit einbeziehen um die weißen Stellen zu füllen und uns ” ein Bild”, nämlich das des “unsrigen” zu schaffen.

Hier ist wo ich stehe, sitze oder gehe und das Jetzt ist im gerade geschehen schon Geschichte, also nur das Momentane, und dabei nur das objektive und nicht subjektiv Registrierte, und schon interpretierte.

Wir wollen letztlich nicht alles milchig, verschwommen sehen, sondern hinter allem klare Konturen erkennen um für unser Handeln eine gute Ausgangsbasis zu haben.

Dies bedeutet, dass wir alles immer kritisch hinterfragen sollten.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.