Jäger und Sammler

Jäger und Sammler
kennst Du das,
da liegt eine Zeitung, ein interessanter Artikel, Du liest, beim Arzt, im Restaurant, im Café
Du reißt ihn raus, steckst ihn ein, legst ihn zu Hause ab,
ihn irgendwann , zumindest nimmst Du Dir das vor,
zu verarbeiten
Also quasi ausgelagerte Datei Deines Langzeitgedächtnisses
dann Ruhe, der Artikel liegt,
eingebettet in andere abgelegte Papiere
um irgendwann an einem
Aufräumtag wieder entdeckt zu werden,
aus dem Dunkel, dem Schatten der herausgerissenen Erinnerungen
ans Licht des Aha- Erlebnisses zu kommen,
diesen Artikel ja mal entdeckt zu haben.
Dann die schnelle Entscheidung, nach fast ewig anmutendem Liegen lassen,
Entsorgung,
oder doch noch etwas damit machen
es bleibt

Schwingungen Stimmungen am Bodensee

Stimmungen,  der Föhn in meiner Seele,

die morgendlichen Sonnenstrahlen, das Gezwitscher der Vögel, die Mischung zwischen Wasser, Berge, Wolken, das Blühen der Pflanzen, die Weinreben, im Sommer der Hauch vom Süden im Winter die Präsenz des Nordens durch Eis und Schnee. Das Spiel der Wolken, der Geruch von Apfelbäumen diametral im Gegensatz zur täglichen Muffigkeit vieler Menschen, denen der Alltag die Chance die Schönheit zu erkennen nimmt. Stimmungen befreien, sind wie ein Push der Emotionen seine Gedanken neu zu orientieren.

Menschen gehen, Menschen kommen, Geschichten ereignen sich, Geschichten ziehen andere Geschichten an, wie ein Pluspol den Minuspol,

Das Geflecht der Assoziationen, das Konglomerat der Eindrücke schwingt mit, überträgt sich.  Wer muffig schaut initiiert Muffigkeit, Fröhlichkeit ist der Swing, der mitschwingen lässt. Die Sonne, die Kraft der Wolken, der Naturgewalten konzentrieren sich in jedweder Form am See

Die Seele mit den Schwingungen baumeln lassen, statt Gewitter und Stürme über sich einbrechen lassen, lieber am Gewitter die Schönheit der Blitze sehen, die gewaltige Kraft bewundern, die frische, leicht nach Urkraft riechende ganz spezielle gereinigte Luft nach Blitzen zu geniessen, beim Regen die Tropfen hören und Teil des Wassers werden, dieses auch auf sich plätschern lassen.

gerade in einer Gewitterstimmungen über den See schauen, die Stimmung in sich mitschwingen lassen, einfach geschen lassen, das provozieren als ein Schritt zum Tor der Unendlichkeit der Gedanken.

verpasst, vergessen, verloren

Verpasst, vergessen, verloren
man nimmt sich etwas vor, dann überholt einem die Aktualität, die Lustlosigkeit des sich leicht Machens seine Schwerpunkte zu verlagern.

Was bleibt: vorgenommen, abgesagt, gewünscht, verschoben,  daran gedacht, vergessen,  aufgehoben, aufgeschoben. Gleich machen?  Verzetteln, spontan, tun wollen, nicht können

Ein Schatten, der auf allem liegt, wie bei Dornröschen. Aber wie sich befreien:  Jemanden lieben, ihm das sagen, etwas für gut finden, loben, missfallen, mitteilen nichts verpassen, nichts im Schatten des Vergessens liegen lassen. Schon das jetzt ist Geschichte, nur die Träume reichen in die Zukunft, aber das Getane ermöglicht Geschichte, das nicht Getane bleibt fern dem Licht , vielleicht auch nur ein Gedankenimpuls des eigenen Seins.

Wege

Wege

Wo ich bin ist vorn,

hab ich mir das nicht oft gesagt,

was aber ist, wenn da der Abgrund ist,

ist hinten manchmal nicht besser,

weil man den besseren Überblick hat,

muss ich schnell sein, oder langsam

es ist schwer in der Menge seine Position zu finden,

was ist real, was ist unwirklich,

suche den Weg

der muss nicht immer gerade sein,

er geht hoch, er geht runter

um Ecken, im Kreis, rückwärts, vorwärts

wohin, woher

welcher Weg

welche Abzweigung, welche Weiche

es gibt kein halten,

die Zeit läuft gnadenlos

Umwege , Irrwege

Pfade,

Wegkreuze

für das Ende des Weges, für die Einbahnstraße,

den Kreisverkehr des Lebens,

für die Überholspur auf dem Weg zu einem fiktiven Ziel,

das dann doch nicht kommt,

der Fata Morgana der Seele,

die die wahren Schätze übersieht,

die Rast, das Verharren in Bewunderung dessen,

was so keine plakative Größe brauch,

was es sich leisten kann klein und doch so unendlich groß sein zu können

Der kleine Grashalm, das Kleeblatt, der Schmetterling,

der kleine Käfer

img320img316