eingesperrt

Inmitten des modernen Lebens fühlt sich der Alltag oft an wie eine mentale Zentrifuge.

Alles dreht sich unaufhörlich.

Arbeit, Verpflichtungen, Geld verdienen, funktionieren.

Gefangen in einem Kreislauf, der uns zwar beschäftigt hält, aber selten erfüllt.

Wir verlernen zu leben, das Spüren, Staunen, Genießen.

Es ist, als hätten wir Bretter vor dem Kopf, als würden uns unsichtbare Leinen festhalten.

Doch diese Leinen sind nicht aus Stahl.

Sie bestehen aus Gewohnheiten, Ängsten und Erwartungen – und sie lassen sich lösen.

Viele Menschen leben in einem Zustand des „Ich muss“. Ich muss arbeiten, ich muss leisten, ich muss mithalten.

Dieses „Müssen“ ist oft nicht real, sondern internalisiert – übernommen von Gesellschaft, Familie, Medien.

Es gaukelt uns vor, dass unser Wert an Produktivität und Erfolg gemessen wird.

Dabei vergessen wir, dass wir auch einfach sein dürfen.

Das Leben besteht nicht nur aus To-Do-Listen, sondern auch aus Momenten der Stille, des Lachens, Freundschaften.

Die unsichtbaren Leinen, die uns nicht loslassen, sind oft psychologischer Natur.

Es sind Glaubenssätze wie „Man ist nur etwas wert, wenn man hart arbeitet“ oder „Erst wenn man genug Geld hat, kann man glücklich sein“.

Freiheit scheint durch Geld beeinflusst zu sein.

Diese Gedanken wirken wie Fesseln, obwohl sie nur in unserem Kopf existieren.

Sie hindern uns daran, loszulassen – nicht weil sie mächtig sind, sondern weil wir ihnen Macht geben.

Loslassen bedeutet nicht, alles stehen und liegen zu lassen.

Es heißt, bewusst zu wählen, was wir mittragen wollen – und was nicht,

innezuhalten und zu fragen „Was erfüllt mich wirklich?“

Manchmal sind es ganz kleine Dinge, die nichts kosten, nämlich sich Zeit zu nehmen, wieder sehen zu lernen.

Das Leben beginnt dort, wo wir aufhören, uns zu drehen.

Wo wir den Blick heben und sehen, was wirklich zählt.

Die Zentrifuge mag laut und schnell sein – aber wir können aussteigen.

Nicht immer sofort, nicht immer ganz., aber Schritt für Schritt.

Und jeder Schritt ist ein Schritt zurück zu uns selbst.

Kunterbunt

Das Wort wird in Kinderliedtexten verwendet, in Zusammenhang mit Pippi Langstrumpf, als Name für Kindergärten und Kitas,

und drückt noch viel mehr aus.

Drunter und drüber, die Vielfalt, das Bunte.

Das Wort „kunter“ in „kunterbunt“ stammt ursprünglich von „Kontrapunkt“ und wurde später volkstümlich an „bunt“ angelehnt.

Die Herkunft des Wortes „kunterbunt“ ist eine spannende sprachgeschichtliche Reise:

Im 15. Jahrhundert wurde aus dem mittellateinischen contrapunctus („Note gegen Note“) der deutsche Begriff Kontrapunkt.

Dieser bezeichnet eine Technik der Mehrstimmigkeit in der Musik.

Daraus entwickelte sich im Deutschen zunächst contrabund oder conterbunt, was „vielstimmig“ bedeutete.

Diese Form tauchte bereits um 1499 auf.

Volksetymologisch erfolgte eine Umdeutung.

Cconterbunt wurde volkstümlich umgedeutet und an das bekannte Adjektiv bunt angelehnt.

So entstand kunterbunt, das seit dem 17. Jahrhundert die Bedeutung „vielfarbig, durcheinander, verworren“ trägt.

Und heute wird es als Ausdruck für die Freude an Vielfalt, Lebendigkeit und kreativer Unordnung verwendet.

Es steht für ein fröhliches Durcheinander, in dem Unterschiedlichkeit nicht nur akzeptiert, sondern gefeiert wird.

Eben eine kunterbunte Welt.

Es ist ein Lebensgefühl, ein Symbol von Freiheit.

Unterschiedliche Farben, Formen, Ideen oder Menschen kommen zusammen – ohne Hierarchie oder Norm.

Wenn etwas kunterbunt erscheint, ist es nicht geordnet oder strukturiert – chaotisch und genau das macht es schön.

Es ist das Inklusive.

Alles darf sein, alles gehört dazu – ein kunterbuntes Miteinander.

„Kunterbunt“ ist ein Paradebeispiel für ein Wort, das mehr als nur Farbe beschreibt – es ist ein Gefühl, ein Lebensstil, eine Haltung.

In der Mode, Kunst, Pädagogik oder Gesellschaft ist kunterbunt das offen, tolerant und verspielt sein.

Es wäre schön wenn ” kunterbunt” ansteckend wäre.

zugemüllt, detoxen

Man wacht auf – und schon liegt der Tag auf einem wie ein Berg.
To-dos wie Steine, Gedanken wie Müllsäcke,
gefüllt mit „Du musst“, „Du sollst“, „Warum bist du nicht…?“
Durch ein Labyrinth aus Erwartungen stolpern
und jeder Schritt klingt wie ein Vorwurf.

Der Kopf ist wie ein überfüllter Container.
Kein Platz für Ruhe.
Versuche zu sortieren, zu trennen, zu recyceln scheitern –
doch alles landet wieder auf dem selben Haufen.


Worte helfen nicht, trotzdem rebelliert das Innere gegen das Zuviel.
Nein zu allem Toxischen, zu perfektem Schein,

zu dem künstlichen Lächeln, das man einem aufkleben will.

Einfach nur denken:

Ich bin kein Lagerplatz für aufgedrückte Lasten.
Ich bin kein Archiv für Erwartungen, aber für das meiner eigenen Gedanken.
Ich bin ein Mensch –
mit Ecken, Kanten, mit Pausen, mit Widerstand.

Denn wer fühlt, lebt.
Und wer lebt, darf auch mal stehen bleiben.

Im Heute mal kein Müllberg sein,
lieber ein Erdbeben.
an Systemen rütteln,
auf dem Chaos tanzen
bis es einem Platz macht.

Wenn sich mentaler emotionaler oder sogar physischer „Müll“ auftürmt, der einen lähmt, sollte man erkennen,, dass dieser „Müll“ nicht Teil von einem selbst ist, sondern etwas, das man loslassen kann

Dadurch kann Raum für Bewegung und Klarheit entstehen.

Wenn sich vieles an aus mentalem, emotionalem oder sogar physischem „Müll“ auftürmt, der einen lähmt, liegt auch eine Chance:

Symbolisch loslassen, etwas Altes wegwerfen oder verschenken, dadurch innerlich Platz zu schaffen.

Mit einem winzigen Bereich anfangen – mit einem Papierstapel, einem Gedanke, einem To-do.

Seine Gedanken entrümpeln

Einen digitalen Detox machen.

Auch digitale Unordnung kann lähmen. Ein aufgeräumter Desktop oder Messages, E-Mails deleten kann Wunder wirken.

Man musss nicht auf Likes warten, auf jede SMS und Message antworten.

Im Zeitalter der Briefe hatte man Zeit, und die Welt konnte sich auch drehen.

Ein Spaziergang, ein paar Dehnübungen – der Körper hilft dem Geist, in Fluss zu kommen.

Und, man kann sich wieder erden.

die täglichen bubbles

Man könnte es auch anders bezeichnen.

Blasenzeitalter.

Wir leben in Blasen.

Politikblasen, Medienblasen, Gesprächsblasen.

Sie schwirren umher, bunt und laut, doch selten berühren sie den Grund.

Ein Tweet ersetzt ein Diskurs.

Eine wirre Schlagzeile wird zur Wahrheit.

Likes werden zur Meinung.

Die Tiefe ist nicht erkennbar.

Zu anstrengend.

Nuancen, dafür hat man keine Zeit.

Doch manchmal platzt eine Blase.

Und dahinter liegt ein Mensch, Schicksale.

Menschen haben Angst vor sozialer Sanktionierung in einer Welt, die scheinbar nur noch auf schnelle Meinungen und gefällige Blasenkommunikation setzt,

außerdem ist der Mainstream bequemer.

Alles läuft.

Nur in welche Richtung.

Diese sollte man immer reflektieren.

Lieber sich wie Kinder an Seifenblasen erfreuen und bei allem anderen sich auf Fakten verlassen,

und,

sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen, und davon gibt es genügend,

man muss nur die Augen offen haben und sich nicht an Luftblasen orientieren.

Diese zerplatzen, und dann sind sie weg.

Das andere bleibt.

Die Wohlstandskinder

Ein Elternpaar mit zwei Kindern in einem Restaurant.

Die Kinder unruhig, jeder hat einen Teller voll mit Pommes, , Nudeln oder Reis, Fleisch.

Die Mutter wird mit der Unruhe der Kinder nicht fertig, schreit sie an, packt sie unsanft an, der Vater ist überfordert.

Unruhe statt Ruhe, und die Teller sind halbvoll als sie aufstehen und gehen.

Andere Kinder bestellen und probieren nur.

Urlaub egal wo, viele Wohlstandskinder haben schon alle Spielsachen, Modelabels, egal was.

Es gibt ja alles und die Eltern zahlen, und können dies auch.Alles ist selbstverständlich.

Es geht um die Diskrepanz zwischen Überfluss und Mangel

Bestellt wird viel, gegessen wenig.

Die Augen sind größer als der Hunger.

Was übrig bleibt, wandert zurück – nicht in Gedanken, nicht mit Bedauern, sondern zu den Abfällen.

Doch irgendwo, weit weg oder ganz nah, wäre dieser Rest für viele Menschen ein Fest.

Ein Traum aus Reis, ein Wunsch nach Brot, ein Tropfen Hoffnung in leerem Bauch.

Wohlstand ist kein Fehler, aber Achtlosigkeit.

Denn was wir achtlos wegwerfen, kann für andere ein kostbarer Schatz sein.

Wohlstandskinder wachsen in materieller Sicherheit auf..

Der Begriff „Wohlstandskinder“ ruft Bilder hervor,

von Menschen,

die in Überfluss leben, aber möglicherweise den Wert von Dingen, Erfahrungen oder Arbeit nicht mehr richtig einschätzen können.

Wenn alles verfügbar ist, verliert manches seinen Reiz.

Wer nie Entbehrung erlebt hat, kann schwer Dankbarkeit entwickeln.

Wir haben eine digitale Ablenkung.

Aufmerksamkeit und Wertschätzung werden durch ständige Reizüberflutung geschwächt.

Viele Fragen, aber wenig greifende Antworten.

Wie kann man Werte wie Dankbarkeit, Demut und Respekt vermitteln?

Anderen helfen, ein seltenes Verhalten, aber es gibt es,

junge Menschen, die sich sozial engagieren, beim Roten Kreuz/Halbmond , Feuerwehr, THW oder vergleichbaren Einrichtungen helfen.

Fördert unser Bildungssystem Konsumdenken oder kritisches Bewusstsein?

Unsere Medienkultur produziert eher Influencer, Luxus, Statussymbole.

Schnell viel Geld verdienen und jetzt leben und warum viel arbeiten?

Das bringt ja nichts.

Wer arbeitet ist selbst schuld, eine verbreitete Auffassung.

Vieles wird einfach als „normal“ dargestellt.

Was macht man dagegen?

Es gibt auch Anderes.

Minimalismus, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit – das bewusste Suchen nach Alternativen zum Konsumrausch.

Nur die wenigsten Eltern und Lehrer vermitteln dieses.

So bleibt die Hoffnung dass sich dies ohne Not wie Kriege und Katastrophen verändern wird.

Die Menschen wieder bescheidener werden. und, einen Blick für die Mitmenschen entwickeln können.

Verborgenes

Die dunkle Materie und dunkle Energie machen laut aktuellen Theorien über 95 % des Universums aus — und wir können sie nicht direkt sehen.

Milliarden Mikroorganismen leben auf und in uns, beeinflussen unsere Gesundheit, unser Verhalten und sogar unsere Stimmung — völlig unsichtbar.

WLAN, Bluetooth, Radiowellen, GPS-Signale — sie durchdringen ständig unseren Raum, ohne dass wir sie wahrnehmen.

Strom ist nur über Messgeräte sichtbar, jedoch fühlbar.

Radioaktivität ist nur an den Folgen spürbar, wie durch Strahlenkrankheit und durch Krebs,

Gedanken, Emotionen, Erinnerungen — sie formen unsere Realität, sind aber für andere unsichtbar.

Man könnte sagen, dass auch Konzepte wie Zeit, Bewusstsein oder sogar „Wirklichkeit“ selbst nicht direkt sichtbar sind, sondern nur durch ihre Auswirkungen spürbar.

Aber müssen wir alles um uns herum wahrnehmen?

Nein.

Es würde zu einer völligen Überbelastung führen.

Wir müssen uns auf Wesentliches konzentrieren, und da wir viele Menschen sind kann sich jeder auf etwas anderes spezialisieren und letztlich ist fast alles abgedeckt.

Die Menschheit letztlich vermag in ihrer Bündelung fast alles zu sehen und publik zu machen.

An uns liegt es jedoch das Schatzkästchen in unserer unmittelbaren Nähe zu lüften.

Und, das ist einfach. Es ist die Liebe, der Glaube, das Vertrauen in die Macht des Seins, die hinter allem steht.

Wir müssen nur die Türen dazu öffnen.

Geblendet

Oft haben sich Menschen auf eine ganz bestimmte Meinung, die des Mainstreams, versteift.

Nur diese Wahrheit und scheinbare Erkenntnis zählt, die objektive Sichtweise geht verloren.

Es ist eine Art kollektiver Wahrheitsillusion.

Was viele sagen, wird als wahr empfunden – nicht, weil es geprüft wurde, sondern weil es wiederholt wird.

Als soziale Wesen orientieren sich Menschen an anderen, suchen Zugehörigkeit und vermeiden Ausgrenzung.

In diesem Prozess kann die eigene Wahrnehmung untergehen:

Es ist die Angst, abweichende Meinungen zu äußern, und, sie führt zur Selbstzensur.

Digitale Räume sind wie Echokammern und verstärken Meinungen, die bereits vorherrschen – andere Perspektiven werden ausgeblendet.

Wenn eine Meinung oft genug wiederholt wird, erscheint sie als Erkenntnis, ist jedoch nur die Illusion einer Wahrheit.

Die scheinbare Klarheit des Mainstreams kann die Komplexität der Wirklichkeit überdecken.

Kritik ist unerwünscht, und, man wird unbelehrbar.

Manche Philosophen, wie Nietzsche warnen vor „Herdentieren“, die sich dem Denken der Masse unterwerfen.

Die „Banalität des Bösen“, entsteht, wenn Menschen nicht mehr selbst denken.

Es fällt schwer objektiv zu sein, sich dem Mainstream nicht zu unterwerfen.

Zu leicht wird man als Abweichler gestalkt.

Man sollte sich selbst hinterfragen.

Was ist wichtig?

Ein sich vom Mainstream zu lösen bedeutet nicht, automatisch recht zu haben – aber es bedeutet, selbst zu denken.

Die objektive Sichtweise geht nicht verloren, wenn wir sie aktiv suchen.

Sie verlangt Mut, Offenheit und die Bereitschaft, auch unbequeme Fragen zu stellen.

Reagiert man auf eine Mainstream Meinung negativ, erfolgt umgehend ein wahrer Shitstorm.

Aber auch den sollte man gelassen sehen und sich nicht blenden lassen.

Und das Wissen, dass andere geblendet sind sollte einem zu einer Denkweise des weisen Lächelns bringen.

Warum Energie für Menschen aufbringen, die mit ihrer festgefrorenen Meinung eh nicht zu überzeugen sind.

Diese Energie lieber auf das schöne dieser Welt konzentrieren und sich die eigene Freiheit als innere Freiheit der Distanzfähigkeit und Wahrheitssuche bewahren.

Hauptsache man weiß selbst wo man steht und dass man nicht mentales Treibholz ist, sondern einen Halt hat,

einen Kompass seiner Seele, der nicht ummantelt ist.

zeitlos

Zeitlos, nicht Zeit los.

Ein Spiel mit der Sprache.

Eine scheinbare Nähe zu „Zeit los“ – als wäre es ein Startsignal, ein Countdown, ein Rennen gegen die Uhr.

Doch „zeitlos“ ist das Gegenteil: Es ist das Innehalten, das Überdauern, das Entziehen aus dem Takt der Vergänglichkeit.

„Zeitlos“ ist wie ein Gedicht, das auch nach Jahrhunderten berührt,

ein Modedesign dass nicht aus der Mode kommt, eine Liebe, die nicht aufhört.

Auch die Wahrheit vergeht nie.

Sie wird nur verfälscht und ist dann keine mehr.

Es ist wenn die Zeit jenseits aller Chronologie ist.

Die Zeit ist linear, das Zeitlose entzieht sich dieser Ordnung.

Was ist wahr, unabhängig von Epoche, Mode oder Meinung?

Zeitlose Wahrheiten sind nicht relativ, sondern grundlegend.

Platon sprach von den „Ideen“ – ewigen Formen, die hinter der vergänglichen Welt stehen. Gerechtigkeit, Schönheit, Liebe – diese Konzepte sind nicht an eine Uhr gebunden.

Zeitlosigkeit ist hier nicht Stillstand, sondern Resonanz – ein Echo, das nie verklingt.

“Zeit los” ist das Gegenteil von zeitlos.

Zeitlos ist das, was bleibt, wenn alles beginnt und endet., es ist das, was nicht vergeht, weil es nie gekommen ist – sondern das, was immer war.

Menschenrechte, Freiheit, Gerechtigkeit sind zeitlos, eine Demokratie nicht, sie verändert sich, ist in Bewegung.

Aber zeitlos ist auch das Streben nach Macht.

Parteien kommen und gehen, Ideologien wandeln sich und Regierungen wechseln.

Bestimmte Werte und Fragen bestehen zeitlos.

Zeitlos ist nicht das, was laut ist – sondern das, was tief verankert ist.

Die Regler

Sie sind zeitlos,

Die Regler der Regeln von den Regeln der gesamten Regeln.

Es sind die alles und alle bestimmen Wollenden.

Ob es Sinn oder keinen Sinn macht spielt keine Rolle, Hauptsache alles ist definiert und die Sanktionen da.

Ein bißchen dystopisch Kommentar zur Bürokratie, Machtstrukturen oder vielleicht sogar zur Natur von Systemen und Institutionen.

Ein Spiel mit Hierarchien und Metaebenen.

Es geht nicht nur um Regeln, sondern um die Regeln der Regeln – also um die Macht, die hinter der Macht steht.

„Die alles und alle bestimmen Wollenden“ mit dem Willen zur totalen Kontrolle, zur Definition jeder Handlung, jedes Gedankens.

Ob es Sinn oder keinen Sinn macht…“

Es ist “ihr Sinn” , manchmal Irrsinn.

Es geht nicht um Logik oder Gerechtigkeit, sondern um Ordnung und Sanktion.

Es erinnert an Foucaults Gedanken zur Macht und Disziplin, an Kafkaeske Bürokratie oder an die Idee von „Systemen, die sich selbst erhalten“, unabhängig von ihrem ursprünglichen Zweck.

Leider sind wir in einer Regelungsfalle, und manche gewählte Vertreter der Bevölkerung verlieren den Bodenkontakt.

Sie wollen bestimmen wie man wohnt, wie das Haus beschaffen ist, in dem man wohnt was man tun und nicht tun soll und darf und,

sie erfinden immer neue Regeln wie man den Menschen Geld abnehmen kann.

Man braucht ja welches um anderswo ausgeben zu können.

Und, eigentlich wäre es ohne die Regelungsfanatiker einfach.

Nur ein auf das Wichtigste des Zusammenlebens fixiertes Regelungswerk, entschlackt, logisch und akzeptierbar.

Leben nach dem Kantschen Imperativ und den 10 Geboten, dem Koran und dem gesunden Menschenverstand.

Die Regler entfremden sich letztlich selbst vom Leben.

Und glücklicherweise kann man nicht alles Regeln.

Bange blicken

Die Welt scheint oft aus den Fugen geraten – Nachrichten über Skandale, Krisen und Kriege prasseln täglich auf uns ein.

Es ist verständlich, dass einem da manchmal das Lachen vergeht.

Aber gerade in solchen Zeiten kann es hilfreich sein, sich kleine Inseln der Freude zu schaffen: ein gutes Gespräch, ein Spaziergang, ein Lied, das berührt.

Humor und Hoffnung sind keine Flucht, sondern Widerstand gegen die Schwere des Alltags.

Die Menschen werden dünnhäutiger, narzisstischer, aber nicht alle.

Das muffige, desolate , manchmal sogar aggressive im Miteinander, auch im Straßenverkehr wird leider immer vermehrter.

Einfach dagegen halten, mit einem Lächeln übergehen.

Es kommt wieder ein anderer Tag, und da kann alles ganz anders aussehen.

Dieses stille Übergehen, macht den Unterschied.

Nicht aus Ignoranz, sondern aus Stärke.

Wer lächelt, obwohl ihm ein mürrischer Blick begegnet, setzt ein Zeichen – leise, aber wirkungsvoll.